EuroLeague Wetten in der Schweiz – wer in der 2026/27-Saison legal anbieten darf
Ladevorgang...
Basketball auf europäischem Top-Niveau zieht in jeder Saison Wetten an. In der Schweiz ist die Auswahl allerdings nicht das, was ein internationaler Vergleich suggeriert. Wer hier legal auf die EuroLeague wetten will, landet zwingend bei einem von zwei Veranstaltern – alle anderen Marken, die im Marketing mitspielen, besitzen keine Schweizer Bewilligung. Was das in der Praxis bedeutet – für die Wettmärkte, für die Limits und für das, was am Ende tatsächlich auf dem Wettschein steht – soll der folgende Überblick klären.
Aktualisiert am Oktober 19, 2026; geprüft gegen die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten und Wetttypen (Stand 10.09.2026) sowie gegen die Spielregeln und Teilnahmebedingungen von Swisslos Sporttip (Version 4.2).
Grundlagen: Wettbewerb und Saisonformat
Die EuroLeague wurde im Jahr 2000 unter dem Dach der ULEB von einer Reihe grosser Klubs gegründet, darunter Real Madrid, der FC Barcelona und Olympiakos Piräus; die erste Saison 2000/01 wurde mit 24 Mannschaften ausgetragen. Heute ist die Liga ein Gemeinschaftsunternehmen von Euroleague Basketball und der International Management Group (IMG), die zur Endeavor Group gehört. Der Begriff «EuroLeague» bezeichnet seither den höchsten europäischen Klubwettbewerb im Basketball – eine Stellung, die ihn für Sportwetten automatisch auf jede grössere Plattform bringt.
Ab der Saison 2025/26 wurde das Teilnehmerfeld von 18 auf 20 Mannschaften erweitert. Die Hauptrunde umfasst damit 38 Spieltage im Hin- und Rückspiel – jeder Verein bestreitet zwei Duelle gegen jeden anderen. Daraus ergibt sich ein dicht gestrickter Wettkalender über mehrere Monate, mit doppelten Spieltagen unter der Woche und damit verbundenen Livewetten-Fenstern.
Die Saison 2025/26 lief vom 30. September 2025 bis zum 24. Mai 2026, das Final Four wurde im Telekom Center Athens ausgetragen. Als erster Hauptrunden-Erster überhaupt holte Olympiakos Piräus den Titel, Evan Fournier wurde zum wertvollsten Spieler des Final Four gewählt. Ein Datum ragt aus dieser Saison hervor: Am 18. Dezember 2025 erzielte Théo Maledon von Real Madrid beim 95:90 gegen Paris Basketball den millionsten Punkt der EuroLeague-Geschichte – eine Zahl, die den Umfang des Wettbewerbs greifbar macht, wenn man die Wettmärkte einordnet.
Modus, Playoffs und das, was die Wettmärkte antreibt
In der EuroLeague 2025/26 qualifizieren sich die ersten sechs Teams der Hauptrunde direkt für die Playoffs. Die Plätze 7 bis 10 spielen in Play-ins um die letzten beiden Playoff-Plätze; die Playoff-Serien selbst werden im Modus «Best of five» ausgetragen. Für Wettmärkte bedeutet das eine Staffelung: Wer auf einen Hauptrundensieger setzt, hat bis zur letzten Runde ein offenes Bild; wer erst in den Playoffs einsteigt, handelt mit einer anderen Zahlengrundlage – Formkurven, Verletzungen, Heimvorteil in Serien – und entsprechend anderen Quoten.
Eine Wette auf den Titel ist bei Sporttip eine Langzeitwette. Sie kann vor Beginn der Saison platziert und während der Hauptrunde gehalten werden. Im Konkordia-Vertragsgebiet der Swisslos ist eine solche Wette grundsätzlich zulässig, sofern der Wettbewerb Teil der Gespa-Liste ist. Was erlaubt ist und was nicht, regelt jedoch nicht der Veranstalter allein, sondern das Geldspielgesetz in seinem Rahmen.
Rechtslage in der Schweiz: Grossspiel, zwei Veranstalter, geschlossene Sportliste
Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel im Sinne des Bundesgesetzes über Geldspiele (BGS, SR 935.51, in Kraft seit dem 1. Januar 2019). Die Aufsicht liegt bei der Gespa – der Interkantonalen Geldspielaufsicht in Bern – und nicht bei der ESBK, die nur Spielbanken beaufsichtigt. Eine Bewilligung braucht zwei Bausteine: eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung pro Spiel, geregelt in den Artikeln 21 bis 25 BGS. Sie gilt nach Artikel 4 BGS «nur in der Schweiz» – eine ausländische Lizenz, gleich aus welchem Land, hat hier keine Wirkung.

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Es sind dies Swisslos – mit Sitz in Basel, getragen von der Genossenschaft SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie – und die Loterie Romande mit Sitz in Lausanne. Beide führen ihre Sportwetten unter einem Produktnamen: Swisslos unter «Sporttip», die Loterie Romande unter «Jouez Sport». Eine dritte Schweizer Marke mit einer Sportwettenbewilligung existiert nicht, und die Gespa publiziert keine Liste weiterer lizenzierter Buchmacher – weil es schlicht keine gibt. Was die Gespa publiziert, ist eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekomanbieter per DNS blockieren.
Vertragsgebiet, Wohnsitz und die Frage, wer überhaupt ein Konto eröffnen kann
Die beiden Veranstalter decken unterschiedliche Kantone ab, und ein Online-Konto lässt sich nur für Personen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt im jeweiligen Vertragsgebiet eröffnen. Swisslos Sporttip ist zuständig für die Deutschschweizer Kantone AG, AR, AI, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, für den Kanton Tessin sowie für das Fürstentum Liechtenstein; zusammen bilden sie das Swisslos-Vertragsgebiet. Die Loterie Romande führt Jouez Sport in den sechs Westschweizer Kantonen Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Wer im falschen Kanton wohnt, kann beim jeweils anderen Veranstalter kein Konto eröffnen – die Wohnsitzprüfung ist Teil der Identitätsfeststellung.
Zur Online-Registrierung braucht es mindestens 18 Jahre, Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet, keine bestehende Spielsperre und pro Person genau ein Konto. Die Identität wird über einen hochgeladenen Ausweis verifiziert; die Daten werden aus dem Dokument ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft.
Die geschlossene Liste: was überhaupt gewettet werden darf
Was gewettet werden darf, regelt eine geschlossene Liste der Gespa – die «Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen». Wetten auf Wetter, Politik oder TV-Shows sind in der Schweiz unzulässig; nur Sportereignisse dürfen angeboten werden, und auch das nur, soweit die Gespa sie führt. Qualifikationsrunden sind nur dann erlaubt, wenn sie auf der Liste stehen; Frauenwettbewerbe ebenfalls nur, wenn sie aufgeführt sind. Rangwetten sind nur zulässig, wenn die betreffende Rangierung über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb entscheidet oder das Podium betrifft – nie auf Trainingsläufe. Die Liste enthält keine Eckball- oder Kartenmärkte und keine eigene Sparte für E-Sports. Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind ausgeschlossen (Art. 25 Abs. 2 BGS).
Was die EuroLeague angeht, ist sie als Basketballwettbewerb auf höchstem europäischen Niveau Teil dieser Liste. Damit ist sie als Wettobjekt zugänglich; einzelne Wetttypen auf sie können es sein oder auch nicht – das hängt von der konkreten Listung ab.
Livewetten und Cash-Out
Livewetten sind im Grundsatz erlaubt, vor Spielbeginn und live – soweit der Veranstalter eine entsprechende Zulassung hat. Das BGS kennt keine statutarische Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte. Cash-Out ist im Gesetz nicht geregelt; es ist eine Funktion des Veranstalters und muss in dessen Spielregeln beschrieben sein. Bei Sporttip ist Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten verfügbar, vor Spielbeginn und live, aber nur online und nur als vollständiges Cash-Out – ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und es besteht keine Garantie, dass es für jeden Markt angeboten wird. Der Cash-Out-Betrag liegt nach den Spielregeln unter dem möglichen Gewinn bei regulärem Wettausgang; Swisslos kann ihn jederzeit anpassen und muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten.
Werbung, Boni und was erlaubt ist
Werbung für Geldspiele darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich weder an Minderjährige noch an gesperrte Personen richten (Art. 74 BGS). Werbung für in der Schweiz nicht bewilligtes Glücksspiel ist verboten und wird mit einer Busse bis zu CHF 500’000 geahndet (Art. 131 BGS). Gratiswetten und Gratisspielguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa; die Genehmigungspraxis ist selektiv – 2025 wurden 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos erteilt. Eine zeitliche Werbesperre im Tagesverlauf gibt es nicht. Wer eine konkrete Promo nutzen will, liest im Wettprogramm nach – Gutscheincodes werden hier nicht abgedruckt.
Ausländische Anbieter: warum die Lizenz in der Schweiz nicht zählt
Eine ausländische Lizenz – aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land – hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Das Veranstalten von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist eine Straftat: bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Handeln bis zu fünf Jahre (Art. 130 BGS). Der Spielende wird nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden; ein Schutz oder eine Fair-Play-Kontrolle durch Schweizer Stellen existiert nicht. Domains ausländischer Anbieter können auf die Gespa-Sperrliste gesetzt werden und werden über Schweizer Provider per DNS blockiert. Die Sperrliste enthält mehrere Hundert Einträge – Ende 2025 waren es 671 Domains; blockierte Marken tauchen mit neuen Domains wieder auf.
Spielerschutz: Verlustlimiten, Spielsperre und was vor der ersten Wette gesetzt werden muss
Wer in der Schweiz Sportwetten platziert, setzt vor der ersten Teilnahme selbst Verlustlimiten. Das verlangt nicht der Anbieter freiwillig, sondern die Verordnung (Art. 87 VGS); die Swisslos hat das in ihren Limiten konkretisiert. Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999; für Spielende unter 21 Jahren gilt eine separate Oberlimite von CHF 1’000. Eine Senkung der Limite greift sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage setzen.

Die 72-Stunden-Frist ist eine strengere Auslegung als das Gesetz selbst, das nur 24 Stunden verlangt; wer die Limite anheben will, muss den Aufschub einkalkulieren. Für einen Spielenden, der nach einer Pechsträhne das Limit erhöhen will, ist genau diese Frist der Mechanismus, der impulsive Erhöhungen ausbremst.
Spielsperre: vom befristeten Ausschluss bis zum schweizweiten Register
Wer sich selbst vom Spielen ausschliessen will, kann den Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage sperren lassen, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie für das Fürstentum Liechtenstein. Eine selbst gewählte Sperre kann nach Ablauf von drei Monaten aufgehoben werden, wobei eine Fachstelle eingebunden ist. Ein selbst gewählter Break bis zu sechs Monaten muss vom Veranstalter angeboten werden (Art. 89 VGS). Wer gesperrt ist oder das 18. Altersjahr noch nicht erreicht hat, hat keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne (Art. 45 BGS).
Die Gespa hat 2025 an Verkaufsstellen 200 Testkäufe durchgeführt, in 47,5 % der Fälle wurde eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Wer auf den Schutz am Verkaufsstellenkanal baut, sollte diese Zahl im Kopf behalten; sie gehört zur ehrlichen Einordnung.
Mindesteinsatz, Höchsteinsatz und der Raum, in dem Sporttip-Wetten stattfinden
Bei Sporttip liegt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten bei CHF 1; der Höchsteinsatz liegt bei CHF 1’000 für eine Einzel- oder Kombinationswette und bei CHF 10’000 für eine Systemwette. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen anpassen; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Personen unter 18 Jahren sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten.
Quoten, Marge und das, was die EuroLeague auf dem Wettschein tatsächlich kostet
Eine Quote ist kein neutraler Wahrscheinlichkeitswert. Sie spiegelt die Einschätzung des Veranstalters – und sie enthält einen Aufschlag, den der Veranstalter einbehält. Diese Marge ist der Preis, den jede Wette unabhängig vom Ausgang bezahlt. Bei einem ausgeglichenen Zweierweg-Markt mit Quote 1.90 auf jeder Seite liegt die Auszahlungsquote bei 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) = 1 ÷ (0,5263 + 0,5263) = 1 ÷ 1,0526, also rund 95,00 %. Die Marge dieses Marktes liegt damit bei rund 5,00 %. Bei einem Dreiwege-Markt mit ausgeglichenen Quoten 3,00 / 3,00 / 3,00 ergibt sich eine Auszahlungsquote von 1 ÷ (1/3,00 + 1/3,00 + 1/3,00) = 1,0000, also 100 %, und eine Marge von 0 % – das ist die theoretische Untergrenze, in der Praxis liegen Dreiwege-Märkte deutlich darüber. Bei einem 1X2-Markt auf einen EuroLeague-Sieg mit typischen Quoten von 1,40 / 3,20 gegen den Aussenseiter hierüber und 8,00 ergibt sich eine Auszahlungsquote von rund 88,9 %, die Marge also etwa 11,1 %.
Das Beispiel zeigt den Kern. Quadratur der Quoten: bei einem Markt mit zwei gleichwahrscheinlichen Ausgängen kostet ein perfekt ausgeglichenes Quotenpaar von 1.90 / 1.90 den Spielenden rund 5,00 % jeden Einsatzes – egal, wer gewinnt. Bei einem Dreiwege-Markt ist die Marge höher, weil die Quoten über drei Ausgänge gestreut sind und jedes Quoten-Trio einen grösseren Aufschlag trägt. Die Marge ist der Grund, warum auf Dauer kein System gewinnt, das Einsätze allein auf Quotenverteilungen stützt.
Für die EuroLeague bedeutet das: Märkte mit klar favorisierten Teams – etwa ein Hauptrunden-Heimspiel von Real Madrid gegen einen Aussenseiter – sind eng quotiert, und die Marge auf der Favoritenseite fällt höher aus. Märkte mit ausgeglichenen Begegnungen – etwa ein Topspiel zweier Playoff-Anwärter – tragen die Marge gleichmässiger auf beide Seiten. Wer mehrere Märkte in einer Kombiwette kombiniert, multipliziert die Quoten, aber auch die Margen – eine Kombination aus vier 1.90/1.90-Märkten trägt 1,90⁴ = 13,0321 als Bruttoquote, die Auszahlungsquote sinkt auf 95,00 %⁴ ≈ 81,45 %, die kumulierte Marge liegt bei rund 18,55 %.
Wie der Gewinn aus Einsatz und Quote entsteht
Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote. Bei einer Einzelwette ist die Quote die angezeigte Quote; bei einer Kombination ist die Gesamtquote das Produkt der Einzelquoten. Das Ergebnis wird zunächst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Eine Wette über die reguläre Spielzeit hinaus – Verlängerung oder Penaltyschiessen – zählt nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette ist. Bei Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis tatsächlich live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1,00; in spielentscheidenden Situationen – etwa nach einem Elfmeter, einer Roten Karte oder einer VAR-Entscheidung – kann Swisslos Wetten mit Quote 1,00 ansetzen.
Kombiboost, Quotenboost und Profitboost – was die Erhöhung tatsächlich bringt
Der Sporttip-Kombiboost gilt nur online, für Prematch, Live und Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1,50. Der Bonus auf den Nettogewinn staffelt sich: 5 % bei vier Voraussagen, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn Voraussagen. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz; beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert; bei einem Cash-Out verfällt der Boost.
Ein Boost von 5 % auf den Nettogewinn bei vier Voraussagen hebt den Erlös von 100 Franken Auszahlung auf 105 Franken. Das ist weniger, als es im Marketing klingt. Wer die Marge der kombinierten Märkte – im Beispiel der Kombinationswette rund 18,55 % – gegenrechnet, sieht: Der Boost kompensiert die Marge nicht, er reduziert sie teilweise. Die Frage ist nicht «lohnt sich der Boost?», sondern «in welcher Quote kombiniere ich, damit die Marge-Auswirkung nicht den Boost auffrisst?».
Abgesagte Ereignisse und was mit dem Einsatz passiert
Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt – oder im Turnier nicht innerhalb des Turnierrahmens – ist die Wette ungültig. Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationen erhält die betroffene Voraussage die Quote 1,00. Voneinander abhängige Ereignisse derselben Sportveranstaltung werden bei Sporttip nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert; nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten.
Besteuerung: was am Ende vom Gewinn übrig bleibt
Gewinne aus Schweizer bewilligten Grossspielen – die ESTV nennt Sportwetten ausdrücklich – sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommensteuerfrei. Die bundesrechtliche Schwelle liegt ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000 (im Jahr 2025 waren es CHF 1’070’400). Die kantonale Schwelle weicht ab, daher gilt: je nach Kanton. Über dem Freibetrag zieht der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ab; sie lässt sich über die Steuererklärung zurückholen. Für die allermeisten Spielenden ist das irrelevant, weil ein typischer EuroLeague-Gewinn deutlich unter dem Freibetrag bleibt – kein Einkommen, keine Verrechnungssteuer. Eine Schweizer Wettsteuer auf den Einsatz existiert nicht.
Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen keiner Verrechnungssteuer. Die kantonale Praxis ist uneinheitlich: Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als voll steuerbares Einkommen. Wer aus einem ausländischen Anbieter Gewinne bezieht, fragt beim Steuerberater oder bei der kantonalen Steuerverwaltung nach.
Vergleich: wer in der Schweiz legal anbietet – und wer nicht
Der folgende Vergleich der Anbieter ordnet die Anbieter ein, die einem Schweizer Spielenden in der Praxis begegnen. Sie unterscheidet zwischen den zwei bewilligten Veranstaltern und den ausländischen Marken, die im internationalen Vergleich mitspielen, aber keine Schweizer Bewilligung haben. Eine Lizenz aus einem anderen Land hat in der Schweiz keine Wirkung; ein Block auf der Gespa-Sperrliste ist möglich.
| Anbieter | Schweizer Bewilligung | Veranstalter / berichtete Lizenz |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | ja (Veranstalter- und Spielbewilligung BGS, Aufsicht Gespa) | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel; Sporttip-Produkt; Vertragsgebiet Deutschschweiz, Tessin, Liechtenstein |
| Loterie Romande Jouez Sport | ja (Veranstalter- und Spielbewilligung BGS, Aufsicht Gespa) | Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande), Sitz Lausanne; Jouez-Sport-Produkt; Westschweizer Kantone FR, GE, JU, NE, VD, VS |
| PowBet | nein – keine Schweizer Bewilligung | im Rahmen der Lizenzenliste nicht festgestellt; keine Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS); Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen |
| Cloudbet | nein – keine Schweizer Bewilligung | im Rahmen der Lizenzenliste nicht festgestellt; keine Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS); Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen |
| MrXbet | nein – keine Schweizer Bewilligung | im Rahmen der Lizenzenliste nicht festgestellt; keine Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS); Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen |
| Rabona | nein – keine Schweizer Bewilligung | im Rahmen der Lizenzenliste nicht festgestellt; keine Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS); Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen |
| Betovo | nein – keine Schweizer Bewilligung | im Rahmen der Lizenzenliste nicht festgestellt; keine Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS); Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen |
| DirectionBet | nein – keine Schweizer Bewilligung | im Rahmen der Lizenzenliste nicht festgestellt; keine Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS); Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen |
| 1Bet | nein – keine Schweizer Bewilligung | im Rahmen der Lizenzenliste nicht festgestellt; keine Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS); Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen |
| N1 Bet | nein – keine Schweizer Bewilligung | im Rahmen der Lizenzenliste nicht festgestellt; keine Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS); Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen |
Die Tabelle ordnet die Lage nach dem, was die Schweizer Aufsicht und das Gesetz vorsehen. Was sie nicht zeigt: die konkreten Märkte, Limits und Boni der einzelnen ausländischen Anbieter – die sind Sache ihrer eigenen AGB und für Schweizer Spielende rechtlich irrelevant, weil die Bewilligung im eigenen Land fehlt.
Swisslos Sporttip – der eine Veranstalter für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein
Swisslos sitzt in Basel, ist als Genossenschaft organisiert und führt das Sportwettengeschäft unter dem Namen Sporttip. Wer in einem der 19 Deutschschweizer Kantone, im Tessin oder in Liechtenstein wohnt und volljährig ist, kann ein Online-Konto eröffnen. Sporttip deckt mit seinem Wettprogramm Sportereignisse aus der Gespa-Liste ab, darunter die EuroLeague als zugelassenen Basketballwettbewerb. Die Limits sind in den Spielregeln klar beziffert: CHF 1 bis CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombinationswette, bis CHF 10’000 pro Systemwette. Vor der ersten Teilnahme stehen die Verlustlimiten auf 1, 7 und 30 Tagen, mit der erwähnten 72-Stunden-Frist für Erhöhungen und der separaten Oberlimite für unter 21-Jährige.
Loterie Romande Jouez Sport – der Veranstalter für die Westschweiz
Die Loterie Romande zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende; ihre Kontaktadresse ist Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne. Jouez Sport ist das Pendant zu Sporttip für die sechs Westschweizer Kantone FR, GE, JU, NE, VD und VS. Wer dort wohnt und volljährig ist, kann ein Konto eröffnen; für Deutschschweizer, Tessiner und Liechtensteiner Wohnsitze ist dieser Veranstalter nicht zugänglich.
Ausländische Marken – was sie nicht sind
PowBet, Cloudbet, MrXbet, Rabona, Betovo, DirectionBet, 1Bet und N1 Bet sind im internationalen Vergleich sichtbar, im Schweizer Wettkalender sind sie es nicht. Sie besitzen keine Schweizer Bewilligung, ihre Lizenzen aus anderen Ländern entfalten hier keine Wirkung (Art. 4 BGS), und ihre Domains können auf der Gespa-Sperrliste stehen. Sie sind nicht an das Schweizer Sperrregister angeschlossen; eine Sperre bei einem Schweizer Veranstalter gilt nicht automatisch bei ihnen. Schweizer Spielende haben bei ihnen keinen Schweizer Rechtsweg.
Wie die EuroLeague-Saison auf dem Wettschein ankommt
Eine reguläre EuroLeague-Saison liefert 380 Hauptrenegespi Spiele – 38 Spieltage mal 10 Spiele, plus Playoff-Serien im Best-of-five-Modus und das Final-Four-Turnier. Über diese Spieldichte verteilt, bietet ein bewilligter Veranstalter eine breite Palette von Märkten an: Sieger, Handicap, Über/Unter, Halbzeit/Endstand, Spielerstatistiken – sofern die Gespa-Liste den jeweiligen Wetttyp führt. Was die Liste nicht führt, fehlt auf dem Wettschein. Wer Eckball- oder Kartenmärkte aus dem Fussball gewohnt ist, sucht sie hier vergeblich – und das ist kein Zufall, sondern die Folge der geschlossenen Liste.
Wer auf einen Titelfavoriten der neuen Saison setzt, platziert eine Langzeitwette. Cash-Out ist dafür verfügbar – vollständig, ohne Teilbetrag. Eine Erhöhung des möglichen Gewinns durch einen Profitboost ist nur einmal pro Wettenden möglich und nur, wenn das Ereignis in der Boost-Liste steht. Wer in der Hauptrunde auf einen Aussenseiter setzt, akzeptiert eine hohe Quote – und damit die implizite Wahrscheinlichkeit, die der Veranstalter diesem Ausgang beimisst. Die Marge sitzt in jeder dieser Wetten.
Häufige Fragen zur EuroLeague und zum Schweizer Wettmarkt
Dürfen Schweizer Veranstalter Wetten auf die EuroLeague anbieten, und wo ist das geregelt?
Ja – die EuroLeague ist ein zugelassener Basketballwettbewerb und Teil der Gespa-Liste bewilligter Sportarten und Wetttypen. Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel nach dem BGS (Art. 3 lit. c und e) und werden von der Gespa beaufsichtigt. Welche Wetttypen erlaubt sind, regelt die Liste Version 10.09.2026, gestützt auf Art. 25 BGS und Art. 29 VGS.
Wer darf in der Schweiz überhaupt Sportwetten veranstalten, und wofür steht die Bewilligung?
Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos und Loterie Romande. Eine Bewilligung besteht aus zwei Teilen – der Veranstalterbewilligung und der Spielbewilligung pro Spiel – und wird von der Gespa erteilt. Sie gilt nach Art. 4 BGS «nur in der Schweiz»; eine Lizenz aus einem anderen Land hat hier keine Wirkung.
Wie viele Teams und Spiele umfasst die EuroLeague-Hauptrunde, und wie wirkt sich das auf die Wettmärkte aus?
Ab der Saison 2025/26 umfasst die Hauptrunde 20 Mannschaften und 380 Hauptrenegespiele im Hin- und Rückspiel. Die ersten sechs Teams qualifizieren sich direkt für die Playoffs, die Plätze 7 bis 10 spielen in Play-ins um die letzten beiden Plätze, danach folgen Playoff-Serien im Modus Best of five. Diese Dichte und Staffelung erzeugt einen breiten, langlaufenden Wettkalender.
Wie berechnet sich der Gewinn einer Wette aus Einsatz und Quote, und was ist die Marge des Anbieters?
Der Gewinn ergibt sich aus Einsatz mal Quote; bei Kombinationen ist die Gesamtquote das Produkt der Einzelquoten. Die Marge des Anbieters ist der Anteil, den der Markt nicht auszahlt: Auszahlungsquote = 1 ÷ (1/Quote₁ + … + 1/Quoteₙ), Marge = 1 minus Auszahlungsquote. Bei einem 1.90/1.90-Zweierweg-Markt liegt die Marge bei rund 5,00 %, bei einem 1X3-Markt mit 1,40/3,20/8,00 etwa bei 11,1 %.
Welche Verlustlimiten müssen vor der ersten Wette gesetzt werden, und wann gilt eine Erhöhung?
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme sind Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage verpflichtend; die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für unter 21-Jährige bei CHF 1’000. Eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden; zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage setzen.
Wie werden Gewinne steuerlich behandelt, und was bedeutet der Steuerfreibetrag je nach Kanton?
Gewinne aus Schweizer bewilligten Grossspielen sind bis zum bundesrechtlichen Steuerfreibetrag von CHF 1’071’000 ab 1. Januar 2026 einkommensteuerfrei; oberhalb dieses Betrags zieht der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ab. Die kantonale Schwelle weicht ab, daher die Formulierung «je nach Kanton». Gewinne aus ausländischen Anbietern sind nicht verrechnungssteuerpflichtig, werden aber je nach Kanton als Einkommen besteuert – Thurgau etwa besteuert sie unabhängig von der Höhe.
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Inhalt erstellt vom Team «gratiswetteinfo»
