Freiwetten für Neukunden in der Schweiz 2026: Was Swisslos & Loterie Romande wirklich bieten

Updated Oktober 2026
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Ein Smartphone liegt mit dem Display nach unten auf einem Holztisch neben einem Wasserglas.

Oktober 19, 2026 · geprüft gegen die Statuten und Spielbedingungen von Swisslos und Loterie Romande sowie gegen das Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51).

Die Loterie Romande erlaubt Einzahlungen auf das Spielerkonto von höchstens CHF 10'000 pro 30 Tage.

Wer in der Schweiz nach «Freiwette für Neukunden» sucht, stösst zuerst auf ein Hindernis, das viele Ratgeber überspringen: In der Schweiz dürfen nur zwei Veranstalterinnen Sportwetten anbieten, Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Beide brauchen für Gratisspielguthaben die vorgängige Zustimmung der Gespa, und beide haben Vertragsgebiete, die sich gegenseitig ausschliessen. Daraus folgt eine einfache Regel: Wer im deutschsprachigen Raum wohnt, kann nur bei Swisslos ein Konto eröffnen, wer im Westschweizer Raum wohnt, nur bei Loterie Romande; Freiwetten sind dort jeweils integrierte Aktionen mit kleinen Beträgen, klaren Fristen und einer Bedingung, die im Marketing fehlt, nämlich dass das Guthaben nicht auszahlbar ist.

Was eine Freiwette in der Schweiz überhaupt meint

Im Schweizer Sprachgebrauch steht Gratisspielguthaben für einen Betrag, den Swisslos oder die Loterie Romande einem verifizierten Konto gutschreiben, ohne dass die volle Einzahlung verlangt wird. Auf dem Markt wird dafür oft Freiwette oder Gratiswette gesagt; im Statut der beiden Veranstalterinnen heisst es Gratisspielguthaben, und das Geldspielgesetz spricht von einer unentgeltlichen Spielteilnahme. Inhaltlich laufen die Begriffe auf dasselbe hinaus: Der Betrag wird auf dem Wallet gutgeschrieben, er lässt sich für Wetten einsetzen, aber er wird beim Versuch einer Auszahlung storniert. Genau diese letzte Bedingung entscheidet, was das «Gratis» wert ist, und sie kommt in fast allen Bedingungen als erster Punkt vor.

Der Boden einer Sporthalle aus poliertem Parkett mit einem einzelnen Handball in der Mitte, Licht fällt durch hohe Fenster.
Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura.

Eine Aktion, die wie eine Freiwette aussieht, ist deshalb eher eine Vorab-Gutschrift mit kurzer Haltbarkeit. In der Westschweiz hiess die zuletzt dokumentierte Aktion «JouezSport – Patinoires et Stades»: Zwischen 17. Dezember 2025 und 10. März 2026 konnte an sieben Aktionstagen im verifizierten Konto ein Code eingegeben werden, wer das innerhalb von sieben Tagen tat, bekam CHF 10 Spielguthaben, befristet auf 30 Tage, insgesamt 7’000 Stück, und das Guthaben war ausdrücklich nicht auszahlbar. Die Aktion war an sieben Daten gebunden, nicht durchgängig offen. Wer die Aktion verpasst hat, hat die Freiwette verpasst.

Bei Swisslos verändert sich das Bild über die Zeit. Promo-Aktionen gibt es pro Saison mehrfach; ihre Form ist nicht «1xBet-100-Prozent», sondern sie läuft eher über Quotenboosts, den Kombiboost oder zeitlich befristete Aktionen. Der Begriff «Neukunden-Freiwette» ist im Schweizer Markt also weniger ein festes Produkt als ein gelegentliches Aktionsformat, das der Veranstalter mit Gespa-Genehmigung durchführt. Wer eine bestimmte Aktion erwartet, sollte vor der Registrierung in den Teilnahmebedingungen nachlesen, was in dieser Woche läuft.

Rechtslage: Warum es nur zwei Anbieterinnen gibt

Die Rechtslage für Sportwetten in der Schweiz ruht auf dem Geldspielgesetz, das seit 1. Januar 2019 in Kraft ist, und auf der Interkantonalen Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen, die am 20. Mai 2019 beschlossen wurde und seit 1. Januar 2021 die Aufsicht durch die Gespa trägt. Das Gesetz bezeichnet Sportwetten als Grossspiele und verlangt pro Veranstalterin eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung. Die Kantone haben den Kreis der zugelassenen Veranstalterinnen bewusst eng gehalten: Swisslos, mit Sitz in Basel, organisiert die Sporttip für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein; die Loterie Romande, mit Sitz in Lausanne, organisiert Jouez Sport für die sechs Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura.

Ein hölzerner Richterhammer ruht auf einem dunklen Schreibtisch im Seitenlicht.
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden; eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden.

Eine zweite Schranke kommt hinzu: Wer in der Schweiz wohnt, kann in der Praxis nur dort ein Konto eröffnen, wo der Wohnsitz im Vertragsgebiet liegt. Eine Tessinerin kann sich nicht bei Jouez Sport anmelden, ein Waadtländer nicht bei Sporttip. Diese Aufteilung ist nicht ein Vertriebsdetail, sondern Konkordatsrecht. Wer also eine Freiwetten-Aktion sieht, muss zuerst klären, ob sie für das eigene Vertragsgebiet gilt, bevor die Aktionsbedingungen überhaupt zur Diskussion stehen.

Gratisspielguthaben fällt unter Artikel 75 Absatz 2 BGS und braucht die vorgängige Zustimmung der Aufsicht. Im Jahr 2025 hat die Gespa 24 solcher Bewilligungen an Loterie Romande erteilt und 8 an Swisslos. Eine hohe Zahl, gemessen daran, dass die Spielauswahl, das Wettprogramm und die Limits ohnehin eng definiert sind. Werbeaktionen mit Geld, die ungeprüft laufen, sind in der Schweiz nicht zulässig.

Spielerschutz: Wer ein Konto bekommt und wer nicht

Die Hürden für ein Neukundenkonto beginnen vor der ersten Einzahlung. Swisslos verlangt für die Online-Registrierung mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet. Wer bereits in einer Spielsperre eingetragen ist, bekommt kein Konto, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Identität wird aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und mit Adressdatenbanken abgeglichen. Das ist nicht Bürokratie um der Bürokratie willen, sondern die Voraussetzung dafür, dass eine Auszahlung später überhaupt möglich ist; Gewinne gehen nur auf ein Konto, das auf den eigenen Namen lautet.

Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen die Spielenden Verlustlimiten setzen, und zwar für 1, 7 und 30 Tage. Die Obergrenze liegt bei CHF 9’999, für unter 21-Jährige bei CHF 1’000. Freiwillig lässt sich zusätzlich eine Einzahlungslimite für eine rollende Periode von 30 Tagen setzen. Eine Senkung dieser Limite gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Das ist die eigene Bedingung der Veranstalterin und nicht zu verwechseln mit dem Gesetz, das für eine Erhöhung eigentlich «24 Stunden» vorsieht; Swisslos und Loterie Romande schliessen also etwas strenger als den Mindeststandard ab. Wer also plant, das Limit später anzuheben, muss diesen Puffer einplanen.

Eine Sperre lässt sich selbst setzen, produktbezogen und befristet zwischen 1 und 180 Tagen. Sie wird nicht vor Fristablauf aufgehoben, und eine unbefristete Spielsperre wird in ein schweizweites Register eingetragen, das auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos gilt und für Liechtenstein mitgreift. Das ist die Verbindung zur Gespa-Sperrliste, in der ausländische Domains per DNS-Sperre für Schweizer Nutzer blockiert werden. Wer sich dort hat eintragen lassen, kann von beiden Veranstalterinnen nicht mehr spielen.

Freiwetten, Quotenboosts und Bonusmodelle im Vergleich

Die Schweizer Veranstalterinnen setzen auf drei Aktionsformen: das Gratisspielguthaben, das Quoten- und Profitboost und den Kombiboost. Sie funktionieren unterschiedlich, deshalb lohnt sich der Blick in die Mechanik.

Gratisspielguthaben. Die CHF-10-Aktion von Loterie Romande ist das Muster: ein Code wird im verifizierten Konto eingegeben, das Guthaben wird auf dem Wallet gutgeschrieben, mit einer Frist von 30 Tagen, und es ist explizit nicht auszahlbar. Wer eine Wette gewinnt, bekommt den Nettogewinn ausbezahlt, der Einsatz selbst wandert zurück auf das Wallet und wird nicht ausgeschüttet. Auf einer Wette zu Quote 1.90 brächte das ungefährlich wirkende Setup rechnerisch etwa den halben Euro pro Franken Aktion, wenn man die Haltedauer mitnimmt.

Quotenboost und Profitboost bei Sporttip. Beide gelten nur online, der Quotenboost für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, der Profitboost für ein definiertes Sportereignis. Beide sind pro Person nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert. Sobald ein Cash-Out läuft, verfällt der Boost. Wer eine Hochquotenaktion ausnutzen will, sollte sich also vorher überlegen, ob er das Spiel wirklich durchziehen will, weil ein vorzeitiger Ausstieg den Vorteil wegnimmt.

Kombiboost. Der Boost erhöht den Nettogewinn und nicht den Bruttogewinn. Die Skala beginnt bei vier Voraussagen mit Mindestquote 1.50: 5 Prozent Bonus auf den Nettogewinn, bei sieben Voraussagen 20 Prozent, bei zehn 40 Prozent und bei fünfzehn Voraussagen 100 Prozent. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert, und der Mindesteinsatz pro Wette ist CHF 1. Höchsteinsatz ist CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombiwette und CHF 10’000 pro Systemwette. Wer einsteigt, sollte mit kleineren Stakes beginnen, weil bei jeder Erhöhung die Coupon-Wahrscheinlichkeit sinkt, auch wenn der relative Bonusanteil wächst.

Was eine Aktion nominell wert ist

Eine Freiwette, die nicht auszahlbar ist, wird am besten über das gemessen, was sie an einem realen Markt abwirft. Eine Faustregel: Für eine Freiwette über CHF 10 zu Quote 1.90 auf einem Zwei-Wege-Markt, dessen Auszahlungsanteil 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) ≈ 95 Prozent beträgt, ergibt sich im Mittel ein Nettogewinn von ungefähr CHF 10 × (1,90 − 1) ÷ 1,90 × 0,95, also rund CHF 4,50. Diese Zahl ist eine Schätzung; sie ist nicht garantiert, sie hält eine Bandbreite, und sie sagt nichts über die Wahrscheinlichkeit einer einzelnen Wette aus. Sie macht aber sichtbar, warum die CHF 10 nominell kaum einen vollen Zehner wert sind: Der Nennwert ist das, was die Aktion verspricht; der Wert ist das, was am Ende tatsächlich auf dem Konto landet.

Der Wert einer Aktion ist also nicht der Nennwert. Wenn die Aktion «10 Franken Freiwette» heisst, ist sie nicht 10 Franken wert, sondern der erwartete Nettogewinn, den sie auf einem gewählten Markt überhaupt ausschütten kann. Die Faustregel zeigt auch, warum Quotenboosts und Kombiboosts in der Bilanz oft wichtiger werden als die nackte Freiwette: Sie wirken auf reale Gewinne, nicht auf einen Bonus, der am Ende storniert wird.

Welche Bedingungen vor der Kontoeröffnung wichtig sind

Drei Bedingungen entscheiden, was eine Aktion wirtschaftlich bedeutet, und sie stehen in den Spielregeln, nicht in der Werbung:

Zahlungswege und Auszahlungsregeln

Die Zahlung entscheidet, wie schnell eine Freiwette und ihre Gewinne ankommen. Swisslos akzeptiert mehrere Online-Zahlungswege und den Einzahlungsschein, wobei die Obergrenze für den Wallet-Kauf bei CHF 20 beginnt und die Aufladung selbst durch das Wallet-Guthaben gedeckelt ist; ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet CHF 9’999 nicht überschreitet. PostFinance Pay ist eine der akzeptierten Methoden, die Transaktion wird direkt in der PostFinance App bestätigt. Bei Loterie Romande sind die zulässigen Wege in den Bedingungen aufgeführt, und die Höchstbeträge pro Periode gelten unabhängig vom Zahlweg.

Die Auszahlung bei Swisslos geht auf ein Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto, das auf den eigenen Namen lauten muss. Die Überweisung erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen; bei Gewinnen über CHF 1’000 verkürzt sich das auf 3 Arbeitstage, sofern die IBAN schon hinterlegt ist. Bei Loterie Romande werden Gewinne bis CHF 1’000 direkt auf das Wallet gebucht, Gewinne darüber auf die angegebene IBAN überwiesen. Anonyme oder Kryptowährungs-Auszahlungen gibt es bei beiden Schweizer Veranstalterinnen nicht, und das ist im Geldspielgesetz so verlangt: Auszahlungen erfolgen nur auf das eigene Zahlungskonto.

Die Plattformen im Überblick

Schweizer Sportwetten werden nur von zwei Veranstalterinnen angeboten; jede bedient ihr Vertragsgebiet, jede nutzt ein eigenes Produkt, und jede hat eigene Spielregeln. Alle weiteren Buchmacher, die Schweizer Spielerinnen und Spieler im Netz antreffen, besitzen keine Schweizer Bewilligung und sind nach Art. 4 BGS im Inland ohne Rechtswirkung.

Swisslos Sporttip

Swisslos ist eine Genossenschaft mit Sitz in Basel, gegründet und organisiert von 20 Kantonen und dem Fürstentum Liechtenstein. Das Sportwetten-Produkt heisst Sporttip und gilt in den Kantonen AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG, ZH, im Tessin und in Liechtenstein. Eine Online-Registrierung setzt Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet voraus, ein Mindestalter von 18 Jahren und keine bestehende Spielsperre. Sporttip umfasst das volle Pre-Match- und Livewetten-Programm mit Einzel-, Kombi- und Systemwetten, dazu Quoten- und Profitboosts sowie den Kombiboost. Quotenboosts erhöhen die Quote, der Profitboost den Nettogewinn, beide wirken nur online, sind pro Person einmal nutzbar, und ein Cash-Out lässt den Boost verfallen.

Die Stärke von Sporttip ist die Verbindung von Aktionen mit dem normalen Wettangebot. Wer höhere Quoten möchte, kann eine Quotenboost-Aktion nutzen; wer mehrere Spiele kombiniert, holt sich den Kombiboost, dessen Skala bei vier Tipps mit Mindestquote 1.50 beginnt und bei fünfzehn Voraussagen 100 Prozent Bonus auf den Nettogewinn gibt. Schwachpunkt bleibt der Aktionsrahmen: Promos laufen nur, wenn die Gespa sie bewilligt hat, und sie sind in der Zahl begrenzt. Wer Sporttip wählt, akzeptiert die Schweizer Spielregeln, das geschlossene Wettprogramm und die Auszahlungswege, dafür gibt es die volle Gespa-Aufsicht, eine Verbindung zur Spielsperre und die volle Auszahlung der Gewinne.

Loterie Romande Jouez Sport

Die Loterie Romande betreibt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sitz ist Lausanne, Avenue de Provence 14, sie zählt 2’350 Verkaufsstellen und 221 Mitarbeitende. Online-Konten gibt es für Bewohnerinnen und Bewohner des Vertragsgebiets mit Ausweis und Wohnsitznachweis; Gewinne bis CHF 1’000 werden direkt auf das Wallet gebucht, höhere Gewinne auf die hinterlegte IBAN, und das gesamte Wallet pro 30 Tage ist auf CHF 10’000 gedeckelt.

Inhaltlich ist Jouez Sport eine etwas kleinere Plattform als Sporttip, dafür mit Freiwetten-Aktionen, die einen festen Namen tragen. Die Aktion «Patinoires et Stades» lief an sieben Aktionstagen und verteilte CHF 10 Gratisspielguthaben 7’000-mal in der ganzen Saison, die Code-Eingabe musste innerhalb von 7 Tagen erfolgen, das Guthaben war 30 Tage gültig, und es war ausdrücklich nicht auszahlbar. Solche Aktionen sind genau die Marke, die der Begriff «Freiwette für Neukunden» auf diesem Markt abbildet: kleine Beträge, klar befristet, mit Code und Bedingungen in den Teilnahmebedingungen dokumentiert.

FortuneJack, Pribet, Rabona, WirWetten, BetOnRed, Fezbet, 22Bet, X3Bet

Diese Marken gehören zur Gruppe der Buchmacher ohne Schweizer Bewilligung. Sie tauchen in Werbung und Vergleichsportalen auf, weil Schweizerinnen und Schweizer sie über Werbung im Ausland erreichen. Nach Art. 4 BGS hat eine ausländische Lizenz in der Schweiz keine Wirkung; die Gespa führt diese Domains auf der Sperrliste, Schweizer Internetprovider sperren sie auf DNS-Ebene, und die Eintragung in ein Schweizer Ausschlussregister (Spielsucht-Sperre) gilt dort nicht. Wer dort einzahlt, hat keinen Schweizer Rechtsweg, keine Schweizer Spielsperre und keine Garantie, dass eine Auszahlung überhaupt erfolgt; das Geld fliesst auf ein Konto im Ausland, und die Steuerpraxis im Kanton Thurgau behandelt ausländische Wettgewinne als voll steuerbares Einkommen unabhängig vom Betrag.

Dass diese Marken dennoch erwähnt werden, hat einen Grund: Wer in der Schweiz «Freiwette Neukunden» sucht, sieht sie in den Suchergebnissen. Eine vollständige Übersicht kann sie also nicht überspringen; sie muss sie aber als das einordnen, was sie sind: nicht zugelassene Anbieter, deren Anziehungskraft in der Werbung und im Bonusumfang liegt, deren Schutz aber weder in der Schweiz noch faktisch über Schweizer Banken greift. Wer sich für eine Aktion interessiert, sollte vorher prüfen, ob die Marke auf der Gespa-Sperrliste steht und ob die IBAN-Auszahlung tatsächlich ankommt.

Vom Inhalt her sind diese Marken Freebet-orientiert: hohe Nominalbeträge auf die erste Einzahlung, oft mit Mindestquote und Umsatzbedingungen, manchmal mit Freebet-Stake ohne Auszahlung. Wer eine ausländische Freiwette annimmt, akzeptiert diese Mechanik, die in der Schweiz durch Art. 75 Abs. 2 BGS gerade ausgeschlossen ist; im Inland fallen solche Angebote unter den Tatbestand von Art. 74 Abs. 3 BGS und sind als Werbung für nicht bewilligte Geldspiele buchgeldbewehrt.

Was eine Freiwette wirklich kostet

Der Mechanismus hinter jeder Aktion ist einfach, aber nicht offensichtlich: Eine Freiwette ist ein fest versprochener Betrag, der ohne Einzahlung auf das Wallet gebucht wird. Was am Ende bleibt, ist die Frage, was die Wette, auf die das Guthaben gesetzt wird, an durchschnittlichem Nettogewinn abwirft. Das hängt von zwei Grössen ab: der Quote und der Auszahlungsquote des Marktes, auf dem gewettet wird.

Beispielrechnung mit dem häufigsten Fall, einer Zwei-Wege-Wette zu 1.90 / 1.90: Der Markt gibt 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) ≈ 0,95 oder 95,0 Prozent zurück; die Marge des Buchmachers liegt bei 5,0 Prozent. Ein CHF-10-Guthaben, das auf diesen Markt gesetzt wird, hat im Mittel einen Nettogewinn von 10 × (1,90 − 1) ÷ 1,90 × 0,947, also rund CHF 4,49. Auf einer einzigen Wette liegt das Ergebnis irgendwo zwischen 0 und 9 CHF; im Mittel sind es etwa 4,50. Das ist der Erwartungswert, kein Versprechen.

Zwei Dinge werden an dieser Rechnung sichtbar: Erstens ist die Marge des Markts der einzige grosse Hebel, den der Buchmacher hat; auf einem 1.50/2.50-Markt sind es nur etwa 80 Prozent Auszahlung, und der Erwartungswert sinkt entsprechend. Zweitens ist der Erwartungswert an die Haltedauer gekoppelt: Wer das Guthaben in 30 Tagen nicht einsetzt, ist den vollen Nennwert los. Was auf den ersten Blick wie ein Geschenk aussieht, ist also eine Wette mit Wahrscheinlichkeit, dass sie einen Teil des Nennwerts nicht zurückgibt.

Bei der Frage, was eine Aktion «wert» ist, sollte das Bild also drei Grössen tragen: den Nennwert, den Erwartungswert und die Haltedauer. Wer nur den Nennwert nimmt, sieht das Marketing; wer den Erwartungswert nimmt, sieht den Mechanismus; wer die Haltedauer mitrechnet, sieht den wirtschaftlichen Anteil. In dieser Reihenfolge argumentiert schliesslich auch jede Gespa-Bewilligung: Deren Kern ist nicht der Wunsch nach grossen Boni, sondern der Wunsch, dass das Werben um Geld klar und nicht irreführend ist.

Steuerliche Lage: Was Gewinne in der Schweiz auslösen

Wettgewinne aus Grossspielen sind grundsätzlich einkommensteuerfrei bis zu einem Freibetrag pro Einzelgewinn, und der Freibetrag startet pro 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000. Wer also unter dem Freibetrag bleibt, hat nichts zu melden; wer ihn überschreitet, kann die 35 Prozent Verrechnungssteuer, die der Veranstalter direkt abzieht, über die Steuererklärung zurückholen. Die kantonalen Freibeträge unterscheiden sich, weshalb die Aussage «je nach Kanton» der genauere Weg ist.

Wer bei einem ausländischen Anbieter spielt, hat eine andere Lage: Ausländische Wettgewinne fallen in mindestens einem Kanton unter die volle Einkommensteuerpflicht, unabhängig von der Höhe. Das ist eine Praxisentscheidung und keine Bundesregel, sie gilt aber als die Position, an der sich ein allfälliger Streit entscheidet. Wer mit Blick auf die Steuerfreistellung spielt, sollte sich also auf die Schweizer Veranstalterinnen konzentrieren, nicht auf ausländische Marken.

Werbe- und Bonusregeln: Warum die Angebote klein bleiben

Werben für Geldspiele, die in der Schweiz nicht bewilligt sind, ist verboten und mit Busse bis zu CHF 500’000 bedroht. Das erklärt, warum ausländische Buchmacher in der Schweiz im Internet über DNS gesperrt sind und warum die Werbung von ausländischen Freiwetten in Schweizer Medien praktisch nicht vorkommt. Wer mit Gespa-Bewilligung wirbt, darf das tun, muss aber irreführende und auf Minderjährige oder gesperrte Personen zielende Werbung vermeiden.

Für Gratisaktionen selbst gilt der erwähnte Artikel 75 Absatz 2 BGS: Gratisspielguthaben braucht die vorgängige Zustimmung der Aufsicht. Daraus folgt die typische Grösse einer Schweizer Aktion: 7’000 Aktionscodes zu CHF 10 ergeben CHF 70’000, eine Aktionsrunde für die ganze Westschweiz; im Jahr 2025 genehmigte die Gespa 24 solche Aktionen für Loterie Romande und 8 für Swisslos. Diese Zahl entspricht der Beobachtung, dass der Schweizer Aktionsumfang kleiner ist als der europäische, und der Grund dafür ist nicht das Marketing, sondern die Bewilligungslage.

Vergleich: Was Aktionen auf den zwei Plattformen unterscheidet

Marke Swiss permit status Veranstalter / Bewilligung
Swisslos Sporttip Bewilligung (Veranstalter- und Spielbewilligung BGS, Aufsicht Gespa) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel
Loterie Romande Jouez Sport Bewilligung (Veranstalter- und Spielbewilligung BGS, Aufsicht Gespa) Société de la Loterie de la Suisse Romande, Lausanne
FortuneJack keine Schweizer Bewilligung Lizenz nicht belegt; ohne Wirkung in der Schweiz
Pribet keine Schweizer Bewilligung Lizenz nicht belegt; ohne Wirkung in der Schweiz
Rabona keine Schweizer Bewilligung Lizenz nicht belegt; ohne Wirkung in der Schweiz
WirWetten keine Schweizer Bewilligung Lizenz nicht belegt; ohne Wirkung in der Schweiz
BetOnRed keine Schweizer Bewilligung Lizenz nicht belegt; ohne Wirkung in der Schweiz
Fezbet keine Schweizer Bewilligung Lizenz nicht belegt; ohne Wirkung in der Schweiz
22Bet keine Schweizer Bewilligung Lizenz nicht belegt; ohne Wirkung in der Schweiz
X3Bet keine Schweizer Bewilligung Lizenz laut Drittquellen Tobique (Kanada); ohne Wirkung in der Schweiz

Die Tabelle trägt drei Aussagen: Welche Marken die Veranstalterbewilligung haben, welche Marke Trägerin der Bewilligung ist und welche Marken genau ohne Bewilligung arbeiten. Wer auf der Suche nach einer «Freiwette für Neukunden» ist, sollte hier zwei Dinge mitnehmen. Erstens: Die einzigen Marken, die im Inland überhaupt eine Freiwette vergeben dürfen, sind die zwei Bewilligten. Zweitens: Wer bei einem nicht bewilligten Anbieter spielt, spielt nicht «ausländisch», sondern «ohne Schweizer Schutz», und der Unterschied ist gross.

Wer zur Plattform passt

Wer im deutschsprachigen Raum oder im Tessin wohnt, landet bei Sporttip, weil nur Swisslos in diesem Vertragsgebiet eine Bewilligung hat. Wer im Westschweizer Raum wohnt, landet bei Jouez Sport. Wer eine konkrete Aktion sucht, sollte in den wöchentlichen Newsletter beider Veranstalterinnen schauen, denn die CHF-10-Codes werden selten im Dauerbetrieb angeboten, sondern an spezifischen Aktionstagen oder Stadionaktionen. Wer besonders hohe Quoten sucht, ist mit Sporttip etwas besser bedient, weil die Quotenboosts laufend verfügbar sind; die Kombiboost-Skala ist lang und reicht bis 100 Prozent Bonus auf den Nettogewinn bei fünfzehn Tipps.

Wer mit kleineren Stakes spielt, ist mit den Swisslos-Limiten (Mindesteinsatz CHF 1, Höchsteinsatz CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombiwette) gut bedient; Systemwetten akzeptieren bis CHF 10’000. Wer ein grösseres Volumen hat, sollte die 72-Stunden-Regel für die Limiterhöhung mitdenken und das Wallet-Limit von CHF 10’000 pro 30 Tage bei Loterie Romande beachten. Wer für mehrere Wochen ein Konto nicht nutzt, sollte vorher klären, ob Gratisspielguthaben verfällt, denn beide Veranstalterinnen führen eine Haltedauer, die nicht unbegrenzt ist.

Wer hingegen nach einer «1xBet-100-Prozent-Willkommensaktion» oder einer 200-Franken-Freiwette sucht, sucht das Produkt eines ausländischen Marktes. Dieses Produkt ist in der Schweiz nicht bewilligt und wird auf der Gespa-Sperrliste geführt; wer es trotzdem nutzt, verlässt das Schutzsystem des BGS und riskiert, dass die Auszahlung im Ausland landet. Die Frage ist nicht, ob das Bonusprogramm eines ausländischen Anbieters besser ist (es ist meist grosszügiger), sondern ob der Preis, den es kostet, in Kauf genommen wird.

Häufige Fragen

Gibt es für Neukunden in der Schweiz Freiwetten, und wer bietet sie an?

In der Schweiz vergeben nur Swisslos mit Sporttip und Loterie Romande mit Jouez Sport Gratisspielguthaben, und beide brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa. Eine durchgehende Willkommens-Freiwette wie im EU-Ausland gibt es nicht; die Aktionen sind befristet, an Code-Eingaben oder Aktionstage gebunden und werden pro Saison mehrmals durchgeführt.

Welche Aktion der Loterie Romande lief zuletzt, und unter welchen Bedingungen wurde Spielguthaben gutgeschrieben?

Die letzte dokumentierte Aktion lief vom 17. Dezember 2025 bis 10. März 2026 an 7 Aktionstagen. Voraussetzung war die Code-Eingabe innert 7 Tagen im verifizierten Konto, das Guthaben betrug CHF 10, war 30 Tage gültig und ausdrücklich nicht auszahlbar, und es wurden insgesamt 7’000 Stück davon ausgegeben.

Ab welchem Alter und mit welchem Wohnsitz ist ein Neukundenkonto möglich?

Sporttip und Jouez Sport eröffnen Konten ab 18 Jahren, mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt im jeweiligen Vertragsgebiet und ohne bestehende Spielsperre. Die Identität wird per Ausweis verifiziert und gegen Adressdatenbanken abgeglichen, eine Person darf sich nur einmal registrieren.

Ist eine Freiwette für Neukunden an eine Einzahlung gebunden?

Eine klassische Einzahlungs-Freiwette wie im EU-Ausland ist nicht das Modell von Swisslos und Loterie Romande. Die dokumentierten Schweizer Aktionen sind an Code-Eingabe, Aktionstag oder Verifikation gebunden und nicht an einen Mindestbetrag auf dem Wallet; das bedeutet aber nicht, dass eine Einzahlung je nach Aktion nicht doch verlangt wird, sondern dass sie im Standardfall nicht der Auslöser ist.

Was bedeutet es, dass Boni für Neukunden nur mit vorgängiger Zustimmung der Gespa möglich sind?

Das Gesetz verbietet Gratisspielguthaben ohne Aufsichts-Genehmigung, damit Werbung nicht irreführend wird und das Schutzsystem greift. Die Aufsichtsbehörde prüft Höhe, Frist und Verteilmechanik, bevor eine Aktion startet; im Jahr 2025 waren es 24 Bewilligungen für Loterie Romande und 8 für Swisslos. Daraus folgt der typische kleine Aktionsrahmen, nicht eine offene Bonus-Lawine.

Worin unterscheiden sich Neukundenaktionen ausländischer Seiten in Bezug auf Schutz und Rechtsweg?

Ausländische Lizenzen haben in der Schweiz keine Wirkung, die Domains werden auf der Gespa-Sperrliste per DNS blockiert, und die Schweizer Spielsperre greift dort nicht. Wer dort einzahlt, hat keinen Schweizer Rechtsweg, läuft in mindestens einem Kanton in die volle Steuerpflicht auf Wettgewinne und riskiert, dass eine Auszahlung technisch nicht ankommt; deshalb sind sie trotz grösserer Boni nicht die sichere Wahl für Schweizer Spielerinnen und Spieler.

Inhalt erstellt vom Team «gratiswetteinfo»