1x2 Wette erklärt: So funktioniert die Dreiweg-Wette in der Schweiz

Updated Oktober 2026
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Ein Fussball liegt auf dem Mittelkreis eines Rasenfelds, die weissen Linien kreuzen sich auf dem gepflegten Gras im warmen Abendlicht.

Wer zum ersten Mal einen Fussball-Wettschein in der Hand hält, sieht drei Kästchen mit «1», «X» und «2» und fragt sich, was die Buchstaben-Ziffern-Kombination eigentlich bedeutet. Die 1×2-Wette – auch Dreiweg-Wette oder klassische Siegwette genannt – ist die einfachste Wettform im Fussball und gleichzeitig der Einstieg in jedes Wettprogramm. Wer sie versteht, versteht auch Doppelte Chance, Handicap und Über/Unter, weil alle anderen Märkte um die gleiche Logik herumgebaut sind.

Bei der klassischen Siegwette im Fussball gibt es drei Ausgänge: «1» für den Heimsieg, «0» beziehungsweise «X» für das Unentschieden und «2» für den Auswärtssieg.

Aktualisiert am Oktober 19, 2026 · geprüft gegen die Gespa-Liste der zugelassenen Wettbewerbe (Stand 10.09.2026) und die Spielregeln der beiden bewilligten Organisatoren.

Was die Zeichen 1, X und 2 bedeuten

Die drei Zeichen stehen für genau drei mögliche Spielausgänge, und zwar nach Ablauf der regulären Spielzeit inklusive Nachspielzeit:

Eine Trillerpfeife liegt auf dem Rasen neben der Mittellinie, Tau hängt an den Halmen, im Hintergrund ein leerer Spielfeldrand.
Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1'000.

Eine Wette auf «1» gewinnt also nur, wenn die Heimmannschaft nach 90 Minuten plus Nachspielzeit mehr Tore erzielt hat als die Gastmannschaft. Steht es am Ende unentschieden, ist die Wette auf «1» verloren – auch wenn die Heimmannnisch in der 89. Minute noch in Führung lag. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm ausdrücklich darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind; bei einem normalen 1×2-Markt ist das nie der Fall.

Die Schreibweise variiert je nach Wettanbieter leicht. Manche zeigen statt «X» auch ein «0» für das Remis. Andere schreiben «H» für Heimsieg, «D» für Draw (englisch für Unentschieden) und «A» für Away. Die Logik bleibt dieselbe: drei Ausgänge, drei Quoten, eine Wahl.

Wie eine 1×2-Wette funktioniert

Vor dem Anpfiff legt der Wettanbieter für jedes der drei Ergebnisse eine Quote fest. Die Quote ist das, was den möglichen Gewinn bestimmt. Sie ist keine Prognose, sondern das Verhältnis zwischen Einsatz und Auszahlung im Gewinnfall.

Eine 1×2-Wette platzieren bedeutet, einen dieser drei Ausgänge auszuwählen und einen Einsatz darauf zu setzen. Endet das Spiel mit dem gewählten Ausgang, erhält der Spielende seinen Einsatz zurück und zusätzlich den Gewinnbetrag – Einsatz mal Quote. Endet das Spiel mit einem anderen Ausgang, ist der Einsatz verloren.

Die Quote ist eine Dezimalzahl, in der Schweiz üblicherweise mit Punkt geschrieben (2.10 statt 2,10). Eine Quote von 2.10 bedeutet: Wer CHF 10 setzt, erhält im Gewinnfall CHF 21 zurück – den Einsatz und CHF 11 Nettogewinn. Wer auf das Unentschieden setzt, wenn die Quote 3.40 steht, bekommt aus einem CHF-10-Einsatz CHF 34 zurück.

Bei Sporttip wird der Gewinnbetrag zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Das klingt nach einer Fussnote, bedeutet aber in der Praxis: Eine Wette mit Einsatz CHF 10 und Gesamtquote 2’107 ergibt einen Bruttogewinn von CHF 21.07, der auf CHF 21.05 abgerundet wird. Das sind 2 Rappen weniger als das rechnerische Ergebnis, und genau das ist Teil der Marge, die der Anbieter einkalkuliert.

Quoten lesen: Was die Zahlen über ein Spiel verraten

Die drei Quoten eines 1×2-Marktes stehen nie für sich allein. Sie ergeben zusammen einen Quotenschlüssel, der verrät, wie viel Prozent der Einsätze der Anbieter im Durchschnitt wieder auszahlt – und wie viel er einbehält.

Nehmen wir ein einfaches Beispiel ohne Bezug zu einem konkreten Spiel: Die Quote für Heimsieg steht bei 1.90, die für Auswärtssieg bei 1.90. Das ist eine bewusst unrealistische Konstellation, an der sich die Mechanik des Marktes zeigen lässt. Wer auf einen der zwei Ausgänge setzt, erhält im Gewinnfall knapp das Doppelte seines Einsatzes zurück. Wer das ausrechnet, stellt fest: Die Auszahlungsquote – also der Anteil, den der Anbieter von jedem eingesetzten Franken im Durchschnitt an die Spielenden zurückgibt – liegt in diesem Fall bei 100 %. Die Marge des Anbieters ist hier also 0 %. In der Realität ist die Marge immer positiv.

In der Realität sind die Quoten eines Spiels nie symmetrisch. Hat eine Mannschaft eine Heimbilanz von zwölf Siegen, zwei Unentschieden und einer Niederlage, wird die Quote für «1» deutlich tiefer sein als für «2», und die Quote für «X» wird irgendwo dazwischen liegen. Die Marge bleibt trotzdem bestehen, nur eben verteilt auf die drei Ausgänge, die der Anbieter unterschiedlich hoch bewertet. Ein typischer 1×2-Markt auf ein Fussballspiel in einer europäischen Topliga liegt bei einer Marge von etwa 5 bis 7 Prozent; bei einem Spiel mit vielen möglichen Ausgängen – etwa einem Tennismatch, das als Zweiweg-Markt angeboten wird – ist die Marge in der Regel tiefer, oft um die 3 bis 5 Prozent.

Was das für den Spielenden bedeutet: Die Quoten sind keine faire Wette. Wer immer auf 1×2 wettet, verliert im Durchschnitt den prozentualen Anteil der Marge, weil der Anbieter auf jedes Spiel einen Schnitt macht. Wer langfristig gewinnen will, muss die Quoten besser lesen als der Anbieter – oder die Anbieter untereinander vergleichen, weil sich die Quoten von Anbieter zu Anbieter um einige Prozentpunkte unterscheiden.

Wie der Gewinn berechnet wird

Die Formel ist einfach, und sie gilt für jede Wettart:

Gewinn = Einsatz × Quote

Bei einer Einzelwette mit Einsatz CHF 25 und Quote 2.50 ist der Bruttogewinn CHF 62.50, der Nettogewinn CHF 37.50, der Gesamtrückfluss CHF 62.50. Bei einer Kombinationswette multiplizieren sich die Einzelquoten zu einer Gesamtquote. Drei Voraussagen mit Quoten 1.80, 2.20 und 1.95 ergeben eine Gesamtquote von 1.80 × 2.20 × 1.95 = 7’722. Ein Einsatz von CHF 10 bringt in diesem Fall CHF 77.22 Bruttogewinn, wenn alle drei Voraussagen eintreffen. Reicht nur eine Voraussage nicht, ist der gesamte Einsatz verloren.

Bei Sporttip wird der Gewinnbetrag zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Im Beispiel oben: 77.22 CHF aufgerundet bleibt 77.22, abgerundet auf 5 Rappen genau bleibt 77.20. Bei einer Wette, deren rechnerischer Gewinn auf 77.23 läge, würde abgerundet auf 77.20, was einen Verlust von 3 Rappen gegenüber dem rechnerischen Ergebnis bedeutet. Das sind im Einzelfall Peanuts, über viele Wetten summiert es sich aber zur Marge, die der Anbieter einkalkuliert.

Jouez Sport rundet ebenfalls, und beide Anbieter behalten sich vor, Gewinne bis zu einer festgelegten Obergrenze auszuzahlen: bei Sporttip gilt die kantonale Verlustlimite, bei Jouez Sport liegt der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette bei CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen bei CHF 1’000’000.

Wann die reguläre Spielzeit endet und was bei Verlängerung zählt

Eine 1×2-Wette auf ein Fussballspiel wettet grundsätzlich auf das Ergebnis nach 90 Minuten plus Nachspielzeit. Was in der Verlängerung passiert, ist für die Wette unerheblich, ausser das Wettprogramm weist ausdrücklich darauf hin. Das hat eine konkrete Konsequenz: Steht es nach 90 Minuten 1:1 und das Spiel geht in die Verlängerung, in der die Heimmannschaft 2:1 gewinnt, ist eine Wette auf «1» (Heimsieg) verloren, wenn das Wettprogramm nur die reguläre Spielzeit abdeckt. Wer auf «X» (Unentschieden) gesetzt hat, hat gewonnen, obwohl das Spiel am Ende 2:1 steht.

Bei Turnieren mit K.-o.-System – Champions League, WM, EM – wird auf den 1×2-Markt vor dem Spiel in der Regel nur die reguläre Spielzeit gewettet, das heisst ein Unentschieden nach 90 Minuten zählt als Unentschieden. Erst wenn explizit «inkl. Verlängerung» oder «Sieger des Spiels» als Markt angeboten wird, zählt das Spiel nach 120 Minuten und eventuell Penaltyschiessen.

Für den Spielenden bedeutet das: Wer eine 1×2-Wette auf ein K.-o.-Spiel platziert, sollte prüfen, ob der Markt nur die reguläre Spielzeit oder das gesamte Spiel inklusive Verlängerung abdeckt. Die meisten Buchmacher kennzeichnen das im Wettprogramm, und genau das Hinsehen verhindert, dass eine Wette, die nach 90 Minuten falsch steht, am Ende doch noch als verloren gewertet wird.

Verwandte Märkte rund um die 1×2-Wette

Die 1×2-Wette ist der Grundmarkt, aus dem die meisten anderen Fussball-Märkte abgeleitet sind. Wer sie versteht, hat den Schlüssel zu den verwandten Wettformen.

Doppelte Chance kombiniert zwei der drei Ausgänge zu einer Wette. «1X» deckt Heimsieg und Unentschieden ab, «X2» deckt Unentschieden und Auswärtssieg, «12» deckt Heimsieg und Auswärtssieg ab. Die Quote ist entsprechend tiefer als beim reinen 1×2-Markt, weil die Gewinnwahrscheinlichkeit höher ist. Wer auf ein Unentschieden oder einen Heimsieg setzt, ohne sich festlegen zu wollen, findet in der Doppelten Chance die passende Wettform.

Handicap gibt einer Mannschaft einen fiktiven Vor- oder Rückstand. Beim europäischen Handicap – in der Schweiz auch als «asiatische Variante» bekannt – gibt es Linien wie -1, -1.5 oder -2 für die favorisierte Mannschaft. Setzt jemand auf Heimsieg mit Handicap -1, gewinnt die Wette nur, wenn die Heimmannschaft mit mindestens zwei Toren Differenz gewinnt. Bei einem 1:0-Heimsieg ist die Wette verloren (oder je nach Handicap-Linie erstattet, etwa bei Handicap -0.5 oder -1 mit der «halben Linie»-Rückerstattung).

Über/Unter wettet auf die Anzahl Tore im Spiel, unabhängig vom Sieger. Eine Wette auf «Über 2.5» gewinnt, wenn drei oder mehr Tore fallen. Die Quote hängt von der erwarteten Torzahl ab und ist in der Regel ausgeglichener als beim 1×2-Markt.

Beide Teams treffen – oft «BTTS» oder «GG» (für «Goal/Goal») genannt – wettet darauf, ob beide Mannschaften mindestens ein Tor erzielen. Steht es am Ende 0:0, ist die Wette verloren, auch wenn das Spiel 1:0 endet und die Heimmannschaft gewinnt.

Bet Builder kombiniert mehrere Märkte desselben Spiels zu einer Wette, etwa «1» plus «Über 2.5» oder «BTTS» plus «2». Bei Sporttip werden abhängige Wettereignisse desselben Spiels nur über den Bet Builder kombiniert; eine Kombination ohne diese Funktion kann der Anbieter für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten.

Die Rechtslage in der Schweiz

Die Schweiz reguliert Sportwetten streng. Das Geldspielgesetz (BGS) von 2019 definiert Sportwetten als Grossspiel und unterstellt sie der Aufsicht durch die Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht). Eine Bewilligung braucht sowohl eine Veranstalterbewilligung als auch eine Spielbewilligung pro Wettprodukt, und sie gilt nur in der Schweiz (Art. 4 BGS).

Ein leeres Stadion im Morgenlicht mit Blick auf die Sitzreihen, im Hintergrund Hügel und aufsteigender Nebel.
Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone und zählt 2'350 Verkaufsstellen in der Westschweiz.

Die Kantone haben in der Interkantonalen Vereinbarung von 2019 die Zahl der Organisatoren auf zwei begrenzt: Swisslos für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein, Loterie Romande für die Westschweiz. Beide sind Genossenschaften oder Aktiengesellschaften mit Sitz in der Schweiz, beide unterstehen der Gespa-Aufsicht, beide müssen ihre Reingewinne für gemeinnützige Zwecke in den Kantonen einsetzen. Es gibt in der Schweiz keine weiteren bewilligten Wettanbieter, und die Gespa führt keine Liste weiterer Buchmacher – die Liste der zugelassenen Wettbewerbe regelt nur, was die zwei Organisatoren anbieten dürfen.

Was das für den Spielenden konkret bedeutet: Wer in der Schweiz auf Fussball wetten will, hat nur zwei rechtlich zulässige Anbieter – Sporttip von Swisslos und Jouez Sport von Loterie Romande. Wer bei einem anderen Anbieter wettet, spielt bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Das ist für den Spielenden selbst nicht strafbar, aber das Geld ist nicht geschützt: keine Schweizer Spielsperre, keine Schweizer Rekursmöglichkeit, keine Sicherheit, dass der Anbieter auszahlt, und die Gespa kann die Domain auf die Sperrliste setzen lassen, worauf Schweizer Internetprovider den Zugriff per DNS-Sperre blockieren.

Die Gespa-Liste der zugelassenen Wettbewerbe (Stand 10.09.2026) regelt, welche Sportarten und Wettbewerbe überhaupt gewettet werden dürfen. Fussball ist zugelassen, ebenso Eishockey, Tennis, Handball und eine Reihe weiterer Sportarten. Frauen-Wettbewerbe sind nur dann zugelassen, wenn sie auf der Liste stehen; Qualifikationsrunden ebenfalls nur dann. Wetten auf Eckbälle, Karten oder Esports fehlen auf der Liste. Wer auf solche Märkte setzen will, findet sie bei den Schweizer Anbietern nicht.

Wer in der Schweiz 1×2-Wetten anbieten darf

Die Liste der in der Schweiz bewilligten Sportwettenanbieter ist kurz:

Marke Schweizer Bewilligung Organisator / ausgewiesene Lizenz
Swisslos Sporttip Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel
Loterie Romande Jouez Sport Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande), Lausanne
Boomerang Bet keine Schweizer Bewilligung Lizenzstatus nicht belegt, keine Gültigkeit in der Schweiz
BetLabel keine Schweizer Bewilligung Lizenzstatus nicht belegt, keine Gültigkeit in der Schweiz
BDMBet keine Schweizer Bewilligung Lizenzstatus nicht belegt, keine Gültigkeit in der Schweiz
Betify keine Schweizer Bewilligung Lizenzstatus nicht belegt, keine Gültigkeit in der Schweiz
Gamdom keine Schweizer Bewilligung Lizenzstatus nicht belegt, keine Gültigkeit in der Schweiz
Roobet keine Schweizer Bewilligung Lizenzstatus nicht belegt, keine Gültigkeit in der Schweiz
BC.Game keine Schweizer Bewilligung Lizenzstatus nicht belegt, keine Gültigkeit in der Schweiz
Unibet keine Schweizer Bewilligung Lizenzstatus nicht belegt, keine Gültigkeit in der Schweiz

Die ersten beiden Zeilen sind die einzigen in der Schweiz bewilligten Anbieter, beide werden von der Gespa beaufsichtigt. Die übrigen Marken sind in der Schweiz nicht zugelassen, ihre Lizenzangaben auf den eigenen Webseiten – Curaçao, Malta, Anjouan – haben in der Schweiz keine rechtliche Wirkung (Art. 4 BGS), und die Gespa kann ihre Domains auf die Sperrliste setzen.

Swisslos Sporttip

Swisslos ist die Interkantonale Landeslotterie-Genossenschaft mit Sitz in Basel und veranstaltet Sportwetten unter dem Produktnamen Sporttip. Das Vertragsgebiet umfasst die Deutschschweizer Kantone (AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG, ZH), den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Ein Online-Spielkonto steht nur Personen offen, die Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet haben, volljährig sind und nicht in der Sperre eingetragen sind.

Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten liegt bei CHF 1, der Höchsteinsatz bei CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombiwette und bei CHF 10’000 für Systemwetten. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Bei der Berechnung des Gewinns wird der Betrag zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet – eine Fussnote, die sich über viele Wetten zur Marge summiert.

Loterie Romande Jouez Sport

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Lausanne, 221 Mitarbeitende und 2’350 Verkaufsstellen in der Romandie. Online ist Jouez Sport für Personen mit Wohnsitz im Vertragsgebiet zugänglich.

Der Mindesteinsatz online liegt bei CHF 2 (in Verkaufsstellen CHF 3), der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten bei CHF 500. Ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombiwette muss zwischen 1.10 und 100’000 liegen; alles ausserhalb dieses Bereichs wird nicht angenommen. Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette liegt bei CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen bei CHF 1’000’000.

Anbieter ohne Schweizer Bewilligung

Die übrigen Anbieter in der Tabelle – Boomerang Bet, BetLabel, BDMBet, Betify, Gamdom, Roobet, BC.Game und Unibet – sind in der Schweiz nicht zugelassen. Eine ausländische Lizenz (Curaçao, Malta, Deutschland oder ein anderer Staat) hat in der Schweiz keine Wirkung, weil das BGS ausdrücklich bestimmt, dass eine Bewilligung nur in der Schweiz gilt (Art. 4 BGS). Diese Anbieter sind nicht an das Schweizer Ausschlussregister angeschlossen, kennen keine Schweizer Spielsperre und unterliegen keiner Schweizer Aufsicht; ihre Webseiten können auf der Gespa-Sperrliste landen und per DNS-Sperre für Schweizer Internetprovider unzugänglich werden.

Wer dort spielt, hat keine Schweizer Schutzmechanismen: keine Verlustlimiten, keine Selbstsperre, keine Schweizer Rekursstelle bei Streit, keine Sicherheit, dass Gewinne tatsächlich ausbezahlt werden. Die Werbung für solche Angebote ist in der Schweiz verboten und kann mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 bestraft werden (Art. 131 BGS); die Anbieter selbst machen sich wegen unerlaubter Durchführung von Geldspielen strafbar (Art. 130 BGS), und die Spielenden müssen damit rechnen, dass Einsätze und Gewinne in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden.

Verantwortungsvolles Wetten: Limiten, Sperren und Pausen

Ein begründeter Tipp ist kein sicherer Tipp. Auch wer die Statistik liest, die Form prüft und die Mannschaft kennt, wettet auf ein Ereignis, das nicht vorhersehbar ist. Die Mechanik der 1×2-Wette setzt der Anbieter, und sie ist so kalibriert, dass er im Durchschnitt gewinnt. Wer dauerhaft spielt, verliert im Schnitt den prozentualen Anteil der Marge – und nichts auf der Welt gleicht das aus.

Die Schweiz hat den Spielerschutz im BGS verankert und den bewilligten Anbietern konkrete Pflichten auferlegt. Wer bei Swisslos oder Loterie Romande spielt, kann und soll diese Werkzeuge nutzen:

Verlustlimiten setzt der Spielende vor der ersten Wettabgabe selbst. Swisslos verlangt Limiten für 1, 7 und 30 Tage, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 pro Periode (für unter 21-Jährige CHF 1’000). Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden – eine Schutzfrist, die verhindert, dass eine emotionale Entscheidung am Spieltag die Marge gleich wieder auffrisst. Zusätzlich kann eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage gesetzt werden.

Spielsperren schliessen den Zugang zu einem Produkt für eine bestimmte Zeit aus. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos, einschliesslich Online-Casinos, sowie im Fürstentum Liechtenstein. Das BGS sieht eine Aufhebung einer freiwilligen Sperre frühestens nach drei Monaten vor, mit Einbezug einer Fachstelle.

Pausen lassen sich für bis zu sechs Monate aktivieren, ohne dass die Frist verkürzt werden kann. Wer eine Pause setzt, kann in dieser Zeit keine Wetten platzieren und sollte die Zeit nutzen, um das eigene Spielverhalten zu reflektieren.

Identitätsprüfung und Konto-Limiten sind gesetzlich vorgeschrieben. Jeder Spielende darf nur ein Konto haben, die Identität wird per Ausweis verifiziert, und die Spielausgaben werden in der Verlustlimite zentral erfasst. Wer bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung spielt, hat diese Schutzmechanismen nicht: kein Ausweis-Check, keine zentrale Sperre, keine Schweizer Stelle, die das Spiel stoppt, wenn es aus dem Ruder läuft.

Wer bei sich selbst oder bei jemandem aus dem Umfeld Anzeichen einer Spielsucht erkennt – ständiges Denken an Wetten, steigende Einsätze, Vertuschen, Geldsorgen – findet Hilfe bei der Fachstelle Sucht Schweiz, der Beratungsstelle für Suchtfragen im eigenen Kanton oder beim Anbieter selbst, der eine Kontaktstelle für Spielsuchtfragen unterhalten muss.

Wichtige Spielregeln, die jede Wette betreffen

Einige Regeln gelten für jede 1×2-Wette bei den Schweizer Anbietern und verdienen Beachtung, weil sie im Streitfall den Unterschied zwischen Gewinn und Verlust ausmachen.

Abgesagte oder verschobene Spiele: Wird ein Spiel abgesagt und nicht innert 48 Stunden nachgeholt, ist die Wette ungültig. Bei Einzelwetten wird der Einsatz zurückerstattet, bei Kombinationswetten erhält die nicht ausgetragene Voraussage die Quote 1.00 – der Einsatz auf diesen Teil wird also zurückerstattet, der Rest der Kombination läuft weiter.

Cash-Out: Sporttip bietet Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten an, vor Spielbeginn und live, aber nur online und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, der Betrag ist tiefer als der mögliche Wettgewinn, und es besteht keine Garantie, dass Cash-Out für jeden Markt verfügbar ist. Bei einem Cash-Out verfallen Quoten- und Profitboosts.

Livewetten: Bei Sporttip-Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Spiel live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen (Elfmeter, Rote Karte, Videoentscheid) kann der Anbieter Wetten ebenfalls mit Quote 1.00 werten. Das bedeutet: Wer zu spät auf ein Ereignis tippt, hat im Zweifel verloren, auch wenn der Tipp «gestimmt» hätte.

Kombiboost: Der Sporttip-Kombiboost gilt nur online und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Mindestquote von 1.50 pro Voraussage. Der Bonus auf den Nettogewinn staffelt sich: 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn Voraussagen. Der Boost ist limitiert auf Einsatz und Gewinnerhöhung.

Verfall von Gewinnen: Wer einen Gewinn nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntgabe der Wettauswertung geltend macht, verliert den Anspruch; der Gewinn fällt an den Zweck der Swisslos. Bei einer verweigerten Auszahlung ist eine Einsprache innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben.

Steuern auf Wettgewinne

In der Schweiz sind Gewinne aus bewilligten Grossspielen einkommenssteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn. Der Bundesfreibetrag liegt seit dem 1.1.2026 bei CHF 1’071’000. Die kantonalen Freibeträge unterscheiden sich; je nach Kanton liegt die Grenze tiefer oder höher. Wer unter dem Freibetrag bleibt, zahlt keine Einkommenssteuer auf den Wettgewinn und keine Verrechnungssteuer.

Über dem Freibetrag behält der Anbieter 35 % Verrechnungssteuer ein, die bei der Steuererklärung zurückgefordert werden kann. Für die meisten Spielenden ist das irrelevant, weil ein typischer 1×2-Gewinn deutlich unter dem Freibetrag liegt. Gewinne von ausländischen Anbietern kennen keine Verrechnungssteuer; im Kanton Thurgau werden sie unabhängig vom Betrag als steuerbares Einkommen behandelt. Die kantonale Praxis variiert, und für die genaue Auskunft ist der Steuerberater oder die kantonale Steuerverwaltung die richtige Stelle.

Häufige Fragen zur 1×2-Wette

Was heisst 1×2 bei Sportwetten?

1×2 bezeichnet die klassische Dreiweg-Wette im Fussball: «1» steht für Heimsieg, «X» für Unentschieden, «2» für Auswärtssieg. Wer eine dieser drei Möglichkeiten wählt und richtig tippt, gewinnt den Einsatz multipliziert mit der Quote. Die Wette wird nach Ablauf der regulären Spielzeit inklusive Nachspielzeit ausgewertet.

Wofür stehen die Zeichen 1, X und 2 auf dem Wettschein?

Das «1» steht für Heimsieg, das «X» für Unentschieden und das «2» für Auswärtssieg. Manche Wettanbieter schreiben statt «X» auch «0». Die Wahl eines Zeichens ist gleichzeitig die Wette: Wer «X» ankreuzt, wettet darauf, dass das Spiel nach 90 Minuten plus Nachspielzeit unentschieden endet.

Was unterscheidet die 1×2-Wette von der Doppelten Chance?

Die Doppelte Chance kombiniert zwei der drei Ausgänge zu einer Wette: «1X» deckt Heimsieg und Unentschieden ab, «X2» Unentschieden und Auswärtssieg, «12» Heimsieg und Auswärtssieg. Die Quote ist tiefer als bei der reinen 1×2-Wette, weil die Gewinnwahrscheinlichkeit höher ist. Wer sich nicht festlegen will, findet in der Doppelten Chance die passende Wettform.

Zählt bei einer 1×2-Wette die Verlängerung?

In der Regel nicht. Eine 1×2-Wette wettet auf das Ergebnis nach 90 Minuten plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen werden nur berücksichtigt, wenn das Wettprogramm ausdrücklich darauf hinweist. Bei einem K.-o.-Spiel, das in die Verlängerung geht, ist eine Wette auf «1» oder «2» also erst dann gewonnen, wenn die Heimmannschaft nach 90 Minuten führt.

Wie wird der Gewinn aus Einsatz und Quote berechnet?

Der Gewinn ergibt sich aus Einsatz mal Quote. Bei einer Einzelwette mit Einsatz CHF 10 und Quote 2.50 beträgt der Bruttogewinn CHF 25, der Nettogewinn CHF 15. Bei einer Kombinationswette multiplizieren sich die Einzelquoten zur Gesamtquote, und der Gewinn berechnet sich aus Einsatz mal Gesamtquote.

Inhalt erstellt vom Team «gratiswetteinfo»