Wettanbieter im Vergleich: Wer in der Schweiz wetten darf – und wer nicht

Updated Oktober 2026
Licensed
usAvailable in US
Fast payouts
18+ Only

Ladevorgang...

Eine leere Laufbahn mit Startblöcken in einem Stadion am Morgen, die roten Bahnen glänzen vom Tau.

Wer in der Schweiz Sportwetten vergleicht, vergleicht nicht zwei Sorten desselben Angebots. Er vergleicht zwei grundsätzlich verschiedene Welten: zwei vom Gesetz zugelassene Veranstalter mit Schweizer Bewilligung und einem klar geregelten Schutz für Spielende, und daneben eine Reihe ausländischer Marken, die in der Schweiz ohne Bewilligung agieren und deren Schutzgarantien im Schweizer Recht nicht greifen. Wer hier nicht trennt, vergleicht Äpfel mit Birnen und kommt am Ende zu einer Empfehlung, die im Streitfall nichts wert ist.

Der Sporttip-Kombiboost verlangt mindestens vier Voraussagen mit Quote von je mindestens 1.50; der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben.

Dieser Vergleich legt deshalb zuerst die Kriterien offen, nach denen ein Wettanbieter beurteilt wird: die Bewilligung, die Marge, die Limiten, das Auszahlungsverhalten und den Schutz der Spielenden. Erst danach kommen die zehn Anbieter, die in der Diskussion auftauchen – darunter nur zwei, die in der Schweiz Sportwetten anbieten dürfen, plus acht internationale Marken, die in der Werbung präsent sind, in der Schweiz aber keine Bewilligung haben.

Stand der Daten: Oktober 19, 2026; geprüft gegen die Gespa-Liste der bewilligten Grossspiele und die Spielregeln der beiden Schweizer Veranstalter.

Wettarten und Quoten: was zählt, wenn zwei Buchmacher ähnlich aussehen

Im Quotenvergleich fallen die Unterschiede zwischen den Anbietern meist gering aus. Bei einem klassischen Fussball-Heimsieg liegt die Quote für Favoriten oft bei 1.45 bis 1.55, und zwischen zwei Anbietern trennen dann drei, vier Rappen pro 10 Franken Wetteinsatz. Wer den Vergleich nur über die Quote führt, sieht am Ende keinen Sieger, weil jeder Anbieter irgendwo einen Tick besser und anderswo einen Tick schlechter ist. Mehr Gewicht haben deshalb die Wettarten, die angeboten werden, und die Art, wie sie konstruiert sind.

Ein Volleyball liegt im Sand eines Spielfelds am Seeufer, im Hintergrund gleitet ein Boot über das Wasser.
Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen; Personen unter 18 Jahren sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

Eine Einzelwette setzt auf ein einziges Ergebnis und ist die einfachste Form. Eine Kombiwette multipliziert die Einzelquoten zu einer Gesamtquote, der Gewinn errechnet sich aus Einsatz mal Gesamtquote. Bei Sporttip ergibt sich der Gewinnbetrag aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen aus Einsatz mal Produkt der Einzelquoten, und das Resultat wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, danach auf fünf Rappen genau abgerundet. Eine Systemwette erlaubt es, mehrere Kombinationen aus denselben Voraussagen zu spielen, damit auch dann ein Gewinn bleibt, wenn eine Auswahl falsch liegt. Ecken, Handicap, Tore Über/Unter und Spieler-spezifische Wetten gehören in das erweiterte Programm und sind nicht überall verfügbar.

Eine kleine Rechnung, die jede Tabelle erklärt. Eine faire Wette ohne Buchmacher-Gewinn hätte auf jedes mögliche Ergebnis eine Quote von genau 2.00, weil dann 1 durch 2 = 50 Prozent Auszahlung wäre und es keine Marge gäbe. Tatsächlich bieten Buchmacher auf ein ausgeglichenes Ereignis Quoten von etwa 1.90 zu 1.90 an. Wer dort auf eine der beiden Seiten 100 Franken setzt, gewinnt 190 Franken, falls seine Seite eintrifft, und verliert 100 Franken, falls die andere Seite gewinnt. Zusammengenommen zahlt der Buchmacher in beiden Fällen 190 Franken aus, und die Spielenden haben insgesamt 200 Franken eingesetzt. Der Buchmacher behält also rund 10 Franken pro 200 Franken Einsatz – das sind etwa 5 Prozent Marge. Bei einem Drei-Wege-Markt (Heimsieg, Unentschieden, Auswärtssieg) auf vergleichbarem Niveau liegt die Marge meist zwischen 5 und 8 Prozent, bei untergeordneten Märkten und Spezialwetten oft deutlich höher. Wer Quoten vergleicht, sollte nicht auf die Spitze der Quote schauen, sondern auf das Niveau der Marge über das gesamte Wettprogramm hinweg.

Wer auf Kombiwetten setzt, schiebt zwei Effekte übereinander: die eigene Marge des Marktes wird mit jedem Ausleg zur Gesamtquote multipliziert. Eine Kombiwette aus vier Auswahlen mit jeweils 5 Prozent Marge hat eine kombinierte Marge, die höher liegt als 5 Prozent – ein Grund, warum Kombiwetten den Buchmacher mehr bringen als dem Spielenden. Der Sporttip-Kombiboost versucht diesen Effekt zu drehen, indem er bei mindestens vier Voraussagen mit Einzelquote ab 1.50 einen Bonus auf den Nettogewinn legt: 5 Prozent bei vier, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn Voraussagen. Das ist ein realer Vorteil, aber er gilt nur online, ist pro Person einmal nutzbar und stösst an eine Einsatz- und Gewinnlimite.

Sportarten und Wettbewerbe: was in der Schweiz überhaupt angeboten werden darf

Welche Sportarten und Wettbewerbe ein Schweizer Wettanbieter anbieten darf, ist nicht Verhandlungssache, sondern gesetzlich geregelt. Die Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht) führt eine Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten, die regelmässig aktualisiert wird. Wer aus dem Ausland wettet, sieht dort oft Wetten auf Wetter, Politik, TV-Shows oder Trainingsläufe – in der Schweiz sind solche Märkte nicht zugelassen. Bets auf Ecken oder Karten tauchen in der Schweizer Liste nicht auf, und eine eigene Esports-Sektion gibt es ebenfalls nicht.

Eine Wendeltreppe aus Stein in einem alten Gebäude, Licht fällt durch ein schmales Fenster auf die Stufen.
Zur Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet.

Fussball, Tennis, Eishockey und Unihockey sind die tragenden Säulen des Schweizer Programms. Die grossen europäischen Ligen und die internationalen Turniere sind abgedeckt, dazu die Schweizer Super League, die National League und die Swiss Football League. Für Turniere mit vorwiegend Minderjährigen gilt ein Verbot – auch wenn sie sportlich interessant wären, fallen sie aus dem Programm. Bei Qualifikationsrunden hängt es davon ab, ob die Gespa-Liste sie nennt, bei Frauenwettbewerben ebenso. Rangwetten sind nur dort zulässig, wo die Rangierung über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podium entscheidet.

Internationale Marken ohne Schweizer Bewilligung bieten breiter an: UFC, Futsal, Esports, regionale Ligen in Südamerika oder Asien. Für Schweizer Spielende heisst das, dass sie auf ein grösseres Wettprogramm zugreifen können als bei Swisslos und Loterie Romande – aber zu dem Preis, dass sie sich auf einer Plattform ohne Schweizer Schutz bewegen.

Fussball, Tennis und Co. – was im Schweizer Programm steht

Fussball ist die dominierende Sportart im Wettprogramm. Bei Sporttip und Jouez Sport ist die Champions League abgedeckt, die Europa League, die grossen europäischen Top-Ligen und die Schweizer Super League. Tennis folgt dem Turnierkalender: Grand Slams, ATP- und WTA-Turniere, Davis Cup. Eishockey konzentriert sich auf die National League, die NHL und die internationalen Turniere. Handball, Volleyball und Basketball sind im Programm, aber schmaler. Wer auf Nischen-Sportarten wie Snooker, Darts oder Radspport wetten will, findet dafür eher internationale Plattformen – mit dem schon erwähnten Vorbehalt.

Neue Wettanbieter: warum die Grösse des Logos nichts bedeutet

Im Werbeumfeld tauchen regelmässig neue Marken auf. Ein neues Logo und eine grosszügige Willkommensaktion sind noch kein Qualitätsausweis. Bevor sich jemand bei einem neuen Anbieter anmeldet, zählen drei Dinge: erstens, ob eine Schweizer Bewilligung vorliegt; zweitens, wer den Betrieb führt und in welcher Rechtsform; drittens, wie das Unternehmen mit Beschwerden umgeht und welche Stelle im Streitfall angerufen werden kann.

Für die Schweiz ist die Frage nach der Bewilligung sofort beantwortet: Es gibt nur zwei Veranstalter mit einer gültigen Bewilligung für Sportwetten, und beide sind seit Jahren etabliert. Eine dritte Marke, die in der Schweiz Sportwetten anbietet, hat per Definition keine Bewilligung – egal, was sie auf ihrer Webseite behauptet. Neue und unbekannte Anbieter, die in den letzten Jahren in den Werbemarkt drängen, sind fast ausnahmslos ausländische Marken, oft mit einer Lizenz aus Curaçao, Malta oder einer ähnlichen Jurisdiktion. Solche Lizenzen haben in der Schweiz keine Kraft.

Die Gespa führt eine Sperrliste mit ausländischen Domains, die in der Schweiz per DNS-Sperre blockiert werden. Ende 2025 standen 671 Domains auf dieser Liste, darunter bekannte Namen wie bet365, Interwetten und Bet-at-Home. Die Liste wird laufend aktualisiert, weil die Anbieter ihre Domains rasch wechseln, wenn eine blockiert wird. Wer auf einer Seite landet, die auf der Sperrliste steht oder kurz darauf landen wird, sollte das wissen, bevor er sich registriert.

Die zehn verglichenen Wettanbieter in der Übersicht

Die folgende Tabelle ordnet die zehn Anbieter ein, die in der Diskussion am häufigsten auftauchen. Die Reihenfolge folgt dem rechtlichen Status: zuerst die beiden Veranstalter mit Schweizer Bewilligung, dann die internationalen Marken ohne Schweizer Bewilligung.

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalter / berichtete Lizenz
Swisslos Sporttip Ja SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel; Veranstalter- und Spielbewilligung BGS
Loterie Romande Jouez Sport Ja Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande), Lausanne; Veranstalter- und Spielbewilligung BGS
ZotaBet Nein Lizenzstatus nicht belastbar dokumentiert
DirectionBet Nein Lizenzstatus nicht belastbar dokumentiert
Duelbits Nein Lizenzstatus nicht belastbar dokumentiert
Bruce Bet Nein Lizenzstatus nicht belastbar dokumentiert
HornetBet Nein Lizenzstatus nicht belastbar dokumentiert
BetOnRed Nein Lizenzstatus nicht belastbar dokumentiert
Donbet Nein Lizenzstatus nicht belastbar dokumentiert
Sportaza Nein Lizenzstatus nicht belastbar dokumentiert

Die Spalte zur Schweizer Bewilligung trennt die Anbieter in zwei Gruppen, die nicht vergleichbar sind. Wer auf «dem besten Wettanbieter der Schweiz» aus ist, kann bei den ersten beiden landen. Wer auf einem breiteren Wettprogramm spielen will und die fehlende Schweizer Bewilligung bewusst in Kauf nimmt, sucht sich eine der anderen aus – mit dem Wissen, dass im Streitfall kein Schweizer Recht greift.

Überblick: was ein Wettanbieter-Vergleich leisten kann und was nicht

Ein Vergleich von Wettanbietern kann fünf Dinge leisten: die Bewilligungslage klären, die Spielregeln gegenüberstellen, die Limits und Auszahlungsmodalitäten offenlegen, einen Blick auf das Wettprogramm werfen und die Spielerschutzmassnahmen einbeziehen. Was ein solcher Vergleich nicht leisten kann, ist die Vorhersage, welche Mannschaft am Samstag gewinnt oder welches Pferd im nächsten Rennen vorne liegt. Wer nach einem Vergleich den «richtigen Tipp» für das Wochenende sucht, hat die falsche Frage gestellt.

Die Grundlage jedes Vergleichs ist die Bewilligung. In der Schweiz sind nur Grossspiele nach dem Geldspielgesetz (BGS) zugelassen, und das Gesetz erlaubt nur zwei Veranstalter für Lotterien und Sportwetten. Das ist keine Marktverzerrung, sondern eine bewusste politische Entscheidung: Die beiden Veranstalter sind Genossenschaften oder öffentlich-rechtliche Anstalten, die einen erheblichen Teil ihres Reingewinns an die Kantone und an gemeinnützige Zwecke weitergeben. Swisslos hat 2025 rund 562 Millionen Franken Reingewinn verteilt, davon 506 Millionen an kantonale Fonds und 56 Millionen an die Stiftung Sportförderung Schweiz – Gelder, die in Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und Sporthilfe fliessen. Aus den Sportwetten stammen 109 Millionen Franken.

Woran ein seriöser Anbieter zu erkennen ist

Ein seriöser Anbieter erkennt man nicht am Werbeversprechen, sondern an drei strukturelle Eigenschaften: eine klare Bewilligung, ein vollständiges Spielregeln-Set, und ein nachvollziehbarer Schutz für Spielende. Die Bewilligung ist die Eintrittskarte zum Schweizer Markt; wer sie nicht hat, hat sie nicht. Das Spielregeln-Set beschreibt, welche Wetten angeboten werden, wie Limits gesetzt sind, wie Gewinne ausgezahlt werden, und wie im Streitfall vorzugehen ist. Der Spielerschutz zeigt sich an sperrbaren Konten, an einstellbaren Limiten und an einem verständlichen Hilfsangebot für Spielende mit problematischem Verhalten.

Was Werbung verschweigt

Werbung für Wettanbieter spricht von «riesigen Boni», «besten Quoten» und «schnellster Auszahlung». Hinter jedem dieser Begriffe steht eine Klausel in den Spielregeln, die den Bonus an Bedingungen knüpft, die «besten Quoten» auf einzelne Spiele reduziert und die «schnellste Auszahlung» an Schweizer Bank- oder Postkonten bindet. Wer den Werbeversprechen glaubt, ohne die Regeln zu lesen, zahlt am Ende drauf.

Legale Wettanbieter Schweiz: was das Gesetz erlaubt und was nicht

In der Schweiz sind Sportwetten Grossspiele im Sinne des Geldspielgesetzes (BGS, SR 935.51). Das Gesetz ist seit dem 1. Januar 2019 in Kraft, die interkantonale Aufsicht (Geldspielkonkordat) seit dem 1. Januar 2021. Aufsichtsbehörde ist die Gespa in Bern, nicht die ESBK, die nur Casinos überwacht. Eine Bewilligung für ein Grossspiel besteht aus zwei Teilen: einer Veranstalterbewilligung und einer Spielbewilligung pro Spiel. Eine ausländische Lizenz – aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land – hat in der Schweiz keine Kraft.

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Das ist Swisslos mit dem Produkt Sporttip, zuständig für die Deutschschweizer Kantone, das Tessin und Liechtenstein, und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport, zuständig für die Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Eine Online-Registrierung verlangt Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in der Schweiz und in der Praxis im Vertragsgebiet des Veranstalters. Die Veranstalter sind verpflichtet, die Identität zu prüfen: bei Swisslos werden die Daten aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft.

Ausländische Wettanbieter in der Schweiz

Eine ausländische Lizenz hat in der Schweiz keine Wirkung. Wer aus dem Ausland in der Schweiz Sportwetten anbietet, macht sich strafbar: bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre (Art. 130 BGS). Die Spielenden werden nicht bestraft; im Streitfall können aber Einsätze und Gewinne eingezogen werden, und es gibt keine Schweizer Anlaufstelle für Beschwerden.

Wetten bei ausländischen Anbietern laufen ausserhalb des Schweizer Ausschlussregisters. Wer sich in der Schweiz selbst sperren lässt, ist damit nicht automatisch von ausländischen Plattformen ausgeschlossen. Wer in eine Spielsperre auf der Schweizer Liste eingetragen ist, kann also bei einem ausländischen Anbieter weiterspielen – ein Umstand, der die Wirksamkeit der Sperre begrenzt.

Wettanbieter ohne Bewilligung: die Werbung ist das Problem

Wer in der Schweiz für ausländische Wettanbieter wirbt, macht sich strafbar. Das BGS verbietet Werbung für nicht bewilligte Glücksspiele in der Schweiz, der Strafrahmen reicht bis 500’000 Franken Busse (Art. 74 Abs. 3, Art. 131 BGS). Wer also in einem Schweizer Werbefenster eine Anzeige für eine ausländische Plattform sieht, sieht eine Anzeige, die hier rechtlich nicht hätte geschaltet werden dürfen.

Die Gespa führt eine Sperrliste mit Domains ausländischer Wettanbieter. Schweizer Telekomanbieter sperren diese Domains auf DNS-Ebene. Ende 2025 standen 671 Domains auf der Liste. Die Liste wird regelmässig aktualisiert, weil die Anbieter mit neuen Domains nachziehen, sobald eine blockiert wird – ein Katz-und-Maus-Spiel, das die Gespa in ihren Berichten dokumentiert. Wer die Liste prüfen will, findet sie auf der Webseite der Gespa.

Spielerschutz: was jeder Wettanbieter in der Schweiz leisten muss

Spielerschutz ist im Schweizer Wettanbieter-Vergleich kein Zusatz, sondern Pflicht. Das BGS schreibt eine Reihe von Instrumenten vor, die jeder bewilligte Veranstalter anbieten muss: Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage, eine freiwillige Einzahlungslimite, eine Selbstsperre für 1 bis 180 Tage, eine Spielsperre, die in einem schweizweiten Register eingetragen wird, und ein Hilfsangebot für Spielende mit problematischem Verhalten. Werbung darf nicht aggressiv sein und nicht Minderjährige oder gesperrte Personen ansprechen.

Bei Sporttip können Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden. Die Obergrenze liegt bei 9’999 Franken pro Tag, für Personen unter 21 Jahren bei 1’000 Franken. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden – eine Schutzklausel, die verhindert, dass jemand in einer Spielsituation das Limit nach oben zieht. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage möglich. Wer sich produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperrt, kann diese Sperre nicht vorzeitig aufheben. Eine unbefristete Spielsperre wird in das schweizweite Register eingetragen und gilt auch für Casinos und Online-Casinos sowie in Liechtenstein.

Hilfsangebote und Sperrregister

Das schweizweite Register für Spielsperren wird von der Gespa geführt. Eine Spielsperre kann freiwillig (Selbstsperre) oder durch Dritte (zum Beispiel bei Überschuldung) eingetragen werden. Eine freiwillige Sperre kann frühestens nach drei Monaten aufgehoben werden, mit Einbezug einer Fachstelle. Wer gesperrt ist, hat keinen Anspruch auf die Rückzahlung von Einsätzen und Gewinnen.

Wer das Gefühl hat, dass das eigene Wetten ausser Kontrolle gerät, findet in der Schweiz verschiedene Anlaufstellen. Die Stiftung Suchthilfe Schweiz und die Fachstelle Glücksspielsucht bieten Beratung an, die in vielen Kantonen anonym und kostenlos ist. Wer sich selbst sperren will, kann das direkt bei Swisslos oder Loterie Romande im Kontobereich machen.

Offshore-Anbieter und Spielerschutz: was fehlt

Wer bei einem ausländischen Anbieter spielt, ist nicht an das schweizweite Sperrregister angeschlossen. Die Selbstsperre bei Swisslos oder Loterie Romande schützt nicht vor dem Weiterspielen auf einer ausländischen Plattform. Wer sich wirklich schützen will, muss das bei jedem Anbieter einzeln tun – und bei den meisten ausländischen Anbietern ist die Selbstsperre weniger restriktiv als in der Schweiz.

Die Limits, die das BGS vorschreibt, gelten nur für bewilligte Schweizer Anbieter. Ausländische Anbieter haben ihre eigenen Limits, oft höher oder gar nicht vorhanden. Wer mit hohen Einsätzen spielt, mag das als Vorteil sehen; wer auf der Suche nach Selbstschutz ist, wird darin kein Argument finden.

Krypto-Wettanbieter: warum Anonymität in der Schweiz kein Qualitätsmerkmal ist

Krypto-Wettanbieter werben mit Anonymität, schneller Auszahlung und ohne Bankbindung. In der Schweiz hat keines dieser Argumente Gewicht. Das BGS schreibt vor, dass Gewinne und Spielguthaben nur auf ein Zahlungskonto im eigenen Namen überwiesen werden dürfen. Anonyme Auszahlungen, Krypto-Auszahlungen und Auszahlungen auf Konten Dritter sind bei einem bewilligten Anbieter ausgeschlossen.

Wer bei einem Krypto-Wettanbieter spielt, spielt deshalb fast zwangsläufig bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Solche Anbieter operieren aus dem Ausland, ihre Lizenzen – oft aus Curaçao oder einer vergleichbaren Jurisdiktion – haben in der Schweiz keine Kraft. Die Spielenden haben keine Schweizer Anlaufstelle für Beschwerden, keine Schweizer Spielsperre, keine Schweizer Limits. Die Gewinne unterliegen der kantonal unterschiedlichen Besteuerung, und bei Streit mit dem Anbieter bleibt nur der Rechtsweg im Ausland.

Bitcoin und Ethereum sind Zahlungsmittel, kein Gütesiegel. Ein Wettanbieter, der Bitcoin akzeptiert, ist nicht seriöser als einer, der es nicht tut; er ist höchstens riskanter, weil sich eine Transaktion nicht rückgängig machen lässt und bei Fehlbuchungen kein Kundendienst eingreift. Wer auf Krypto-Wettanbieter setzt, tauscht den Schutz der Schweizer Regulierung gegen Geschwindigkeit und Anonymität – ein Tausch, der sich nur dann rechnet, wenn der Schutz keine Rolle spielt.

Bonus und Gratiswetten: was Marketing verschweigt

Wettanbieter werben mit Willkommensboni, Gratiswetten und Quotenboosts. Bei den bewilligten Schweizer Anbietern sind solche Angebote seltener als im Ausland, weil das BGS sie an die Zustimmung der Gespa bindet: Gratiswetten und Gratisguthaben brauchen eine vorgängige Bewilligung (Art. 75 Abs. 2 BGS). Im Jahr 2025 hat die Gespa 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos erteilt. Wer einen Bonus sieht, der ohne diese Schritte auskommt, sieht einen Bonus, der hier nicht bewilligt ist.

Bei Sporttip ist das Bild differenzierter. Der Kombiboost ist kein klassischer Willkommensbonus, sondern eine Erhöhung des Nettogewinns bei Kombiwetten. Er gilt nur online, verlangt mindestens vier Voraussagen mit Einzelquote ab 1.50, und der Bonus steigt mit der Zahl der Auswahlen: 5 Prozent bei vier, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozeit bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn. Das Prozent des Boosts bezieht sich auf den Nettogewinn – Einsatz mal Gesamtquote minus Einsatz. Einsatz und Gewinnhöhe sind limitiert. Wer diese Mechanik nicht versteht, sieht nur die 100 Prozent bei fünfzehn Auswahlen und übersieht, dass die kombinierte Marge über fünfzehn Auswahlen den Boost auffrisst.

Quotenboosts und Profitboosts sind punktuelle Erhöhungen auf eine Voraussage oder ein Ereignis. Sie sind pro Person nur einmal einsetzbar, nur online und nur für Prematch-Einzelwetten verfügbar. Bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Auch hier gilt: Der Boost ist real, aber an Bedingungen geknüpft.

Warum Werbeversprechen und Realität auseinanderklingen

Ein «risikofreier» Einsatz ist in den allermeisten Fällen eine Gratiswette, deren Einsatz bei einem Erfolg nicht zurückbezahlt wird. Wer 10 Franken risikofrei wettet und gewinnt, bekommt den Gewinn, nicht aber die 10 Franken Einsatz zurück. Das ist der Normalfall bei Gratiswetten, und es ist der Punkt, den die Werbung weglässt. Ein 100-Prozent-Bonus auf die Einzahlung verlangt in der Regel einen mehrmaligen Umsatz des Bonusbetrags, oft zu einer Mindestquote, oft innerhalb einer Frist. Wer den Bonus annimmt, ohne diese Regeln zu lesen, zahlt mit Lehrgeld.

Zahlungen und Auszahlungsdauer: was bei Swisslos und Loterie Romande gilt

Die Zahlungsmethoden sind bei den bewilligten Schweizer Anbietern eingeschränkt. Das BGS verbietet die Gewährung von Kredit an Spielende und schreibt vor, dass Gewinne nur auf ein Konto im eigenen Namen ausgezahlt werden. Bei Swisslos kann das Spielguthaben per Online-Zahlungsmittel oder per Einzahlungsschein gekauft werden, der Mindestbetrag ist 20 Franken. In 30 Tagen sind höchstens 10’000 Franken möglich, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben 9’999 Franken nicht übersteigt. Swisslos bietet PostFinance Pay als Zahlungsart zum Aufladen des Spielkontos an, die Transaktion wird in der PostFinance-App direkt bestätigt.

Gewinne bis 1’000 Franken pro Spielbestätigungsquittung schreibt Swisslos automatisch dem Wallet gut. Gewinne über 1’000 Franken werden bei bekannter Zahlungsverbindung innert drei Arbeitstagen auf das Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto überwiesen. Auszahlungen vom Wallet auf ein Bank- oder Postkonto sind innerhalb von 365 Tagen zweimal kostenlos, ab der dritten Auszahlung fällt eine Kommission von 3 Prozent an; die Überweisung dauert 5 bis 10 Arbeitstage. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar.

Auszahlungsmodalitäten: warum sie den Vergleich entscheiden

Eine Auszahlung, die Tage dauert, ist im Notfall zu langsam. Eine Auszahlung, die nur auf ein Konto im eigenen Namen erfolgt, schützt vor Geldwäscherei, ist aber umständlich, wenn jemand mehrere Konten nutzt. Die Schweizer Praxis ist hier klar: Auszahlung geht nur auf ein Konto im eigenen Namen, und sie geht auf ein Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto. Wer aus dem Ausland auf ein Schweizer Konto auszahlt, hat einen anderen Rechtsrahmen und andere Bearbeitungszeiten.

Bei ausländischen Anbietern sind die Auszahlungsmodalitäten deren eigene Sache. Manche werben mit «Auszahlung in 24 Stunden», aber die Hausordnung legt die Bedingungen fest. Wer bei einem ausländischen Anbieter spielt, sollte dessen Auszahlungsmodalitäten prüfen, bevor er einzahlt – und sich bewusst sein, dass eine Auszahlung an die Bedingung geknüpft sein kann, dass der Verifizierungsprozess vollständig abgeschlossen ist.

Mobile Wetten: warum die App nicht das Hauptkriterium ist

Die Sporttip App ist für iOS und Android verfügbar und kann auf der Webseite heruntergeladen werden. In der App zusammengestellte Wetten können per QR-Code an einer Sporttip-Verkaufsstelle gespielt werden. Damit ist die App nicht nur ein mobiler Zugang, sondern ein Bindeglied zwischen Online- und stationärem Vertrieb. Bei Loterie Romande ist das Angebot vergleichbar: Jouez Sport kann online und an Verkaufsstellen gespielt werden, die App ist verfügbar. Die Beurteilung der App folgt drei Kriterien: Bedienung, Stabilität und Datenschutz – nicht Zusatzfunktionen, die zu häufigeren Wetten verleiten sollen.

Wer eine App nach Funktionen beurteilt, bewertet das Produkt nach Merkmalen, die nicht im Interesse des Spielenden sind. Eine App, die besonders viele «exklusive» Märkte anbietet, will Spielende zum Weiterspielen animieren. Eine App, die besonders schnell Push-Benachrichtigungen verschickt, will Spielende zum Wetten verleiten. Die App sollte das bieten, was sie braucht, und nicht mehr.

Datenschutz in der App

Bei einer Wett-App fliessen persönliche Daten: Identitätsnachweis, Zahlungsverbindung, Spielhistorie. Die Schweizer Veranstalter sind an das Schweizer Datenschutzgesetz gebunden. Bei ausländischen Anbietern gilt das Datenschutzrecht des Sitzlandes – was in vielen Jurisdiktionen schwächer ist als in der Schweiz. Wer auf Datenschutz achtet, findet bei den Schweizer Anbietern die strengeren Regeln.

Live-Wetten und Cash-Out: was die Schweizer Anbieter leisten

Live-Wetten sind bei Sporttip verfügbar, vor Spielbeginn und live. Eine Besonderheit: Die Wette gilt unabhängig davon, ob das Ereignis tatsächlich live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreten des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. In spielentscheidenden Situationen – Elfmeter, Rote Karte, Schiedsrichterentscheid nach Videobeweis – kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Diese Sonderregel: Wer in der 89. Minute auf das nächste Tor wettet, kann am Ende eine Wette mit Quote 1.00 auf dem Wettschein haben.

Cash-Out ist bei Sporttip für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten verfügbar, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out. Eine Teilauszahlung gibt es nicht, ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und es besteht keine Garantie, dass Cash-Out für jeden Markt verfügbar ist. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden.

Marge im Cash-Out

Wer Cash-Out nutzt, akzeptiert eine Marge im Cash-Out-Wert. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der zu erwartende Gewinn bei voller Auszahlung; die Differenz ist die Marge des Buchmachers, der die vorzeitige Auszahlung anbietet. Wer auf Cash-Out setzt, weil er seine Position absichern will, sollte wissen, dass er einen Preis für diese Absicherung zahlt. Eine vollständige Absicherung ist mit Cash-Out selten möglich, weil der Cash-Out-Wert nur einen Teil des Gewinns garantiert.

Die zehn Anbieter im Detail

Die folgenden Abschnitte beschreiben jeden der zehn Anbieter, die in der Tabelle aufgeführt sind. Die Reihenfolge folgt dem rechtlichen Status: zuerst die beiden Schweizer Veranstalter, dann die ausländischen Marken Die Bewertung am Ende jedes Abschnitts beruht auf dem, was die Regeln und die öffentlichen Angaben hergeben.

Swisslos Sporttip – der einzige Veranstalter für die Deutschschweiz

Swisslos ist die Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel und betreibt Sportwetten unter dem Namen Sporttip. Die Bewilligung ist eine Veranstalter- und Spielbewilligung nach dem BGS, die Aufsicht liegt bei der Gespa. Das Vertragsgebiet umfasst die Deutschschweizer Kantone, das Tessin und Liechtenstein. Eine Online-Registrierung ist nur für Personen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in diesem Gebiet möglich.

Das Wettprogramm umfasst Fussball, Tennis, Eishockey und eine Reihe weiterer Sportarten nach der Gespa-Liste. Quotenboosts und der Kombiboost sind verfügbar, beide online und an Bedingungen geknüpft. Cash-Out ist für Einzel-, Kombi- und Langzeitwetten verfügbar, nur online, nur als vollständiges Cash-Out. Limits: 1 Franken Mindesteinsatz, 1’000 Franken Höchsteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten, 10’000 Franken für Systemwetten. Swisslos kann die Limits jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Auszahlungen auf das Wallet und das Bank- oder Postkonto folgen den Regeln im Abschnitt zu den Zahlungsmodalitäten.

Was Swisslos ausmacht, ist die Kombination aus Bewilligung, Reichweite und Spielerschutz. Wer im Vertragsgebiet wohnt, hat mit Sporttip den einzigen Anbieter mit Schweizer Bewilligung, der ihn online bedient. Die Limits sind konservativ, der Spielerschutz ist ausgebaut, die Auszahlung läuft über das Bank- oder Postkonto im eigenen Namen. Wer über diese Struktur hinaus mehr Auswahl oder höhere Limits sucht, ist bei Sporttip falsch.

Loterie Romande Jouez Sport – der Veranstalter für die Westschweiz

Die Loterie Romande ist die Lotteriegesellschaft der Westschweiz mit Sitz in Lausanne und betreibt Sportwetten unter dem Namen Jouez Sport. Sie hat 2’450 Verkaufsstellen in der Westschweiz und beschäftigt 221 Mitarbeitende. Die Bewilligung folgt dem BGS, das Vertragsgebiet sind die Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Eine Online-Registrierung ist nur für Personen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in der Westschweiz möglich.

Jouez Sport deckt das gleiche Wettprogramm ab wie Sporttip, weil beide an die gleiche Liste der bewilligten Sportarten und Wettbewerbe gebunden sind. Die Spielregeln sind in den grossen Linien vergleichbar: Limits, Spielerschutz, Auszahlungsmodalitäten. Die Loterie Romande veröffentlicht ihre Bedingungen auf Französisch, die von Swisslos auf Deutsch – was die Sache für Deutschschweizer Westschweizer interessant macht, die in einer anderen Sprache spielen.

Was Jouez Sport ausmacht, ist die Verankerung in der Romandie. Wer in Genf, Lausanne oder Sitten wohnt, hat keine andere Schweizer Bewilligung als diese. Der Rest – Bewilligung, Spielerschutz, Limits – folgt dem gleichen Rahmen wie bei Swisslos.

ZotaBet – international, ohne Schweizer Bewilligung

ZotaBet ist eine internationale Marke, die in der Schweiz ohne Bewilligung agiert. Die Lizenz, die sie nach eigenen Angaben führt, hat in der Schweiz keine Wirkung. Das Angebot reicht über das Schweizer Programm hinaus: breitere Wettmärkte, mehr Sportarten, höhere Limits. Die Spielregeln, die Limits und die Auszahlungsmodalitäten richten sich nach den Bedingungen des Anbieters – nicht nach dem Schweizer Recht.

Was ZotaBet ausmacht, ist die Verfügbarkeit aus der Schweiz heraus, ohne dass die Schweizer Spielerschutzregeln greifen. Die Gespa kann die Domain auf die Sperrliste setzen; Schweizer Telekomanbieter sperren sie auf DNS-Ebene. Wer auf der Seite spielen will, muss den Umweg über technische Mittel gehen, die hier nicht zur Diskussion stehen. Wer in der Schweiz wohnt und bei ZotaBet spielt, tut das auf eigenes Risiko, ohne Schweizer Schutz und ohne Schweizer Spielsperre.

DirectionBet – international, ohne Schweizer Bewilligung

DirectionBet folgt dem gleichen Muster wie ZotaBet: eine internationale Marke, in der Schweiz ohne Bewilligung, mit Lizenz in einer Jurisdiktion, die hier nicht anerkannt ist. Das Angebot ist breit, die Limits sind hoch oder nicht vorhanden, die Spielregeln sind die Hausregeln. Wer spielt, spielt ausserhalb des Schweizer Rechtsrahmens.

Was DirectionBet ausmacht, ist die Verfügbarkeit für Schweizer Spielende, die einen anderen Anbieter suchen als die zwei zugelassenen. Die Entscheidung, dort zu spielen, ist eine bewusste Entscheidung gegen den Schweizer Schutz – nicht eine Entscheidung, die sich aus dem Angebot selbst ergibt.

Duelbits – international, ohne Schweizer Bewilligung

Duelbits wirbt mit Krypto-Zahlungen, schneller Auszahlung und Anonymität. In der Schweiz hat keine dieser Eigenschaften Gewicht. Krypto-Zahlungen sind kein Schweizer Vorteil, sondern ein Merkmal von Anbietern ohne Schweizer Bewilligung. Schnelle Auszahlung ist relativ: eine Auszahlung in 24 Stunden ist schnell, wenn man sie mit der Schweizer Praxis vergleicht, die Tage dauern kann; sie ist aber auch ein Grund, warum die Gespa solche Anbieter auf die Sperrliste setzt.

Was Duelbits ausmacht, ist die Ausrichtung auf Krypto-Spielende. Wer mit Bitcoin oder Ethereum einzahlen will, findet hier eine Plattform. Wer in der Schweiz wohnt und dort spielt, sollte wissen, dass die Schweizer Spielsperre dort nicht greift und die Schweizer Limits nicht angewendet werden.

Bruce Bet – international, ohne Schweizer Bewilligung

Bruce Bet gehört zu der Gruppe von internationalen Marken, die in der Schweiz ohne Bewilligung Sportwetten anbieten. Die Lizenz, die nach aussen hin geführt wird, hat in der Schweiz keine Kraft. Das Angebot entspricht dem internationalen Standard: breite Sportauswahl, hohe Limits, Boni, Quotenboosts.

Was Bruce Bet ausmacht, ist das, was solche Anbieter gemeinsam haben: ein anderes Wettprogramm als die Schweizer Anbieter, andere Limits, andere Spielregeln, kein Schweizer Schutz. Wer dort spielt, hat im Streitfall keine Schweizer Anlaufstelle.

HornetBet – international, ohne Schweizer Bewilligung

HornetBet folgt dem gleichen Muster. Internationale Lizenz, in der Schweiz ohne Wirkung, auf der Gespa-Sperrliste oder kurz davor. Wer spielt, spielt ausserhalb des Schweizer Schutzes – eine Entscheidung mit offenem Ausgang, wenn der Anbieter die Schweiz eines Tages nicht mehr bedienen will.

BetOnRed – international, ohne Schweizer Bewilligung

BetOnRed gehört zur gleichen Gruppe. Die Plattform wirbt mit Bonusangeboten und Live-Wetten, die in der Schweiz in dieser Form nicht bewilligt sind. Wer spielt, sollte die Hausregeln lesen, bevor er einzahlt – und sich bewusst sein, dass die Schweizer Spielsperre dort nicht greift.

Donbet – international, ohne Schweizer Bewilligung

Donbet wirbt mit einer breiten Auswahl an Sportarten und Wettmärkten. In der Schweiz hat die Lizenz, die Donbet führt, keine Kraft. Das Angebot ist breiter als bei den Schweizer Anbietern, der Schutz ist schwächer als bei den Schweizer Anbietern. Wer spielt, wägt das selbst ab.

Sportaza – international, ohne Schweizer Bewilligung

Sportaza schliesst die Reihe der internationalen Anbieter ohne Schweizer Bewilligung ab. Die Plattform wirbt mit einem vollständigen Wettprogramm, Live-Wetten und Casino-Angeboten. In der Schweiz hat sie keine Bewilligung, und ihr Angebot fällt nicht unter den Schweizer Spielerschutz.

Wer in der Schweiz spielt – und was es kostet

Wer in der Schweiz bei einem bewilligten Anbieter spielt, zahlt keine Wettsteuer auf den Einsatz. Gewinne aus bewilligten Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag einkommensteuerfrei; der Bund setzt den Freibetrag ab dem 1. Januar 2026 auf 1’071’000 Franken fest, die Kantone haben eigene Schwellen. Wer deutlich darunter bleibt, hat mit dem Fiskus nichts zu tun. Über dem Freibetrag behält der Veranstalter 35 Prozent Verrechnungssteuer zurück; diese wird über die Steuererklärung zurückgeholt.

Wer bei einem ausländischen Anbieter spielt, hat andere Regeln. Die Verrechnungssteuer fällt dort nicht an, weil der Anbieter sie nicht kennt. Aber die Gewinne sind in vielen Kantonen als Einkommen steuerpflichtig – der Kanton Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig vom Betrag als steuerpflichtiges Einkommen. Wer einen grossen Gewinn macht und in einem Kanton mit strenger Praxis wohnt, sollte mit dem Steuerberater sprechen, bevor er das Geld ausgibt.

Die Wettsteuer auf den Einsatz, die es in einigen Ländern gibt, kennt die Schweiz nicht. Es gibt keine Schweizer Wettsteuer auf den Einsatz – eine Aussage, die in jedem Vergleich stehen sollte, damit niemand auf die Idee kommt, ein Anbieter würde «die Schweizer Wettsteuer» für den Kunden übernehmen.

Werbe- und Bonusregeln: warum in der Schweiz weniger lockt als im Ausland

Das BGS verbietet Werbung für Glücksspiele, die nicht bewilligt sind, und beschränkt die Werbung für bewilligte Spiele: nicht aggressiv, nicht irreführend, nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen gerichtet. Gratiswetten und Gratisguthaben brauchen eine vorgängige Zustimmung der Gespa. Eine zeitliche Werbebeschränkung – etwa ein Verbot für Werbung in der Nacht – gibt es im BGS nicht.

Wer in der Schweiz eine ausländische Plattform bewirbt sieht, sieht eine Anzeige, die hier rechtlich nicht hätte geschaltet werden dürfen. Wer auf einer Schweizer Plattform einen Bonus sieht, der ohne Gespa-Zustimmung auskommt, sieht einen Bonus, der hier nicht bewilligt ist. Die Werbung im Schweizer Markt ist deshalb zurückhaltender als in Märkten, in denen jeder Anbieter um die Aufmerksamkeit der Spielenden kämpft.

Was eine kostenlose Wette wert ist

Eine kostenlose Wette, deren Einsatz bei einem Gewinn nicht zurückbezahlt wird, ist weniger wert, als die Werbung suggeriert. Wer eine 10-Franken-Gratiswette auf eine Quote von 2.00 setzt und gewinnt, bekommt 10 Franken Gewinn ausgezahlt – nicht 20 Franken. Wer das nicht weiss, unterschätzt den Vorteil. Der Wert einer Gratiswette ist Einsatz mal (Quote minus 1) durch Quote mal Auszahlungsquote des Marktes. Bei einer Quote von 2.00 und einer Auszahlungsquote von 95 Prozent ist der Wert der 10-Franken-Gratiswette also etwa 4.75 Franken – fast die Hälfte des Werbewerts. Wer das behauptet, rechnet.

Sperrliste und DNS-Sperre: wie die Schweiz ausländische Anbieter blockiert

Die Gespa führt eine Liste der Domains, die in der Schweiz gesperrt sind. Schweizer Internetanbieter sperren diese Domains auf DNS-Ebene. Wer eine gesperrte Domain aufruft, landet auf einer Hinweisseite der Gespa. Die Liste wird regelmässig aktualisiert – Ende 2025 standen 671 Domains darauf.

Die Sperre ist eine DNS-Sperre, keine Vollsperre. Wer technische Mittel kennt, kann die Sperre umgehen – aber wer das tut, bewegt sich in einer Grauzone, die mit dem ursprünglichen Zweck der Sperre nichts mehr zu tun hat. Für die meisten Spielenden ist die Sperre wirksam genug: Wer auf einer gesperrten Domain landet, sieht, dass diese Domain nicht zugänglich ist, und sucht sich eine andere.

Die Sperrliste ist ein Hinweis, kein abschliessender Befund. Eine Plattform, die nicht auf der Liste steht, ist nicht automatisch bewilligt; sie kann auch einfach noch nicht ins Visier der Gespa geraten sein. Wer auf einer Plattform spielt, die nicht auf der Liste steht, sollte trotzdem prüfen, ob sie eine Schweizer Bewilligung hat – und nicht davon ausgehen, dass die fehlende Sperrung eine Bewilligung bedeutet.

Die zehn Anbieter im Vergleich: was am Ende zählt

Am Ende zählt, was am Anfang zählt: die Bewilligung. Wer in der Schweiz wohnt und bei einem bewilligten Anbieter spielen will, hat die Wahl zwischen zwei. Beide bieten das gleiche Wettprogramm nach der Gespa-Liste, beide haben den gleichen Spielerschutzrahmen, beide zahlen auf das eigene Bank- oder Postkonto aus. Der Unterschied liegt im Vertragsgebiet und in der Sprache der Webseite. Wer in der Romandie wohnt, spielt bei Jouez Sport; wer in der Deutschschweiz wohnt, spielt bei Sporttip.

Wer über die zwei Schweizer Anbieter hinausblickt, tut das bewusst. Die acht ausländischen Marken, die in der Tabelle stehen, haben keine Schweizer Bewilligung, keine Schweizer Spielsperre und keine Schweizer Anlaufstelle. Wer dort spielt, spielt ausserhalb des Schweizer Schutzes – nicht, weil das verboten ist, sondern weil der Schutz dort nicht greift. Die breitere Auswahl an Sportarten und Märkten, die höheren Limits, die schnelleren Auszahlungen – alles hat seinen Preis, und der Preis ist der fehlende Rückhalt im Schweizer System.

Der Vergleich endet deshalb dort, wo er begonnen hat: bei der Frage, was Schutz bedeutet und wofür man bereit ist, ihn aufzugeben. Wer das für sich beantwortet hat, hat den Vergleich verstanden.

Häufig gestellte Fragen

Welcher Wettanbieter ist in der Schweiz der beste – und hängt die Antwort vom Wettstil ab?

In der Schweiz sind nur Swisslos Sporttip und Loterie Romande Jouez Sport bewilligt; alle anderen Anbieter haben keine Schweizer Bewilligung. Welcher davon «der beste» ist, hängt vom Wohnort und vom Wettstil ab: Sporttip bedient die Deutschschweiz, Jouez Sport die Romandie. Das Wettprogramm ist durch die Gespa-Liste vorgegeben und bei beiden Veranstaltern im Wesentlichen gleich. Wer höhere Limits oder ein breiteres Programm will, weicht auf ausländische Anbieter aus – ohne Schweizer Schutz.

Woran erkennt man einen seriösen Wettanbieter?

Ein seriöser Wettanbieter hat eine klare Bewilligung der zuständigen Aufsichtsbehörde, vollständige Spielregeln und einen nachvollziehbaren Spielerschutz. In der Schweiz sind das die zwei bewilligten Veranstalter. Eine ausländische Lizenz aus Curaçao, Malta oder einem anderen Land hat hier keine Kraft. Werbung mit grosszügigen Boni oder «schnellster Auszahlung» ist kein Seriositätsausweis.

Was bedeutet eine Curacao-Lizenz für Spielende in der Schweiz?

Eine Lizenz aus Curaçao hat in der Schweiz keine rechtliche Wirkung. Wer bei einem Anbieter mit Curacao-Lizenz spielt, hat keinen Anspruch auf Schweizer Schutz, keine Schweizer Spielsperre und keine Schweizer Anlaufstelle für Beschwerden. Die Gespa kann die Domain auf die Sperrliste setzen, was die Erreichbarkeit in der Schweiz einschränkt. Im Streitfall bleibt nur der Rechtsweg im Ausland.

Wie viele Wettanbieter mit Schweizer Bewilligung gibt es?

Zwei: Swisslos (Sporttip) für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein, und Loterie Romande (Jouez Sport) für die Westschweiz. Weitere Wettanbieter mit Schweizer Bewilligung gibt es nicht; jede andere Plattform, die in der Schweiz Sportwetten anbietet, hat keine Bewilligung.

Was bedeutet «Wettanbieter ohne Limits», und warum ist das in der Schweiz ein Warnzeichen?

«Ohne Limits» heisst, dass der Anbieter keine Verlust- oder Einzahlungslimiten kennt oder sehr hohe Limits anbietet. In der Schweiz sind solche Anbieter nicht zugelassen, weil das BGS die Veranstalter verpflichtet, Spielende zur Setzung von Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage aufzufordern. Wer bei einem Anbieter ohne Limits spielt, spielt bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung – mit allen Konsequenzen für Spielerschutz und Schutz im Streitfall.

Wie wirkt sich die Marge im Quotenvergleich aus?

Die Marge ist der Anteil, den der Buchmacher pro 100 Franken Einsatz behält. Bei einer fairen Wette ohne Buchmacher wäre die Auszahlungsquote 100 Prozent, die Marge 0 Prozent. Bei einem Markt mit Quoten 1.90 zu 1.90 liegt die Marge bei etwa 5 Prozent; bei einem Drei-Wege-Markt mit ähnlichem Niveau zwischen 5 und 8 Prozent. Ein Vergleich, der nur die Spitzenquote anschaut, übersieht die Marge, die sich über das Programm hinweg summiert. Bei Kombiwetten wird die Marge mit jedem Ausleg zur Gesamtquote multipliziert – ein Grund, warum Kombiwetten den Buchmacher mehr bringen als dem Spielenden.

Inhalt erstellt vom Team «gratiswetteinfo»