Online Serie A wetten in der Schweiz: wer anbieten darf und was es kostet

Updated Oktober 2026
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Ein Fussball liegt auf dem Anstosspunkt eines leeren Rasenplatzes in der Abenddämmerung, dahinter leuchten Flutlichtmasten über einer Tribüne.

Wer in der Schweiz auf die italienische Serie A wetten will, hat eine schmale Auswahl: nur zwei Veranstalterinnen dürfen hier überhaupt Sportwetten anbieten, und beide sind in der Schweiz bewilligt. Der Rest des Marktes – mit grossen Namen aus Malta oder Curaçao – ist hier nicht zugelassen, auch wenn die Plattform mit einem Schweizerweg steht oder einer Schweizer Lizenz wirbt. Wer auf Inter Mailand, Juventus oder Milan wetten will, findet bei Sporttip und der Loterie Romande das bewilligte Angebot, das den Schweizer Rechtsrahmen einhält.

*Datenstand: Oktober 19, 2026 · geprüft gegen die Spielregeln der Sporttip (Version 4.2) und das Gespa-Register.*

Die Serie A 2025/26 lief vom 23. August 2025 bis zum 24. Mai 2026; Meister wurde Inter Mailand mit 87 Punkten.

Die beiden bewilligten Veranstalter im Vergleich

Die zwei Schweizer Anbieter teilen sich die Schweiz nach Sprachregion und Kantonen auf. Wer in welchem Kanton wohnt, bestimmt, bei welcher Veranstalterin das Online-Konto überhaupt eröffnet werden kann. Beide bieten Fussballwetten auf die Serie A, beide unterstehen der Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht), beide publizieren Quoten und Wettprogramm online – und beide haben eigene Stärken, die sich nicht gegenseitig aufheben.

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalterin / Bewilligung
Sporttip (Swisslos) ✓ Gespa, BGS SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel; Veranstalter- und Spielbewilligung, IKV 2020
Jouez Sport (Loterie Romande) ✓ Gespa, BGS Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande), Lausanne; Veranstalter- und Spielbewilligung, IKV 2020
22Bet ohne Schweizer Bewilligung ausländische Lizenz ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
IviBet ohne Schweizer Bewilligung ausländische Lizenz ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
BassBet ohne Schweizer Bewilligung ausländische Lizenz ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Sportuna ohne Schweizer Bewilligung ausländische Lizenz ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Rollbit ohne Schweizer Bewilligung ausländische Lizenz ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
BillyBets ohne Schweizer Bewilligung ausländische Lizenz ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
BetAlright ohne Schweizer Bewilligung ausländische Lizenz ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
myBet ohne Schweizer Bewilligung ausländische Lizenz ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)

Die acht ausländischen Marken in der unteren Hälfte der Tabelle sind hier nur der Vollständigkeit halber aufgeführt. Wer in der Schweiz wohnt, kann dort kein Konto eröffnen, das nach Schweizer Recht anerkannt ist, und im Streitfall gibt es keinen Schweizer Weg zur Beschwerde. Das ist kein Urteil über ihre Plattform – es ist die Rechtslage.

Eine Espressotasse und ein Bleistift liegen auf einem Caféhaustisch neben einer gefalteten Stoffserviette im Licht der Morgensonne.
Die Serie A hat seit der Saison 2004/05 20 Vereine; jeder Verein bestreitet 38 Spieltage im Hin- und Rückspiel.

Was die Bewilligung in der Schweiz konkret bedeutet

Eine Schweizer Bewilligung ist kein Marketingversprechen. Sie setzt voraus, dass die Veranstalterin eine Veranstalterbewilligung und pro Spiel eine Spielbewilligung hat, dass das Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51) eingehalten wird und dass die Gespa beaufsichtigt. Auszahlungen gehen nur auf ein Zahlungskonto im Namen des Spielenden, Anonymität oder Wallet-Auszahlung sind ausgeschlossen. Guthaben werden gegen das Schweizerische Sperrregister geprüft. Gewinne unter dem Freibetrag sind einkommensteuerfrei; darüber greift die Verrechnungssteuer. Wer ohne Schweizer Bewilligung anbietet, macht sich strafbar – bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe bei gewerbsmässigem Betrieb – und wer dort spielt, hat im Konfliktfall keinen Schweizer Schutz.

Warum «Lizenz aus Malta» in der Schweiz nichts bedeutet

Eine Lizenz der Malta Gaming Authority oder aus Curaçao gilt in der Schweiz nicht (Art. 4 BGS). Der Anbieter darf also hier weder um Spieler werben noch hier Spieler akzeptieren – Werbung für nicht bewilligte Geldspiele ist in der Schweiz verboten und mit Busse bis CHF 500’000 bedroht (Art. 74 Abs. 3, Art. 131 BGS). Die Gespa führt eine Sperrliste mit Domains, die Schweizer Internetanbieter per DNS blockieren müssen. Ende 2025 standen 671 Domains darauf, darunter ausweislich der Gespa bet365, Interwetten und Bet-at-Home. Eine ausländische Marke zu nennen heisst hier also nicht, sie zu empfehlen – es heisst, sie zu kennzeichnen.

Was die Schweizer Rechtslage für Serie A Wetten hergibt

Das Schweizer Recht baut die Frage «kann ich auf Inter Mailand wetten?» in mehreren Schichten auf. Ganz aussen steht das BGS: in der Schweiz dürfen nur die zwei bewilligten Veranstalterinnen Sportwetten anbieten, und nur die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten (Plattform Version 10.09.2026) ist hier überhaupt zugänglich.

Eine kleine Messingwaage steht auf einem Holzschreibtisch vor einem Fenster, durch das Licht in einen ruhigen Büroraum fällt.
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden; eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden.

Was bewilligt ist – und was nicht

Auf der Liste stehen Fussball und die grossen Ligen, also auch die Serie A. Die Wettarten sind dort abschliessend aufgeführt: Einzelwette, Kombiwette, Systemwette, Livewette und Langzeitwette sind Teil des Angebots, das die Schweizer Veranstalter überhaupt anbieten dürfen. Eckball- oder Kartenmärkte, Esports und Wetten auf Trainingsläufe sind auf der Liste nicht zu finden – wer dort trotzdem eine Wette platziert, spielt auf einem Markt, der in der Schweiz nicht zugelassen ist, mit allen Folgen für die Anerkennung im Streitfall.

Wer in welchem Kanton spielen kann

Eine Online-Registrierung bei Swisslos verlangt Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet: Deutschschweizer Kantone, Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Bei der Loterie Romande sind es die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Wer im falschen Kanton wohnt, kann beim jeweils anderen Veranstalter kein reguläres Online-Konto eröffnen. Die Verkaufsstellen vor Ort haben jeweils eigene Regeln.

Warum die Schweizer Spielregeln für Online-Wetten wichtig sind

Die Spielregeln sind der Ort, an dem die Veranstalter ihre Bedingungen festschreiben: Mindesteinsatz, Höchsteinsatz, Cash-Out, Kombiboost, Livewetten-Verhalten bei spielentscheidenden Szenen. Sie sind online abrufbar und werden bei Sporttip als «Version 4.2» ausgewiesen. Wer hier spielt, sollte diese Regeln kennen – sie entscheiden im Streit, nicht die Werbung.

Serie A 2025/26: was die Saison hergegeben hat

Die Saison 2025/26 lief vom 23. August 2025 bis zum 24. Mai 2026. Meister wurde Inter Mailand mit 87 Punkten; Rekordmeister bleibt Juventus Turin mit 36 Titeln, gefolgt von Inter mit 21 und Milan mit 19. Diese drei Namen tauchen in fast jeder Meistersaison auf, was bei Langzeitwetten auf den Titelträger wichtig ist: die Quote auf Juventus, Inter oder Milan ist fast immer kurz, die Quote auf einen Aussenseiter lang.

Auf- und Abstieg in der Serie A

Aus der Serie A 2025/26 sind die letzten drei abgestiegen: US Cremonese mit 34 Punkten, Hellas Verona mit 21 und Pisa SC mit 18. Aufsteigen aus der Serie B dürfen die beiden Besten sowie der Sieger der Play-offs der Plätze 3 bis 6. Wer auf den Abstiegskampf wetten will, schaut also auf den Tabellenkeller; wer auf den Aufstieg setzt, sollte die Play-offs mitdenken, weil dort ein zusätzlicher Verein hochgeht.

Torschützenkönig und Tabellenlage

Torschützenkönig der Saison 2025/26 wurde Lautaro Martínez von Inter Mailand mit 17 Toren. Für Wetten auf Torschützen zählt die reguläre Spielzeit plus Nachspielzeit – Verlängerung und Penaltyschiessen nur, wenn das Wettprogramm es so vorsieht oder Gegenstand der Wette sind. Wer auf Martínez setzt, setzt auf einen Stürmer in einer Mannschaft, die den Titel geholt hat – die Quote war vor der Saison deshalb kein Schnäppchen.

Was die Saisonstruktur für den Wettkalender bedeutet

Die Serie A hat seit 2004/05 20 Vereine; jeder Verein bestreitet 38 Spieltage im Hin- und Rückspiel. Die Saison läuft von Ende August bis Ende Mai. Zwischen den Spieltagen liegen Nationalmannschaftspausen, im Winter eine kurze Pause, im Frühling der Endspurt um Titel, Champions-League-Plätze und Abstieg. Langzeitwetten auf den Meister werden meistens schon im Sommer abgeschlossen, wenn die Kader gerade erst stehen; wer erst im Januar einsteigt, kauft sich in einen Markt ein, der den Tabellenführer schon kennt.

Wie Quoten funktionieren und was die Marge kostet

Eine Quote ist nie «fair». Sie ist das, was die Veranstalterin zahlt, wenn die Wette gewinnt – und gleichzeitig der Mechanismus, mit dem die Veranstalterin auf lange Sicht Geld verdient. Wer das nicht versteht, versteht nicht, warum Wetten auch dann verlieren, wenn die Analyse stimmt.

Quote, Auszahlung und Nettogewinn

Eine Wette mit Einsatz und Quote (Dezimalform) bringt bei einem Gewinn Auszahlung = Einsatz × Nettogewinn = Einsatz × (Quote − 1). Eine Wette von 10 Franken auf Quote 2.10 bringt also 10 × 2.10 = 21 Franken Auszahlung, davon 11 Franken Nettogewinn. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der einzelnen Voraussagen, und der Nettogewinn berechnet sich aus dem kombinierten Produkt minus 1, multipliziert mit dem Einsatz.

Wie sich die Marge aus den Quoten ergibt

Die Veranstalterin baut in jede Quote eine Marge ein. Für einen 1X2-Markt auf den Spieltag mit den drei Quoten 2.10 / 3.40 / 3.60 berechnet sich die Auszahlungsquote (auch: Quotenschlüssel) als 1 ÷ (1/2.10 + 1/3.40 + 1/3.60) ≈ 1 ÷ (0.4762 + 0.2941 + 0.2778) ≈ 1 ÷ 1.0481 ≈ 0’954. Die Marge ist dann 1 − 0’954 ≈ 0’046, also rund 4.6 %. Das heisst: pro 100 Franken Einsatz in diesem Markt zahlt die Veranstalterin rund 95.40 Franken als Gewinne zurück, der Rest – gut 4.60 Franken – ist ihr Anteil. Diese Spanne sieht je nach Anbieter und Markt anders aus: bei Livewetten ist sie oft grösser, bei populären Prematch-Märkten eher kleiner. Wer auf einem Markt mit hoher Marge spielt, verliert auf Dauer mehr, ohne dass die Quote ihm das verrät.

Warum «beste Quote» nicht gleich «beste Wette» ist

Wer die Quoten mehrerer Anbieter vergleicht, sieht bei einem Spiel oft Unterschiede von 0.05 bis 0.20 zwischen den beiden Schweizer Veranstalterinnen. Das sind echte Unterschiede. Aber sie sind eingebettet in ein Wettangebot, das nur einen Bruchteil dessen abdeckt, was ausländische Plattformen listen: keine asiatischen Handicaps, keine exotischen Spielervergleiche, keine Kombiwetten mit über zehn Voraussagen. Wer «die beste Quote» sucht, sollte auch das Wettprogramm daneben legen – sonst bekommt er auf eine Quote, die 0.10 besser ist, einen Markt, der ihm weniger Optionen lässt.

Welche Wettarten die Schweizer Veranstalter anbieten

Bei Sporttip sind die wichtigsten Wettarten einzeln geregelt. Wer hier spielt, bewegt sich in einem klar abgesteckten Rahmen – die Spielregeln Version 4.2 listen sie einzeln auf. Wer «mehr» sucht, muss akzeptieren, dass das «mehr» ausserhalb dieses Rahmens nicht stattfindet.

Einzelwette, Kombiwette, Systemwette

Die Einzelwette ist eine Wette auf eine Voraussage. Die Kombiwette kombiniert mehrere Voraussagen; die Quoten multiplizieren sich, der Nettogewinn steigt, aber das Risiko auch. Die Systemwette kombiniert mehrere Voraussagen mit einer Absicherung: nicht alle müssen eintreffen, damit etwas gewonnen wird. Bei Sporttip gelten feste Mindest- und Höchsteinsätze: der Mindesteinsatz pro Einzel- oder Kombiwette beträgt 1 Franken, der Höchsteinsatz 1’000 Franken. Für eine Systemwette liegt der Höchsteinsatz bei 10’000 Franken. Diese Werte kann Swisslos jederzeit und ohne Angabe von Gründen ändern; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.

Langzeitwette auf den Meister und andere Saisonwetten

Langzeitwetten werden vor oder während der Saison auf Ereignisse platziert, die erst am Saisonende feststehen: Meister, Champions-League-Plätze, Torschützenkönig, Auf- oder Abstieg. Die Quoten verändern sich mit dem Saisonverlauf. Eine Wette auf Juventus Turin im August kostet weniger als dieselbe Wette im März, weil Juventus im März besser dasteht. Wer eine Langzeitwette platziert, sperrt damit Kapital über Wochen oder Monate – und akzeptiert, dass sein Einsatz zwischenzeitlich gebunden ist.

Livewette und Cash-Out

Livewetten sind Wetten, die während des Spiels platziert werden. Bei Sporttip gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00; in spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Roter Karte oder Videoschiedsrichter-Entscheid kann die Veranstalterin Wetten ebenfalls mit Quote 1.00 werten. Cash-Out ist bei Sporttip für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten verfügbar, vor Spielbeginn und live, aber nur online und nur als vollständiges Cash-Out – Teilauszahlung ist nicht möglich. Der Cash-Out-Betrag liegt unter dem möglichen Gewinn ohne vorzeitige Auszahlung, hängt vom Spielstand ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden; es besteht keine Garantie, dass Cash-Out für jede Wette verfügbar ist.

Kombiboost und Profitboost

Der Kombiboost bei Sporttip gilt nur online und erhöht den Nettogewinn einer Mehrfachwette: 5 % Bonus bei vier Voraussagen, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn. Alle Voraussagen müssen eine Mindestquote von 1.50 erfüllen; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz, sind pro Wettende nur einmal nutzbar und verfallen beim Cash-Out. Quotenboosts wiederum gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage. Alle drei Mechanismen klingen nach Geschenk – sind aber an Bedingungen geknüpft, die in den Spielregeln stehen.

Verlustlimiten und Spielerschutz in der Schweiz

Bevor die erste Sporttip-Wette platziert wird, müssen Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden. Die Oberlimite liegt bei 9’999 Franken, bei unter 21-Jährigen bei 1’000 Franken. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Diese Limits sind nicht vom Staat vorgeschrieben – die Veranstalterin muss nur überhaupt Limits anbieten; die Werte setzt der Spielende selbst, innerhalb der Oberlimite.

Spielsperre und Selbstsperre

Wer sich selbst sperren will, kann bei Swisslos den Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage sperren lassen – ohne vorzeitige Aufhebung. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Die Loterie Romande bietet einen vergleichbaren Mechanismus über Jouez Sport. Das ist nicht nur eine Komfortfunktion: wer sich selbst sperrt, schliesst sich von der gesamten Schweizer Spielbanken- und Wettlandschaft aus.

Schutz von Minderjährigen und Wettkämpfern

Sporttip steht Personen ab 18 Jahren offen; Personen unter 18 sind ausgeschlossen. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt – also selbst spielt, schiedsrichtert oder beteiligt ist –, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Das gilt für aktive Spieler ebenso wie für Schiedsrichter und Trainer. Wer das versucht, verstösst gegen die Spielregeln und riskiert die Ungültigkeit der Wette.

Prognosen, Tipps und warum sie kein Einkommen sind

Wer nach «Serie A Wetten Tipps» sucht, findet im Internet unzählige Seiten, die Siege, Quoten und Kombinationen versprechen. Die meisten dieser Seiten verkaufen keine Tipps, die nachprüfbar besser sind als der Zufall. Wer das versteht, schützt sein Geld.

Was eine Prognose überhaupt leisten kann

Eine Prognose kombiniert Form, Tabellenlage, Verletzungen, Head-to-Head-Daten und die Quote selbst in eine Wette mit erwartetem Wert. Eine gut begründete Prognose schlägt den Zufall – aber sie schlägt ihn nicht so deutlich, dass sie ein Einkommen wäre. Auf eine typische Fussballsaison gesehen verlieren die meisten Freizeit-Spieler Geld, auch wenn ihre Prognosen «besser als der Durchschnitt» sind. Das liegt an der Marge: die Veranstalterin nimmt sich auf Dauer ihren Anteil, und der Anteil addiert sich.

Warum «sichere Tipps» Quatsch sind

Wer eine Quote von 1.10 auf einen klaren Favoriten sieht, sieht keine «sichere» Wette. Die Quote von 1.10 spiegelt eine implizite Wahrscheinlichkeit von rund 91 % – das heisst, die Veranstalterin hält das Ereignis in etwa 9 von 100 Fällen für nicht eingetreten. Über viele Wetten akkumulieren sich diese 9 % zu einem Verlust, auch wenn die Einzelwette fast immer gewinnt. Wer «sichere Tipps» kauft, kauft Wetten, die der Anbieter der Tipps selbst nicht platzieren würde.

Was Wettende aus Tipps mitnehmen können – und was nicht

Tipps liefern Anregungen: ein Spiel ist in einer Krise, ein Stammast fehlt, ein Team hat einen Lauf. Wer das ernst nimmt, schaut sich die zugrundeliegenden Daten an, vergleicht sie mit der Quote und entscheidet selbst. Wer den Tipp 1:1 nachspielt, übernimmt das Risiko des Tippers – und der Tipper trägt es nicht. «Tipps» sind also am nützlichste, wenn sie als Denkanstoss dienen, nicht als Anweisung.

Wie die Besteuerung von Gewinnen aussieht

Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind einkommensteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn. Der Freibetrag ist ein Betrag, bis zu dem die Eidgeldemeinde auf eine einzelne Wette keine Steuern erhebt – der Bundesfreibetrag liegt seit dem 1.1.2026 bei 1’071’000 Franken, der kantonale Freibetrag ist je nach Kanton unterschiedlich und kann deutlich tiefer liegen. Über dem Freibetrag zieht die Veranstalterin 35 % Verrechnungssteuer ab, die über die Steuererklärung zurückgefordert werden kann. Wer mit normalen Einsätzen spielt, bleibt in der Regel unter dem Freibetrag und hat keine Einkommensteuer und keine Verrechnungssteuer auf den Gewinnen zu zahlen.

Was bei Gewinnen aus ausländischen Anbietern gilt

Gewinne aus ausländischen Grossspielen unterliegen keiner Verrechnungssteuer – aber die kantonale Steuerpraxis, etwa im Kanton Thurgau, behandelt solche Gewinne unabhängig vom Betrag als voll steuerbares Einkommen. Wer aus einem ausländischen Anbieter Gewinne erzielt, sollte die kantonale Praxis kennen, bevor er die Steuererklärung ausfüllt. Hier wie überall: wer unsicher ist, fragt eine Steuerberatung oder die kantonale Steuerverwaltung.

Werbung und Promotion: was erlaubt ist

Werbung für nicht bewilligte Geldspiele ist in der Schweiz verboten (Art. 74 Abs. 3) und wird mit Busse bis CHF 500’000 bestraft (Art. 131 BGS). Die Veranstalterinnen dürfen für ihre eigenen Produkte werben, müssen aber intrusive oder irreführende Werbung sowie Werbung an Minderjährige und gesperrte Personen vermeiden. Gratiswetten und Gratisspielguthaben brauchen die vorherige Zustimmung der Gespa. Promo-Codes oder Bonus-Codes werden auf dieser Seite nicht abgedruckt – wer einen Code sucht, findet ihn auf der Seite der Veranstalterin selbst.

Wetten ohne Schweizer Bewilligung: was das für Spieler bedeutet

Wer auf einer ausländischen Plattform spielt, die in der Schweiz keine Bewilligung hat, bewegt sich ausserhalb des Schweizer Rechtsrahmens. Das hat Konsequenzen, die über die Plattform selbst hinausgehen.

Kein Schweizer Schutz im Streitfall

Die Schweizer Aufsichtsbehörde kann bei einer ausländischen Plattform nicht intervenieren. Wer dort um eine Auszahlung streitet, hat keinen Schweizer Weg zur Beschwerde; der Rechtsweg führt in das Land der Lizenz – Malta, Curaçao oder anderswo – und ist teuer und langwierig. Guthaben können im Konkurs der Plattform verloren sein.

Kein Anschluss an das Sperrregister

Wer sich bei einer Schweizer Veranstalterin selbst sperren lässt, wird ins Schweizer Sperrregister eingetragen und ist damit auch bei anderen Schweizer Veranstalterinnen gesperrt. Ausländische Plattformen haben keinen Anschluss an dieses Register. Wer sich in der Schweiz sperrt, kann auf einer ausländischen Plattform weiterspielen, sofern diese die Sperre nicht selbst überprüft – was sie nicht tun.

Steuerliche Konsequenzen

Gewinne aus ausländischen Grossspielen können je nach Kanton als steuerbares Einkommen behandelt werden, unabhängig vom Betrag. Wer in Thurgau wohnt und auf einer ausländischen Plattform 5’000 Franken gewinnt, muss diese 5’000 Franken in der Steuererklärung deklarieren.

Sporttip (Swisslos) im Detail

Swisslos mit dem Produkt Sporttip ist die grössere der beiden Schweizer Veranstalterinnen: 562 Mio. CHF Reen Nettogewinn für 2025, davon 109 Mio. CHF aus den Sportwetten – ein leichter Rückgang gegenüber 2024 (122 Mio. CHF). Der Reen Nettogewinn fliesst zu 506 Mio. CHF in die kantonalen Fonds und zu 56 Mio. CHF in die Stiftung Sportförderung Schweiz, die unter anderem Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und Sporthilfe alimentiert. Sporttip deckt ein Vertragsgebiet von 19 Deutschschweizer Kantonen plus Tessin und Liechtenstein ab. Wer in einem dieser Kantone wohnt, kann online ein Konto anlegen.

Wettangebot und Limits

Das Wettprogramm umfasst Fussball, Eishockey, Tennis, Basketball und eine Reihe weiterer Sportarten. Innerhalb des Fussballs deckt Sporttip die grossen europäischen Ligen ab, also auch die Serie A – Prematch und Live, Einzel- und Kombiwetten, Langzeitwetten. Die Limits sind klar: 1 bis 1’000 Franken pro Einzel- oder Kombiwette, bis 10’000 Franken pro Systemwette. Diese Limits können ohne Angabe von Gründen geändert werden. Für Wenigspieler sind die Limits grosszügig; für Hochroller sind sie eng, verglichen mit ausländischen Plattformen.

Funktionen: Cash-Out, Boosts und Livewetten

Cash-Out funktioniert online für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur als vollständiges Cash-Out. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche Gewinn ohne vorzeitige Auszahlung und kann jederzeit von Swisslos geändert werden. Boosts – Kombiboost, Profitboost, Quotenboost – sind online verfügbar und an klare Bedingungen geknüpft: Mindestquote, Anzahl Voraussagen, Limit auf Einsatz und Gewinnerhöhung. Livewetten sind mit der vorgesehen, in spielentscheidenden Szenen kann die Wette mit Quote 1.00 gewertet werden.

Eignung für Schweizer Fussball-Wettende

Sporttip ist die richtige Veranstalterin für alle, die in der Deutschschweiz oder im Tessin wohnen, eine Schweizer Bewilligung wollen und mit einem Wettangebot leben können, das nicht ganz so breit ist wie das einer ausländischen Plattform. Wer im Westschweizer Kanton wohnt, geht zur Loterie Romande. Wer Hochroll-Wetten mit vierstelligen Einsätzen pro Wette platzieren will, ist mit den Sporttip-Limiten am Anschlag – eine ausländische Plattform mit Schweizer Bewilligung gibt es nicht, und eine ausländische Plattform ohne Schweizer Bewilligung hat hier keinen rechtlichen Stand.

Jouez Sport (Loterie Romande) im Detail

Die Loterie Romande betreibt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sitz in Lausanne, Avenue de Provence 14; 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz, 221 Mitarbeitende. Das Produkt ist das Pendant zu Sporttip: Einzel-, Kombi- und Systemwetten, Prematch und Live, Langzeitwetten.

Wettangebot und Eigenheiten

Das Wettprogramm entspricht im Grundsatz dem von Sporttip – Fussball, Eishockey, Tennis, Basketball und andere Sportarten, mit den grossen europäischen Ligen. Auch hier gilt die Gespa-Liste der bewilligten Wettarten; auch hier sind die Limits ähnlich gesetzt. Was den Unterschied macht, ist die Westschweizer Kundschaft: wer in Genf oder Lausanne wohnt, wählt hier.

Verfügbarkeit für Westschweizer Wettende

Wer in FR, GE, JU, NE, VD oder VS wohnt, kann bei Jouez Sport ein Konto anlegen – und nur dort. Das Konto anlegen ist kostenlos, aber an die Online-Registrierung mit Ausweis und Adressnachweis geknüpft. Die Schweizer Spielregeln für Online-Wetten sehen die Verifikation des Spielenden ausdrücklich vor (Art. 47–52 VGS).

Eignung für Westschweizer Fussball-Wettende

Jouez Sport ist die richtige Veranstalterin für Westschweizer Wettende, die eine Schweizer Bewilligung wollen und in ihrem Wettangebot die grossen europäischen Ligen finden. Wer die Quoten der beiden Schweizer Veranstalterinnen vergleicht, sollte das vor jeder Saison tun, weil sich die Quoten über das Jahr hinweg verändern – und wer auf einer Quote sitzt, die um 0.10 schlechter ist als beim Pendant, zahlt auf Dauer drauf.

Ausländische Plattformen ohne Schweizer Bewilligung

Die acht ausländischen Marken in der Vergleichstabelle – 22Bet, IviBet, BassBet, Sportuna, Rollbit, BillyBets, BetAlright und myBet – sind hier nur der Vollständigkeit halber aufgeführt. Sie alle haben in der Schweiz keine Bewilligung, ihre Lizenzen aus anderen Ländern haben hier keine Geltung (Art. 4 BGS), und ihre Domains können auf der Gespa-Sperrliste landen. Die Gespa pflegt die Sperrliste aktiv; Ende 2025 standen 671 Domains darauf.

Was sie besser können als die Schweizer Veranstalterinnen

Ausländische Plattformen haben oft ein breiteres Wettprogramm: mehr Ligen, mehr Spielermärkte, mehr Spezialwetten, höhere Limits, schnellere Auszahlungen. Wer «mehr Auswahl» sucht, findet sie dort. Aber «mehr Auswahl» bedeutet in der Schweiz «ausserhalb des Rechtsrahmens», mit allen Konsequenzen für Schutz, Steuern und Sperre.

Warum sie hier trotzdem auftauchen

Weil Schweizer Spielerinnen und Spieler ihnen im Internet begegnen – über Werbung, über soziale Medien, über Affiliate-Links. Diese Seite nennt sie, damit eine Leserin weiss, was sie vor sich hat, wenn sie auf einen Werbebanner klickt: einen Anbieter ohne Schweizer Bewilligung, ohne Schweizer Schutz, ohne Schweizer Sperre. Das ist Information, keine Empfehlung.

Was bei der Wahl zwischen den beiden Veranstalterinnen zählt

Wer in der Deutschschweiz wohnt, hat faktisch keine Wahl: Swisslos mit Sporttip ist die einzige Schweizer Veranstalterin für seine Region. Wer in der Westschweiz wohnt, hat ebenfalls keine Wahl: Loterie Romande mit Jouez Sport. Wer die Grenzen der Sprachregion überschreitet – etwa nach einem Umzug von Zürich nach Lausanne –, muss das Konto neu bei der anderen Veranstalterin anlegen.

Wo die Unterschiede tatsächlich liegen

Die Unterschiede liegen im Wettprogramm (welche Ligen, welche Märkte, welche Spezialwetten), in den Quoten (welche Veranstalterin hat auf welchem Spiel die bessere Quote), in den Livewetten-Funktionen (welche Veranstalterin hat mehr Live-Märkte) und in den Boosts (welche Veranstalterin hat mehr Boosts für Fussball). Wer die Quoten vergleicht, sollte das vor jeder Saison tun. Wer das nicht tut, verschenkt auf Dauer ein paar Prozent Gewinn.

Wo die Gemeinsamkeiten zählen

Beide Veranstalterinnen sind Gespa-bewilligt, beide im Spitzenspiel der Schweizer Sportwetten. Beide haben ähnliche Limits, ähnliche Schutzmechanismen, ähnliche Spielregeln, ähnliche Cash-Out-Bedingungen. Beide fliessen mit ihren Reen Nettogewinnen in die kantonalen Fonds und damit in öffentliche Zwecke. Wer hier spielt, spielt bei einem Anbieter, der unter Schweizer Aufsicht steht – und das ist in einem Markt, in dem ausländische Marken hier nicht zugelassen sind, ein wesentlicher Unterschied.

Häufige Fragen zu Serie A Wetten in der Schweiz

Nur Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Beide sind nach dem Geldspielgesetz (BGS) bewilligt und von beiden untergeht die Gespa. Andere Anbieter – auch grosse internationale Namen – haben in der Schweiz keine Bewilligung.

Sind Wetten auf italienischen Fussball von der Gespa-Liste gedeckt?

Zusätzliche Voraussetzung ist, dass die Wettart auf der Gespa-Liste steht. Fussball und die grossen europäischen Ligen sind dort zu finden, die Wettarten ebenfalls (Einzel-, Kombi-, System-, Langzeitwette). Was dort nicht steht, darf in der Schweiz nicht angeboten werden.

Wie berechnet sich der Gewinn aus Einsatz und Quote?

Bei einer Quote von 2.10 und einem Einsatz von 10 Franken Auszahlung: 10 × 2.10 = 21 Franken, davon 11 Franken Nettogewinn. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der einzelnen Voraussagen, der Nettogewinn berechnet sich aus dem Produkt minus 1, multipliziert mit dem Einsatz.

Was bedeutet die Marge in den Quoten für Meister- und Langzeitwetten?

Die Marge ist der Anteil, den die Veranstalterin pro 100 Franken Einsatz in der ein-reder Markt einbehält. Bei einem 1X2-Markt mit Quoten 2.10 / 3.40 / 3.60 liegt sie bei rund 4.6 %, also etwa 4.60 Franken pro 100 Franken Einsatz. Bei Langzeitwetten ist sie oft höher. Diese Marge ist der Grund, warum auch gute Prognosen auf Dauer verlieren.

Was zählt zur regulären Spielzeit, und zählt die Nachspielzeit mit?

Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer (etwa 90 Minuten beim Fussball) plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Wer auf das «richtige» Ergebnis nach 90 Minuten plus Nachspielzeit setzt, sollte das in den Wettregeln prüfen.

Ab welchem Betrag wird ein Gewinn aus Sporttip oder Jouez Sport besteuert?

Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind einkommensteuerfrei bis zum Freibetrag pro Einzelgewinn – der Bundesfreibetrag liegt seit dem 1.1.2026 bei 1’071’000 Franken, der kantonale Freibetrag ist je nach Kanton unterschiedlich. Über dem Freibetrag werden 35 % Verrechnungssteuer abgezogen, die über die Steuererklärung zurückgefordert werden können. Wer mit normalen Einsätzen spielt, bleibt in der Regel unter dem Freibetrag.

Inhalt erstellt vom Team «gratiswetteinfo»