Heinz-Wette 2026: Wo die Systemwette in der Schweiz erhältlich ist

Updated Oktober 2026
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Sechs Fussbälle liegen in zwei Reihen auf einem Rasen, das flache Abendlicht zieht lange Schatten über das Gras.

Stand: Oktober 19, 2026 · Geprüft gegen das Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51) und die Spielregeln von Swisslos Sporttip sowie das Règlement Jouez Sport der Loterie Romande.

Die 57 Einzelwetten einer Heinz-Wette setzen sich aus 15 Doppelwetten, 20 Dreierwetten, 15 Vierfachwetten, 6 Fünffachwetten und 1 Sechsfachwette zusammen.

Eine Heinz-Wette ist kein Wettprodukt, das man sich aussucht, weil die Quote stimmt. Sie ist ein Konstrukt aus 57 Wetten auf sechs Auswahlen, das einen Einsatz voraussetzt, den die meisten Spielenden unterschätzen. Wer in der Schweiz überhaupt eine Heinz platzieren kann, ist durch das Geldspielgesetz bereits auf zwei Namen beschränkt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Beide unterliegen der Aufsicht durch die Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht), beide tragen eine Bewilligung als Veranstalterin und als Spiel, beide dürfen nur in ihrem eigenen Vertragsgebiet ein Online-Konto eröffnen.

Die Heinz-Wette ist eine Systemwette, die aus 57 Einzelwetten auf sechs Auswahlen besteht. Dieser Ratgeber erläutert die Kosten für Dreier- bis Sechsfachsysteme anhand konkreter Beispiele und vergleicht die Regelungen der beiden bewilligten Schweizer Anbieter bezüglich Einsatzgrenzen, Cash-Out und Kombiboost. Nicht bewilligte ausländische Marken werden ebenfalls aufgeführt, da Schweizer Spielende ihnen online begegnen können – dies stellt jedoch keine Empfehlung dar.

Was eine Heinz-Wette eigentlich ist

Die Heinz-Wette gehört zu den Full-Cover-Wetten, also zu den Systemen, die sämtliche möglichen Mehrfachwetten über eine bestimmte Anzahl Auswahlen abdecken. Bei sechs Auswahlen sind das 15 Doppel, 20 Dreier, 15 Vierer, 6 Fünfer und 1 Sechser – 57 einzelne Wetten zusammen. Einzelwetten auf die Auswahlen sind nicht enthalten; wer auf eine einzelne Begegnung setzen will, platziert sie separat. Den Namen verdankt das System dem englischen «Heinz 57», das sich auf 57 Varianten bezieht.

Ein Bleistift und ein Radiergummi liegen auf einem kleinen Stapel Notizzettel, gelbes Licht einer Schreibtischlampe.
Eine Heinz-Wette ist eine Systemwette auf 6 Auswahlen, die aus 57 einzelnen Wetten besteht.

Der Aufbau folgt einer einfachen Logik: jede Auswahl kann mit jeder anderen kombiniert werden, und zwar in jeder möglichen Länge. Bei sechs Auswahlen gibt es C(6,2) = 15 Paare, C(6,3) = 20 Dreiergruppen, C(6,4) = 15 Vierer, C(6,5) = 6 Fünfer und genau einen Sechser. Wer zwei Auswahlen richtig tippt, gewinnt bereits die 15 Doppel, in denen diese beiden vorkommen – sofern die Quote reicht, um den Gesamtdeckungsbeitrag zu überschreiten. Wer nur eine Auswahl richtig hat, geht leer aus; eine Einzelwette auf die richtige Position ist im System nicht enthalten.

Die Super-Heinz-Wette erweitert das Prinzip auf sieben Auswahlen und besteht aus 120 Wetten: 21 Doppel, 35 Dreier, 35 Vierer, 21 Fünfer, 7 Sechser und 1 Siebener. Wer acht Auswahlen kombinieren will, landet beim Goliath mit 247 Wetten. Allen gemeinsam ist, dass sie nichts dem Zufall überlassen, was eine Kombination hergibt – und entsprechend teuer werden, wenn man pro Linie einen festen Einsatz setzt.

Die 57 Wetten im Überblick

Wer mit einer Heinz-Wette plant, sollte wissen, welche Linien überhaupt im System stecken. Die Tabelle zeigt, was bei sechs Auswahlen mitkommt, wenn man das System vollständig spielt:

Ein Brunnen auf einem Dorfplatz mit Kopfsteinpflaster, im Hintergrund eine Kirche mit Zwiebelturm und Berge.
Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1'000 und für eine Systemwette CHF 10'000.
Linie Anzahl Wetten
Doppel (2 aus 6) 15
Dreier (3 aus 6) 20
Vierer (4 aus 6) 15
Fünfer (5 aus 6) 6
Sechser (6 aus 6) 1
Total 57

Eine einzelne Auswahl allein deckt keinen dieser Stränge. Wer sechs Spiele tippt und nur eines richtig hat, hat null gewonnene Wetten, auch wenn die eine Auswahl am Ende trifft. Wer zwei richtig hat, gewinnt die Doppel, in denen genau diese beiden vorkommen. Mit jeder weiteren richtigen Auswahl öffnen sich die höheren Staffeln. Wer fünf oder sechs Auswahlen richtig hat, fährt mit den Fünfern und – im Idealfall – dem Sechser den grössten Ertrag ein.

Was die Heinz-Wette kostet: ein Zahlenbeispiel

Weil die Heinz-Wette aus 57 Linien besteht, multipliziert sich der Linieneinsatz mit 57. Wer pro Linie einen Franken setzt, gibt 57 Franken aus. Wer pro Linie zwei Franken ansetzt, sind es 114 Franken – und liegt damit bereits über dem Höchsteinsatz, den Sporttip für eine Systemwette zulässt.

Die folgende Rechnung illustriert, was eine vollständig richtige Heinz-Wette zurückzahlt. Die Quoten sind illustrative Annahmen, keine zitierten Preise:

Bei einer vollständig richtigen Heinz-Wette multiplizieren sich die Quoten jeder Kombination zu einer Gesamtquote, die mit dem Linieneinsatz multipliziert den Bruttogewinn dieser Linie ergibt. Im Idealfall, wenn alle sechs Auswahlen eintreffen, gewinnt der Spielende alle 57 Linien. Die höchste Auszahlung liefert der Sechser mit Quote 1.50 × 2.00 × 2.50 × 1.50 × 2.00 × 2.50 = 56.25, der bei einem Linieneinsatz von CHF 1 einen Bruttogewinn von CHF 56.25 ausschüttet. Die Fünfer zahlen zwischen 15.00 und 30.00, die Vierer zwischen 4.50 und 12.50, die Dreier zwischen 3.00 und 7.50, die Doppel zwischen 3.00 und 5.00 pro Linie.

Über alle 57 Linien ergibt sich eine Gesamtbruttoauszahlung, die je nach Tippqualität in einer breiten Spanne landet. Wer alle sechs Auswahlen richtig hat, kommt auf eine Auszahlung von mehreren hundert Franken, wer nur drei oder vier richtig hat, sieht unter Umständen einen Verlust – weil die tieferen Staffeln die höheren nicht mehr ausgleichen. Die Rechnung zeigt, warum eine Heinz-Wette kein Spass mit kleinem Budget ist: ein Sechser bringt viel, eine teilweise richtige Heinz kann den vollen Einsatz verschlingen.

Wer in der Schweiz überhaupt Systemwetten anbieten darf

Das Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51) zählt Sportwetten zu den Grossspielen und verlangt eine Veranstalterbewilligung sowie eine Spielbewilligung pro Spiel. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalterinnen für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein, Loterie Romande für die sechs Westschweizer Kantone. Beide tragen eine Bewilligung der Gespa, die Aufsicht führt dieselbe Behörde, die auch die Spielbanken beaufsichtigt – die ESBK ist hier nicht zuständig.

Für Spielende bedeutet das: Eine Heinz-Wette in der Schweiz platziert man bei Swisslos Sporttip, sofern man im entsprechenden Vertragsgebiet wohnt, oder bei Loterie Romande Jouez Sport, sofern man in der Romandie wohnt. Eine Online-Registrierung setzt Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet voraus. Wer in einem anderen Kanton wohnt, hat kein Konto bei dem ihm nicht zugeordneten Veranstalter. Wer die Romandie-Wette aus Deutschland spielen will, hat schlicht keinen Zugang – die Identitätsprüfung beginnt schon beim Ausweis-Upload.

Dass es neben diesen beiden keine weiteren Inhaber einer Schweizer Bewilligung gibt, ist kein Zufall. Das BGS begrenzt die Zahl der Veranstalterinnen für Lotterien und Sportwetten bewusst; die Gespa veröffentlicht keine Liste weiterer lizenzierter Buchmacher, weil es keine gibt. Die Gespa-Liste, die im Netz kursiert, ist die Sperrliste blockierter ausländischer Domains – kein Verzeichnis erlaubter Anbieter.

Ausländische Marken: warum sie hier stehen, obwohl sie keine Bewilligung haben

Wer in der Schweiz nach «Heinz-Wette» sucht, stösst früher oder später auf Namen wie Rainbet, BassBet, Pribet, Rabona, GG.BET, BetLabel, Bettilt oder N1 Bet. Diese Marken tragen keine Schweizer Bewilligung. Eine ausländische Lizenz – Curaçao, Malta, Deutschland – hat im Inland keine Wirkung, weil das BGS klarstellt, dass eine Bewilligung «nur in der Schweiz» gilt. Wer dort spielt, hat keinen Zugang zum Schweizer Ausschlussregister, keine Schweizer Rekursstelle, keine Schweizer Aufsicht über die Auszahlung.

Die Gespa kann solche Domains auf die Sperrliste setzen, was die Schweizer Internetanbieter per DNS-Sperre umsetzen. Die Liste umfasste Ende 2025 671 Domains. Eine Sperre ersetzt allerdings nicht die Eigenverantwortung: gesperrte Domains tauchen oft unter neuen Adressen wieder auf, die Gespa nennt das «Domain-Hopping». Wer bei einem ausländischen Anbieter spielt, verlässt den Schutzraum des BGS – Gewinne unterliegen je nach Kanton einer anderen Steuerpraxis als Gewinne aus bewilligten Wetten, und im Konfliktfall gibt es keine Schweizer Anlaufstelle.

Auf den ausländischen Marken lässt sich die Heinz-Wette in der Regel platzieren; viele werben mit dem System als Feature. Was sie nicht mitliefern, ist die Verbindung zum Schweizer Ausschlussregister und die Gewissheit, dass Limits und Sperren, die der Spielende bei Sporttip setzt, auch dort gelten. Die Beschreibung der Marken am Ende dieser Seite ist deshalb keine Empfehlung – sie ist eine Einordnung dessen, was Spielende im Netz antreffen, und was fehlt.

Einsatzgrenzen, die ein Systemspieler kennen muss

Die Einsatzgrenzen bei Sporttip sind nicht allgemein, sondern nach Wetttyp gestaffelt. Für Einzel- und Kombinationswetten gilt ein Mindesteinsatz von CHF 1 und ein Höchsteinsatz von CHF 1’000. Für Systemwetten – also auch eine Heinz – liegt der Höchsteinsatz bei CHF 10’000. Der Mindesteinsatz bleibt CHF 1 pro Linie. Was über der Limite liegt, wird nicht angenommen, und Swisslos behält sich vor, die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen zu ändern.

Übersetzt in die Heinz-Logik heisst das: Bei einem Linieneinsatz von CHF 1 liegt der Gesamteinsatz bei CHF 57, deutlich unter dem Systemlimit. Wer pro Linie CHF 5 setzt, gibt CHF 285 aus, wer CHF 10 setzt, CHF 570 – auch das passt noch unter CHF 10’000. Wer CHF 175 pro Linie setzt, würde mit dem Gesamteinsatz von CHF 9’975 gerade noch unter dem Limit bleiben. Wer den Systemhöchsteinsatz voll ausreizen will, kann das nur, indem er Linieneinsatz und Linienanzahl so wählt, dass das Produkt im Limit bleibt.

Bei Jouez Sport ist die Skala enger: Online liegt der Mindesteinsatz bei CHF 2, in Verkaufsstellen bei CHF 3, für Multiples ebenfalls bei CHF 2. Der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten beträgt CHF 500, ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette ist auf CHF 300’000 limitiert, für alle Gewinne eines Multiples zusammen auf CHF 1’000’000. Die Mindestquote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombiwette muss mindestens 1.10 betragen, die maximale Gesamtquote 100’000 nicht übersteigen.

Diese Zahlen sind nicht Verhandlungssache. Sie stehen in den Spielregeln und werden technisch erzwungen: ein Wettschein, der das Limit überschreitet, wird nicht angenommen. Spielende, die mit höheren Einsätzen planen, müssen die Limits beider Anbieter kennen – und sich bewusst sein, dass eine Heinz-Wette auf sechs Auswahlen bei CHF 1 pro Linie bereits CHF 57 kostet, bei CHF 10 pro Linie CHF 570.

Verlust- und Einzahlungslimiten: das Sicherheitsnetz vor der Wette

Wer bei Sporttip online spielt, muss vor der ersten Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Obergrenze liegt bei CHF 9’999 pro Periode; unter 21 Jahren sinkt sie auf CHF 1’000. Eine Senkung der Limite gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden – Swisslos zieht die 72-Stunden-Frist der gesetzlichen 24-Stunden-Frist vor und schafft damit einen zusätzlichen Schutzpuffer gegen Spontanentscheidungen. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage setzen, getrennt von der Verlustlimite.

Diese Limiten sind individuell und stehen im Spielerkonto. Sie wirken plattformweit, also auch auf eine Heinz-Wette, weil die Verlustlimite nicht zwischen Wetttypen unterscheidet. Wer für 30 Tage eine Verlustlimite von CHF 1’000 setzt und an einem Wochenende zwei Heinz-Wetten à CHF 57 platziert, hat 114 Franken davon verbraucht. Eine vollständig falsche Heinz-Wette zieht den vollen Einsatz ab – das System verrechnet nichts teilweise.

Für die Frage, ob eine Heinz-Wette zur eigenen Budgetplanung passt, ist die Verlustlimite die relevante Grösse, nicht der Systemhöchsteinsatz. Wer einmal pro Monat spielt und CHF 200 Verlustlimite setzt, kann sich keine 57-Franken-Heinz leisten, ohne ein Drittel des Monatsbudgets in einem Wettschein zu binden. Wer mit kleineren Linieneinsätzen arbeitet, kann das System spielen, sollte aber die Limite so setzen, dass auch eine Pechsträhne von zwei oder drei Wochen nicht zu einer Limitsenkung unter Druck führt.

Spielsperre und Ausschlussregister: was bei Überlastung passiert

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Möglichkeit der Aufhebung vor Fristablauf. Wer sich für eine unbefristete Spielsperre entscheidet, wird in das schweizweite Register eingetragen, das auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos und in Liechtenstein gilt. Eine Selbstsperre bei Sporttip sperrt also nicht nur das Sportwettenkonto, sondern den Zugang zu allen Swisslos-Produkten und über die Registervernetzung auch zu anderen Schweizer Veranstaltern.

Eine selbstgewählte Spielsperre kann frühestens nach drei Monaten aufgehoben werden, und auch dann nur mit Beteiligung einer Fachstelle. Das ist nicht Schikane, sondern Schutzmechanismus: wer in der Hitze einer Verlustserie sperrt, soll nicht drei Tage später ungebremst weiterwetten können. Wer das System mit höheren Einsätzen nutzt und merkt, dass die Disposition kippt, hat mit der Spielsperre ein Werkzeug, das unabhängig von der eigenen Willenskraft greift.

Für Spielende auf ausländischen Plattformen gilt dieses Register nicht. Wer bei einer Marke ohne Schweizer Bewilligung spielt, hat keine Sperre, die plattformübergreifend wirkt. Eine Selbstsperre bei Sporttip schützt nicht davor, am selben Abend auf einer Offshore-Plattform weiterzuspielen – die Systeme sind nicht verbunden. Wer seinen Schutz ernst nimmt, spielt dort, wo das Register greift, oder gar nicht.

Mindestquoten, abhängige Ereignisse und das Livewetten-Regelwerk

Bei Sporttip gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis tatsächlich live übertragen wird. Livewette heisst Wettabgabe während des Spiels, nicht zwingend Videoübertragung. Wer nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs tippt – etwa nach dem ersten Tor –, bekommt dafür die Quote 1.00, was einer Annullierung gleichkommt. In spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Roter Karte oder Schiedsrichter-Entscheid kann Swisslos Wetten ebenfalls mit Quote 1.00 werten, um eine Wette auf eine bereits entschiedene Situation zu verhindern.

Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung – etwa «Heim gewinnt» und «über 2.5 Tore» im gleichen Spiel – werden bei Sporttip nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert. Wer solche Wetten manuell in einer Kombination abgibt, riskiert, dass Swisslos die ganze Kombiwette für ungültig erklärt und den Einsatz zurückerstattet. Die Heinz-Wette verstärkt dieses Risiko, weil 57 Linien viele Kombinationen enthalten, die über den Bet-Builder hinausgehen – wer auf abhängige Ereignisse setzt, sollte das System- und das Kombiregelwerk vorher lesen.

Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nachgeholt (oder im Turnierrahmen ersetzt), ist die Wette ungültig. In Einzelwetten gibt es den Einsatz zurück, in Kombinations- und Systemwetten erhält die betroffene Voraussage die Quote 1.00. Bei einer Heinz-Wette mit sechs Auswahlen heisst das: fällt ein Spiel aus, sinkt die Heinz faktisch auf eine Fünf-Auswahlen-Heinz mit 27 Wetten – wer die Konstruktion nicht versteht, wundert sich über den kleineren Gewinn.

Cash-Out und Kombiboost: was Sporttip auf das System drauflegt

Cash-Out gibt es bei Sporttip für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur online und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und Swisslos garantiert nicht, dass Cash-Out für jeden Markt zur Verfügung steht. Der Cash-Out-Betrag liegt immer unter dem möglichen Wettgewinn, wenn man die Wette laufen liesse – das ist die Mechanik, mit der der Anbieter das vorzeitige Aussteigen ermöglicht.

Für eine Heinz-Wette ist Cash-Out besonders heikel, weil das System aus 57 Linien besteht, von denen zu jedem Zeitpunkt einige gewonnen und einige verloren sind. Swisslos bewertet das System als Ganzes und bietet einen Cash-Out-Betrag an, der den aktuellen Stand der Sportereignisse widerspiegelt. Wer mitten in einer laufenden Heinz aussteigt, gibt den möglichen Endgewinn ab und nimmt einen garantierten Betrag mit. Das ist mathematisch ein Tausch Erwartungswert gegen Sicherheit – und in den meisten Fällen kostet es einen Teil des Gewinns, den die Wette bei vollständigem Auslauf gehabt hätte.

Der Kombiboost bei Sporttip gilt nur online und nur für Prematch-, Live- und Systemwetten. Voraussetzung sind mindestens vier Voraussagen mit Einzelquoten von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn staffelt sich: 5 % bei vier Voraussagen, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Eine Heinz-Wette mit sechs Auswahlen erreicht die Schwelle von vier Voraussagen, die Quote 1.50 allerdings nicht automatisch – wer auf sehr kurze Favoriten setzt, kommt unter die 1.50-Marke und fällt aus dem Boost heraus.

Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage und sind pro Spielendem nur einmal nutzbar. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz, ebenfalls limitiert und nur einmal pro Person einsetzbar. Bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Für eine Heinz-Wette sind diese Boosts nicht relevant, weil das System keine Einzelwette im klassischen Sinne ist – die Boosts zielen auf einfache Wetten und nicht auf 57er-Bündel.

Auszahlung und Rundung: was am Ende auf dem Wettschein steht

Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus dem Einsatz mal der Quote, bei Kombinationen aus dem Einsatz mal der Gesamtquote, also dem Produkt der Einzelquoten. Das Ergebnis wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Wer also bei einer Kombiwette mit Gesamtquote 8’734 einen Einsatz von CHF 10 setzt, landet rechnerisch bei CHF 87.34, abgerundet auf CHF 87.30.

Für die Heinz-Wette heisst das: 57 Linien mit Bruttogewinnen, die einzeln gerundet werden, dann summiert auf den Wettschein. Der Rundungsverlust ist pro Linie klein, über 57 Linien kann er sich auf einige Franken summieren. Wer mit dem System plant, sollte die Rundung nicht ignorieren – ein Wettschein, der rechnerisch CHF 100.78 aussehen lässt, kann nach Rundung CHF 100.75 auszahlen.

Die Auszahlung erfolgt auf das Spielerkonto, von dort auf eine Bank- oder Postverbindung im Namen des Kontoinhabers. Anonyme Auszahlungen oder Auszahlungen in Kryptowährungen sind im bewilligten Schweizer System nicht möglich. Das ist kein Service-Defizit, sondern eine Folge der Geldspielregulierung: Gewinne und Saldi werden nur auf Zahlungsverbindungen im Namen des Kontoinhabers ausgezahlt, Kredite an Spielende sind verboten.

Die Heinz-Wette im Vergleich zu einfacher Kombination und Super Heinz

Eine einfache Kombiwette auf sechs Auswahlen kostet einen Einsatz und gewinnt nur, wenn alle sechs Auswahlen richtig sind. Sie ist günstig im Einsatz, aber brutal im Risiko: ein einziger Fehltipp und der Einsatz ist weg. Eine Heinz-Wette auf die gleichen sechs Auswahlen kostet 57 Linieneinsätze und liefert bereits ab zwei richtigen Auswahlen einen kleinen Ertrag, sofern die Quoten reichen.

Die Super-Heinz-Wette auf sieben Auswahlen erhöht das System auf 120 Linien, mit noch mehr Sicherheit in den unteren Staffeln, aber auch deutlich höherem Gesamteinsatz. Wer pro Linie CHF 1 setzt, gibt bei einer Super Heinz CHF 120 aus, bei einer Heinz CHF 57. Die Frage ist nicht, welches System «besser» ist – es ist, wie viel Risiko in den unteren Staffeln gewollt ist und wie viel Einsatz das Budget hergibt.

Wer das System spielen will, ohne 57 Linien zu setzen, kann mit einer Trixie (3 Auswahlen, 4 Wetten), einer Yankee (4 Auswahlen, 11 Wetten) oder einer Canadian / Super Yankee (5 Auswahlen, 26 Wetten) beginnen. Diese kleineren Systeme erlauben es, die Mechanik zu verstehen, bevor der Sechser mit 57 Linien ins Budget schneidet. Beide Schweizer Veranstalter bieten Systemwetten in dieser Breite an, sofern die Sport- und Marktliste es zulässt.

Welche Sportarten und Märkte für eine Heinz infrage kommen

Die Gespa führt eine Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen, die als genehmigte Liste Version 10.09.2026 vorliegt. Was dort nicht steht, darf nicht angeboten werden – Corner- und Kartenmärkte fehlen, eine Esports-Sektion fehlt, Qualifikationsrunden und Frauenwettbewerbe sind nur dort wettbar, wo die Liste sie ausdrücklich aufnimmt. Ranking-Wetten sind nur zulässig, wenn das Ranking über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder das Podium entscheidet, niemals auf Trainingsläufe.

Für die Heinz-Wette heisst das: sechs Auswahlen müssen aus der Liste stammen, und der Wetttyp pro Auswahl muss zulässig sein. Wer sechs verschiedene Fussballspiele tippt, bewegt sich im Kern des Angebots. Wer sechs Auswahlen aus dem Eishockey, dem Tennis oder dem Handball kombiniert, muss prüfen, ob die Wettbewerbe auf der Liste stehen. Wer Wetten auf Wettereignisse, Politwahlen oder TV-Shows sucht, sucht vergeblich – diese sind im bewilligten Angebot nicht enthalten.

Die Heinz-Wette funktioniert am besten mit Märkten, die stabile Quoten liefern und nicht zu stark von Spielereignissen abhängen. Drei-Wege-Märkte (1X2) im Fussball, Siegerwetten im Tennis, Moneyline-Wetten im Eishockey sind die typischen Bausteine. Asiatische Handicaps, Torwetten mit feinen Linien oder Spieler-spezifische Märkte können in das System einfliessen, solange die Liste sie trägt und die Quoten über der Mindestmarke von 1.10 bleiben.

Berechnungsbeispiel: was ein Dreier- bis Sechser-System konkret zurückzahlt

Um die Mechanik anschaulich zu machen, folgen drei Szenarien mit denselben sechs Auswahlen, demselben Linieneinsatz und unterschiedlichem Trefferbild. Die Quoten sind illustrativ, nicht zitiert:

Szenario 1: Sechs Auswahlen richtig (Sechser getroffen)

Linie Anzahl Beispielquote Linieneinsatz Brutto Linie
Doppel 15 3.00 (Mittel) CHF 1 CHF 3.00
Dreier 20 5.00 (Mittel) CHF 1 CHF 5.00
Vierer 15 9.00 (Mittel) CHF 1 CHF 9.00
Fünfer 6 18.00 (Mittel) CHF 1 CHF 18.00
Sechser 1 56.25 CHF 1 CHF 56.25

Bruttosumme über alle 57 Linien bei einem Sechser: 15 × 3.00 + 20 × 5.00 + 15 × 9.00 + 6 × 18.00 + 1 × 56.25 = 45.00 + 100.00 + 135.00 + 108.00 + 56.25 = CHF 444.25. Nach Abzug des Gesamteinsatzes von CHF 57 bleibt ein Nettogewinn von rund CHF 387.25.

Szenario 2: Vier Auswahlen richtig (zwei Linien fallen aus)

Bei vier richtigen Auswahlen gewinnen alle Doppel, Dreier und Vierer, die nur aus diesen vier Auswahlen gebildet werden. Fünfer und Sechser fallen aus, weil sie fünf oder sechs richtige Auswahlen voraussetzen.

Linie Anzahl gewonnen Beispielquote Brutto
Doppel (C(4,2)) 6 3.00 (Mittel) CHF 18.00
Dreier (C(4,3)) 4 5.00 (Mittel) CHF 20.00
Vierer (C(4,4)) 1 9.00 (Mittel) CHF 9.00
Fünfer 0 – –
Sechser 0 – –

Bruttosumme: CHF 47.00, nach Abzug des Einsatzes von CHF 57 bleibt ein Verlust von rund CHF 10. Die Quotenstaffelung entscheidet, ob das System in den schwarzen Bereich kommt; bei sehr knappen Quoten reicht vier richtige Auswahlen nicht, um den Einsatz zu decken.

Szenario 3: Drei Auswahlen richtig

Bei drei richtigen Auswahlen gibt es noch die Doppel und den einen Dreier, der aus genau diesen drei gebildet wird. Bruttosumme: 3 × 3.00 + 1 × 5.00 = CHF 14.00, Verlust gegenüber dem Einsatz von CHF 57 rund CHF 43. Bei zwei richtigen Auswahlen bleibt nur ein einziger Doppel, der je nach Quote zwischen CHF 3.00 und CHF 6.00 einbringt – und damit den Einsatz von CHF 57 nicht annähernd deckt.

Diese Bandbreite ist der Kern der Heinz-Wette: das System ist ein Glücksspiel auf die Trefferquote, nicht ein Sicherheitsnetz. Wer vier bis sechs Auswahlen richtig hat, fährt Gewinn. Wer drei oder weniger hat, verliert den vollen Einsatz. Das ist die Mechanik, die das System «fair» erscheinen lässt, weil viele Linien etwas zurückgeben – tatsächlich aber verschiebt sie nur die Verteilung der Verluste, ohne sie zu beseitigen.

Verifikation, Ausweis und Online-Registrierung: was die Anmeldung verlangt

Eine Online-Registrierung bei Swisslos verlangt mindestens 18 Jahre, Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet, keine bestehende Spielsperre und nur eine Registrierung pro Person. Die Identität wird über einen hochgeladenen Ausweis geprüft, die Adressdaten gegen Datenbanken abgeglichen. Wer sich registriert, akzeptiert die Verlust- und Einzahlungslimiten als Pflichtfelder – die Anmeldung ohne gesetzte Limite ist nicht möglich.

Für die Heinz-Wette heisst das: wer ein Konto eröffnet, gibt die eigenen Daten preis und bestätigt die Limits. Wer später die Limite erhöhen will, muss 72 Stunden warten – die Senkung gilt sofort. Die Online-Teilnahmebedingungen gelten seit dem 13. Januar 2025, die Spielregeln Version 4.2 tragen das Datum 14. Oktober 2026. Wer die Bedingungen nicht akzeptiert, kann nicht spielen; wer spielt, hat die Bedingungen akzeptiert, einschliesslich der Vorbehalte, dass Swisslos Limits jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern kann.

Bei der Loterie Romande läuft die Registrierung über jeux.loro.ch, mit vergleichbarer Identitätsprüfung und einer Mindestquote von 1.10 für Einzel- und Kombiwetten sowie einer maximalen Gesamtquote von 100’000. Wer in der Romandie wohnt, hat damit Zugang zu Jouez Sport; wer in der Deutschschweiz wohnt, nicht. Die zwei Systeme sind parallel, nicht verbunden – eine Wette bei Sporttip zählt nicht für die Verlustlimite bei Jouez Sport, und eine Spielsperre bei einem Veranstalter sperrt nicht automatisch das Konto beim anderen.

Verifikation und Probe: was die Gespa selbst misst

Die Gespa führt regelmässig Testkäufe durch, um zu prüfen, ob die Verkaufsstellen die Jugendschutzregeln einhalten. Im Jahr 2025 wurde bei 200 Testkäufen an Verkaufsstellen in 47.5 % der Fälle eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Das ist kein Argument gegen das System als solches, aber es zeigt, dass der stationäre Vertrieb Schwächen hat. Online ist die Verifikation strenger, weil der Ausweis-Upload und die Adressprüfung eine Alterskontrolle vor der ersten Wette erzwingen.

Wer die Heinz-Wette online spielt, hat den strengeren Schutzpfad durchlaufen. Wer an der Verkaufsstelle spielt, sollte sich bewusst sein, dass die Kontrolle dort weniger zuverlässig ist – und im Zweifel den Ausweis verlangen, bevor die Wette angenommen wird. Die Statistik ist kein Grund, auf Online zu wechseln, wenn man die Wette lieber an der Theke abgibt; sie ist ein Hinweis darauf, dass der reale Schutz nicht so engmaschig ist, wie die Verkaufsstellenpräsenz suggeriert.

Wer in der Schweiz eine Heinz-Wette platzieren kann: einordnung

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalterin / Bewilligung
Swisslos Sporttip Ja SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft (Basel), Veranstalter- und Spielbewilligung BGS, Aufsicht Gespa
Loterie Romande Jouez Sport Ja Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande), Veranstalter- und Spielbewilligung BGS, Aufsicht Gespa
Rainbet Nein Lizenz nicht festgestellt, ohne Schweizer Bewilligung, ausländische Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz
BassBet Nein Lizenz nicht festgestellt, ohne Schweizer Bewilligung, ausländische Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz
Pribet Nein Lizenz nicht festgestellt, ohne Schweizer Bewilligung, ausländische Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz
Rabona Nein Lizenz nicht festgestellt, ohne Schweizer Bewilligung, ausländische Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz
GG.BET Nein Lizenz nicht festgestellt, ohne Schweizer Bewilligung, ausländische Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz
BetLabel Nein Lizenz nicht festgestellt, ohne Schweizer Bewilligung, ausländische Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz
Bettilt Nein Lizenz nicht festgestellt, ohne Schweizer Bewilligung, ausländische Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz
N1 Bet Nein Lizenz nicht festgestellt, ohne Schweizer Bewilligung, ausländische Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz

Diese Tabelle sortiert vor: zwei Anbieter mit Bewilligung, acht ohne. Wer in der Schweiz mit Schweizer Schutz spielen will, hat die Wahl zwischen Sporttip und Jouez Sport – und zwar in dem Vertragsgebiet, in dem er wohnt. Wer aus anderen Gründen bei einer ausländischen Marke spielt, hat eine andere rechtliche und steuerliche Lage.

Swisslos Sporttip im Detail

Sporttip ist das Sportwettenprodukt von Swisslos, der interkantonalen Landeslotterie mit Sitz in Basel. Die Bewilligung stützt sich auf die interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019, die seit 2020 in Kraft ist. Sporttip wird im Vertragsgebiet von Swisslos durchgeführt, also in den Deutschschweizer Kantonen, im Tessin und in Liechtenstein. Wer dort wohnt und volljährig ist, kann ein Online-Konto eröffnen und an Verkaufsstellen spielen.

Das Wettprogramm umfasst Prematch- und Livewetten auf die in der Gespa-Liste aufgeführten Sportarten und Wettbewerbe. Die Heinz-Wette ist als Systemwette verfügbar, ebenso Trixie, Yankee, Canadian, Heinz und Goliath. Die Mindestquote pro Auswahl liegt bei 1.10, der Mindesteinsatz bei CHF 1, der Höchsteinsatz für Systemwetten bei CHF 10’000. Der Kombiboost auf Systemwetten setzt mindestens vier Auswahlen mit Quote 1.50 voraus und staffelt den Bonus auf den Nettogewinn.

Der Cash-Out ist nur online und nur als vollständiges Cash-Out verfügbar, ohne Teilauszahlung und ohne Garantie pro Markt. Verlust- und Einzahlungslimiten werden vor der ersten Wette gesetzt, Senkungen gelten sofort, Erhöhungen erst nach 72 Stunden. Spielsperren sind produktbezogen für 1 bis 180 Tage möglich, eine unbefristete Sperre wird in das schweizweite Register eingetragen. Für die Heinz-Wette ist Sporttip der Anbieter, an den sich die Diskussion über Systemwetten in der Schweiz zuerst wendet – weil er der grösste der beiden Veranstalter ist und das breitere Vertragsgebiet abdeckt.

Loterie Romande Jouez Sport im Detail

Jouez Sport ist das Sportwettenprodukt der Loterie Romande, die ihren Sitz in Lausanne hat und für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura zuständig ist. Die Loterie Romande betreibt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und beschäftigt 221 Mitarbeitende. Wer in einem der sechs Kantone wohnt, kann ein Online-Konto eröffnen; das Règlement Jouez Sport in seiner 17. Auflage vom September 2024 regelt die Teilnahmebedingungen.

Die Einsatzgrenzen sind enger als bei Sporttip: Online-Mindesteinsatz CHF 2, in Verkaufsstellen CHF 3, für Multiples CHF 2. Der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten liegt bei CHF 500, der maximale Einsatz auf einem Wettschein mit Multiples bei CHF 7’500. Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette ist auf CHF 300’000 limitiert, für alle Gewinne eines Multiples zusammen auf CHF 1’000’000. Die Mindestquote pro Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombiwette liegt bei 1.10, die maximale Gesamtquote bei 100’000.

Für die Heinz-Wette bedeutet das engere Limit: bei einem Linieneinsatz von CHF 2 (Online-Mindest) kostet die Heinz 57 × 2 = CHF 114 – deutlich weniger als das Multiples-Limit von CHF 7’500. Wer höhere Linieneinsätze wählt, stösst früher an die CHF-7’500-Grenze, als ihm lieb ist. Die Romandie-Lösung ist auf das kleinere Vertragsgebiet und das geringere Wettvolumen zugeschnitten; wer dort spielt, akzeptiert diese Grenzen oder verzichtet auf das Systemspiel.

Ausländische Marken im Überblick: was sie versprechen, was fehlt

Die folgenden Marken tauchen regelmässig in Trefferlisten zu «Heinz-Wette» auf, sind aber in der Schweiz nicht bewilligt. Sie werden hier beschrieben, weil Spielende ihnen im Netz begegnen, nicht weil sie eine Alternative zum bewilligten Angebot wären.

Rainbet trägt keine Schweizer Bewilligung und keine Lizenz, die in der Schweiz Wirkung entfaltet. Die Marke kann auf der Gespa-Sperrliste landen, ein DNS-Block der Schweizer Anbieter ist möglich. Für Schweizer Spielende fehlt der Zugang zum Ausschlussregister und der Schutzmechanismus der Gespa-Aufsicht.

BassBet verhält sich rechtlich gleich: keine Schweizer Bewilligung, mögliche Sperrliste, keine Verbindung zum Schweizer Register. Wer dort spielt, bewegt sich ausserhalb des Schutzraums des BGS.

Pribet ist in derselben Lage. Eine ausländische Lizenz – gleich aus welchem Land – hat im Inland keine Wirkung, weil das BGS klarstellt, dass eine Bewilligung «nur in der Schweiz» gilt.

Rabona trägt ebenfalls keine Schweizer Bewilligung. Die Marke positioniert sich im internationalen Markt, in der Schweiz ist sie über die Sperrliste erreichbar oder nicht, je nach aktuellem Stand der DNS-Sperre.

GG.BET richtet sich an E-Sport-Wettende, in der Schweiz nicht bewilligt. Die Gespa-Liste enthält keine E-Sport-Sektion, was die Bewilligungsfähigkeit dieser Marke in der Schweiz von vornherein ausschliesst.

BetLabel ist im internationalen Wettmarkt aktiv, ohne Schweizer Bewilligung. Die Marke gehört in die Liste der Anbieter, die Schweizer Spielende über ausländische Lizenzen erreichen.

Bettilt verhält sich rechtlich identisch. Keine Schweizer Bewilligung, keine Wirkung einer ausländischen Lizenz im Inland, mögliche Sperrliste.

N1 Bet schliesst die Liste ab. Keine Schweizer Bewilligung, ausländische Lizenz ohne Inlandwirkung, Spielsperre im Schweizer Register wirkt nicht.

Diese Aufzählung ist keine Empfehlung. Sie zeigt, welche Namen im Netz auftauchen, wenn nach Heinz-Wetten gesucht wird, und sie hält fest, was fehlt: die Verbindung zur Schweizer Aufsicht, der Zugang zum Ausschlussregister, die Sicherheit, dass Limits und Sperren plattformübergreifend wirken. Wer bei einer dieser Marken spielt, hat keinen Anspruch auf die Schutzmechanismen des BGS.

Wer bei einer Heinz-Wette mit kleinen Beträgen spielen will

Eine Heinz-Wette mit CHF 1 pro Linie kostet CHF 57 – ein spürbarer Betrag für Gelegenheitsspielende. Wer mit kleineren Einsätzen experimentieren will, beginnt besser mit einer Trixie (3 Auswahlen, 4 Wetten, Einsatz = 4 × Linieneinsatz) oder einer Yankee (4 Auswahlen, 11 Wetten). Diese kleineren Systeme vermitteln die Mechanik, ohne das Monatsbudget mit einer 57-Franken-Wette zu belasten.

Die Schweizer Veranstalter bieten diese Systeme im selben Wettschein wie die Heinz. Wer die Mechanik verstanden hat, kann sich an die Heinz herantasten, mit einem Linieneinsatz, der zur Verlustlimite passt. Eine Verlustlimite von CHF 200 pro Monat erlaubt nicht drei Heinz-Wetten à CHF 57, weil allein drei Fehlversuche das Limit ausschöpfen. Wer diszipliniert spielen will, setzt die Limite tiefer als das, was das System im schlimmsten Fall kostet – und akzeptiert die kleinere Systemvariante.

Das Wettprogramm und die Gespa-Liste als Engpass

Das bewilligte Wettprogramm ist eine geschlossene Liste. Was nicht draufsteht, darf nicht angeboten werden. Wer auf E-Sport, auf Eckstoss-Wetten, auf Kartenmärkte oder auf Wettereignisse setzen will, sucht im bewilligten Angebot vergeblich. Ausländische Marken füllen diese Lücke – aber ohne Schweizer Bewilligung, ohne Aufsicht, ohne Sperrlistenvorteil. Das ist die eigentliche Spannung im Schweizer Wettmarkt: das bewilligte Angebot ist eng, das ausländische breit, und die Aufsicht schützt nur das bewilligte.

Für die Heinz-Wette ist diese Spannung weniger akut, weil Fussball, Eishockey, Tennis, Handball und Basketball Kernsportarten der Liste sind und mit der Heinz gut kombinierbar. Wer das System auf den Kernsportarten aufbaut, bewegt sich innerhalb des bewilligten Angebots. Wer exotische Märkte ins System einbringen will, hat im Inland keine Anlaufstelle.

Häufige Fragen zur Heinz-Wette in der Schweiz

Was genau ist eine Heinz-Wette und wie viele Linien hat sie?

Eine Heinz-Wette ist eine Systemwette auf sechs Auswahlen, die alle möglichen Mehrfachwetten ab dem Doppel abdeckt. Sie besteht aus 15 Doppel-, 20 Dreier-, 15 Vierfach-, 6 Fünffach- und einer Sechsfachwette, also 57 einzelnen Wetten. Einzelwetten auf die Auswahlen sind nicht enthalten; wer auf eine Einzelwette setzen will, platziert sie separat.

Wodurch unterscheidet sich die Heinz-Wette von der Super-Heinz-Wette?

Die Heinz-Wette hat sechs Auswahlen und 57 Linien, die Super-Heinz-Wette sieben Auswahlen und 120 Linien. Die Super Heinz erweitert das Prinzip um eine weitere Auswahl, mit zusätzlichen Sechser- und einer Siebenfachwette. Beide gehören zu den Full-Cover-Wetten, die alle Mehrfachkombinationen einer Auswahlzahl abdecken.

Wie viel Einsatz kostet eine Heinz-Wette pro Linie?

Eine Heinz-Wette hat 57 Linien. Wer CHF 1 pro Linie setzt, gibt CHF 57 aus, wer CHF 2 setzt, sind es CHF 114. Der Einsatz ist unabhängig davon, wie viele Auswahlen am Ende richtig sind – das System wird immer vollständig gespielt, wenn es einmal platziert ist.

Wie viele Auswahlen müssen mindestens richtig sein, damit die Wette etwas auszahlt?

Mindestens zwei Auswahlen müssen richtig sein, damit es überhaupt einen Ertrag gibt. Eine einzelne richtige Auswahl genügt nicht, weil das System keine Einzelwetten enthält. Wer zwei Auswahlen richtig hat, gewinnt die Doppel, in denen genau diese beiden vorkommen – sofern die Quote reicht, um den Einsatz zu decken.

Welche Einsatzgrenzen gelten bei Sporttip für Systemwetten?

Bei Sporttip liegt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten bei CHF 1, der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten bei CHF 1’000, für Systemwetten bei CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Für Multiples bei Jouez Sport liegt der Höchsteinsatz bei CHF 7’500 pro Wettschein, die Mindestquote bei 1.10.

Welche Schweizer Anbieter dürfen Systemwetten wie die Heinz anbieten?

In der Schweiz dürfen nur Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport Sportwetten anbieten, beide auf Basis einer Veranstalter- und Spielbewilligung nach dem Geldspielgesetz unter Aufsicht der Gespa. Andere Marken – Rainbet, BassBet, Pribet, Rabona, GG.BET, BetLabel, Bettilt, N1 Bet und ähnliche – haben keine Schweizer Bewilligung und sind über die Gespa-Sperrliste blockierbar.

Inhalt erstellt vom Team «gratiswetteinfo»