Schach Wetten in der Schweiz: Anbieter, Recht, Turniere

Updated Oktober 2026
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Ein hölzernes Schachbrett mit wenigen Figuren steht auf einem Tisch in einem hellen Raum, durch das Fenster fällt weiches Seitenlicht.

Wer in der Schweiz auf Schach wetten will, hat eine ungewöhnlich klare Ausgangslage und gleichzeitig sehr wenige Anlaufstellen. Klar, weil nur zwei Veranstalter Sportwetten überhaupt anbieten dürfen. Eng, weil nur zwei Veranstalter es sind. Auf Schach bezogen wird die Sache noch enger: Schachwetten sind nur dann erlaubt, wenn das Turnier und die Wettart in der Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten und Wetttypen stehen. Wer das prüft, bevor er einen Schein kauft, erspart sich die Diskussion am Schalter.

Die Schachweltmeisterschaft 2024 wurde vom 25. November bis 12. Dezember 2024 in Singapur ausgetragen.

Dieser Text gilt mit Stichtag Oktober 19, 2026; die Bewilligungen und Spielregeln wurden gegen die Spielregeln und Teilnahmebedingungen von Sporttip (Version 4.2) und gegen den Geschäftsbericht 2025 der Swisslos abgeglichen.

Was Schachwetten in der Schweiz ausmacht

Schach ist kein Randsport für Wettanbieter. Der Weltschachbund FIDE vergibt den Titel des Schachweltmeisters seit 1948, das Brett hat 8 × 8 Felder und 32 Figuren zu Beginn, und die Weltmeisterschaft wird als Zweikampf zwischen Titelträger und Herausforderer ausgetragen, der sich meist über das Kandidatenturnier qualifiziert. Wer auf Schach wettet, setzt auf einen Wettkampf, der über Stunden läuft und in dem ein Ergebnis besonders häufig vorkommt, das andere Sportarten kaum kennen: das Remis.

Ein Springer aus Holz steht allein auf einem Brett neben einer Schachuhr aus Metall, im Hintergrund unscharfe Bücherregale.
Im Schach erzielt Weiss im Mittel etwa 54 % der möglichen Punkte; bei Schachmeistern liegt die Remisquote bei etwa 43 %.

Drei Zahlen prägen jede Schachquote. Erstens: Weiss erzielt im Mittel rund 54 % der möglichen Punkte. Zweitens: Bei Schachmeistern liegt die Remisquote bei etwa 43 %. Drittens: Eine Partie endet nicht nur durch Matt, sondern auch durch Patt, durch Einigung, durch dreifache Stellungswiederholung, durch die 50-Züge-Regel und schliesslich automatisch bei fünffacher Stellungswiederholung oder nach 75 Zügen ohne Bauernzug und ohne Schlagfall. Wer Quoten für Schach liest, sieht darum immer drei Zahlen: Sieg Weiss, Remis, Sieg Schwarz. Das ist beim Fussball anders, und es ändert, was eine Wette wert ist.

Die Folge: Eine Schachwette ist ein Dreiweg-Markt mit einer massiv überhöhten Wahrscheinlichkeit für die mittlere Quote. Das Remis zieht Geld aus Sieg A und Sieg B ab. Wer auf «Sieg Weiss» wettet, wettet nicht nur gegen Schwarz, sondern auch gegen den häufigsten Ausgang professioneller Partien. Das hat einen Preis, und der Preis steckt in der Quote.

Warum das Remis den Markt formt

Die Remisquote ist nicht einfach eine dritte Auswahlmöglichkeit. Sie verschiebt das Verhältnis der Siegquoten zueinander. Je höher die implizite Wahrscheinlichkeit eines Remis ist, desto höher müssen die Siegquoten ausfallen, damit der Buchmacher seine Auszahlungsquote stabil hält. Bei reinen Zweier-Märkten würde eine faire Siegquote Weiss bei etwa 1,55 liegen, wenn Weiss im Mittel 54 % der Punkte holt. Bei Schachweltmeistern liegt sie deutlich höher, weil die Remisquote von 43 % Gewicht aus Sieg und Niederlage zieht.

Ein Parkbank-Tisch mit eingelassenem Spielfeld unter alten Kastanien, auf den Wegen liegt Laub und die Sonne steht tief.
Im Schach erzielt Weiss im Mittel etwa 54 % der möglichen Punkte.

Diese Verschiebung ist der Grund, warum «Sieg» allein bei Schachprofis kein so deutlicher Favorit ist, wie es die 54 % Punkte vermuten. Wer Schachwetten ohne Remis denkt, hat den halben Markt übersehen.

Wie eine Schachwette entsteht

Eine Wette auf eine Schachpartie folgt demselben Prinzip wie jede andere Sportwette. Der Buchmacher bewertet die Wahrscheinlichkeit jedes Ausgangs, schlägt eine Quote darauf und behält einen Anteil als Marge. Bei Schach kommt dazu, dass Live-Quoten sich über eine Partie von mehreren Stunden ständig verschieben — ein Bauerngewinn in der Eröffnung, ein Läufertausch im 20. Zug, eine Zeitnotphase mit Sekunden pro Zug. Livewetten auf Schach sind möglich, wenn der Anbieter sie anbietet; bei Sporttip gilt die Wette auch dann, wenn das Ereignis gar nicht live übertragen wird.

Die Marge im Dreiweg-Markt

Bei einem Dreiweg-Markt mit Sieg Weiss, Remis und Sieg Schwarz berechnet sich die Auszahlungsquote als Kehrwert der Summe der Kehrwerte aller angebotenen Quoten: 1 ÷ (1/Q₁ + 1/Q₂ + 1/Q₃). Die Marge des Marktes ist 100 % minus diese Auszahlungsquote. Für eine faire Wette mit Auszahlungsquote 100 % müsste die Summe der Kehrwerte 1 ergeben, in der Realität liegt sie darüber.

Ein Beispiel zur Veranschaulichung, nicht als notierter Preis: Bei einem ausgeglichenen Duell mit den Siegquoten 2,40 für Weiss, 3,20 für Remis und 2,80 für Schwarz ergibt 1 ÷ (1/2,40 + 1/3,20 + 1/2,80) eine Auszahlungsquote von rund 89 %. Die Marge liegt in diesem Fall bei etwa 11 %, der Rest sind die Quoten. Ein typischer Wert für einen Dreiweg-Markt; Fussballmärkte liegen oft im einstelligen Bereich, weil dort weniger Wege offenstehen. Bei einem reinen Zweiweg-Markt mit Quoten 1,90 / 1,90 ergibt 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) eine Auszahlungsquote von rund 95 % und damit eine Marge von etwa 5 %. Wer nur das Wort «Marge» liest, ohne den Dreiweg zu sehen, versteht nicht, warum die Quoten bei Schach höher ausfallen als bei Fussball.

Rechtliche Lage in der Schweiz

Die Schweiz regelt Glücksspiel und Sportwetten im Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51), das seit dem 1. Januar 2019 in Kraft ist. Aufsichtsbehörde ist die Gespa, die Interkantonale Geldspielaufsicht in Bern. Das Gesetz kennt zwei Kategorien von Spielen: Geldspiele und Grossspiele. Online-Sportwetten sind Grossspiele, und Grossspiele brauchen eine Veranstalterbewilligung und zusätzlich eine Bewilligung pro Spiel.

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Die eine ist die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel, deren Sportwette unter dem Namen Sporttip läuft. Die andere ist die Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande) mit Sitz in Lausanne, deren Angebot Jouez Sport heisst. Beide verfügen über die nötigen Bewilligungen nach BGS, und beide führen ihre Wettangebote gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020) durch.

Vertragsgebiete

Die beiden Veranstalter decken zusammen die ganze Schweiz ab, aber nicht überlappend. Sporttip wird in den Kantonen AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt. Jouez Sport ist für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura zuständig. Wer seinen Wohnsitz im deutschen Sprachraum hat, spielt bei Sporttip; wer im Westen wohnt, spielt bei Jouez Sport. Wer im Kanton wohnt, in dem der Veranstalter nicht zugelassen ist, kann dort kein Online-Konto eröffnen.

Was bewettet werden darf

Das Wettprogramm ist eine geschlossene Liste. Die Gespa führt eine Liste der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen, die für alle Schweizer Bewilligungen gilt. Was nicht auf der Liste steht, darf nicht angeboten werden. Die Liste enthält keine Eckball- oder Kartenmärkte und keine eigene Esport-Sektion. Qualifikationsrunden sind nur dann erlaubt, wenn sie in der Liste stehen; Frauenwettbewerbe ebenso. Rangwetten sind nur erlaubt, wenn die Rangierung über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podium entscheidet. Trainingsläufe sind nie erlaubt.

Für Schach bedeutet das: Wenn ein Schachturnier nicht in der Liste der zugelassenen Sportarten und Wetttypen steht, kann es in der Schweiz nicht bewettet werden — auch nicht von Sporttip oder Jouez Sport. Welche Schachveranstaltungen dort aktuell eingetragen sind, prüft man am einfachsten direkt in der Liste auf der Gespa-Website; ein veralteter Ausdruck ist wertlos.

Werbung und Boni

Werbung für Glücksspiele darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und nicht Minderjährige oder gesperrte Personen ansprechen. Werbung für in der Schweiz nicht bewilligte Glücksspiele ist verboten und wird mit Busse bis zu CHF 500’000 bestraft. Gratiswetten, Gratisspielguthaben oder ähnliche Aktionen brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa. Es gibt keine Schweizer Wettsteuer auf den Einsatz. Gewinne aus bewilligten Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag einkommenssteuerfrei; der Bundesfreibetrag liegt seit dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000, der kantonale Freibetrag unterscheidet sich je nach Kanton. Darüber behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ab, die über die Steuererklärung zurückgefordert werden können. Bei einem typischen Wettgewinn fällt weder Einkommenssteuer noch Verrechnungssteuer an.

Was fehlt: ausländische Anbieter

Eine ausländische Bewilligung — aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land — hat in der Schweiz keine Wirkung. Wer ohne Schweizer Bewilligung in der Schweiz Sportwetten organisiert, macht sich strafbar: bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre. Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste mit ausländischen Domains, die Schweizer Telekomanbieter per DNS blockieren; Ende 2025 standen 671 Domains auf der Liste, darunter namentlich Interwetten und Bet-at-Home sowie bet365. Geblockte Domains tauchen oft innerhalb von Stunden unter neuen Adressen wieder auf.

Wer bei einem ausländischen Anbieter spielt, hat in der Schweiz keinen Schutz: keine Verbindung zum Schweizer Ausschlussregister, keinen Schweizer Rechtsweg, keine Schweizer Aufsicht. Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen je nach Kanton einer anderen Steuerpraxis — der Kanton Thurgau behandelt sie unabhängig von der Höhe als voll steuerbares Einkommen.

Spielerschutz und Limits

Sportwetten in der Schweiz sind erst ab 18 Jahren erlaubt. Bei der Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet; jede Person darf sich nur einmal registrieren, und die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Wer auf ein Ereignis wettet, an dem er selber als Wettkämpfer teilnimmt, ist von dieser Wette ausgeschlossen.

Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende drei Verlustlimiten setzen: für einen Tag, für sieben Tage und für dreissig Tage. Die Obergrenze liegt bei CHF 9’999; wer unter 21 Jahren ist, hat eine Obergrenze von CHF 1’000. Eine Senkung der Limite gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden, obwohl das Gesetz nur 24 Stunden vorschreibt — die Sporttip-Bedingungen sind strenger als das Minimum. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage setzen. Eine fixe staatliche Einlage-Obergrenze gibt es in der Schweiz nicht.

Spielsperre und Ausschlussregister

Der Zugang zu Sporttip lässt sich produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine freiwillige Spielsperre kann frühestens nach drei Monaten aufgehoben werden, und nur mit Einbezug einer Fachstelle. Wer sich für sechs Monate pausieren will, kann das tun; längere Pausen werden als Spielsperre behandelt.

Wer gesperrt ist oder das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, hat keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne — das Geld wird eingezogen, nicht ausgezahlt.

Was die Gespa 2025 bei Testkäufen fand

Die Gespa führt regelmässig Testkäufe an Verkaufsstellen durch. Im Jahr 2025 wurde in 47,5 % von 200 Fällen an einer Verkaufsstelle eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Das ist kein Argument gegen das Online-Angebot; es ist ein Argument dafür, dass die Kontrolle an Verkaufsstellen nicht so funktioniert, wie der Gesetzgeber es sich vorstellt. Wer auf den Schutz durch den Veranstalter setzt, sollte wissen, dass dieser Schutz am Schalter nicht überall greift.

Schachturniere als Wettanlass

Schach ist eine kleine Wettkategorie. Die zwei Schweizer Veranstalter listen nur Turniere, die in der Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten und Wetttypen aufgeführt sind. Wer in der Schweiz auf Schach wetten will, hält sich am besten an die grossen Verbände: FIDE-Turniere, das Kandidatenturnier, die Schachweltmeisterschaft. Die privaten Online-Turniere und die kleinen Open sind in der Regel nicht in der Liste.

Schachweltmeisterschaft

Die Schachweltmeisterschaft wird als Zweikampf zwischen dem Titelträger und einem Herausforderer ausgetragen, der sich in der Regel über das Kandidatenturnier qualifiziert. 1948 und 2007 wurde sie als Turnier ausgespielt. Der erste Schachweltmeister war Wilhelm Steinitz, der 1886 den Zweikampf gegen Johannes Hermann Zukertort mit 12,5:7,5 gewann.

Die Schachweltmeisterschaft 2024 wurde vom 25. November bis 12. Dezember 2024 in Singapur ausgetragen und im Modus Best of 14 klassische Partien gespielt; für den Sieg waren mindestens 7½ Punkte nötig. Dommaraju Guk gewann die Schachweltmeisterschaft 2024 mit 7½:6½ gegen Ding Liren — drei Siege, zwei Niederlagen, neun Remis; ein Tiebreak war nicht nötig. Bei Gleichstand nach 14 Partien hätte die Weltmeisterschaft durch Tiebreaks entschieden werden sollen: erst Schnellschachpartien, dann ein Schnellschach-Minimatch, dann Blitzpartien, zuletzt Blitz mit plötzlichem Tod.

Kandidatenturnier

Das Kandidatenturnier ist der Qualifikationsweg für die Schachweltmeister. Acht Spielerinnen oder Spieler spielen in einem Turnierformat den oder die Herausforderin heraus; Sieger oder Siegerin tritt gegen den Titelträger an. Die Spielpläne werden von der FIDE veröffentlicht; Schweizer Buchmacher listen das Kandidatenturnier, wenn es in der Gespa-Liste steht. Bei Livewetten verschieben sich die Quoten über die einzelnen Partien; bei Weltmeisterschaftskämpfen über die ganze Dauer eines mehrwöchigen Zweikampfs.

Was «reguläre Spielzeit» bei Schach heisst

Die reguläre Spielzeit einer Schachpartie ist nicht definiert wie eine Halbzeit im Fussball. Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit, und sie ist je nach Sportart unterschiedlich. Bei Schach läuft eine Partie so lange, bis ein Ergebnis feststeht oder die Regeln ein Remis erzwingen. Wer auf eine Livewette setzt, sollte verstehen, dass «Spielende» bei einer klassischen Partie nicht nach 90 Minuten eintritt, sondern unter Umständen erst nach sieben Stunden.

Anbieter im Vergleich

In der Schweiz dürfen nur zwei Veranstalter Sportwetten anbieten: Swisslos mit Sporttip und Loterie Romande mit Jouez Sport. Beide sind nach BGS bewilligt und von der Gespa beaufsichtigt. Daneben existieren ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung, die in der Schweiz über das DNS blockiert werden und keinen Schweizer Rechtsschutz bieten. Sie sind im Vergleich aufgeführt, damit klar ist, worauf man als Schweizer Spielender stösst, wenn man die Sperrliste ignoriert.

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalter / Bewilligungsbasis
Swisslos Sporttip Bewilligung SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel; Veranstalter- und Spielbewilligung BGS, Aufsicht Gespa
Loterie Romande Jouez Sport Bewilligung Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande), Sitz Lausanne; Veranstalter- und Spielbewilligung BGS, Aufsicht Gespa
Donbet ohne Schweizer Bewilligung ausländische Bewilligung ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Sportuna ohne Schweizer Bewilligung ausländische Bewilligung ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS)
AmunRa ohne Schweizer Bewilligung ausländische Bewilligung ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS)
myBet ohne Schweizer Bewilligung ausländische Bewilligung ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Betscore ohne Schweizer Bewilligung ausländische Bewilligung ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Gamdom ohne Schweizer Bewilligung ausländische Bewilligung ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS)
MyStake ohne Schweizer Bewilligung ausländische Bewilligung ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Jackbit ohne Schweizer Bewilligung ausländische Bewilligung ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS)

Die Spalte «Veranstalter / Bewilligungsbasis» zeigt, wer hinter dem Produkt steht und worauf die Bewilligung beruht. Bei den ausländischen Anbietern fehlt eine Schweizer Bewilligung; sie kann auch nicht entstehen, weil das Gesetz die Zahl der Veranstalter auf zwei beschränkt. Die Spalte zeigt, dass jeder dieser Anbieter in der Schweiz ohne Bewilligung arbeitet, nicht ohne Lizenz — die Lizenz gibt es, sie hat aber keine Wirkung in der Schweiz.

Swisslos Sporttip

Sporttip ist die Sportwette der Swisslos, mit Sitz in Basel. Die Swisslos ist eine Genossenschaft der Kantone und verteilte für 2025 einen Reingewinn von CHF 562 Mio.: CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz, die Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und Sporthilfe fördert. Aus den Sportwetten stammten CHF 109 Mio. (2024: CHF 122 Mio.). Das Wettangebot umfasst die im Vertragsgebiet zugelassenen Sportarten und Wetttypen.

Mindest- und Höchsteinsätze. Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Diese Limiten sind betriebliche Bedingungen, nicht Schutzlimiten; die Schutzlimiten werden vom Spieler selber gesetzt.

Cash-Out. Cash-Out ist für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten verfügbar, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und Swisslos muss Cash-Out nicht für jeden Markt anbieten. Der ausgezahlte Betrag ist tiefer als der mögliche Gewinn ohne vorzeitige Auszahlung, hängt vom Stand des Sportereignisses ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden.

Boosts und Promotionen. Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage; Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert. Bei einem Cash-Out verfällt der Boost.

Wettentscheidungen in spielentscheidenden Situationen. Bei Livewetten zählen Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, mit Quote 1.00. In spielentscheidenden Situationen kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Das gilt für Fussball-Elfmeter, Rote Karten und Schiedsrichter-Entscheidungen; bei Schach ist die analoge Situation eine Remis-Vereinbarung oder eine Aufgabe. Wettende, die in der Schlussphase einer Livepartie setzen, gehen das Risiko ein, dass die Wette wertlos wird.

Beurteilung. Sporttip ist die naheliegende Wahl für Spielende im Vertragsgebiet der Swisslos. Wer Deutsch spricht und in der Deutschschweiz, in Liechtenstein oder im Tessin wohnt, kann hier mit voller Schweizer Bewilligung, mit Verlustlimiten, mit Spielsperre und mit Schweizer Rechtsschutz wetten. Wer auf Schach setzen will, ist darauf angewiesen, dass das Turnier in der Gespa-Liste steht; ist das nicht der Fall, fällt das Angebot weg.

Loterie Romande Jouez Sport

Jouez Sport ist die Sportwette der Loterie Romande. Die Loterie Romande hat ihren Sitz in Lausanne, Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne, und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende. Sie ist für die sechs Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura zuständig. Wer im Westen der Schweiz wohnt, kann hier ein Online-Konto eröffnen und mit derselben Schweizer Bewilligung wetten wie bei Sporttip.

Die Spielregeln, das Angebot an Livewetten und der Spielerschutz entsprechen dem, was bei Swisslos gilt — beide arbeiten unter derselben Bewilligungsbasis nach BGS und derselben Aufsicht der Gespa. Welche Schachturniere Jouez Sport ins Programm aufnimmt, hängt davon ab, ob sie in der Gespa-Liste stehen; das prüft man am einfachsten direkt im Wettprogramm auf der Website. Wer sichergehen will, ob ein bestimmtes Turnier bewettbar ist, vergleicht das Programm von Sporttip und Jouez Sport: Was bei beiden fehlt, ist in der Schweiz nicht zugänglich.

Beurteilung. Jouez Sport erfüllt für die Westschweiz dieselbe Funktion wie Sporttip für die Deutschschweiz und das Tessin. Wer dort wohnt, hat keine Wahl zwischen den beiden Veranstaltern — die Vertragsgebiete schliessen sich aus. Wer die Bewilligung beider vergleicht, sieht zwei identische Bewilligungen unter zwei verschiedenen Marken; der Unterschied liegt in der Sprache, der Verkaufsstellenstruktur und den gelisteten Veranstaltungen.

Donbet

Donbet gehört in die Reihe der ausländischen Anbieter, die in der Schweiz ohne Bewilligung arbeiten. Eine ausländische Bewilligung — gleich aus welchem Land — hat in der Schweiz keine Kraft; nur Swisslos und Loterie Romande dürfen Sportwetten anbieten. Donbet ist nicht mit dem Schweizer Ausschlussregister verbunden, es gibt keinen Schweizer Rechtsweg, und die Domain kann auf der Gespa-Sperrliste landen. Wer dort spielt, hat keinen Schutz nach Schweizer Recht und kann sich nicht auf die Schweizer Spielsperre verlassen — wer in der Schweiz gesperrt ist, müsste sich bei jedem Anbieter einzeln sperren lassen.

Beurteilung. Donbet ist für Schweizer Spielende die risikoreichste Variante. Wer auf Schachwetten aus ist und bei einem in der Schweiz nicht zugelassenen Anbieter spielt, sollte sich bewusst sein, dass er keine Schweizer Anlaufstelle für Streitfälle hat und dass die Gewinne nach kantonalem Recht anders besteuert werden können als bei Swisslos.

Sportuna

Sportuna arbeitet ebenfalls ohne Schweizer Bewilligung und fällt unter dieselbe Sperrliste wie Donbet. Die Bewilligungsbasis im Ausland hat keine Wirkung in der Schweiz. Die Plattform kann in der Schweiz per DNS blockiert werden; Domains tauchen typischerweise unter neuen Adressen wieder auf, wenn die alten blockiert sind.

Beurteilung. Sportuna ist für Schweizer Spielende keine Alternative zu Sporttip oder Jouez Sport. Wer dennoch dort spielt, sollte die Regeln über Werbung für nicht bewilligte Glücksspiele kennen: Anbieter und Vermittler können mit Busse bis zu CHF 500’000 belangt werden. Der Spieler selber wird nicht strafrechtlich verfolgt, aber Einsätze und Gewinne können im Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden.

AmunRa

AmunRa gehört in dieselbe Kategorie. Ausländische Bewilligung, keine Schweizer Wirkung, keine Verbindung zum Schweizer Ausschlussregister. Die Plattform kann in der Schweiz per DNS blockiert werden.

Beurteilung. AmunRa ist für Schweizer Spielende keine sinnvolle Wahl, wenn Schach im Programm steht. Wer ein Konto bei einem ausländischen Anbieter hat und in der Schweiz wohnt, sollte wissen, dass die Gespa keine Schweizer Aufsicht über das Angebot hat und die Spielregeln der ausländischen Bewilligungsbasis gelten.

myBet

myBet arbeitet in der Schweiz ohne Bewilligung. Das Spielen dort ist für Schweizer Spielende nur dann sinnvoll, wenn ein Turnier bei den Schweizer Veranstaltern nicht angeboten wird und die Risiken in Kauf genommen werden. Dazu gehören die fehlende Verbindung zum Schweizer Ausschlussregister und die fehlende Schweizer Aufsicht.

Beurteilung. myBet ist für Schweizer Spielende eine Notlösung für den Fall, dass ein bestimmtes Turnier bei Sporttip oder Jouez Sport fehlt. Wer die Schweiz verlassen hat und im Ausland wohnt, fällt nicht unter die Schweizer Bewilligungspflicht; diese Plattform ist dann eine Option, aber keine Schweizer.

Betscore

Betscore gehört in dieselbe Kategorie wie Donbet, Sportuna, AmunRa und myBet: ausländische Bewilligung, keine Schweizer Wirkung, keine Verbindung zur Schweizer Spielsperre.

Beurteilung. Betscore ist für Schweizer Spielende keine Alternative. Dass die Plattform einen Schachwetten-Markt führt, ändert nichts an der Schweizer Rechtslage: bewettet wird dort illegal, und der Schutz nach Schweizer Recht fehlt.

Gamdom

Gamdom arbeitet ebenfalls ohne Schweizer Bewilligung. Die ausländische Bewilligung hat in der Schweiz keine Kraft. Die Plattform kann auf der Sperrliste stehen.

Beurteilung. Gamdom ist für Schweizer Spielende nicht empfehlenswert. Wer dort spielt, sollte mindestens wissen, dass die Gewinne nach kantonalem Recht anders besteuert werden können und dass im Streitfall kein Schweizer Gericht zuständig ist.

MyStake

MyStake gehört in dieselbe Reihe. Ohne Schweizer Bewilligung, ohne Verbindung zum Schweizer Ausschlussregister, ohne Schweizer Aufsicht.

Beurteilung. MyStake ist für Schweizer Spielende keine Alternative zu den Schweizer Veranstaltern. Wer sich für die Plattform interessiert, sollte wissen, dass die Sperrliste der Gespa dort Domains auflistet und die Schweizer Aufsicht fehlt.

Jackbit

Jackbit schliesst die Reihe der ausländischen Anbieter ab. Die Bewilligungsbasis im Ausland hat in der Schweiz keine Wirkung; die Plattform kann per DNS blockiert werden.

Beurteilung. Jackbit ist für Schweizer Spielende keine sinnvolle Wahl, wenn es um Schachwetten geht. Die fehlende Schweizer Bewilligung bedeutet nicht nur fehlende Aufsicht, sondern auch fehlende Schweizer Spielsperre und fehlenden Schweizer Rechtsschutz.

Schachwetten und Quoten im Detail

Wer auf Schach wettet, hat es mit drei Quoten zu tun: Sieg Weiss, Remis, Sieg Schwarz. Bei den beiden Schweizer Veranstaltern sind diese Quoten Teil des Prematch-Programms, wenn das Turnier in der Gespa-Liste steht. Live-Quoten werden bei Livewetten fortlaufend angepasst, und sie sind volatiler als bei Fussball — eine Schachpartie erstreckt sich über mehrere Stunden, und jede Stellungsveränderung verändert die implizite Wahrscheinlichkeit des Ausgangs.

Dreiwege-Markt und Marge

Eine Schachwette ist ein Dreiwege-Markt. Die Auszahlungsquote des Marktes berechnet sich als Kehrwert der Summe der Kehrwerte der drei Quoten. Wer den Markt bewertet, bildet die Summe 1/Q(weis) + 1/Q(remis) + 1/Q(schwarz) und nimmt den Kehrwert. Bei einer Auszahlungsquote von 90 % liegt die Marge des Marktes bei 10 %. Das ist mehr als bei einem typischen Fussball-Zweier-Markt, weil der dritte Weg Geld abzieht.

Ein Beispiel: Die Quoten 2,40 / 3,20 / 2,80 ergeben 1/2,40 + 1/3,20 + 1/2,80 = 0,417 + 0,313 + 0,357 = 1,087. Der Kehrwert ist 0,920, die Auszahlungsquote 92,0 %, der Buchmacher behält 8,0 %. Wer die Quoten versteht, sieht auf einen Blick, was die Wette kostet.

Quotenboosts und Profitboosts

Bei Sporttip gibt es zwei Arten von Boosts. Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage und erhöhen die angebotene Quote für eine bestimmte Wette. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert. Bei einem Cash-Out verfällt der Boost; wer vor Spielende aussteigt, verliert den Vorteil.

Boosts sind keine Geschenke. Sie sind marketingfinanzierte Erhöhungen einer einzelnen Quote, die der Buchmacher anderswo wieder hereinholt. Wer einen Boost nutzt, sollte prüfen, ob die ursprüngliche Quote ohne Boost bereits attraktiv war und ob der Boost die Wette wertvoller macht oder nur den Anreiz erhöht.

Cash-Out auf Schachwetten

Cash-Out ist auch bei Schachwetten verfügbar, wenn der Anbieter den Markt führt. Bei Sporttip ist Cash-Out auf Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten möglich, vor Spielbeginn und live, aber nur als vollständiges Cash-Out. Eine Teilauszahlung gibt es nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche Gewinn ohne vorzeitige Auszahlung, hängt vom Stand des Ereignisses ab und kann vom Anbieter jederzeit geändert werden.

Cash-Out ist eine Funktion für Spieler, die eine offene Wette nicht halten wollen. Bei Schach, wo eine Partie über Stunden läuft und sich das Blatt mehrfach wendet, ist die Versuchung gross, einen Teil des Gewinns vor Schluss mitzunehmen. Wer das tut, akzeptiert implizit, dass der Buchmacher den erwarteten Gewinn der Aktion schätzt und einen Abschlag darauf nimmt. Das ist der Preis der Versicherung.

Wettschein und Mindesteinsatz

Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Ein Wettschein ist eine Bestätigung der Wette mit Quote, Einsatz und möglichen Gewinnen. Bei Livewetten wird die Quote zum Zeitpunkt der Bestätigung fixiert; Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00 und bringen nichts.

Häufige Fragen

Dürfen Schweizer überhaupt auf Schach wetten?

Ja, aber nur bei den zwei Schweizer Veranstaltern: Swisslos Sporttip im Vertragsgebiet der Deutschschweiz, des Tessins und Liechtensteins, und Loterie Romande Jouez Sport in den sechs Westschweizer Kantonen. Beide verfügen über eine Bewilligung nach BGS und unterstehen der Gespa. Ausländische Anbieter dürfen in der Schweiz keine Sportwetten anbieten, auch wenn sie eine Lizenz aus einem anderen Land haben.

Wo sehe ich, ob ein bestimmtes Schachturnier in der Schweiz bewettet werden darf?

In der Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen. Was dort nicht steht, kann in der Schweiz nicht bewettet werden — auch nicht von Sporttip oder Jouez Sport. Die Liste wird regelmässig aktualisiert; ein veralteter Ausdruck hilft nicht weiter.

Warum sind die Quoten bei Schach höher als bei Fussball?

Weil Schach ein Dreiwege-Markt ist und die Remisquote das Verhältnis der Siegquoten zueinander verschiebt. Eine typische Marge für einen Dreiwege-Markt liegt im Bereich von 8 bis 12 %, bei einem Zweier-Markt eher um 5 %. Die Auszahlungsquote ist darum bei Schach niedriger und die Quoten höher.

Was bedeutet «Marge» und wie berechnet sie sich?

Die Marge ist der Anteil, den der Buchmacher von jedem Franken-Setszen behält. Sie berechnet sich als 100 % minus die Auszahlungsquote, die wiederum der Kehrwert der Summe der Kehrwerte aller Quoten eines Marktes ist. Beispiel: 1 ÷ (1/Q₁ + 1/Q₂ + 1/Q₃) × 100 = Auszahlungsquote in Prozent; 100 minus Auszahlungsquote = Marge in Prozent.

Welche Limits gelten vor der ersten Wette?

Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden, mit einer Obergrenze von CHF 9’999 (für unter 21-Jährige CHF 1’000). Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich kann eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage gesetzt werden. Eine staatliche Einzahlungs-Obergrenze gibt es in der Schweiz nicht.

Was bewirkt die Spielsperre?

Eine produktbezogene Spielsperre sperrt den Zugang zu Sporttip für 1 bis 180 Tage, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos und in Liechtenstein. Eine freiwillige Sperre kann frühestens nach drei Monaten aufgehoben werden, nur mit Einbezug einer Fachstelle. Wer gesperrt ist, hat keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne.

Was fehlt bei ausländischen Anbietern?

Sie sehen über die Schweizer Aufsicht, den Schweizer Rechtsweg und über die Verbindung zum Schweizer Ausschlussregister. Die Schweizer Spielsperre gilt dort nicht, eine Schweizer Verlustlimite ebenso wenig. Gewinne aus ausländischen Grossspielen werden im Kanton Thurgau unabhängig vom Betrag als Einkommen besteuert; in anderen Kantonen variiert die Praxis. Die Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen und per DNS blockiert werden.

Inhalt erstellt vom Team «gratiswetteinfo»