US Open Wetten Schweiz 2026 – wer anbieten darf und was es kostet

Updated Oktober 2026
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Ein hohes Tennisstadion mit geschlossenem Dach, von innen beleuchtet, leere Sitzreihen umschliessen den blauen Hartplatz.

Stand der Daten: Oktober 19, 2026. Geprüft gegen die Gespa-Liste der bewilligten Veranstalter und die Spielregeln von Sporttip.

Das Arthur Ashe Stadium, der Hauptplatz der US Open, fasst 23'771 Sitzplätze, wurde 1997 eröffnet und erhielt 2016 ein schliessbares Dach für 180 Millionen US-Dollar.

Wer in der Schweiz auf die US Open wetten will, hat eine ungewöhnlich klare Ausgangslage: erlaubt sind Wetten nur bei den beiden bewilligten Veranstaltern. Alles andere spielt sich ausserhalb des Gesetzes ab – mit allen Konsequenzen für Schutz, Auszahlung und Steuer. Die Ausgabe 2026 ist bereits gespielt (30. August bis 13. September 2026, Hartplatz in Flushing Meadows); wer jetzt sucht, plant die nächste Ausgabe. Die folgende Übersicht zeigt, was für Wetten erlaubt ist, welche Quoten üblich sind, was die Veranstalter an Schutz bieten – und was jede Wette im Schnitt kostet.

Spielerschutz bei den US Open – Limiten, Pausen und Sperren

Wer über zwei Wochen täglich Matches setzt, kommt an den eigenen Kontrollen nicht vorbei. Die Gespa verlangt von den Veranstaltern, dass Spielende vor der ersten Teilnahme eigene Höchstwerte für Einsätze oder Verluste festlegen. Bei Swisslos sind das Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage, mit einer Obergrenze von CHF 9’999 (für unter 21-Jährige CHF 1’000). Eine Senkung gilt sofort; wer die Limite erhöhen will, wartet 72 Stunden. Zusätzlich lässt sich freiwillig eine Einzahlungslimite für 30 Tage setzen.

Die Hochhäuser einer Grossstadt in der Dämmerung, gesehen von einem Park, im Vordergrund ein gespanntes Tennisnetz.
Die US Open 2026 fanden vom 30. August bis 13. September 2026 in New York City auf Hartplatz statt.

Drei weitere Hebel stehen bereit. Eine Spielsperre lässt sich produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst auslösen, ohne vorzeitige Aufhebung. Eine unbefristete Sperre wird in das schweizweite Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie in Liechtenstein. Eine freiwillige Pause muss der Veranstalter bis sechs Monate anbieten. Wer aus dem Register ausgetragen werden will, kann das erst nach drei Monaten beantragen, mit einer Fachstelle im Verfahren. Wer gesperrt oder minderjährig ist, hat keinen Anspruch auf Einsatz oder Gewinn – das Geld verfällt, nicht der Veranstalter.

Für die US Open heisst das konkret: vor Turnierbeginn die Tages- und Wochenlimite setzen, am Ball bleiben, und im Verlauf nicht «nachschärfen». Wer nach einer verlorenen Livewette die Limite erhöht, um den Verlust zurückzuspielen, hat die Schutzfunktion schon verfehlt.

Wettarten und Quoten – wie der Preis auf den Sieger entsteht

Auf den Gesamtsieger der US Open wird in der Regel Wochen im Voraus gewettet. Die Quote entsteht aus drei Grössen: der Einschätzung des Veranstalters zur Wahrscheinlichkeit jedes Spielers, der Marge, die der Veranstalter auf das gesamte Marktvolumen legt, und der Nachfrage. Sinkt die Quote auf einen Spieler, hat jemand anders auf ihn gesetzt; die Bewegung selbst ist Information.

Die Marge ist der Anteil, den der Anbieter im Schnitt einbehält. Bei einem Zweiwege-Markt mit Quote 1.90 auf beiden Seiten ergibt sich: Auszahlungsquote = 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) = 1 ÷ (1,0526) ≈ 0.95, also 95 %. Die Marge ist dann 100 % − 95 % = 5 %. Bewegt sie sich nach unten, sinkt die Marge. Ein Markt mit zwei Favoriten-Quoten von 1.70 und 2.20 bringt eine Auszahlungsquote von rund 90 %, die Marge also rund 10 %. Die Spanne, mit der ein Veranstalter auf vergleichbaren Märkten arbeitet, liegt meist zwischen etwa 4 % und 8 % bei Hauptmärkten; auf Ausländermärkten, Langzeitwetten und Spezialwetten ist sie höher. Ein Markt «Turniersieger Herren» ist immer ein Langzeitmarkt – die Quotenmultiplikation vieler Teilnehmer macht die Auszahlungsquote grundsätzlich tiefer als bei einem Einzelmatch.

Sinnvoller als eine «gute» Quote ist ihr Verhältnis zur Marge. Eine verschobene Quote hilft wenig, wenn der Markt insgesamt zu viel einbehält. Wer vergleicht, vergleicht deshalb die Marge, nicht die Zahl.

Üblich sind auf die US Open: Einzelwette auf den Turniersieger, Sieger pro Halbfeld, pro Viertelfeld, Satzwetten, Handicap-Spiele, Über/Unter Spiele, und Livewetten auf laufende Matches. Bei Sporttip zählt die reguläre Spielzeit plus Nachspielzeit; Verlängerung und Tiebreak im Entscheidungssatz der Herren und Damen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder die Wette darauf gerichtet ist – bei Satzwetten auf «Satz 1 gewinnt Spieler A» kann ein Tiebreak im dritten Satz also anders gewertet werden als beim Match-Sieg.

Cash-Out ist bei Sporttip verfügbar – für Einzel-, Kombi- und Langzeitwetten, prematch und live, aber nur online und nur als vollständiger Cash-Out, ohne Teilauszahlung. Der ausgezahlte Betrag ist niedriger als der mögliche Gewinn bei Nicht-Cash-Out, hängt vom Spielstand ab und kann vom Veranstalter jederzeit geändert werden. Es besteht keine Garantie, dass Cash-Out für jeden Markt angeboten wird. Wer Cash-Out nutzt, verzichtet auf einen Teil des erwarteten Werts – er ist eine Versicherung gegen einen späten Spielverlust, keine «Gewinngarantie».

Der Sporttip-Kombiboost gilt nur online und verlangt mindestens vier Voraussagen mit Mindestquote 1.50: 5 % Bonus auf den Nettogewinn bei vier Tipps, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn, 100 % bei fünfzehn. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert; bei Cash-Out verfällt der Boost.

Sport und Turnier – Hartplatz, Spielplan, Rekorde

Die US Open sind das letzte Grand-Slam-Turnier des Jahres, gespielt auf Hartplatz in Flushing Meadows, Queens, New York City. Seit 1978 ist Hartplatz der Belag; davor war es von 1975 bis 1977 Sand und von 1881 bis 1974 Rasen. Erstmals ausgetragen wurde das Turnier 1881 im Newport Casino in Rhode Island; Veranstalter ist die United States Tennis Association (USTA). Im Herreneinzel halten William Larned, Richard Sears und Bill Tilden mit je 7 Titeln den Rekord; im Dameneinzel führt Molla Mallory mit 8 Titeln.

Seit 2022 wird der Entscheidungssatz (dritter Satz Damen, fünfter Satz Herren) bei 6:6 mit einem Tiebreak bis 10 Punkte entschieden, mit zwei Punkten Vorsprung. Davor lief jeder Satz bis 2021 mit einem klassischen Tiebreak bis 7. Für Satzwetten bedeutet das: ein dritter oder fünfter Satz kann auch ohne den elften Game entschieden werden, und der Wettausgang hängt vom Wettprogramm ab. Wer auf «Satz 3 gewinnt Spieler A» setzt, sollte prüfen, ob die Wette mit Tiebreak gewertet wird oder nur bei einem «normalen» Satzgewinn.

Die Ausgabe 2026 lief vom 30. August bis 13. September 2026 auf Hartplatz. Im Herreneinzel gewann Alexander Zverev gegen Ben Shelton 6:3, 7:6(2), 5:7, 6:2; im Dameneinzel gewann Jelena Rybakina gegen Aryna Sabalenka 6:4, 5:7, 6:2. Das Gesamtpreisgeld betrug 108 Millionen US-Dollar, ein Anstieg um 21 % gegenüber dem Vorjahr; die Einzelsieger erhielten jeweils 5’500’000 $. Das Arthur Ashe Stadium, der Hauptplatz, fasst 23’771 Sitzplätze, wurde 1997 eröffnet und erhielt 2016 ein schliessbares Dach für 180 Millionen US-Dollar.

Für Wetten bedeutet das: die zwei Wochen sind dicht, mit Herren- und Dameneinzel parallel; Achtelfinale, Viertelfinale, Halbfinale und Finale fallen meist auf das zweite Wochenende. Langzeitquoten bewegen sich in den ersten Tagen am stärksten; wer früh setzt, akzeptiert weniger Information, wer spät setzt, zahlt dafür tendenziell mit engeren Quoten.

Buchmacher für die US Open – die Schweizer Veranstalter im Test

Veranstalter Schweizer Bewilligung Zuständigkeit / Organisation
Swisslos Sporttip Bewilligung (Grossspiel, BGS) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel; Vertragsgebiet Deutschschweiz, Tessin, Liechtenstein
Loterie Romande Jouez Sport Bewilligung (Grossspiel, BGS) Société de la Loterie de la Suisse Romande, Lausanne; Westschweizer Kantone FR, GE, JU, NE, VD, VS
Rollbit ohne Schweizer Bewilligung Keine Schweizer Veranstalterbewilligung; ausländische Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz
MyStake ohne Schweizer Bewilligung Keine Schweizer Veranstalterbewilligung; ausländische Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz
AmunRa ohne Schweizer Bewilligung Keine Schweizer Veranstalterbewilligung; ausländische Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz
Duelbits ohne Schweizer Bewilligung Keine Schweizer Veranstalterbewilligung; ausländische Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz
Gamdom ohne Schweizer Bewilligung Keine Schweizer Veranstalterbewilligung; ausländische Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz
BetLabel ohne Schweizer Bewilligung Keine Schweizer Veranstalterbewilligung; ausländische Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz
ZotaBet ohne Schweizer Bewilligung Keine Schweizer Veranstalterbewilligung; ausländische Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz
X3Bet ohne Schweizer Bewilligung Ausländische Lizenz berichtet (Tobique, Kanada); ohne Wirkung in der Schweiz

Die Tabelle zeigt, was die Bewilligungslandschaft hergibt: zwei Veranstalter mit Schweizer Bewilligung – Swisslos und Loterie Romande – und eine Reihe ausländischer Anbieter, die in der Schweiz keine Bewilligung haben und deren Lizenz aus dem Ausland hier nichts gilt. Was die Veranstalter im Wettprogramm konkret anbieten, hängt von der Gespa-Liste ab. Diese Liste ist abschliessend: was nicht draufsteht, darf nicht angeboten werden. Ecken- und Kartenmärkte fehlen, esports fehlt, Qualifikationsrunden und Frauenwettbewerbe stehen nur drauf, wenn sie gelistet sind. Das ist der schmalste Spielraum im europäischen Vergleich.

Swisslos Sporttip – wer hier wettet, wettet mit Gespa im Rücken

Swisslos führt Sporttip als Produkt für die Deutschschweizer Kantone, das Tessin und Liechtenstein; Sitz der Genossenschaft ist Basel. Bewilligt ist Sporttip als Grossspiel, Aufsicht führt die Gespa. Wer ein Konto eröffnen will, ist mindestens 18, wohnt im Vertragsgebiet und darf nicht gesperrt sein; die Identität wird gegen Adressdatenbanken geprüft.

Die Mindest- und Höchsteinsätze sind eng: CHF 1 Mindesteinsatz für Einzel- und Kombiwetten, Höchsteinsatz CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombiwette, CHF 10’000 pro Systemwette. Der Veranstalter darf die Limits jederzeit ändern; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Quotenboosts und Profitboosts gibt es nur online, nur prematch, nur als Einzelwette, einmal pro Person, mit Einsatz- und Erhöhungslimiten; bei Cash-Out verfällt der Boost. Livewetten werden auch dann angenommen, wenn das Ereignis nicht live übertragen wird; Wetten nach dem tatsächlichen Eintreffen des Ausgangs zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen kann der Veranstalter Wetten mit Quote 1.00 werten.

Was die Seite von Swisslos für die US Open 2026 konkret im Programm hatte, ist nicht in Gänze dokumentiert – die Gespa-Liste legt nur fest, was angeboten werden darf, nicht was im jeweiligen Saisonfenster live ist. Turniersieger, Match-Sieger, Satzwetten, Handicap und Über/Unter Spiele sind erfahrungsgemäss Standard; Details prüft, wer spielen will, im aktuellen Wettprogramm von Sporttip.

Verdienst: für einen Wettenden, der im Schweizer System spielen will und im Vertragsgebiet von Swisslos wohnt, ist Sporttip der einzige Weg mit voller Aufsicht, mit Zugriff auf die Spielsperre, mit Auszahlung auf ein Konto auf den eigenen Namen und mit gesetzlicher Verlustlimite.

Loterie Romande Jouez Sport – das Pendant für die Romandie

Die Loterie Romande führt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura; Sitz ist Lausanne, mit 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitenden. Die Bewilligungslage ist dieselbe wie bei Swisslos: Grossspiel unter dem Geldspielgesetz, Aufsicht durch die Gespa. Wer im Vertragsgebiet wohnt, kann online ein Konto eröffnen; die Spielregeln von Sporttip und Jouez Sport sind im Rahmen des Konzessionsrechts weitgehend deckungsgleich, mit kantonal angepassten Vertriebsformen und Limits.

Für die US Open 2026 heisst das: für Wettende mit Wohnsitz FR, GE, JU, NE, VD oder VS ist Jouez Sport der einzige Weg, im Schweizer System zu spielen. Wer im Vertragsgebiet von Swisslos wohnt, kann dort kein Konto eröffnen, und umgekehrt – die Online-Konten sind regional geschlossen.

Verdienst: für Romands die einzige bewilligte Online-Plattform mit Gespa-Aufsicht und Spielsperre. Die Vergleichbarkeit zu Sporttip ist hoch; Unterschiede liegen eher im Wettprogramm pro Tag als in den Regeln.

Offshore-Anbieter ohne Schweizer Bewilligung – was «ohne Bewilligung» konkret heisst

Die übrigen Anbieter in der Tabelle – Rollbit, MyStake, AmunRa, Duelbits, Gamdom, BetLabel, ZotaBet, X3Bet – sind in der Schweiz nicht bewilligt. Eine ausländische Lizenz – Curaçao, Malta, Tobique in Kanada oder ein anderer Standort – hat hier keine Wirkung; das Geldspielgesetz (Art. 4 BGS) verlangt eine Schweizer Bewilligung. Ohne diese Bewilligung anbieten ist eine Straftat: bis zu 3 Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu 5 Jahre (Art. 130 BGS). Wer spielt, wird nicht bestraft – aber: kein Schutz durch die Gespa, kein Zugang zum schweizweiten Sperrregister, keine Schweizer Rekursstelle, und Gewinne können im Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden.

Zusätzlich veröffentlicht die Gespa eine Sperrliste ausländischer Domains, die per DNS für Schweizer Telekomanbieter blockiert werden – Ende 2025 standen 671 Domains auf der Liste. Domains können schnell ersetzt werden, das Vorgehen nennt die Gespa «Domain-Hopping». Wer einen Offshore-Anbieter öffnen will, läuft in diese Logik hinein.

Steuerlich sind Gewinne aus Offshore-Anbietern anders zu behandeln als Gewinne aus Schweizer Bewilligten: keine Verrechnungssteuer, aber je nach Kanton – Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen ohne Freibetrag als steuerbares Einkommen – eine vollständige Besteuerung. Schweizer gewinnen dort eine andere Besteuerung, kein zusätzliches Sicherheitsnetz.

Verdienst: ein Offshore-Anbieter ohne Schweizer Bewilligung ist für Schweizer Wettende keine «sichere Wahl». Wer aus Neugier auf das breitere Wettprogramm oder höhere Quoten geht, akzeptiert damit bewusst das fehlende Schutzregime, die fehlende Schweizer Aufsicht und das Risiko der DNS-Sperre.

Einordnung – was die Bewilligungslage für die Wahl des Anbieters bedeutet

Die Schweizer Bewilligungslage reduziert die Auswahl auf zwei Veranstalter und schliesst gleichzeitig aus, was bei internationalen Anbietern Standard wäre: Kartenmärkte, Spielerwetten auf untere Ränge, esports, manche Live-Spezialwetten. Wer aus dieser Enge wählt, wählt Schutz und Aufsicht; wer sie umgeht, spielt ausserhalb des Gesetzes.

Die Gespa-Liste ist ein zweiter Engpass: nicht alles, was bei Sporttip «eingestellt» werden könnte, darf angeboten werden – die Liste ist abschliessend. Das schützt vor ungeprüften Märkten und schmälert gleichzeitig die Auswahl. Ein Wettender, der auf der Suche nach Spezialmärkten ist, findet in der Schweiz wenig; ein Wettender, der mit Gesamt- und Matchsiegern, Sätzen und Über/Unter auskommt, ist mit Sporttip oder Jouez Sport vollständig versorgt.

Für die US Open 2027 gilt: das Turnier wird im gewohnten Fenster Ende August bis Anfang September stattfinden, Hartplatz, Flushing Meadows. Wer früh plant, setzt Limiten, prüft den Wettplan und entscheidet sich für eine bewilligte Plattform – alles andere ist eine bewusste Entscheidung gegen das Schweizer Schutzsystem.

Rechtslage und Besteuerung – was erlaubt ist und was das Finanzamt sieht

Rechtsgrundlage ist das Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019). Online-Sportwetten sind ein Grossspiel (Art. 3 lit. c und e); Aufsichtsbehörde ist die Gespa, nicht die ESBK, die nur Casinos beaufsichtigt. Eine Bewilligung besteht aus der Veranstalterbewilligung und der Spielbewilligung pro Spiel (Art. 21–25 BGS); sie gilt nur in der Schweiz (Art. 4 BGS). Per interkantonaler Vereinbarung sind zwei Veranstalter für Lotterien und Sportwetten zugelassen: Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Andere Anbieter sind in der Schweiz nicht zugelassen.

Leere Klappstühle an der Seitenlinie eines Hartplatzes nach Regen, die nasse Fläche spiegelt den grauen Himmel.
Das Gesamtpreisgeld der US Open 2026 betrug 108 Millionen US-Dollar, ein Anstieg um 21 % gegenüber dem Vorjahr.

Was gewettet werden darf, ist eine geschlossene Liste: die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten. Wetten auf Wetter, Politik oder TV-Shows sind nicht erlaubt. Qualifikationsrunden und Frauenwettbewerbe stehen nur drauf, wenn sie gelistet sind. Livewetten sind erlaubt, sofern der Veranstalter eine entsprechende Bewilligung hat. Ecken- und Kartenmärkte fehlen, esports fehlt.

Spielerschutz: ab 18 Jahren, ein Konto pro Person mit verifizierter Identität (Art. 47–52 VGS). Die Spielerinnen und Spieler setzen ihre eigenen Limiten für Tag, Woche und Monat; eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 24 Stunden gesetzlich – Sporttip und Loterie Romande wenden 72 Stunden an. Die Spielsperre ist möglich: befristet für 1 bis 180 Tage oder unbefristet mit Eintrag ins Schweizer Register. Wer aus einer Sperre will, kann das frühestens nach drei Monaten beantragen, mit einer Fachstelle. Gewinne und Einsätze gesperrter oder minderjähriger Personen verfallen (Art. 45 BGS).

Werbung: nicht irreführend, nicht auf Minderjährige oder Gesperrte ausgerichtet (Art. 74 BGS). Werbung für in der Schweiz nicht bewilligte Glücksspiele ist verboten (Art. 74 Abs. 3) und mit Busse bis CHF 500’000 sanktioniert (Art. 131 BGS). Gratiswetten oder Gratisspielguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS). Werbezeiten sind im Gesetz nicht beschränkt. Promo-Codes und Affiliate-Links gehören nicht auf eine redaktionelle Seite.

Steuerlich sind Gewinne aus bewilligten Grossspielen bis zum Steuerfreibetrag einkommensteuerfrei. Die ESTV nennt für den Bund die Schwelle CHF 1’071’000 ab dem 1. Januar 2026 (2025: CHF 1’070’400); die kantonale Schwelle weicht ab, weshalb «je nach Kanton» die zutreffende Formulierung bleibt. Über der Schwelle werden 35 % Verrechnungssteuer abgezogen, die mit der Steuererklärung zurückgefordert werden können. Die typische Wette liegt weit darunter: keine Einkommensteuer, keine Verrechnungssteuer. Eine Wettsteuer auf den Einsatz gibt es in der Schweiz nicht. Gewinne aus ausländischen Grossspielen sind je nach Kanton ohne Freibetrag steuerbar – Thurgau ist das ausdrückliche Beispiel. Für die konkrete Situation: Steuerberater oder kantonale Steuerverwaltung fragen.

Häufige Fragen

Wo darf ich in der Schweiz auf die US Open wetten?

Wetten auf die US Open sind in der Schweiz nur bei den beiden bewilligten Veranstaltern erlaubt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip für die Deutschschweizer Kantone, das Tessin und Liechtenstein sowie die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport für die Westschweizer Kantone FR, GE, JU, NE, VD und VS. Beide führen eine Grossspiel-Bewilligung unter dem Geldspielgesetz; die Aufsicht liegt bei der Gespa. Wer bei einem anderen Anbieter wettet, spielt ohne Schweizer Bewilligung und ohne Schweizer Schutz.

Wie entsteht die Quote auf den Turniersieger, und was sagt die Marge?

Die Quote spiegelt die Wahrscheinlichkeitseinschätzung des Veranstalters, korrigiert um die Marge und die Nachfrage. Bei einem Zweiwege-Markt mit Quote 1.90 auf beiden Seiten ergibt sich rechnerisch eine Auszahlungsquote von rund 95 % und eine Marge von 5 %. Je grösser die Marge, desto mehr behält der Veranstalter im Schnitt pro eingesetztem Franken. Die Marge von Hauptmärkten liegt meist zwischen etwa 4 % und 8 %; Ausländer- und Langzeitmärkte haben höhere Margen. Vergleichen heisst Margen vergleichen, nicht Einzelquoten.

Was ändert der Tiebreak bis 10 Punkte für Satzwetten?

Seit 2022 wird der Entscheidungssatz bei 6:6 mit Tiebreak bis 10 Punkte entschieden, mit zwei Punkten Vorsprung. Davor endete jeder Satz mit Tiebreak bis 7. Satzwetten, die auf einen dritten oder fünften Satz zielen, können deshalb auch ohne das elfte Game enden; das Wettprogramm von Sporttip regelt, ob die Wette mit Tiebreak gewertet wird oder nur bei «normalem» Satzgewinn. Wer auf einen Entscheidungssatz setzt, prüft diese Formulierung.

Welche Rolle spielt Hartplatz und Form für eine begründete Einschätzung?

Hartplatz in Flushing Meadows begünstigt harte Aufschläge und schnelle Ballwechsel; Spieler mit grossem Aufschlag und gerader Grundlinie schneiden dort tendenziell besser ab als auf Sandplatzspezialisten. Form ist im Sommer davor sichtbar – die Hardcourt-Saison vor den US Open beginnt nach Wimbledon, mit Turnieren in Nordamerika. Beide sind Teil der Einschätzung, nicht ihr Ersatz; sie ersetzen weder die Quote noch die eigene Limite.

Wie werden Gewinne aus Turnierwetten besteuert?

Gewinne aus Schweizer Bewilligten Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag einkommensteuerfrei; der Bund nennt CHF 1’071’000 ab dem 1. Januar 2026, die kantonale Schwelle weicht ab und wird mit «je nach Kanton» umschrieben. Über der Schwelle zieht der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ab, die mit der Steuererklärung zurückgefordert werden können. Eine typische Wette liegt weit darunter und ist steuerfrei. Eine Wettsteuer auf den Einsatz gibt es nicht. Gewinne aus ausländischen Grossspielen behandeln Kantone wie Thurgau ohne Freibetrag als steuerbares Einkommen.

Was gilt für Anbieter ohne Schweizer Bewilligung und für die Sperrliste der Gespa?

Eine ausländische Lizenz – Curaçao, Malta, Tobique oder ein anderer Standort – hat in der Schweiz keine Wirkung; das Geldspielgesetz verlangt eine Schweizer Bewilligung. Anbieten ohne Schweizer Bewilligung ist strafbar (Art. 130 BGS); Spielerinnen und Spieler werden nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können im Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden. Die Gespa führt eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekomanbieter per DNS blockieren; Ende 2025 standen 671 Domains auf der Liste. Wer einen Offshore-Anbieter öffnet, riskiert eine DNS-Sperre und kein Schweizer Schutzregime.

Inhalt erstellt vom Team «gratiswetteinfo»