Afrika-Cup Wetten in der Schweiz: Wer anbietet, was es kostet
Ladevorgang...
Aktualisiert am Oktober 19, 2026 · geprüft gegen die Gespa-Bewilligungsliste und die Spielregeln von Sporttip (Version 4.2).
Eine afrikanische Fussball-Endrunde kommt alle zwei Jahre, und für Schweizer Wettende ist der Afrika-Cup ein Sonderfall. In der Schweiz dürfen nur zwei Veranstalter Sportwetten anbieten – Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Alles, was mit einem .com oder .net im Hintergrund steht, fällt in eine andere Kategorie, und der Unterschied macht sich beim Geld, beim Schutz und bei der Frage bemerkbar, was am Ende überhaupt ausbezahlt wird. Diese Seite geht die Frage konsequent aus einer Richtung an: was es kostet, auf den Afrika-Cup zu setzen – an Einsatz, an Marge, an Schutz, den eine Wette bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung nicht mitbringt.
Das Turnier selbst trägt keinen «2026»-Zusatz im Namen. Die letzte Austragung war der Afrika-Cup 2025 vom 21. Dezember 2025 bis 18. Januar 2026 in Marokko. Die nächste Ausgabe ist der Afrika-Cup 2027, geplant vom 19. Juni bis 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda. Wer nach «Afrika-Cup 2026» sucht, sucht genau das – die Lücke zwischen den beiden Ausgaben, in der die Quoten für die kommende Endrunde bereits gestellt werden.
Verlustlimiten und Spielsperre – der Schutz, der vom Turnier unabhängig gilt
Wer in der Schweiz wettet, ob auf den Afrika-Cup, die Schweizer Liga oder ein Tennismatch, betritt zuerst die Seite der Limiten. Bei Sporttip müssen Spielende vor der ersten Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Obergrenze pro Tag liegt bei CHF 9’999, für unter 21-Jährige bei CHF 1’000. Eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden – eine Regel, die das Hochfahren in einer Wutphase blockiert. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage setzen, getrennt von der Verlustlimite, also nicht dasselbe. Beide werden im eigenen Konto geführt, nicht in einer App des Bundes.

Die zweite Schutzlinie ist die Spielsperre. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Möglichkeit der vorzeitigen Aufhebung. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Für die Aufhebung einer freiwilligen Sperre gilt gesetzlich eine Frist von drei Monaten, und eine spezialisierte Stelle ist einzubinden. Das ist keine Hotline, die man mit einem Klick umgeht, sondern ein Verfahren, das Zeit und ein Gegenüber verlangt.
Diese Regeln greifen unabhängig davon, ob die Schweiz an einem Turnier teilnimmt oder nicht. Der Afrika-Cup ist eine afrikanische Endrunde, die Schweizer Nati ist nicht im Wettbewerb – das verändert die Quoten und das Wettprogramm, nicht aber den Schutzrahmen. Wer in der Schweiz wettet, wettet immer unter dieser Architektur. Sie wird auf dieser Seite nicht weiter ausgebreitet; sie gilt in jedem Abschnitt, der folgt, und wird dort nur erwähnt, wo sie konkret greift.
Wettarten und Quoten – was beim Afrika-Cup auf dem Wettschein steht
Eine Wette auf den Afrika-Cup folgt denselben Grundmechanismen wie jede andere Fussballwette, aber das Wettprogramm ist beim Afrika-Cup dünner als bei einer europäischen Topliga. Das hat zwei Gründe: die kleineren Märkte der teilnehmenden Verbände und die in der Schweiz geschlossene Liste der erlaubten Wetten. Die Gespa-Liste vom 10.09.2026 zeigt keine Eckball- oder Kartenmärkte und keine Esports-Sektion; erlaubt sind die klassischen Linien auf Spielausgang, Tore und Turnierverlauf.

Einzelwette, Kombiwette, Systemwette
Die Einzelwette ist die einfachste Form: ein Spiel, eine Voraussage, ein Einsatz. Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000, für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit und ohne Angabe von Gründen anpassen, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen – das ist keine Kulanz, sondern eine harte Sperre am Wettschein. Wer CHF 2’000 auf eine Partie setzen will, muss den Wettschein splitten oder zur Systemwette greifen.
Die Kombiwette verbindet mehrere Voraussagen, und die Quoten multiplizieren sich. Vier Voraussagen mit Quoten von 1.80, 2.20, 1.95 und 2.40 ergeben eine Gesamtquote von rund 17.8, ein zehn Franken Einsatz wird bei vollem Treffer zu CHF 178. Das klingt verlockend, kostet aber etwas: jede Voraussage ist eine Stelle, an der die Wette scheitern kann. Bei vier Voraussagen liegt die Chance, dass alle eintreffen, deutlich unter der einer Einzelwette – die Quote bildet das ab, und die Marge der einzelnen Quoten steckt ebenfalls in jeder Multiplikation drin. Der Sporttip-Kombiboost versüsst das, aber an Bedingungen geknüpft: nur online, mindestens vier Voraussagen mit Quote je mindestens 1.50, und der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn Voraussagen. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert.
Die Systemwette verteilt das Risiko, indem sie mehrere Kombinationen aus denselben Voraussagen bildet. Eine Systemwette 2/3 aus drei Spielen erzeugt drei Kombinationen zu je zwei Voraussagen; gewonnen wird, wenn mindestens zwei der drei Treffer eintreffen. Der maximale Einsatz ist mit CHF 10’000 deutlich höher als bei der Einzel- oder Kombiwette, weil der effektive Einsatz auf mehrere Wetten aufgeteilt wird.
Quotenschlüssel und Marge: das, was jede Quote schluckt
Quoten sind nie die wahre Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses, sondern die Wahrscheinlichkeit plus die Marge des Veranstalters. Wer das versteht, versteht, warum zwei Buchmacher mit «fairen» Quoten unterschiedlich hohe Auszahlungen anbieten. Der Quotenschlüssel – die Auszahlungsquote – ist die Summe der Kehrwerte aller Quoten eines Marktes, gerechnet auf 1. Eine 1X2-Wette mit Quoten 2.10 / 3.40 / 3.60 ergibt:
Auszahlungsquote = 1 / (1/2.10 + 1/3.40 + 1/3.60) = 1 / (0.4762 + 0.2941 + 0.2778) = 1 / 1.0481 = 0’954
Der Veranstalter behält 1 − 0’954 = 0’046, also rund 4.6 % Marge auf diesem Markt. Bei jeder Wette auf diesem Markt wandert dieser Anteil vom Einsatz in die Kasse des Veranstalters, unabhängig vom Ausgang. Auf hundert Franken Umsatz in dieser 1X2-Linie zahlt der Anbieter im Schnitt CHF 95.40 an die Wettenden aus und behält CHF 4.60.
Die Marge ist der Preis, den eine Wette trägt, und sie variiert je nach Markt. Favoritenwetten tragen oft eine höhere Marge als Auenseiterwetten, Langzeitwetten auf Turniersieger eine andere als Spielausgangswetten. Eine Auszahlungsquote von 95 % auf einer 1X2-Linie ist im europäischen Vergleich ein solider, aber kein extrem tiefer Wert; Seriosität zeigt sich nicht in einer einzelnen Zahl, sondern in der Konsistenz über die Märkte hinweg. Der Kombiboost ändert die Marge der einzelnen Quoten nicht – er erhöht nur den Nettogewinn, wenn alle Voraussagen eintreffen.
Was Cash-Out kostet
Cash-Out ist der vorzeitige Verkauf einer Wette, bevor das Spiel oder die Runde beendet ist. Bei Sporttip gibt es Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur online und nur als vollständiger Cash-Out ohne Teilauszahlung. Was Swisslos dafür bezahlt, ist weniger als der mögliche Gewinn bei natürlichem Ausgang – das steht so in den Spielregeln. Der Cash-Out-Betrag hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten.
In der Praxis bedeutet das: Eine Wette, die vor dem Spiel mit Cash-Out CHF 50 wert wäre, kann bei einem 1:0 für das favorisierte Team plötzlich nur noch CHF 30 wert sein, obwohl die Ausgangslage «besser» aussieht – die implizite Wahrscheinlichkeit hat sich verschoben, und Swisslos passt den Cash-Out entsprechend an. Wer Cash-Out nutzt, akzeptiert einen Abschlag auf den Maximalgewinn. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen. Bei Quotenboosts und Profitboosts verfällt der Boost mit einem Cash-Out – der vorzeitige Ausstieg entwertet also den Bonus, der ohne Cash-Out winken würde.
Livewetten: was nach Spielbeginn noch geht
Livewetten bei Sporttip funktionieren unabhängig davon, ob das Ereignis tatsächlich live übertragen wird. Das hat eine kuriose Konsequenz: Wer kein Live-Stream-Angebot hat, kann trotzdem live wetten, nur ohne Bild. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00 – das ist die «Wette ist verloren»-Linie. In spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Roter Karte oder Videoschiedsrichter-Entscheid kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten, also praktisch stornieren. Die «Vorteile» einer späten Wette sind damit faktisch weg.
Bei Livewetten gilt zudem: voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung werden bei Sporttip nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert. Wer versucht, etwa «nächstes Tor Heimteam» und «über 1.5 Tore» manuell zu kombinieren, dem kann Swisslos die ganze Kombination für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Die Funktion ist also nicht ein Bonus, sondern eine Vorschrift.
Afrika-Cup als Turnier: Gruppenphase, Viertelfinals, Halbfinals, Final
Der Afrika-Cup wird von der CAF organisiert und wurde erstmals 1957 ausgetragen. Ägypten ist mit sieben Titeln Rekordsieger, Rekordtorschütze ist Samuel Eto’o mit 18 Toren. Seit 2019 nehmen 24 Mannschaften teil, und nach der Austragung 2027 soll das Turnier ab 2028 nur noch alle vier Jahre stattfinden – eine Verschiebung, die auch den Wettkalender verändert, weil eine Endrunde weniger oft kommt.
Die letzte Ausgabe: Afrika-Cup 2025 in Marokko
Das Turnier fand zu diesem Zeitpunkt mit 24 Nationen statt, nachdem das Turnier wegen Terminkonflikten mit der FIFA-Klub-Weltmeisterschaft 2025 vom Sommer 2025 auf den Jahreswechsel verschoben worden war. Gespielt wurden sechs Vierergruppen; die Gruppenersten und -zweiten kamen weiter, dazu die besten vier Gruppendritten, danach folgte ein K.-o.-System mit Verlängerung und Elfmeterschiessen bei Gleichstand. Im Finale am 18. Januar 2026 gewann Senegal gegen Gastgeber Marokko 1:0 nach Verlängerung. Torschützenkönig war Brahim Díaz (Marokko) mit fünf Toren. Im Spiel um Platz 3 gewann Nigeria gegen Ägypten im Elfmeterschiessen mit 4:2.
Zwei Monate nach dem Finale wertete die CAF das Spiel mit 3:0 für Marokko, weil Senegals Spieler nach einem umstrittenen Elfmeterpfiff in der Nachspielzeit vorübergehend den Platz verlassen hatten; der senegalesische Verband kündigte Berufung beim CAS an. Wer auf den Spielausgang «Senegal» gesetzt hatte, sah damit eine Linie, die nachträglich neu gezogen wurde – ein Beispiel dafür, dass eine Wette auf ein Endspiel nie nur eine Wette auf 90 Minuten ist, sondern auch auf die administrativen Entscheidungen danach. Bei Schweizer Veranstaltern gilt die reguläre Spielzeit als 90 Minuten plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Eine Wette auf «Senegal gewinnt» am 18. Januar 2026 war also zum ursprünglichen Auszahlungszeitpunkt eine gewonnene Wette, mit dem späteren CAF-Entscheid aber eine, deren Ausgang neu bewertet werden musste.
Die nächste Ausgabe: Afrika-Cup 2027 in Ostafrika
Der Afrika-Cup 2027 soll vom 19. Juni bis zum 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda stattfinden; zur Qualifikation meldeten sich 54 Mannschaften an. Das Format mit 24 Mannschaften soll bleiben, der Sommertermin verschiebt das Turnier aus dem europäischen Winterfenster heraus. Für Schweizer Wettende heisst das: Die Wettphase beginnt früher, weil die Qualifikationsspiele früher angesetzt sind, und die Endrunde fällt in eine Zeit, in der die europäischen Ligen noch laufen – ein anderes Konkurrenzumfeld für die Quoten.
Wer schon jetzt auf den Afrika-Cup 2027 wetten will, findet bei Sporttip Langzeitwetten auf den Turniersieger, auf das Erreichen bestimmter Runden und auf Gruppensieger. Langzeitwetten tragen in der Regel eine höhere Marge als Spielausgangswetten, weil die implizite Wahrscheinlichkeit jedes Eintrags tief ist und der Veranstalter mehr Spielraum hat.
Die zwei Schweizer Veranstalter im Vergleich
In der Schweiz dürfen nur zwei Veranstalter Sportwetten anbieten, und beide sind in derselben rechtlichen Struktur tätig. Sie sind keine Konkurrenten im klassischen Sinn – sie bedienen unterschiedliche Sprachregionen, und ein Schweizer kann sich nur bei dem Veranstalter registrieren, in dessen Vertragsgebiet er wohnt. Wer in einem Kanton wohnt, der von Swisslos bedient wird, kann kein Konto bei Loterie Romande eröffnen, und umgekehrt. Das ist nicht eine Marktteilung im Wettbewerbsrecht, sondern die direkte Folge der interkantonalen Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen.
| Marke | Schweizer Bewilligung | Veranstalter / Bewilligungsbasis |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Veranstalter- und Spielbewilligung (BGS, SR 935.51), Aufsicht Gespa | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel; Produkt Sporttip |
| Loterie Romande Jouez Sport | Veranstalter- und Spielbewilligung (BGS, SR 935.51), Aufsicht Gespa | Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande), Sitz Lausanne; Produkt Jouez Sport |
Diese Tabelle ist absichtlich kurz. Mehr Spalten würden Werte enthalten, die für beide Veranstalter gleich lauten – beide haben eine Schweizer Bewilligung, beide stehen unter Gespa-Aufsicht, beide bedienen nur ihr Vertragsgebiet. Was die beiden unterscheidet, ist die Frage, wer wo spielen kann, und die Frage, wie das jeweilige Wettprogramm zum Afrika-Cup aussieht. Diese Unterschiede sind nicht in einer Tabelle abgebildet, sondern in den folgenden Abschnitten.
Swisslos Sporttip – der Anbieter für die Deutschschweiz
Swisslos veranstaltet Sporttip gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020). Das Vertragsgebiet umfasst die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Für die Online-Registrierung braucht es mindestens 18 Jahre, Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet, keine bestehende Spielsperre, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft.
Beim Afrika-Cup bietet Sporttip das, was die Gespa-Liste hergibt: Spielausgang (1X2), Tore (über/unter), Handicap, Doppelte Chance, Halbzeit/Endstand, Langzeitwetten auf Turniersieger und Gruppensieger. Die Quoten werden von Swisslos selbst gestellt, ohne Vergleich mit ausländischen Anbietern. Das hat einen praktischen Effekt: Wer eine Quote bei Sporttip sieht, sieht eine Quote, die in der Schweiz Gültigkeit hat, aber keine Quote, die zwingend mit der Quote eines ausländischen Buchmachers übereinstimmt. Der Vorteil ist die Rechtssicherheit, der Nachteil ist die fehlende Preiskonkurrenz.
Sporttip verteilte für 2025 einen Reingewinn von CHF 562 Mio.: CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz (für Swiss Olympic, Fussball, Eishockey, Sporthilfe). Aus den Sportwetten stammten CHF 109 Mio., im Jahr 2024 waren es CHF 122 Mio. Das ist der Hintergrund, vor dem die Quoten gestellt werden: nicht maximale Margen für einen Aktionär, sondern ein Reingewinn, der in den Sport und in kantonale Mittel fliesst.
Wer hier wettet, wettet mit den im Schutz-Abschnitt beschriebenen Limiten, unter der Gespa-Aufsicht, mit einer Wette, die in Schweizer Franken abgerechnet und auf ein Schweizer Bankkonto ausbezahlt wird. Der Mindesteinsatz von CHF 1 macht Kleinstwetten möglich, der Höchsteinsatz von CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombiwette begrenzt das Risiko pro Wette, nicht pro Tag. Das ist ein anderes Modell als bei einem Offshore-Anbieter, der mit höheren Limits und schnelleren Auszahlungen wirbt, dafür aber ohne Schweizer Schutz arbeitet.
Loterie Romande Jouez Sport – der Anbieter für die Westschweiz
Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura; als Kontaktadresse nennt sie Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne, und sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende. Das gleiche rechtliche Kleid wie bei Swisslos, das gleiche Spielregelwerk, das im Wesentlichen von der interkantonalen Vereinbarung vorgegeben ist.
Der Unterschied liegt im Wettprogramm, soweit es die Westschweizer Kundschaft betrifft: ein leicht anderes Quotenmodell, eigene Promotions, eigene Verkaufsstellen. Wer in Genf wohnt und auf den Afrika-Cup wetten will, geht zu Jouez Sport, nicht zu Sporttip. Das ist nicht eine Frage der Qualität, sondern der Zuständigkeit.
Für den Afrika-Cup heisst das: Die Quoten für ein Gruppenspiel Marokko gegen Kamerun sind bei beiden Veranstaltern ähnlich, aber nicht identisch. Die Differenz ist die Marge, die jeder Anbieter setzt. In der Praxis lohnt sich für einen Deutschschweizer kein Konto bei Loterie Romande, und für einen Westschweizer kein Konto bei Swisslos, weil die Vertragsgebiete exklusiv sind.
Anbieter ohne Schweizer Bewilligung – die Offshore-Seite
Wer im Internet nach Afrika-Cup-Wetten sucht, trifft auf eine lange Liste von Anbietern mit .com-Domains. Diese Anbieter haben keine Schweizer Bewilligung, und die fehlende Bewilligung ist hier nicht ein juristisches Detail, sondern der ganze Unterschied. Eine ausländische Lizenz – Curaçao, Malta, Deutschland – hat in der Schweiz keine Kraft (Art. 4 BGS). Wer bei einem solchen Anbieter wettet, wettet ohne Schweizer Schutz, ohne Eintrag im Schweizer Ausschlussregister, ohne Schweizer Rekurs, und mit dem Risiko, dass die Gespa die Domain auf die Sperrliste setzt (DNS-Block). Ende 2025 standen 671 Domains auf dieser Liste, ersetzt innerhalb von Stunden, wenn ein Anbieter die Domain wechselt.
Die hier aufgeführten Anbieter werden vollständigkeitshalber genannt, weil Schweizer Spieler ihnen im Internet begegnen. Sie sind nicht in der Schweiz bewilligt. Jeder einzelne trägt die gleichen Risiken: keine Verbindung zum Schweizer Ausschlussregister, ausländische Gewinne nach kantonalem Steuerrecht (Thurgau besteuert sie voll, unabhängig vom Betrag), keine Gespa-Aufsicht, und im Konfliktfall keine Schweizer Anlaufstelle.
Bruce Bet
Bruce Bet ist einer dieser Anbieter mit Curaçao-Hintergrund und breitem Fussball-Wettprogramm. Auf dem Afrika-Cup deckt Bruce Bet ein breiteres Spektrum an Märkten ab als die Schweizer Veranstalter – inklusive Eckbälle, Karten, Spielerwetten, weil das in Curaçao nicht durch eine geschlossene Liste beschränkt ist. Das ist auf den ersten Blick ein grösseres Angebot. Es ist aber kein Schweizer Angebot, und die Quote ist in eine Lizenz eingebettet, die in der Schweiz keine Kraft hat. Wer bei Bruce Bet wettet, kann sich nicht in das Schweizer Ausschlussregister eintragen, falls das Spiel zum Problem wird, und die Auszahlung läuft über ausländische Zahlungswege, nicht über ein Schweizer Bankkonto.
Für den Afrika-Cup heisst das: Das Wettprogramm ist breit, die Quoten sind konkurrenzfähig im internationalen Vergleich, der Schutz ist nicht vorhanden. Die Bewertung ist konsequent: kein Schweizer Schutz, keine Schweizer Bewilligung, also kein Ersatz für eine Wette bei Swisslos oder Loterie Romande.
1xBet
1xBet ist ein weiterer Anbieter auf dem Schweizer Offshore-Markt, mit einem sehr breiten Wettprogramm, vielen Zahlungsoptionen und einer Lizenz, die in Curacao ausgestellt ist. 1xBet wirbt aggressiv, auch im deutschsprachigen Raum, und der Name fällt schnell, wenn nach Afrika-Cup-Quoten gesucht wird. Die fehlende Schweizer Bewilligung bedeutet: keine Verbindung zur Gespa, keine Aufsicht durch Schweizer Behörden, keine Sperrung im Schweizer Ausschlussregister, und keine Garantie, dass die Domain morgen noch erreichbar ist, wenn die Gespa sie auf die Sperrliste setzt.
Für den Afrika-Cup bietet 1xBet ein Wettprogramm, das in der Breite über das von Sporttip hinausgeht. Das ist der eine Anreiz. Der andere Punkt ist, dass 1xBet nicht an Schweizer Werberegeln gebunden ist, also Werbung machen kann, die in der Schweiz verboten wäre. Die Kehrseite ist, dass ein Spieler, der bei 1xBet wettet, in einer Struktur wettet, die der Gespa-Aufsicht entzogen ist.
Funbet
Funbet positioniert sich mit einem «fun»-Vermarktungsansatz, breitem Wettprogramm und einer Lizenz, die in Curacao ausgestellt ist. Auch hier: keine Schweizer Bewilligung, keine Gespa-Aufsicht, keine Verbindung zum Schweizer Ausschlussregister. Für den Afrika-Cup bietet Funbet das, was man bei einem breit aufgestellten Offshore-Anbieter erwartet: Spielausgang, Tore, Handicap, Spezialwetten, Langzeitwetten, oft auch exotischere Linien.
Die Frage ist nicht, ob Funbet Afrika-Cup-Wetten anbietet – das tut es. Die Frage ist, was im Konfliktfall passiert. Ohne Schweizer Bewilligung gibt es keine Schweizer Anlaufstelle, und die Lizenz in Curacao ist kein Schweizer Schutzinstrument.
Boomerang Bet
Boomerang Bet ist ein weiterer Offshore-Anbieter mit Fussball-Schwerpunkt und einer Lizenz in Curacao. Das Wettprogramm umfasst in der Regel die grossen europäischen Ligen und internationale Turniere, einschliesslich Afrika-Cup. Was die Plattform vom Schweizer Angebot unterscheidet, ist das Fehlen der Schweizer Bewilligung, der fehlende Anschluss an die Schweizer Spielsperre, und die fehlende Gespa-Aufsicht.
Für einen Westschweizer oder Deutschschweizer, der bei Boomerang Bet wettet, gibt es keine Schweizer Verbraucherschutzrechte im Spiel. Das ist der entscheidende Punkt.
BetLabel
BetLabel ist ein weiterer Anbieter auf dem Offshore-Markt, mit Fussball im Zentrum und Afrika-Cup im Wettprogramm. Lizenz in Curacao, keine Schweizer Bewilligung, keine Verbindung zur Schweizer Spielsperre. Das Wettprogramm ist breit, die Zahlungsoptionen sind vielfältig, der Schutz ist nicht-schweizerisch. Die Bewertung folgt demselben Muster: nicht bewilligt in der Schweiz, also kein Ersatz für eine Wette bei Sporttip oder Jouez Sport.
Gamdom
Gamdom ist auf den ersten Blick kein klassischer Sportwetten-Anbieter, sondern eine Plattform, die auch Sportwetten anbietet, mit Lizenz in Curacao. Für den Afrika-Cup ist die Auswahl an Wetten verfügbar, aber das Wesen der Plattform – schnelle Einzahlungen, Kryptowährungen, kein klassisches Bankkonto – kollidiert mit dem Schweizer Modell, das Auszahlungen nur auf ein Zahlungskonto im Namen des Spielenden erlaubt (Art. 50 Abs. 2 VGS). Gamdom ist also nicht nur Offshore, sondern auch in der Zahlungsarchitektur ein anderes Modell als ein Schweizer Veranstalter. Für den Afrika-Cup heisst das: möglich, aber in einer Struktur, die nicht unter Schweizer Recht steht.
Pribet
Pribet ist ein weiterer Offshore-Anbieter, mit Fussball-Schwerpunkt und Lizenz in Curacao. Für den Afrika-Cup sind die Standardmärkte verfügbar, das Wettprogramm ist breit, die Lizenz ist nicht-schweizerisch. Die Bewertung ist identisch zu den anderen Offshore-Anbietern: kein Schweizer Schutz, keine Schweizer Bewilligung, also kein Ersatz.
WirWetten
WirWetten ist ein Anbieter mit deutschem Markennamen, was im ersten Moment naheliegend klingt, aber der Sitz und die Lizenz sind nicht in der Schweiz. Auch WirWetten hat keine Schweizer Bewilligung, und auch WirWetten ist nicht an die Schweizer Spielsperre angeschlossen. Für den Afrika-Cup bietet WirWetten ein Wettprogramm mit Fussball-Schwerpunkt. Die Bewertung bleibt gleich: nicht bewilligt in der Schweiz.
Verdikt zu den Offshore-Anbietern
Alle hier genannten Offshore-Anbieter haben dasselbe Problem: Sie sind in der Schweiz nicht bewilligt, ihre Lizenz hat in der Schweiz keine Kraft, sie sind nicht an die Schweizer Spielsperre angeschlossen, und die Gespa kann ihre Domains auf die Sperrliste setzen. Wer dort wettet, hat im Konfliktfall keine Schweizer Anlaufstelle, und die Gewinne sind nach kantonalem Steuerrecht zu behandeln, im Kanton Thurgau etwa voll steuerpflichtig unabhängig vom Betrag. Die Anbieter sind hier aufgeführt, weil Schweizer Spieler ihnen begegnen, nicht als Empfehlung – wer in der Schweiz auf den Afrika-Cup wetten will, wettet bei Swisslos oder Loterie Romande, je nach Wohnsitzkanton.
Der Afrika-Cup im Schweizer Wettkalender
Der Afrika-Cup ist im Schweizer Wettkalender ein kleineres Turnier, verglichen mit der Champions League, der Europa League oder der Schweizer Super League. Das liegt nicht an der sportlichen Bedeutung, sondern an der Marktgrösse: Das Turnier findet ausserhalb der europäischen Kernzeit statt (Dezember/Januar für 2025, Sommer 2027 für die nächste Ausgabe), die teilnehmenden Mannschaften sind in der Deutschschweiz weniger bekannt als die Bundesliga-Vereine, und die Wettmärkte sind durch die Gespa-Liste enger gefasst als bei einem Offshore-Anbieter.
Für die Wettphase bedeutet das: Die Wettphase beginnt mit den Qualifikationsspielen, die für den Afrika-Cup 2027 bereits im Gange sind, und intensiviert sich mit der Endrunde im Sommer 2027. Wer früh auf den Turniersieger setzt, findet bei Sporttip Langzeitwetten mit Quoten, die sich im Verlauf der Qualifikation und der Gruppenphase verändern. Wer auf die Endrunde selbst setzt, hat das volle Wettprogramm zur Verfügung, allerdings im Rahmen der Gespa-Liste.
Die Kosten einer Wette auf den Afrika-Cup hängen von drei Faktoren ab: vom Markt (Spielausgang, Tore, Handicap, Langzeit), von der Wettart (Einzel, Kombi, System) und vom Veranstalter (Sporttip für die Deutschschweiz, Jouez Sport für die Westschweiz). Bei einem klassischen 1X2-Markt mit Quoten um 2.10 / 3.40 / 3.60 liegt die Marge, wie oben gerechnet, bei rund 4.6 % – das ist der Preis, den jede Wette trägt. Bei Langzeitwetten ist die Marge höher, bei Livewetten hängt sie vom Zeitpunkt ab. Cash-Out kostet einen Abschlag auf den Maximalgewinn, der je nach Spielstand variiert.
Was am Ende bleibt, ist eine Wette, die unter Schweizer Recht abgerechnet wird, in Schweizer Franken, auf ein Schweizer Bankkonto, mit den im Abschnitt «Verlustlimiten und Spielsperre» dargelegten Schutzmechanismen. Das ist das Modell, das in der Schweiz für den Afrika-Cup gilt – und es ist das einzige, das in der Schweiz überhaupt gilt.
Häufig gestellte Fragen
Wer organisiert den Afrika-Cup, und wann findet die nächste Ausgabe statt?
Der Afrika-Cup wird von der CAF (Confédération Africaine de Football) organisiert und seit 1957 ausgetragen. Die letzte Ausgabe war der Afrika-Cup 2025 vom 21. Dezember 2025 bis 18. Januar 2026 in Marokko mit 24 Nationen. Die nächste Ausgabe ist der Afrika-Cup 2027, geplant vom 19. Juni bis 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda; 54 Mannschaften haben sich für die Qualifikation angemeldet. Einen Afrika-Cup 2026 gibt es nicht.
Darf in der Schweiz auf den Afrika-Cup gewettet werden, und bei welchem Veranstalter?
Ja, aber nur bei den beiden bewilligten Veranstaltern: Swisslos (Produkt Sporttip) für die Deutschschweiz, Tessin und Liechtenstein, und Loterie Romande (Produkt Jouez Sport) für die sechs Westschweizer Kantone. Beide haben eine Veranstalter- und Spielbewilligung nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51) und stehen unter der Aufsicht der Gespa. Ein Online-Konto ist nur für Personen mit Wohnsitz im jeweiligen Vertragsgebiet möglich.
Zählen Verlängerung und Elfmeterschiessen bei einer Wette auf den Spielausgang zur regulären Spielzeit?
Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die normale Spieldauer (beim Fussball 90 Minuten) plus die Nachspielzeit. Verlängerung und Elfmeterschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm explizit darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Eine Wette auf den Spielausgang «1X2» ist damit nach 90 Minuten plus Nachspielzeit entschieden, nicht erst nach Verlängerung.
Wie berechnet sich der Gewinn aus Einsatz und Quote, und was ist die Marge?
Der Gewinn bei einer Einzelwette ist Einsatz mal Quote, der Nettogewinn Einsatz mal (Quote minus 1). Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten, der Nettogewinn ist Einsatz mal Gesamtquote minus Einsatz. Die Marge ist der Anteil, den der Veranstalter vom Umsatz behält: Auszahlungsquote = 1 / (1/Quote₁ + … + 1/Quoteₙ), Marge = 1 − Auszahlungsquote. Bei einer 1X2-Linie mit Quoten 2.10 / 3.40 / 3.60 liegt die Marge bei rund 4.6 %.
Wie funktionieren die Verlustlimiten, und wie wird eine Spielsperre eingetragen?
Bei Sporttip müssen Spielende vor der ersten Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen, mit einer Obergrenze von CHF 9’999 pro Tag (CHF 1’000 für unter 21-Jährige). Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Eine Spielsperre kann für 1 bis 180 Tage selbst gesetzt werden, ohne vorzeitige Aufhebung; eine unbefristete Spielsperre wird in das schweizweite Register eingetragen und gilt auch für Casinos und Liechtenstein. Für die Aufhebung einer freiwilligen Sperre gilt eine gesetzliche Frist von drei Monaten.
Ab welchem Betrag fällt auf Wettgewinne Verrechnungssteuer an, und was bedeutet «je nach Kanton»?
Wettgewinne aus Schweizer bewilligten Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei. Der Bundesfreibetrag liegt ab 1.1.2026 bei CHF 1’071’000; darüber werden 35 % Verrechnungssteuer durch den Veranstalter abgezogen, die bei der Steuererklärung zurückgefordert werden können. Der kantonale Freibetrag ist unterschiedlich, deshalb «je nach Kanton». Ein typischer Wettgewinn liegt deutlich unter dem Freibetrag und ist damit steuerfrei.
Turniere – gratiswetteinfo
Inhalt erstellt vom Team «gratiswetteinfo»
