Mit Sportwetten den Lebensunterhalt bestreiten — was die Quote wirklich hergibt

Updated Oktober 2026
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Ein aufgeräumter Schreibtisch mit Pflanze und Tasse in einem Heimbüro, vor dem Fenster liegt ein Fussballplatz im Gegenlicht.

Aktualisiert am Oktober 19, 2026 — und abgeglichen gegen die Bewilligungsregister von Gespa und die Spielregeln der Swisslos.

Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen; Personen unter 18 Jahren sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

Eine ehrliche Antwort vorweg: Wer mit Sportwetten seinen Lebensunterhalt bestreiten will, verlässt sich auf eine Quote, die der Veranstalter vorher kalkuliert hat. Jeder Preis enthält eine Marge, Ergebnisse schwanken stark, ein festes Einkommen entsteht daraus nicht. Die zwei in der Schweiz bewilligten Veranstalter — Swisslos mit Sporttip und Loterie Romande mit Jouez Sport — sind die einzigen Anbieter, deren Gewinne in aller Regel steuerfrei bleiben; Gewinne ausländischer Anbieter können je nach Kanton anders behandelt werden. Hier erfahren Sie, was Wettquoten wirklich abwerfen, was das Steuergesetz davon übrig lässt und welche Schutzmechanismen vor einem riskanten Spiel stehen.

Überblick über die Anbieter in der Schweiz

Die Auswahl ist nicht frei: Die interkantonale Vereinbarung erlaubt nur zwei Veranstalter. Wer in der Deutschschweiz wohnt, landet bei Swisslos und dem Produkt Sporttip; wer in der Romandie wohnt, bei Loterie Romande und Jouez Sport. Ausländische Marken sind in der Werbung verboten und stehen auf der Gespa-Sperrliste, sind für Spielerinnen und Spieler aber erreichbar. Die folgende Tabelle sortiert diese zehn Namen nach ihrer Bewilligungslage in der Schweiz — nicht nach Werbeversprechen.

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalter oder ausgewiesene Lizenz
Swisslos (Sporttip) Veranstalter- und Spielbewilligung (BGS) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel
Loterie Romande (Jouez Sport) Veranstalter- und Spielbewilligung (BGS) Loterie Romande, Lausanne
Betovo ohne Schweizer Bewilligung ausländische Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz
1Bet ohne Schweizer Bewilligung ausländische Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz
Roobet ohne Schweizer Bewilligung ausländische Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz
Pribet ohne Schweizer Bewilligung ausländische Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz
MrXbet ohne Schweizer Bewilligung ausländische Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz
Cloudbet ohne Schweizer Bewilligung ausländische Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz
Rainbet ohne Schweizer Bewilligung ausländische Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz
BetFury ohne Schweizer Bewilligung ausländische Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz

Wer hierzulande dauerhaft wetten will, hat nur die ersten beiden Reihen zur Auswahl; alles darunter läuft ohne Schweizer Bewilligung und ohne Schutz durch das Geldspielgesetz.

Was die Bewilligung konkret bedeutet

Eine Schweizer Bewilligung steht für ein anderes Verhältnis zum eigenen Geld. Swisslos und Loterie Romande führen ein Spielkonto, das auf eine identitätsgeprüfte Person lautet, zahlen Gewinne nur auf ein Bank- oder Postkonto im eigenen Namen aus und tragen eine Spielsperre in ein Register ein, das schweizweit gilt. Ausländische Anbieter kennen diese Register nicht, kennen die Schweizer Sperrliste nicht und zahlen im Streitfall nach ihrem eigenen Hausrecht. Genau diese Lücke ist der Grund, warum das Geldspielgesetz Anbieten ohne Bewilligung unter Strafe stellt.

Weshalb ausländische Anbieter dennoch auftauchen

Acht der zehn gelisteten Marken werben international, nicht in der Schweiz. Wer eine ausländische Domain öffnet, surft an der Schweizer Sperrliste vorbei; Provider sperren über DNS, nicht lückenlos. Eine ausländische Lizenz — gleich aus welchem Land — entfaltet in der Schweiz keine Rechtsfolgen, ein Gewinn daraus wird kantonal anders behandelt als einer aus einem bewilligten Grossspiel. Wer dennoch dort spielt, sollte wissen, dass die zuständige Aufsicht im Streitfall die Heimapfsicht des Anbieters ist, nicht die Gespa.

Rechtslage und Steuern auf Wettgewinne

Wer mit Wetten Geld verdienen will, muss zuerst wissen, was davon beim Empfänger bleibt. Die Schweiz kennt keinen einheitlichen Steuersatz auf Wettmass; sie unterscheidet, wer den Gewinn auszahlt.

Eine Seepromenade mit leeren Bänken an einem nebligen Morgen, im Wasser spiegeln sich die Lichter der Uferlaternen.
Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung vom 20. Mai 2019 (IKV 2020).

Gewinne aus bewilligten Schweizer Veranstaltern

Einzelne Gewinne aus Swisslos (Sporttip) und Loterie Romande (Jouez Sport) sind Einkommensteuer-frei, solange sie unter dem Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn bleiben. Auf Bundesebene gilt ab dem 1.1.2026 ein Freibetrag von CHF 1’071’000 (2025: CHF 1’070’400). Die kantonalen Freibeträge weichen davon ab — wer über dem Freibetrag liegt, zahlt 35 % Verrechnungssteuer, die bei der Steuererklärung angerechnet wird. Ein typischer Wettgewinn liegt weit darunter, weshalb die Praxis für die meisten Spielenden lautet: keine Einkommensteuer, keine Verrechnungssteuer.

Gewinne aus nicht bewilligten Anbietern

Anders sieht es bei ausländischen Anbietern aus. Die Verrechnungssteuer wird dort nicht erhoben, weil kein Schweizer Veranstalter beteiligt ist; die kantonale Praxis behandelt solche Gewinne aber als voll steuerbares Einkommen. Der Kanton Thurgau etwa besteuert Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe. Eine seriöse Auskunft über die Behandlung im eigenen Kanton gibt die kantonale Steuerverwaltung oder eine Steuerberatung.

Werbung und Bonusregeln

Werbung für in der Schweiz nicht bewilligtes Glücksspiel ist nach Art. 74 Abs. 3 BGS verboten und wird nach Art. 131 BGS mit Busse bis CHF 500’000 bestraft. Gratiswetten und ähnliche Aktionen bedürfen der vorgängigen Zustimmung der Gespa; im Jahr 2025 erteilte sie der Loterie Romande 24 und Swisslos 8 solcher Bewilligungen. Eine pauschale «100 %-Bonus»-Versprechen, wie sie ausländische Plattformen häufig zeigen, hat in der Schweiz keine Grundlage.

Strafrechtliche Folgen für Anbieter, nicht für Spielende

Das Geldspielgesetz bestraft das Anbieten, nicht das Mitspielen. Wer bei einem ausländischen Anbieter wettet, macht sich nicht strafbar; das Verfahren gegen den Anbieter kann aber dazu führen, dass Einsatz und Gewinn eingezogen werden. Die Busse gegen den Anbieter reicht nach Art. 130 BGS bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe bei gewerbsmässigem Handeln.

Spielerschutz und seine Werkzeuge

Wer mit Wetten ein Einkommen sucht, setzt früher oder später höhere Beträge. Genau dafür hat das Gesetz eine Reihe von Bremsen eingebaut — die meisten davon als Selbstschutz, nicht als Verbot.

Ein Waldweg im Herbst mit buntem Laub, in der Ferne geht eine einzelne kleine Gestalt zwischen den Bäumen.
Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf.

Limiten vor der ersten Wette

Wer bei Sporttip mitspielen will, muss vor der ersten Wette Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Obergrenze liegt bei CHF 9’999, bei unter 21-Jährigen bei CHF 1’000. Eine Senkung der Limite greift sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich kann eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage gesetzt werden. Das System soll verhindern, dass eine Verlustserie am gleichen Tag zu immer höheren Einsätzen führt — das klassische Muster, mit dem Wettgen an Spielsperren scheitern.

Spielsperre und ihre Wirkung

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren; eine Aufhebung vor Fristablauf ist ausgeschlossen. Eine unbefristete Spielsperre wird im schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos, einschliesslich Online-Casinos, sowie im Fürstentum Liechtenstein. Gesetzlich ist die kaufärige Sperre nach drei Monaten möglich; eine Fachstelle ist eingebunden.

Gespräche, nicht Zahlen

Wirklicher Schutz zeigt sich nicht in Statistik, sondern im Verhalten. Wer nach einer Wettpause wieder spielen will, sollte die ursprüngliche Limite nicht sofort verdoppeln — das ist das Muster, das die Gespa in ihren Testkäufen 2025 dokumentiert hat: An den Verkaufsstellen wurde in 47,5 % von 200 Versuchen einem Minderjährigen eine Sportwette verkauft. Das zeigt nicht, dass Spielen verboten ist; sie waren dort, wo der Schutz versagt hat. Wer als Erwachsener spielt, kann diese Schwachstelle umgehen, indem er konsequent online spielt, wo die Ausweisprüfung stattgefunden hat.

Wettarten, Quoten und der Preis der Margin

Wettquoten sind keine Schätzungen; sie sind eine Rechnung. Wer das Produkt einer Wette verstehen will, muss zuerst verstehen, was die Marge aus jeder Wette herausschneidet.

Wie eine Quote gebaut wird

Ein faires Spiel ohne Marge würde zu jeder Auszahlung genau das zahlen, was die Quote impliziert: 1 dividiert durch die Summe der Kehrwerte aller Quoten. Ein Markt mit zwei Beispielen (Heimsieg zu1.90, Auswärtssieg zu 1.90) hat eine Auszahlungsquote von 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) ≈ 0.95, also95 %. Der Veranstalter behält davon 5 % als Marge. Das ist der Preis jedes Tipps, und er gilt für jede Wette, unabhängig vom Ausgang.

Wie sich die Marge auf eine Wettkarriere auswirkt

Wer CHF 100’000 umsetzt, lässt davon statistisch CHF 5’000 als Marge auf der Strecke — selbst wenn er exakt so viele Wetten gewinnt, wie die Quoten vermuten lassen. Wer «besser» wird und55 % seiner Wetten gewinnt, kann diese Marge je nach Quotehöhe knapp kompensieren. Wer «schlechter» wird und unter 50 % trifft, verliert doppelt: einmal die Marge und einmal den negativen Erwartungswert. Genau diese Marge ist der Grund, warum die Mehrheit der Spielenden langfristig verliert — sie ist in jeder einzelnen Wette eingepreist.

System- und Kombinationswetten

Kombinationswetten multiplizieren die Einzelquoten. Der Kombiboost bei Sporttip ist ein Aufschlag auf den Nettogewinn, nicht auf die Marge: 5 % bei vier Voraussagen, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn, 100 % bei fünfzehn. Voraussetzung ist, dass jede Einzelquote mindestens 1.50 beträgt und dass die Wette online läuft. Ein typischer Gewinn aus einer5-fach-Kombi mit Einzelquoten von 1.70 hat eine kombinierte Quote von etwa 14.20; die Marge der Einzelmärkte addiert sich und liegt in der Praxis deutlich höher als 5 %. Die Streuung solcher Wetten ist gross: ein Treffer in 14 % der Fälle reicht nicht, um profitabel zu sein, sobald die kumulierte Marge eingepreist ist.

Was Cash-Out kostet

Cash-Out bei Sporttip gibt es nur als vollständige Auszahlung ohne Teilbetrag. Der angebotene Betrag liegt unter dem möglichen Gewinn bei Wettende — er ist eine risikobereinigte Vorauszahlung, kein Geschenk. Bei einem Cash-Out verfällt zudem ein allfälliger Quotenboost oder Kombiboost. Wer mit Cash-Out «sichere Gewinne mitnimmt», gibt einen Teil des erwarteten Werts ab, um die Volatilität zu glätten.

Live-Wetten und das Zeitfenster

Eine Live-Wette zählt unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreten des Wettausgels platziert werden, werden mit Quote 1.00 bewertet; in spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Roter Karte oder VAR-Entscheid kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Das Zeitfenster ist eng, und wer zu spät klickt, hat faktisch auf «keine Wette» gewettet — Einsatz zurück, Gewinn null.

Sportarten und ihre Eignung für ein «Wetteinkommen»

Wer glaubt, mit einer bestimmten Sportart sicherer zu spielen, irrt. Die Marge ist sportart- und marktabhängig, nicht vom Regelwerk der Sportart.

Fussball, Tennis, Eishockey

Fussball ist die breiteste Basis: Viele Spiele, viele Märkte, viele Quoten. Tennis hat den Vorteil klar definierter Ergebnisse und vieler Live-Märkte. Eishockey ist enger getaktet und hat mehr Underdog-Siege als Fussball. Keine dieser Eigenschaften macht eine Sportart profitabel; sie macht nur die Auswahl der Materie grösser. Die Marge eines Markts bleibt gleich, egal wie viele Spiele zur Auswahl stehen.

Turniere und ihre Märkte

Während eines Turniers wie einer Weltmeisterschaft oder einer EM steigt die Anzahl der Spiele, doch die Marge jedes Markts bleibt in der gleichen Grössenordnung. Wer auf viele Spiele setzt, hebt seinen Umsatz — und damit auch den Betrag, den er an der Marge verliert. Eine grössere Stichprobe ist nicht dasselbe wie ein profitableres Resultat.

Was die Liste der Gespa erlaubt

Die Gespa führt eine Liste bewilligter Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten. Frauenwettbewerbe sind nur zugelassen, wenn sie auf der Liste stehen; Qualifikationsrunden ebenso. Es gibt keine Eckball- oder Kartenmärkte und keinen Esports-Bereich. Wer bei einem ausländischen Anbieter solche Optionen findet, sieht ein Angebot, das in der Schweiz nicht bewilligt ist.

Funktionsweise: Wie eine Wette zu einem Gewinn wird

Eine Wette ist nicht «gesetzt und vergessen». Wer den Ablauf kennt, kann die Kontrollpunkte sehen, an denen das Spiel Geld verliert — oder gewinnt.

Vom Einsatz zur Auszahlung

Eine Wette wird mit Einsatz mal Quote abgerechnet. Eine Einzelwette zu Quote 2.10 mit Einsatz CHF 50 zahlt bei Gewinn CHF 105 aus, der Nettogewinn beträgt CHF 55. Bei einer Kombination multiplizieren sich die Einzelquoten. Der Gewinnbetrag wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet — das ist eine kleine, aber messbare Differenz bei jeder Auszahlung.

Was passiert, wenn ein Spiel ausfällt

Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nachgeholt, ist die Wette ungültig. Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die betroffene Voraussage die Quote 1.00. Wer mit Kombinationen spielt, sollte dieses Verhalten kennen — eine abgesagte Partie ist kein «freier» Tipp, sondern ein wertloser Tipp im System.

Verjährung und Frist

Wird ein Gewinn nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntgabe der Auswertung geltend gemacht, verfällt er zugunsten des Swisslos-Zwecks. Eine Einsprache bei verweigerter Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben. Wer eine Quittung verlegt, verliert nicht nur den Gewinn, sondern auch die Möglichkeit, sich zu beschweren.

Einzahlung, Auszahlung und ihre Wege

Spielguthaben wird per Online-Zahlung oder Einzahlungsschein aufgeladen, mindestens CHF 20 pro Kauf, höchstens CHF 10’000 in 30 Tagen. Auszahlungen auf ein Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto sind zweimal pro Jahr gratis, ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % erhoben werden, die Überweisung dauert 5 bis 10 Arbeitstage. Wer viele kleine Auszahlungen anstösst, gibt einen Teil des Gewinns als Kommission ab — eine stille Marge, die in der Werbung nicht erscheint.

Wie die Top-Anbieter im Detail abschneiden

Die folgende Bewertung geht nicht von Werbeversprechen aus, sondern von dem, was eine Wettpraxis in der Schweiz konkret bedeutet: Verfügbarkeit, Schutz, Auszahlung, Kosten. Die ersten beiden Einträge sind bewilligt; alles darunter ist es nicht.

Swisslos Sporttip

Swisslos ist einer der beiden Veranstalter, die das Geldspielgesetz in der Schweiz zulässt. Sitz in Basel, Produkt Sporttip, Vertriebsgebiet die Deutschschweizer Kantone, das Tessin und Liechtenstein. Eine Online-Teilnahme bedeutet Wohnsitz im Vertriebsgebiet und erfolgreiche Identitätsprüfung; pro Person ist nur ein Konto zulässig. Vor der ersten Wette werden Verlustlimiten gesetzt, eine Spielsperre lässt sich produktbezogen für 1 bis 180 Tage einrichten. Das Wettprogramm folgt der Gespa-Liste: keine Eckballmärkte, kein Esports, kein Politik-Tipp. Cash-Out ist möglich, nur vollständig, mit Abzügen gegenüber dem möglichen Endgewinn. Wer hier spielt, spielt in einem geregelten Rahmen mit Auszahlung auf das eigene Schweizer Bankkonto und Gewinnen, die in der Regel einkommensteuerfrei sind.

Loterie Romande Jouez Sport

Loterie Romande bedient die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sitz in Lausanne, 2’350 Verkaufsstellen, 221 Mitarbeitende. Auch hier läuft alles über die Gespa-Bewilligung und die bewilligten Sportarten. Wer in der Westschweiz wohnt, hat keine legale Alternative zu Jouez Sport, wenn er in der Schweiz Sportwetten platzieren will. Das Schutz- und Auszahlungssystem entspricht dem von Swisslos, einschliesslich der Verlustlimiten und der Spielsperre.

Betovo ausländisch

Betovo gehört zu den Plattformen, die auf dem internationalen Markt werben, aber keine Schweizer Bewilligung haben. Das bedeutet: keine Anbindung an die Schweizer Sperrliste, keine Auszahlung über die Gespa, keine einkommensteuerfreie Behandlung. Wer hier spielt, sollte wissen, dass der Gewinn im Kanton als steuerbares Einkommen behandelt werden kann und dass im Streitfall die Heimausicht zuständig ist, nicht die Gespa. Die Sperrliste ist lückenhaft; die Plattform bleibt erreichbar.

1Bet ausländisch

1Bet wirbt mit Sportwetten und Casino, ebenfalls ohne Schweizer Bewilligung. Das Angebot entspricht dem eines internationalen Anbieters, nicht dem bewilligten Schweizer Wettprogramms. Die Lizenz, falls vorhanden, hat in der Schweiz keine Wirkung; die kantonale Steuerpraxis kann den Gewinn anders behandeln. Wer auf eine ausländische Plattform ausweicht, weicht nicht auf «mehr Auswahl» aus — er weicht auf weniger Schutz aus.

Roobet ausländisch

Roobet positioniert sich als Krypto-Casino und Sportwettenanbieter. Krypto-Auszahlungen gibt es in der Schweiz nicht: das Geldspielgesetz verlangt die Auszahlung auf ein Konto im Namen des Spielenden. Wer bei Roobet spielt, umgeht diese Schutzregel — und nimmt in Kauf, dass die Auszahlung an eine Wallet geht, die in der Schweiz nicht als «Bankkonto» anerkannt ist. Für eine steuerliche Anrechnung ist das ein Hindernis, nicht ein Vorteil.

Pribet ausländisch

Pribet gehört zu den Marken, die in der europäischen Fussball-Szene werben. Ohne Schweizer Bewilligung gilt das gleiche Bild: keine Gespa-Anbindung, keine Schweizer Sperrliste, kantonale Steuerbarkeit der Gewinne. Eine Wette bei Pribet ist rechtlich eine Auslandnahme.

MrXbet ausländisch

MrXbet ist ein weiterer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Für die Spielerin und den Spieler in der Schweiz ändert sich gegenüber den anderen ausländischen Marken nichts Wesentliches — die Plattform ist erreichbar, der Schutz ist der des Anbietersitzes. Werbung in der Schweiz ist verboten, der Aufruf erfolgt auf Initiative der Spielenden.

Cloudbet ausländisch

Cloudbet wirbt mit Bitcoin-Sportwetten. Auch hier gilt: Ohne Schweizer Bewilligung keine Gespa-Anbindung, keine Sperrliste, keine einkommensteuerfreie Gewinnbehandlung. Krypto-Auszahlungen umgehen das Schweizer Bankkonto-Erfordernis — und damit die normale steuerliche Erfassung.

Rainbet ausländisch

Rainbet reiht sich in das Angebot ausländischer Krypto-Sportwetten ein. Wer hier spielt, hat die Wahl zwischen dem Schutz des Schweizer Geldspielgesetzes und der Reichweite einer ausländischen Plattform. Beides zusammen gibt es nicht.

BetFury ausländisch

BetFury schliesst die Liste ab. Auch hier: ausländische Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz, keine Anbindung an die Schweizer Sperrliste, keine Gespa-Aufsicht. Wer in der Schweiz wettet, ohne bewilligte Veranstalter zu nutzen, spielt im rechtlichen Graubereich.

Häufige Fragen zum Lebensunterhalt mit Sportwetten

Lässt sich mit Sportwetten der Lebensunterhalt bestreiten?

Statistisch nein. Jede Quote enthält eine Marge, in der Regel um die fünf Prozent. Wer konsequent wettet, gibt diesen Anteil auf jedem Franken Einsatz ab. Hinzu kommen Schwankungen: Selbst eine Quote mit 2.10 trifft nur in etwa der Hälfte der Fälle, und schon eine kleine Abweichung nach unten führt in den dauerhaften Verlust. Ein planbares Einkommen entsteht daraus nicht; ein Neben- oder Zuverdienst ist nur in Ausnahmefällen realistisch, etwa bei einer Quote, die deutlich über dem fairen Wert notiert ist und über lange Stichproben gehalten wird.

Warum verdient das Wettbüro an jeder Wette, auch wenn einzelne Tippende gewinnen?

Weil die Marge in jede einzelne Quote eingepreist ist. Bei einem Zwei-Wege-Markt zu 1.90 / 1.90 zahlt der Veranstalter rund 95 % des Einsatzes zurück, der Rest ist sein Gewinn — unabhängig vom Ausgang. Gewinnende Spielende sehen ihre eigene Auszahlung; sie sehen nicht, dass ein anderer Teil ihres Einsatzes die Marge ist. Über alle Wetten hinweg kumuliert sich dieser Anteil zu einem statistisch sicheren Erlös für den Veranstalter.

Warum genügt auch ein grosses Wettkapital nicht für ein planbares Einkommen?

Weil das Kapital nicht die Streuung der Ergebnisse verändert. Ein grösseres Kapital erlaubt höhere Einsätze, hebt aber den Erwartungswert pro Wette nicht an. Wer bei einer Marge von 5 % wettet, verliert statistisch 5 % seines Umsatzes — egal wie viel Kapital auf dem Konto liegt. Was wächst, ist das Risiko, nicht die Sicherheit; eine Pechsträhne kann auch ein grosses Konto aufbrauchen, wenn die Einsätze nicht an die Streuung angepasst sind.

Wie werden Wettgewinne in der Schweiz besteuert, und was gilt bei ausländischen Anbietern?

Gewinne aus bewilligten Schweizer Veranstaltern sind einkommensteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag, der je nach Kanton unterschiedlich ist. Über dem Freibetrag werden 35 % Verrechnungssteuer abgezogen, die bei der Steuererklärung angerechnet wird. Ausländische Gewinne werden kantonal oft als steuerbares Einkommen behandelt; der Kanton Thurgau etwa besteuert Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe. Für die genaue Auskunft im eigenen Kanton ist die Steuerverwaltung oder eine Steuerberatung zuständig.

Welche Limiten müssen bei Swisslos und der Loterie Romande vor der ersten Wette gesetzt werden?

Vor der ersten Sporttip-Teilnahme werden Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt. Die Obergrenze liegt bei CHF 9’999, bei unter 21-Jährigen bei CHF 1’000. Eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage setzen. Loterie Romande folgt demselben Schutzsystem mit eigenen Beträgen. Wer diese Limiten vor der ersten Einzahlung festlegt, schiebt eine Hürde zwischen sich und die Versuchung, eine Verlustserie mit höheren Einsätzen zu beantworten.

Was bedeutet eine Spielsperre für den Zugang zu Sportwetten, und wann lässt sie sich aufheben?

Eine Spielsperre schliesst die spielende Person von der Teilnahme an Sportwetten und Casinos aus — schweizweit und im Fürstentum Liechtenstein. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird im schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos. Gesetzlich ist eine Aufhebung der freiwilligen Sperre nach drei Monaten möglich, eine Fachstelle ist eingebunden. Wer eine Spielsperre aufheben will, sollte sich vorher beraten lassen, ob die Gründe für die Sperre noch bestehen.

Inhalt erstellt vom Team «gratiswetteinfo»