Sportwetten auf dem Android-Gerät – was die Schweiz erlaubt und was die Apps leisten

Updated Oktober 2026
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Ein Smartphone mit dunklem Display liegt auf einem Holztisch neben einem Ladekabel und einer Kaffeetasse.

Datenstand: Oktober 19, 2026 · Geprüft gegen die Spielregeln und Teilnahmebedingungen von Swisslos Sporttip (Version 4.2) und die Bedingungen für die Online-Teilnahme von Swisslos (gültig ab 13. Januar 2025), gegen die Angaben der Loterie Romande sowie gegen die Bewilligungspraxis der Gespa.

Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1'000.

Wer in der Schweiz vom Handy aus wetten will, hat eine schmale Auswahl und einen breiten Hof an Angeboten, die daneben liegen. Auf dem Android-Gerät ist die Auswahl sogar noch schmaler als am Computer – und genau das macht die Sache überschaubar. Wer mit dem Finger über den Wettschein wischt, setzt sein Geld am Ende bei einer von zwei Veranstalterinnen ein. Alles andere ist eine Wette gegen das Schweizer Recht.

Was Wettende auf dem Android-Gerät erwarten dürfen

Ein Android-Smartphone ist heute für die meisten Spielenden der einzige Bildschirm, den sie noch benutzen. Die Frage ist nicht, ob eine Anwendung möglich ist, sondern wie viel von dem, was am grossen Bildschirm funktioniert, auf dem kleinen noch funktioniert. Eine App ist hier kein Bonus, sondern ein anderer Eingang zum selben Konto.

Ein Fussballschuh hängt an den Schnürsenkeln an einem Zaunpfosten neben einem Trainingsplatz im Abendlicht.
Bei Sporttip-Livewetten zählen Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, mit Quote 1.00.

Wettschein, Quotenfeld und Live-Ticker

Auf dem Touchscreen fallen drei Dinge zusammen: Wettschein, Quotenfeld und das Live-Geschehen daneben. Was am Schreibtisch in eigenen Fenstern liegt, muss hier auf einer Fläche stattfinden, die kaum grösser ist als eine Hand. Die Sporttip-Anwendung ordnet Wettschein und Quotenliste übereinander an, was den Wechsel zwischen Auswahl und Bestätigung mit einer Wischbewegung erlaubt. In der Praxis heisst das: ein Tippen, um eine Quote in den Schein zu legen, ein weiteres Tippen, um den Einsatz zu setzen, ein drittes, um abzuschicken. Drei Schritte, alle mit dem Daumen.

Die mobile Webseite macht das im Browser, ohne Installation. Sie hat einen Vorteil: Neue Spielregeln der Veranstalterin greifen sofort, ganz ohne manuelle Anpassung der Anwendung. Sie hat den Nachteil, dass das mobile Betriebssystem ihren Speicher stärker beansprucht und die Bedienung einen Tick langsamer reagiert. Für Spielende, die das Gerät nur gelegentlich zum Wetten benutzen, ist der Unterschied gering. Für Spielende, die mehrmals pro Woche live setzen, schlägt die App.

Verkaufsstelle als QR-Code-Ziel

Die Sporttip-Anwendung schlägt eine Brücke, die am Computer fehlt: einen Wettschein, den man am Bildschirm zusammenstellt und an einer Verkaufsstelle abgibt. Wer in der App seine Tipps auswählt, kann den Schein als QR-Code anzeigen lassen und an einer der Verkaufsstellen spielen. Das ist kein Trick, sondern eine Antwort auf eine reale Situation: ein Spiel, das man am Bildschirm verfolgen will, aber nicht von unterwegs bezahlen möchte. Wer bar einzahlt oder das Wallet aus anderen Gründen nicht online aufladen will, bekommt hier einen Weg.

Installation, Updates und Speicher

Die offiziellen Anwendungen beider Veranstalterinnen liegen in den Stores, die Android mitliefert. Eine Installation ausserhalb des Stores ist nicht nötig und nicht empfehlenswert – sie würde gegen die Update-Pflicht der Betreiber verstossen und das Gerät unnötig öffnen. Updates landen automatisch; wer die automatische Aktualisierung abschaltet, riskiert eine alte Version, in der ein neuer Spielregel-Punkt noch nicht berücksichtigt ist. Das klingt nach Detail, ist aber genau die Stelle, an der ein ungültiger Wettschein entsteht.

Die Rechtslage für Wettende mit Android

Die Rechtsfrage ist hier keine Spielerei. Sie entscheidet, ob der Gewinn tatsächlich ausgezahlt wird, ob das gesetzte Geld zurückkommt, wenn etwas schiefläuft, und ob es überhaupt eine Schweizer Stelle gibt, an die man sich wenden kann.

Ein Schlüsselbund mit mehreren Schlüsseln liegt auf einem Holztresen in einem hellen Raum.
Zur Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet.

Nur zwei Veranstalter dürfen Sportwetten anbieten

Das Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit dem 1. Januar 2019) teilt die Sportwetten als Grossspiel ein und verlangt dafür eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung. Zuständig ist die Gespa, die Interkantonale Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern. Die Kantone haben in der interkantonalen Vereinbarung festgelegt, dass es nur zwei Veranstalterinnen gibt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein, und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Mehr ist nicht vorgesehen, und die Gespa führt keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher, weil es keine weiteren gibt.

Die Schweizer Bewilligung gilt nur hier

Artikel 4 des BGS stellt klar: Eine ausländische Bewilligung – aus Malta, Curaçao, Deutschland oder einem anderen Land – hat in der Schweiz keine Geltung. Wer bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung setzt, wettet rechtlich gesehen gegen das Schweizer Recht. Die Konsequenzen trägt der Anbieter, nicht der Spielende: bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre. Aber es gibt auch Konsequenzen für den Spielenden: keine Verbindung zum Schweizer Ausschlussregister, keine Schweizer Rekursstelle, und im Verfahren gegen den Anbieter können Einsätze und Gewinne eingezogen werden.

Die Sperrliste und was sie bedeutet

Die Gespa führt eine Sperrliste mit ausländischen Domains, die Schweizer Telekomanbieter per DNS-Sperre blockieren. Ende 2025 umfasste die Liste 671 Domains. Wer die Blockade umgeht – durch VPN, durch ein neues Domain, durch einen anderen Anbieter – wettet weiterhin ohne Schweizer Bewilligung. Die Sperrliste ist eine Momentaufnahme, kein Schutzschild. Die Gespa nennt das Phänomen Domain-Hopping und nennt Interwetten, Bet-at-Home und bet365 als Beispiele für Anbieter, die auf der Liste standen oder stehen.

Wer wo ein Konto eröffnen kann

Ein Online-Konto bei Swisslos oder Loterie Romande ist nur möglich, wer volljährig ist (mindestens 18 Jahre), Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet der jeweiligen Veranstalterin hat und nicht in der Spielsperre steht. Jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Identität wird per Ausweis verifiziert; die Daten werden gegen Adressdatenbanken geprüft. Wer im Wallis wohnt, kann sich nicht bei Swisslos anmelden, und wer in Zürich wohnt, nicht bei Jouez Sport. Das ist kein Versehen, sondern die Architektur des Marktes: zwei Veranstalterinnen, zwei Gebiete, keine Überschneidung.

Spielerschutz auf dem Mobilgerät

Der Spielerschutz ist im BGS verankert und gilt für jeden Zugangsweg gleich. Was am Computer gilt, gilt auf dem Android-Gerät nicht weniger. Die Limits, die eine Spielende setzt, gelten app-, web- und verkaufsstellenübergreifend.

Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage

Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für unter 21-Jährige bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden – das ist die Frist, die Swisslos in ihren Bedingungen anwendet, obwohl das Gesetz an dieser Stelle 24 Stunden vorsieht. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Wer mit dem Handy wettet, setzt die gleichen Limiten wie am Computer, im selben Konto, mit denselben Fristen.

Selbstsperre produktbezogen

Swisslos bietet eine produktbezogene Selbtssperre für 1 bis 180 Tage, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie für Liechtenstein. Das bedeutet: wer sich bei Sporttip sperren lässt, ist im gesamten Schweizer Geldspielmarkt ausgeschlossen. Die Aufhebung einer Sperre ist frühestens nach drei Monaten möglich und wird von einer Fachstelle begleitet.

Werbung, Minderjährige und das Gesetz

Werbung für Geldspiele darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten. Werbung für in der Schweiz nicht bewilligtes Glücksspiel ist verboten und kann mit einer Busse bis zu CHF 500’000 bestraft werden. Für Spielende heisst das: Werbeanzeigen für ausländische Buchmacher, die in der Schweiz verfügbar sind, bewegen sich in einer Grauzone, die regelmässig Gegenstand von Verfahren ist.

Mobile Nutzung: App und Webseite im Alltag

Die Anwendung und die mobile Webseite sind zwei Eingänge zum selben Konto. Welcher davon der richtige ist, hängt davon ab, wie oft man wettet, ob man Livewetten schätzt und ob man das Gerät mit anderen teilt.

Was die Sporttip-Anwendung kann

Die Sporttip-Anwendung für Android ist auf das Wettgeschäft zugeschnitten: Wettschein, Quotenliste, Live-Ticker, Kontoverwaltung. Sporttip-Wetten lassen sich online über die Anwendung oder die Webseite abgeben; in der App zusammengestellte Wetten können per QR-Code an einer Verkaufsstelle gespielt werden. Die Anwendung verlangt keine zusätzlichen Angaben, die nicht schon für das Online-Konto erfasst sind; sie ist kein zweites Konto, sondern eine andere Ansicht.

Was die mobile Webseite kann

Die mobile Webseite erreicht man über den Browser des Geräts, ohne Installation. Sie zeigt im Wesentlichen denselben Inhalt wie die App: Wettschein, Quoten, Live-Angebote. Sie ist etwas langsamer und verbraucht mehr Speicher, weil sie bei jeder Sitzung neu geladen wird. Für gelegentliche Wetten reicht sie; für regelmässige Livewetten ist die App flüssiger.

Livewetten und der Faktor Zeit

Livewetten sind auf dem Mobilgerät der eigentliche Stresstest. Die Quoten ändern sich im Sekundentakt, der Bildschirm ist klein, und die Zeit zwischen Ereignis und Tipp ist kurz. Die App löst das mit einem Push-Mechanismus: man stellt eine Quote ein, die App benachrichtigt, wenn der Wert erreicht ist. Auf der Webseite fehlt dieser Mechanismus; man muss die Seite offen halten. Für Spielende, die Livewetten nur als Ergänzung sehen, ist das irrelevant. Für Spielende, die den Markt in Echtzeit handeln, ist es der Unterschied zwischen funktionierender und nicht funktionierender Anwendung.

Sicherheit und was die App nicht ersetzt

Eine Wett-Anwendung ersetzt keine Sorgfalt. Wer auf dem fremden Gerät wettet, sollte sich ausloggen, sobald die Sitzung vorbei ist; wer das eigene Gerät verliert, sollte das Konto sperren lassen. Die App verschlüsselt die Verbindung, sie speichert das Passwort nicht im Klartext, sie fragt bei jeder Anmeldung erneut nach dem Login. Das sind die Standards, die ein Schweizer Anbieter erfüllen muss – nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Die zwei bewilligten Veranstalter im Vergleich

Die Sporttip-Anwendung und die Anwendung der Loterie Romande sind im Alltag ähnlich, aber nicht gleich. Wer in der Deutschschweiz wohnt, hat keinen Zugang zur Loterie Romande, und wer in der Westschweiz wohnt, hat keinen Zugang zu Sporttip. Der Vergleich hilft trotzdem – er zeigt, was jeder Anbieter kann und worauf man achten muss.

Was beide gemeinsam haben

Beide Veranstalterinnen bieten eine Anwendung für Android, eine mobile Webseite, ein Spielerkonto mit denselben Schutzmechanismen und einen Zugang zu Sportereignissen aus der Liste der Gespa. Bei beiden gilt: volljährig, Wohnsitz im Vertragsgebiet, kein Eintrag im Ausschlussregister, ein Konto pro Person. Bei beiden ist die Auszahlung auf ein Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto des Kontoinhabers beschränkt.

Was Sporttip anders macht

Sporttip ist die grössere der beiden Veranstalterinnen, gemessen am Geschäftsvolumen: 2025 stammten CHF 109 Mio. des Reingewinns von CHF 562 Mio. aus den Sportwetten. Das Sporttip-Angebot umfasst Livewetten mit Cash-Out als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung, einen Kombiboost (5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn Voraussagen mit Mindestquote 1.50) sowie Quoten- und Profitboosts für ausgewählte Ereignisse. Die Mindest- und Höchsteinsätze sind klar definiert: CHF 1 bis CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombiwette, CHF 10’000 pro Systemwette.

Was Jouez Sport anders macht

Jouez Sport ist auf die sechs Westschweizer Kantone zugeschnitten und auf das, was in dieser Region Tradition hat: Fussball, Eishockey, Radsport, Ski. Die Anwendung der Loterie Romande ist schlanker, weil das Angebot überschaubarer ist. Wer in Genf oder Lausanne wohnt, findet hier den direkten Weg; wer die Deutschschweizer Vielfalt gewohnt ist, wird das Angebot kleiner finden.

Welcher Weg passt

Wer im Vertragsgebiet der Swisslos wohnt, hat keine Wahl: Sporttip ist die einzige legale Möglichkeit, in der Schweiz online Sportwetten abzuschliessen. Wer in der Westschweiz wohnt, hat mit Jouez Sport die einzige legale Möglichkeit. Wer aus einem anderen Grund eine andere Anwendung sucht – ein grösseres Wettprogramm, andere Quoten, andere Limits –, hat nur den Weg über eine Verkaufsstelle oder die Reise in die Westschweiz. Alles andere ist eine Wette ohne Schweizer Bewilligung.

Die zehn Anbieter im Überblick

Die folgende Übersicht zeigt die zwei bewilligten Veranstalterinnen und acht ausländische Anbieter, die in der Schweiz ohne Bewilligung sind. Die ausländischen Anbieter sind zum Vergleich aufgeführt, nicht als Empfehlung.

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalterin / ausgewiesene Lizenz
Swisslos Sporttip Veranstalter- und Spielbewilligung (BGS) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel
Loterie Romande Jouez Sport Veranstalter- und Spielbewilligung (BGS) Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande)
Betscore keine Schweizer Bewilligung ausgewiesene Lizenz nicht festgestellt
Funbet keine Schweizer Bewilligung ausgewiesene Lizenz nicht festgestellt
WirWetten keine Schweizer Bewilligung ausgewiesene Lizenz nicht festgestellt
Unibet keine Schweizer Bewilligung ausgewiesene Lizenz nicht festgestellt
Cloudbet keine Schweizer Bewilligung ausgewiesene Lizenz nicht festgestellt
ZotaBet keine Schweizer Bewilligung ausgewiesene Lizenz nicht festgestellt
BetFury keine Schweizer Bewilligung ausgewiesene Lizenz nicht festgestellt
GG.BET keine Schweizer Bewilligung ausgewiesene Lizenz nicht festgestellt

Die Spalte zur Schweizer Bewilligung trennt die beiden Gruppen hart. Die zwei oberen Einträge haben eine Veranstalter- und Spielbewilligung nach dem BGS und unterstehen der Aufsicht der Gespa. Die acht unteren Einträge haben keine Schweizer Bewilligung; eine ausgewiesene Lizenz aus einem anderen Land hat in der Schweiz keine Geltung (Art. 4 BGS). Der Hinweis «ausgewiesene Lizenz nicht festgestellt» bedeutet nur, dass die Lizenz nicht ausgewiesen ist – nicht, dass keine Lizenz existiert. Für die Frage, ob in der Schweiz gewettet werden darf, ist das ohne Belang.

Swisslos Sporttip: das volle Programm auf dem Android-Gerät

Swisslos Sporttip ist für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein die einzige legale Adresse für Online-Sportwetten. Die Anwendung bündelt, was am Computer verstreut ist, in einer Ansicht: Wettschein, Quoten, Live-Ticker, Konto.

Bewilligung und Reichweite

Swisslos hat den Sitz in Basel und veranstaltet Sportwetten unter dem Namen Sporttip. Die Bewilligung beruht auf der interkantonalen Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen (IKV 2020) und dem Geldspielgesetz. Das Vertragsgebiet umfasst 19 Deutschschweizer Kantone (AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG, ZH), das Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Wer dort wohnt, kann sich online registrieren.

Die Anwendung im Alltag

Die Sporttip-Anwendung für Android zeigt die Wettmärkte in einer Listenansicht, die man mit dem Daumen durchscrollt. Eine Quote antippen legt sie in den Wettschein; oben erscheint das Einsatzfeld. Sobald Einsatz und Quote stehen, lässt sich die Wette abschicken. Livewetten sind über einen eigenen Reiter erreichbar; Cash-Out funktioniert für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur als vollständiges Cash-Out. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen.

Was die Anwendung kostet – und was sie zurückzahlt

Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote (bei Kombinationen mal Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten) und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Bei einer Einzelwette von CHF 10 auf eine Quote von 2.50 ergibt sich ein Gewinn von CHF 25,00 (10 × 2.50 = 25.00, abgerundet auf CHF 25.00). Bei einer Kombiwette mit drei Quoten von 2.10, 1.80 und 2.40 ergibt sich eine Gesamtquote von 9.07; ein Einsatz von CHF 5 würde CHF 45.35 zurückbringen, abgerundet auf CHF 45.35.

Limits, Fristen und die kleinen Tücken

Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten beträgt CHF 1, der Höchsteinsatz CHF 1’000 und für Systemwetten CHF 10’000. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00. Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Swisslos-Zwecks.

Urteil

Für alle, die in der Deutschschweiz, im Tessin oder in Liechtenstein wohnen, ist Sporttip die einzige legale Adresse, und die Anwendung macht daraus einen bequemen Alltagsbegleiter. Wer mit dem Handy wettet, bekommt hier denselben Schutz wie am Computer, dieselben Spielregeln und dieselbe Auszahlung auf das eigene Schweizer oder Liechtensteiner Konto. Wer ein grösseres Wettprogramm oder eine breitere Quotenauswahl sucht, findet sie hier nicht – sie existiert in der Schweiz nicht.

Loterie Romande Jouez Sport: die Westschweizer Adresse

Die Loterie Romande betreibt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone. Sie ist kleiner als Swisslos, gemessen am Wettprogramm, und sie ist regional verankert.

Bewilligung und Reichweite — Loterie Romande Jouez Sport

Die Loterie Romande hat ihre Kontaktadresse in Lausanne und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende. Sie veranstaltet Jouez Sport für die Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Wer dort wohnt, kann sich online registrieren und in der Anwendung oder auf der Webseite wetten.

Die Anwendung im Alltag — Loterie Romande Jouez Sport

Die Anwendung der Loterie Romande ist auf Französisch; sie folgt den gleichen Schritten wie Sporttip, mit einer anderen Oberfläche. Die Quotenliste ist sortiert nach Sportart und Wettbewerb; eine Quote antippen legt sie in den Wettschein. Livewetten sind verfügbar, soweit das Programm sie anbietet; Cash-Out und andere Funktionen richten sich nach dem, was die Loterie Romande in ihren Bedingungen festhält.

Zahlungen, Auszahlung und was die Loterie anders macht

Die Loterie Romande akzeptiert die in der Schweiz üblichen Zahlungswege; die genauen Methoden stehen in den Bedingungen des Anbieters. Auszahlungen erfolgen auf ein Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto des Kontoinhabers; eine Auszahlung auf ein Konto einer anderen Person ist nicht möglich. Für Westschweizer Spielende ist das der normale Weg; für Deutschschweizer ist die Loterie Romande keine Option, weil das Vertragsgebiet nicht übereinstimmt.

Urteil — Loterie Romande Jouez Sport

Wer in Genf, Lausanne, Sitten, Neuenburg, Delsberg oder Freiburg wohnt, findet hier die einzige legale Online-Adresse für Sportwetten. Die Anwendung ist schlank, der Zugang ist klar geregelt, die Spielregeln folgen dem Bundesgesetz. Wer die Westschweizer Quote gewohnt ist, wird sich hier zurechtfinden; wer ein grösseres Programm sucht, wird es anderswo in der Schweiz nicht finden.

Ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung

Die folgenden acht Anbieter sind in der Schweiz ohne Bewilligung. Sie werden hier beschrieben, weil Schweizer Spielende ihnen begegnen, nicht weil sie empfohlen werden.

Betscore

Betscore ist ein Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Eine ausgewiesene Lizenz aus einem anderen Land hat in der Schweiz keine Geltung (Art. 4 BGS); die Domain kann auf der Sperrliste der Gespa stehen. Für Schweizer Spielende bedeutet das: kein Anschluss an das Schweizer Ausschlussregister, keine Schweizer Rekursstelle, im Konfliktfall kein Schweizer Recht. Die technische Funktionalität auf dem Android-Gerät ist dabei für die Rechtslage unerheblich.

Funbet

Funbet fällt in dieselbe Kategorie: keine Schweizer Bewilligung, keine ausgewiesene Lizenz mit Geltung in der Schweiz. Die Domain kann auf der Sperrliste stehen. Wer hier wettet, setzt gegen das Schweizer Geldspielrecht; die Konsequenzen trägt der Anbieter, nicht zwingend der Spielende, aber Schutz und Auszahlungssicherheit nach Schweizer Standard fehlen.

WirWetten

WirWetten ist ein weiterer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Die ausgewiesene Lizenz, soweit feststellbar, hat in der Schweiz keine Geltung. Technisch gesehen steht das mobile Angebot einer Schweizer App in nichts nach. Doch der entscheidende Punkt ist die fehlende Aufsicht der Gespa und der mangelnde Anschluss an das Schweizer Spielerschutz-System.

Unibet

Unibet ist in mehreren europäischen Märkten tätig, in der Schweiz aber ohne Bewilligung. Die Marke ist bekannt; die Lizenz, auf die sie sich stützt, gilt hier nicht. Auch wenn die Bedienung der mobilen Anwendung flüssig wirkt, bleibt der Rechtsrahmen das Problem: Da die erforderliche Bewilligung fehlt, geniesst der Spielende hier keinen Schutz nach BGS.

Cloudbet

Cloudbet fällt in die Kategorie der Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Eine ausgewiesene Lizenz ist nicht feststellbar; sollte eine Lizenz aus einem anderen Land existieren, hat sie in der Schweiz keine Geltung. Funktional bietet die Plattform zwar Zugang auf dem Mobilgerät, aber es fehlt das Fundament: Wer hier wettet, setzt ohne Schweizer Schutz und ohne die Sicherheit einer behördlichen Aufsicht.

ZotaBet

ZotaBet ist ein Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Die ausgewiesene Lizenz, soweit feststellbar, hat in der Schweiz keine Geltung. Wer hier wettet, hat keinen Zugang zum Schweizer Ausschlussregister und keine Schweizer Rekursstelle. Die Bedienung der Anwendung ändert daran nichts.

BetFury

BetFury fällt in dieselbe Kategorie. Die Domain kann auf der Sperrliste der Gespa stehen; die Sperrliste wird regelmässig aktualisiert. Eine ausgewiesene Lizenz mit Geltung in der Schweiz ist nicht feststellbar. Für den Spielenden heisst das: kein Schweizer Schutz, kein Schweizer Recht im Konfliktfall.

GG.BET

GG.BET ist auf E-Sport ausgerichtet und in der Schweiz ohne Bewilligung. E-Sport steht nicht in der Liste der Gespa der bewilligten Sportarten und Wettbewerbe; eine Wette auf ein E-Sport-Ereignis ist in der Schweiz nicht von einer Schweizer Bewilligung gedeckt. Die Anwendung funktioniert auf dem Android-Gerät; die Frage bleibt dieselbe.

Häufige Fragen

Welche Sportwetten-Anwendungen für Android sind in der Schweiz zulässig?

In der Schweiz dürfen nur Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport Sportwetten anbieten. Beide haben je eine Anwendung für Android; jede ist nur für Spielende mit Wohnsitz im eigenen Vertragsgebiet zugänglich. Anwendungen ausländischer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung sind nicht zulässig; ihre Domains können auf der Sperrliste der Gespa stehen.

Müssen auf dem Mobilgerät dieselben Verlustlimiten gesetzt werden wie am Computer?

Ja. Die Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gelten für das Spielerkonto und damit für jeden Zugangsweg: Anwendung, Webseite, Verkaufsstelle. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden (so die Frist bei Swisslos; das Gesetz sieht an dieser Stelle 24 Stunden vor). Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage möglich.

Welche Risiken bestehen bei Wett-Anwendungen ausländischer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung?

Eine ausländische Bewilligung hat in der Schweiz keine Geltung (Art. 4 BGS). Der Spielende hat keinen Zugang zum Schweizer Ausschlussregister, keine Schweizer Rekursstelle, und im Verfahren gegen den Anbieter können Einsätze und Gewinne eingezogen werden. Die Anwendung auf dem Android-Gerät funktioniert; der Schutz nach BGS fehlt. Wer dennoch spielt, sollte sich bewusst sein, dass er ohne dieses Schutznetz wettet.

Wie wird der Gewinn einer mobil platzierten Wette aus Einsatz und Quote berechnet?

Der Gewinn ergibt sich aus dem Einsatz multipliziert mit der Quote. Bei einer Einzelwette von CHF 10 auf eine Quote von 2.50 beträgt der Gewinn CHF 25.00. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Einzelquoten zur Gesamtquote; ein Einsatz von CHF 5 auf drei Quoten von 2.10, 1.80 und 2.40 ergibt eine Gesamtquote von 9.07 und einen Gewinn von CHF 45.35. Der Betrag wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet.

Ab welchem Alter und mit welchem Wohnsitz ist die Registrierung möglich?

Die Registrierung ist ab 18 Jahren möglich, mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt im Vertragsgebiet der jeweiligen Veranstalterin (Swisslos: Deutschschweiz, Tessin, Liechtenstein; Loterie Romande: Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf, Jura). Es darf keine Spielsperre bestehen; jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Identität wird per Ausweis verifiziert.

Was passiert mit einer Livewette, die nach dem tatsächlichen Wettausgang platziert wird?

Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. In spielentscheidenden Situationen – Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid – kann die Veranstalterin Wetten mit Quote 1.00 werten. Der Einsatz wird in diesem Fall zurückbezahlt, weil die Quote 1.00 den Einsatz als Gewinn ausweist.

Inhalt erstellt vom Team «gratiswetteinfo»