Eredivisie Wetten in der Schweiz: Was erlaubt ist und wer welche Quote stellt

Updated Oktober 2026
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Ein Fussballplatz neben einem Kanal in flachem Land mit Windrädern am Horizont, Abendlicht liegt über dem Rasen

Stand: Oktober 19, 2026 · Geprüft gegen die Spielregeln von Sporttip (Swisslos) und Jouez Sport (Loterie Romande) sowie gegen das Verzeichnis der Gespa.

Die Eredivisie wurde 1956 gegründet und wird vom niederländischen Fussballverband KNVB organisiert; 18 Vereine spielen im Hin- und Rückspiel gegeneinander, das ergibt 34 Spieltage.

Wer in der Schweiz auf die Eredivisie wetten will, hat weniger Auswahl als in fast jedem anderen Markt in Europa. Das liegt nicht an mangelndem Interesse an der niederländischen Profiliga, sondern am Geldspielgesetz. Wer ohne Schweizer Bewilligung Sportwetten anbietet, macht sich strafbar; wer bei einem solchen Anbieter spielt, kann zwar nicht belangt werden, sitzt aber ohne Schutz da. Der Leittext der Spielerinnen und Spieler: zwei Veranstalter, klare Grenzen, ein Wettbewerb mit eigenen Regeln.

Die Eredivisie begeistert Fans weit über die Niederlande hinaus. Wer in der Schweiz auf die Partien der niederländischen Profiliga wetten möchte, findet hier eine Übersicht zu den gesetzlichen Rahmenbedingungen, den bewilligten Anbietern und den Hintergründen zu Quoten und Wettoptionen.

Rechtslage in der Schweiz: Was auf die Eredivisie wetten darf und was nicht

In der Schweiz ist Online-Sportwette ein Grossspiel im Sinne des Bundesgesetzes über Geldspiele (BGS, SR 935.51). Grossspiele dürfen nur von Veranstaltern angeboten werden, die eine Veranstalterbewilligung und pro Spiel eine Spielbewilligung haben. Die Aufsicht führt nicht die ESBK (die für Spielbanken zuständig ist), sondern die Gespa, die interkantonale Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern. Eine Bewilligung gilt nach Art. 4 BGS nur in der Schweiz.

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalterinnen für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Das sind Swisslos mit Sitz in Basel, deren Sportwetten unter dem Namen Sporttip laufen, und die Loterie Romande, deren Sportwetten unter dem Namen Jouez Sport angeboten werden. Mehr bewilligte Sportwettanbieter gibt es in der Schweiz nicht, und es wird auch keine weiteren geben: Die Gespa veröffentlicht keine Liste weiterer Buchmacher, sondern eine Sperrliste blockierter ausländischer Domains. Eine ausländische Lizenz aus Malta, Curaçao oder Deutschland hat in der Schweiz keine Wirkung.

Ein Wanderweg führt durch eine Almwiese im Sonnenuntergang, am Wegrand steht ein Holzzaun
Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung vom 20. Mai 2019 (IKV 2020).

Das ein konkretes Spiel angeboten werden darf, steht auf einer zweiten, geschlossenen Liste: dem Verzeichnis der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten, das die Gespa führt. Was nicht auf dieser Liste steht, darf nicht angeboten werden. Eckstoss- und Kartenmärkte etwa fehlen dort, ebenso ein Esports-Abschnitt. Die Eredivisie als Wettbewerb erscheint im Verzeichnis der zugelassenen Wettbewerbe; ohne diesen Eintrag wäre eine Wette auf ein Spiel der niederländischen Liga in der Schweiz unzulässig.

Online mitmachen kann nur, wer volljährig ist und Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet der jeweiligen Veranstalterin hat. Das Vertragsgebiet von Swisslos umfasst die Deutschschweizer Kantone (AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG, ZH), den Kanton Tessin sowie das Fürstentum Liechtenstein. Die Loterie Romande betreut die sechs Westschweizer Kantone (FR, GE, JU, NE, VD, VS). Wer im einen Gebiet wohnt, kann sich nicht beim anderen Veranstalter online registrieren. Die Identität wird bei der Registrierung gegen Ausweis und Datenbanken geprüft; jede Person darf nur ein Konto führen.

Ausländische Marken wie Betovo, Unibet, BetAlright, Rabona, WirWetten, Wettigo, AmunRa oder 20Bet tauchen in der Werbung im Netz trotzdem auf. Sie besitzen keine Schweizer Bewilligung; ihr Angebot richtet sich nicht an Schweizer Spielerinnen und Spieler. Wer dort spielt, hat keinen Zugang zur Schweizer Spielsperre und keinen Schweizer Rechtsweg. Die Gespa kann solche Anbieter auf die Sperrliste setzen, die Schweizer Provider dann per DNS-Sperre blockieren; die Liste zählte Ende 2025 671 Domains. Werbung für in der Schweiz nicht bewilligtes Glücksspiel ist eine Widerhandlung im BGS und kann mit einer Busse bis zu CHF 500’000 geahndet werden. Spielerinnen und Spieler werden in der Schweiz nicht bestraft, aber Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden.

Spielerschutz: Limiten, Pausen, Spielsperre

Die Gespa schreibt den Veranstalterinnen vor, dass jede Spielerin und jeder Spieler eigene Verlustlimiten setzen muss, und sie schreibt Mindeststandards für die Spielpause und die Spielsperre. Konkret heisst das bei Swisslos Sporttip: Vor der ersten Teilnahme werden Verlustlimiten für einen, sieben und 30 Tage gesetzt. Die Obergrenze pro Person liegt bei CHF 9’999 (für unter 21-Jährige CHF 1’000). Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich kann freiwillig eine Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage gesetzt werden. Eine im Gesetz vorgesehene Erhöhung nach 24 Stunden wird von Swisslos also konservativer umgesetzt.

Wer sich selbst für eine bestimmte Zeit ausschliessen will, kann bei Swisslos den Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage sperren lassen; eine Aufhebung vor Fristablauf ist nicht möglich. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Das Register ist das gemeinsame Ausschlussregister der Schweiz; ohne Eintrag kann man sich bei jeder Veranstalterin neu registrieren.

Ein Fussball liegt auf einer Wiese neben einem Fahrrad, im Hintergrund ein Kanal im Morgenlicht
Die Eredivisie 2025/26 lief vom 8. August 2025 bis zum 17. Mai 2026 mit 306 Spielen; Meister wurde PSV Eindhoven mit 84 Punkten (27 Siege, 3 Unentschieden, 4 Niederlagen).

Mitzubünden gewusst: Eine schweizweit geltende Spielsperre ist ein scharfes Mittel. Sie lässt sich erst nach frühestens drei Monaten aufheben, und nur mit Beteiligung einer Fachstelle. Das ist kein Zufall. Wer einmal den Weg ins Register gefunden hat, soll nicht im Affekt wieder herauskommen. Wer nur eine kurze Pause braucht, findet bei Swisslos die produktbezogene Sperre bis 180 Tage, die mit Fristende automatisch endet.

Die Gespa hat 2025 an Verkaufsstellen getestet, wie strikt der Jugendschutz ist: Bei 200 Testkäufen wurde in 47,5 % der Fälle eine Sportwette an Minderjährige verkauft. Das ist kein guter Wert und gehört ehrlich auf den Tisch. Wer ein Konto bei Swisslos oder Loterie Romande online führt, ist verifiziert und damit aus dem Schneider; an der Verkaufsstelle sieht es anders aus. Eltern haften nicht für die Volljährigkeit ihres Kindes, aber sie sollten wissen, dass die Verkaufsstelle nicht zuverlässig prüft.

Die Eredivisie als Wettbewerb: Was gespielt wird und um was es geht

Die Eredivisie wurde 1956 gegründet und wird vom niederländischen Fussballverband KNVB organisiert. 18 Vereine spielen im Hin- und Rückspiel gegeneinander, das ergibt 34 Spieltage. Rekordspieler der Ligageschichte ist Jan Jongbloed mit 717 Einsätzen, Rekordtorschütze ist Willy van der Kuijlen mit 311 Toren.

Seit der Saison 2019/20 steigt der 17. der Eredivisie direkt ab, der 16. spielt in Hin- und Rückspiel-Play-offs gegen acht Vereine der Eerste Divisie um einen Platz. Die Plätze 5 bis 8 spielen seit 2008/09 in Hin- und Rückspiel-Play-offs um einen europäischen Startplatz; seit 2020/21 führt der Sieger in die UEFA Europa Conference League. Dazu kommen die beiden niederländischen Pokalwettbewerbe, in denen Feyenoord, Ajax und PSV traditionell eine Rolle spielen.

Die Eredivisie 2025/26 lief vom 8. August 2025 bis zum 17. Mai 2026 mit 306 Spielen. PSV Eindhoven wurde am 29. Spieltag Meister, so früh wie nie zuvor in der Ligageschichte, mit 84 Punkten aus 27 Siegen, 3 Unentschieden und 4 Niederlagen. Torschützenkönig wurde Ayase Ueda von Feyenoord Rotterdam mit 25 Toren. Aus der Liga stiegen Heracles Almelo (19 Punkte) und NAC Breda (29 Punkte) ab.

Für die Wetten heisst das: Bis Ende April steht der Meister fest, die Play-offs laufen, und der Abstieg ist entschieden. Wer auf die Eredivisie wettet, hat also vor allem in der Hinrunde und bis in den Frühling hinein Märkte auf einen Wettbewerb, der sportlich noch offen ist. Danach kippt die Wettlage in Play-offs und Relegation.

Reguläre Spielzeit, Livewetten und Cash-Out bei Sporttip

Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit einer Fussballwette die reguläre Spieldauer (etwa 90 Minuten beim Fussball) zuzüglich der Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm ausdrücklich darauf hinweist oder sie selbst Gegenstand der Wette sind. Wer auf «Sieg nach 90 Minuten» wettet, wettet also nicht auf das Penaltyschiessen, selbst wenn die reguläre Spielzeit unentschieden endet. Das ist die häufigste Quelle für Enttäuschungen an der Verkaufsstelle.

Bei Sporttip-Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1,00. In spielentscheidenden Situationen wie einem Elfmeter, einer Roten Karte oder einer Videoschiedsrichter-Entscheidung kann Swisslos Wetten mit Quote 1,00 werten. Das ist ein Schutzmechanismus, kein Bonus.

Cash-Out gibt es bei Sporttip für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur online und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag liegt unter dem möglichen Gewinn bei Nicht-Cash-Out und hängt vom Stand der Sportereignisse ab; Swisslos kann ihn jederzeit ändern. Wer Cash-Out als «Gewinngarantie» versteht, hat das Kleingedruckte nicht gelesen. Es ist ein Mechanismus, der das Verlieren des Einsatzes verhindert oder einen Teil des Gewinns vorzeitig sichert, nicht mehr.

Quoten, Marge und was ein Einsatz wirklich kostet

Bei Sporttip ergibt sich der Gewinnbetrag einer Wette aus dem Einsatz mal der Quote (bei Kombiwetten mal der Gesamtquote, also dem Produkt der Einzelquoten). Der Betrag wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Bei einer Einzelwette von CHF 10 auf Quote 2.10 sind das CHF 21,00 abzüglich Einsatz, also ein Nettogewinn von CHF 11,00. Die Auszahlung erfolgt auf das eigene Spielerkonto und von dort auf eine Zahlungsverbindung im eigenen Namen; eine Auszahlung in Kryptowährungen oder an Drittkonten ist nicht möglich.

Was viele nicht wissen: In jeder Quote steckt eine Marge. Sie ist der Anteil, den die Veranstalterin von jedem Franken Einsatz einbehält, unabhängig vom Ausgang. Rechnerisch ergibt sich die Auszahlungsquote eines Marktes aus 1 ÷ (1/Quote₁ + 1/Quote₂ + … + 1/Quoteₙ) über alle möglichen Ausgänge; die Marge ist 100 % minus diese Auszahlungsquote. Für ein typisches 1X2-Beispiel mit den Quoten 2.10 / 3.40 / 3.60:

Eine Marge von rund 4,6 % heisst: Von jedem CHF 100, die auf diesen Markt gesetzt werden, zahlt die Veranstalterin im langfristigen Mittel CHF 95,40 als Gewinn aus, CHF 4,60 behält sie. Das ist der Preis, den man für die Wette zahlt, bevor man sie überhaupt platziert. Bei kleineren Ligen und exotischeren Märkten liegt die Marge oft höher, bei 7 bis 10 % oder mehr; bei Top-Ligen mit hohem Wettvolumen liegt sie eher bei 3 bis 5 %. Eine Marge unter 3 % ist eng, eine über 7 % für ein 1X2 auf eine Profiliga ist hoch.

Der Unterschied zwischen den Anbietern liegt nicht in den Endquoten allein, sondern in der Spanne der Quoten über die möglichen Ausgänge. Eine Veranstalterin kann für den Favoriten eine höhere Quote anbieten als die andere und das durch eine niedrigere Quote für den Aussenseiter ausgleichen, bei vergleichbarer Gesamt-Marge. Wer viele Wetten auf Favoriten setzt, achtet auf die Quote für die Heimsiege; wer auf Aussenseiter geht, achtet auf das andere Ende der Tabelle. Die Marge ist das, was jede Wette kostet.

Quotenboosts und Kombiboost: Was sie taugen und was sie kosten

Sporttip bietet zwei verschiedene Boosts an: Quotenboosts und Profitboosts. Beide gelten nur online. Quotenboosts wirken auf Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Person nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert. Bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Heisst: Wer den Boost aktiviert und dann vorzeitig aussteigt, verliert ihn.

Der Sporttip-Kombiboost gilt nur online für Prematch, Live und Systemwetten und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Mindestquote von 1,50. Der Bonus auf den Nettogewinn staffelt sich: 5 % bei vier Voraussagen, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn, 100 % bei fünfzehn Voraussagen, Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Wer 15 Voraussagen mit Quote 1,50 kombiniert, hat eine Gesamtquote von 1,50¹⁵ = 437,8. Der Nettogewinn verdoppelt sich, aber die Trefferquote sinkt drastisch. Bei 15 Voraussagen liegt die Wahrscheinlichkeit, dass alle eintreffen, im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Der Boost ist Marketing, kein Geschenk.

Wer ein Boost-Angebot annimmt, sollte vorher rechnen. Bei einer Gesamtquote von 437,8 und einem Einsatz von CHF 5 entspricht das einem möglichen Bruttogewinn von CHF 2’189; mit 100 %-Boost also CHF 4’378. Im Mittel über viele Versuche wird das nicht erreicht. Der Boost ist ein Anreiz, mehr Tipps auf einen Schein zu packen, was die Marge, die in jedem Tipp steckt, vervielfacht. Die Veranstalterin gewinnt im Mittel mehr daran als die Spielerin.

Top 10 Anbieter im Vergleich: Wer in der Schweiz was anbietet

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalter / ausgewiesene Lizenz
Swisslos Sporttip Veranstalter- und Spielbewilligung unter dem BGS, Aufsicht Gespa SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel
Loterie Romande Jouez Sport Veranstalter- und Spielbewilligung unter dem BGS, Aufsicht Gespa Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande), Sitz Lausanne
Betovo ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt, keine Wirkung in der Schweiz
Unibet ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt, keine Wirkung in der Schweiz
BetAlright ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt, keine Wirkung in der Schweiz
Rabona ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt, keine Wirkung in der Schweiz
WirWetten ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt, keine Wirkung in der Schweiz
Wettigo ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt, keine Wirkung in der Schweiz
AmunRa ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt, keine Wirkung in der Schweiz
20Bet ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt, keine Wirkung in der Schweiz

Die Tabelle zeigt, was den Markt in der Schweiz definiert: zwei bewilligte Veranstalterinnen, dahinter eine Reihe ausländischer Marken ohne Schweizer Zulassung. Die Namen in der zweiten Gruppe kennt, wer im Netz nach «Eredivisie Wetten» sucht; sie tauchen dort auf, obwohl sie in der Schweiz nicht beworben werden dürfen.

Swisslos Sporttip

Swisslos ist eine der beiden bewilligten Veranstalterinnen und betreibt die Sportwette Sporttip. Deren Spielregeln gelten seit der hier geprüften Version 4.2. Sporttip ist nur online für Personen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt im Vertragsgebiet der Veranstalterin zugänglich, also für die Deutschschweizer Kantone, den Kanton Tessin und Liechtenstein.

Die wichtigsten Eckwerte: Mindesteinsatz CHF 1 pro Einzel- oder Kombiwette, Höchsteinsatz CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombiwette, CHF 10’000 pro Systemwette. Swisslos kann diese Limiten jederzeit und ohne Angabe von Gründen anpassen; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Quotenboosts, Profitboosts und der Kombiboost sind an Bedingungen geknüpft und pro Person nur einmal nutzbar.

Verfügbar sind Livewetten, Cash-Out als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung, und ein Bet Builder für voneinander abhängige Ereignisse derselben Sportveranstaltung. Der Reingewinn von Swisslos für 2025 belief sich laut Geschäftsbericht auf CHF 562 Mio., davon CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz. Aus den Sportwetten stammten CHF 109 Mio. (2024: CHF 122 Mio.).

Für die Eredivisie ist Sporttip die naheliegende Wahl: bewilligt, mit Gespa-Aufsicht, an die Schweizer Limiten und das Ausschlussregister angeschlossen, mit Auszahlung auf das eigene Konto und ohne Kryptowährungen oder anonyme Zahlungswege. Wer die Voraussetzungen erfüllt, bekommt hier den vollumfänglichen Schutz des Schweizer Rechts.

Loterie Romande Jouez Sport

Die Loterie Romande ist die zweite bewilligte Veranstalterin, mit Sitz in Lausanne und Adresse Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne. Das Vertragsgebiet umfasst die sechs Westschweizer Kantone FR, GE, JU, NE, VD, VS. Im Verkaufsstellennetz zählt sie 2’350 Stellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende.

Jouez Sport folgt demselben Rahmen wie Sporttip: Veranstalter- und Spielbewilligung unter dem BGS, Aufsicht durch die Gespa, Limiten und Sperre nach Schweizer Recht, Auszahlung auf ein Konto im eigenen Namen. Wer im Vertragsgebiet wohnt, kann sich online registrieren; wer ausserhalb wohnt, kann in einer Verkaufsstelle spielen, sofern verfügbar.

Wer im Vertragsgebiet der Loterie Romande wohnt, hat hier die regulär zulässige Adresse. Wer im Vertragsgebiet von Swisslos wohnt, kann sich hier nicht online registrieren; die Online-Teilnahme ist an den Wohnsitz gekoppelt. Das ist kein Marketing-Hick, sondern die Folge der interkantonalen Vereinbarung, die genau diese Aufteilung vorsieht.

Betovo

Betovo ist eine ausländische Marke, die im Netz mit Sportwetten wirbt. Sie besitzt keine Schweizer Bewilligung; eine Lizenz ist nicht festgestellt. In der Schweiz hat sie keine Wirkung, ist nicht an das Schweizer Ausschlussregister angeschlossen, und es gibt keinen Schweizer Rechtsweg. Die Marke kann auf der Gespa-Sperrliste landen.

Wer bei Betovo spielt, nimmt an einer Wette teil, die in der Schweiz nicht zugelassen ist. Die Veranstalterin unterliegt keiner Schweizer Aufsicht, und die Schweizer Spielsperre greift dort nicht. Im Konfliktfall ist die Durchsetzung von Ansprüchen im Ausland zu suchen. Für Schweizer Spielerinnen und Spieler ist das ein anderes Risiko als bei einem bewilligten Anbieter.

Unibet

Unibet ist eine bekannte europäische Marke. In der Schweiz hat sie keine Bewilligung; eine Lizenz ist nicht festgestellt, was in der Schweiz keine Wirkung entfaltet. Unibet ist nicht an das Schweizer Ausschlussregister angeschlossen; Schweizer Spielerinnen und Spieler können sich dort nicht über die Schweizer Spielsperre ausschliessen.

Wer bei Unibet spielt, sitzt ohne Schweizer Aufsicht. Es gilt das Recht des Sitzes der Veranstalterin. Für die Frage, ob eine Wette auf die Eredivisie in der Schweiz erlaubt ist, ist die Antwort klar: Unibet ist in der Schweiz nicht zugelassen. Wer dort spielt, spielt auf eigenes Risiko, was den Schweizer Rahmen betrifft.

BetAlright

BetAlright ist eine weitere ausländische Marke, die im Netz mit Sportwetten wirbt. Keine Schweizer Bewilligung, keine festgestellte Lizenz. Die Marke kann auf der Gespa-Sperrliste landen; ist sie einmal dort, ist der Zugang aus der Schweiz per DNS-Sperre blockiert. Das gilt heute oder morgen oder nächste Woche; die Liste wird laufend aktualisiert.

Wer bei einer solchen Marke spielt, hat heute Zugang, aber keine Sicherheit, dass das so bleibt. Schweizer Spielerinnen und Spieler riskieren, dass die Seite plötzlich nicht mehr erreichbar ist, und dann ist die Frage nach Auszahlung und Datenschutz eine Frage an einen Anbieter im Ausland.

Rabona

Rabona ist eine ausländische Marke ohne Schweizer Bewilligung. Lizenz nicht festgestellt. Die Gespa kann die Domain auf die Sperrliste setzen; Schweizer Provider sperren sie. Wer bei Rabona spielt, tut das ausserhalb des Schweizer Rechtsrahmens.

Der Schweizer Schutzmechanismus greift bei Rabona nicht: keine Schweizer Spielsperre, keine Schweizer Aufsicht, keine Schweizer Auszahlungsgarantie. Wer dort spielt, sollte sich bewusst sein, dass die Veranstalterin in einem anderen Rechtsraum sitzt und die Schweizer Behörden nicht eingreifen können.

WirWetten

WirWetten wirbt im deutschsprachigen Raum mit Sportwetten. In der Schweiz hat die Marke keine Bewilligung, eine Lizenz ist nicht festgestellt. Damit gilt das, was für die vorigen Marken gilt: keine Schweizer Aufsicht, kein Anschluss an die Spielsperre, keine Sicherheit der Auszahlung im Schweizer Rechtsweg. Die Marke kann auf die Gespa-Sperrliste gesetzt werden.

Wer bei WirWetten spielt, sollte sich fragen, warum die Marke in der Schweiz bewirbt, obwohl sie dort nicht bewilligt ist. Die Antwort liegt im Werbeverbot: Es ist verboten, in der Schweiz für nicht bewilligtes Glücksspiel zu werben; die Busse dafür kann bis zu CHF 500’000 betragen. Dass die Werbung trotzdem stattfindet, zeigt, dass die Marke auf den Schweizer Markt vertraut.

Wettigo

Wettigo ist eine ausländische Marke ohne Schweizer Bewilligung. Lizenz nicht festgestellt. Auch hier gilt: keine Schweizer Aufsicht, kein Anschluss an die Schweizer Spielsperre, keine Schweizer Garantie. Die Gespa kann die Domain auf die Sperrliste setzen.

Wer bei Wettigo spielt, sitzt ausserhalb des Schweizer Rahmens. Eine Wette auf die Eredivisie ist dort nicht verboten, weil das Verbot die Veranstalterin trifft, nicht die Spielerin. Aber die Wette entfaltet in der Schweiz keine Wirkung.

AmunRa

AmunRa ist eine ausländische Marke, die im Netz mit Sportwetten und Casino wirbt. In der Schweiz hat sie keine Bewilligung; eine Lizenz ist nicht festgestellt. Der Zugang kann per DNS-Sperre blockiert werden. Schweizer Spielerinnen und Spieler sind dort nicht geschützt.

Wer bei AmunRa spielt, sollte wissen, dass die Schweizer Spielsperre dort nicht greift. Wer sich selbst sperren lassen will, muss das im Register der Gespa tun, und das hat nur Wirkung gegenüber bewilligten Veranstalterinnen.

20Bet

20Bet ist eine weitere ausländische Marke ohne Schweizer Bewilligung. Lizenz nicht festgestellt. Auch hier: keine Schweizer Aufsicht, keine Schweizer Spielsperre, keine Schweizer Auszahlungsgarantie. Die Marke kann auf die Sperrliste gesetzt werden.

Für Schweizer Spielerinnen und Spieler ist 20Bet wie die anderen Marken in dieser Kategorie: nicht zugelassen, nicht geschützt. Wer dort spielt, tut das ausserhalb des Schweizer Rechts.

Steuern und Auszahlung: Was vom Gewinn übrig bleibt

Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind einkommenssteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn; darüber werden sie besteuert. Die Bundes-Schwelle liegt seit dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000 (2025: CHF 1’070’400). Über dieser Schwelle behält die Veranstalterin 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgeholt werden kann. Die kantonale Schwelle weicht davon ab; es gilt «je nach Kanton».

Eine typische Wette auf die Eredivisie liegt deutlich unter dieser Schwelle. Wer CHF 50 auf Quote 4,00 setzt und gewinnt, hat CHF 200 Gewinn gemacht, keine Verrechnungssteuer, keine Einkommenssteuer. Wer regelmässig hohe Einzelgewinne einfährt, kommt irgendwann in die Nähe der Schwelle und sollte die kantonale Steuerpraxis prüfen.

Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen keiner Verrechnungssteuer, weil die Schweizer Veranstalterin fehlt, die sie einbehalten würde. Die kantonale Steuerpraxis behandelt diese Gewinne unterschiedlich. Thurgau etwa besteuert Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig vom Betrag als Einkommen; andere Kantone sind lockerer. Die Auszahlung erfolgt bei einem bewilligten Anbieter auf das eigene Spielerkonto und von dort auf ein Zahlungskonto im eigenen Namen. Anonyme Auszahlungen oder Auszahlungen in Kryptowährungen gibt es in der Schweiz nicht.

Häufige Fragen zur Eredivisie und zu Wetten in der Schweiz

Darf ich in der Schweiz auf die Eredivisie wetten, und bei welchen Veranstaltern?

Ja, aber nur bei den beiden bewilligten Veranstalterinnen: Swisslos Sporttip (Deutschschweizer Kantone, Tessin, Liechtenstein) und Loterie Romande Jouez Sport (Westschweizer Kantone). Wer im Vertragsgebiet einer Veranstalterin wohnt, kann sich dort online anmelden. Ausländische Marken sind in der Schweiz nicht zugelassen.

Steht die Eredivisie auf der Gespa-Liste der zugelassenen Wettbewerbe?

Die Eredivisie ist im Verzeichnis der zugelassenen Wettbewerbe enthalten, sonst wäre eine Wette darauf in der Schweiz nicht zulässig. Was nicht im Verzeichnis steht, darf nicht angeboten werden; Eckstoss- und Kartenmärkte etwa fehlen dort.

Wie wird der Gewinn aus Einsatz und Quote berechnet?

Gewinn = Einsatz × Quote. Bei einer Kombiwette ist die Gesamtquote das Produkt der Einzelquoten. Der Betrag wird auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Beispiel: Einsatz CHF 10 auf Quote 2,10 ergibt CHF 21,00 Bruttogewinn, CHF 11,00 Nettogewinn.

Welche Marge steckt in Eredivisie-Quoten, und warum unterscheiden sich Anbieter?

In jeder Quote steckt eine Marge, also der Anteil, den die Veranstalterin einbehält. Für ein 1X2 mit Quoten 2,10 / 3,40 / 3,60 ergibt sich rechnerisch eine Auszahlungsquote von rund 95,4 % und eine Marge von rund 4,6 %. Unterschiede zwischen Anbietern liegen in der Spanne der Quoten über die Ausgänge, nicht unbedingt in der Gesamt-Marge.

Was zählt bei Sporttip als reguläre Spielzeit einer Fussballwette?

Die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit, beim Fussball also rund 90 Minuten. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Eine Wette auf «Sieg nach 90 Minuten» deckt das Penaltyschiessen nicht ab.

Welche Verlustlimiten und Sperren gelten in der Schweiz?

Vor der ersten Teilnahme werden Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt (Obergrenze CHF 9’999, unter 21 Jahren CHF 1’000). Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Eine produktbezogene Sperre von 1 bis 180 Tagen ist möglich; eine unbefristete Spielsperre wird ins schweizweite Register eingetragen und gilt auch für Casinos.

Inhalt erstellt vom Team «gratiswetteinfo»