Lucky 63 Wetten in der Schweiz 2026

Updated Oktober 2026
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Ein Golfball liegt auf dem Grün nahe beim Loch, dahinter erstrecken sich sanfte Hügel im Nebel.

Eine Lucky 63 ist die umfangreichste der gängigen Full-Cover-Wetten und für sich genommen schon ein kleines System: 63 einzelne Wetten entstehen aus sechs Auswahlen, gestaffelt von der Einzelwette bis zum Sechsfach. Wer in der Schweiz mitspielen will, hat dazu nur zwei Wege, die beide über die beiden interkantonalen Veranstalter laufen. Wer stattdessen bei einem ausländischen Anbieter spielt, spielt ausserhalb des Schweizer Bewilligungsregimes. Im Folgenden erfahren Sie mehr über Aufbau und Stufen einer Lucky 63, die Einsatzregeln und Limits der beiden Schweizer Anbieter sowie eine Einordnung gegenüber den wichtigsten ausländischen Marken.

Eine Lucky 63 ist eine Systemwette auf 6 Auswahlen mit insgesamt 63 einzelnen Wetten.

Stand: Oktober 19, 2026 | Geprüft gegen die Spielregeln und Teilnahmebedingungen von Sporttip und das Reglement Jouez Sport der Loterie Romande.

Was eine Lucky 63 ist und wie sie sich zur Heinz-Wette verhält

Eine Lucky 63 gehört zu den Full-Cover-Wetten, also Systemen, die aus einer festen Auswahl von Begegnungen automatisch alle Kombinationen bilden, die sich aus dieser Auswahl ziehen lassen. Der Unterschied zu einer normalen Kombiwette ist genau dieser Schritt der Vervollständigung: Wer eine Sechsfach-Kombi tippt, gewinnt nur, wenn alle sechs Auswahlen richtig sind. Wer eine Lucky 63 spielt, gewinnt bereits dann etwas, wenn eine einzige Auswahl sitzt, weil die Einzelwetten Teil des Pakets sind.

Ein Snowboard steckt aufrecht im Schnee am Rand einer Piste, dahinter spannt sich klarer Himmel über verschneiten Gipfeln.
Die Lucky 63 entspricht einer Heinz-Wette (6 Auswahlen, 57 Wetten) zuzüglich der 6 Einzelwetten.

Der Aufbau folgt einer klaren Pyramide. Bei sechs Auswahlen gibt es sechs Einzelwetten, 15 Doppelwetten, 20 Dreierwetten, 15 Vierfachwetten, 6 Fünffachwetten und 1 Sechsfachwette. Addiert sind das 63 einzelne Wetten, und genau diese Zahl gibt der Wette ihren Namen. Das System ist nicht beliebig: Wer eine Auswahl weniger nimmt, landet bei einer Lucky 31, eine Stufe tiefer bei einer Lucky 15, und wer gar keine Einzelwetten will, landet bei der Heinz-Wette mit sechs Auswahlen und 57 Wetten.

Die Heinz-Wette als direkter Vergleich

Die Heinz-Wette enthält exakt die gleichen Mehrfachwetten wie eine Lucky 63, lässt aber die sechs Einzelwetten weg. Eine Heinz-Wette auf sechs Auswahlen besteht damit aus 57 Wetten, eine Lucky 63 aus 63 Wetten. Der Unterschied klingt klein, hat aber handfeste Folgen für Risiko und Ertrag: Die Heinz gewinnt nichts, wenn nur eine Auswahl richtig ist, weil ohne Einzelwetten kein Treffer zustande kommt. Die Lucky 63 gewinnt in diesem Fall bereits den Einsatz der richtigen Einzelwette multipliziert mit deren Quote. Wer den Schritt von 57 auf 63 Wetten geht, kauft sich diese zusätzlichen Einzelwetten und damit eine untere Sicherheitslinie. Wer sie nicht will, spielt die Heinz und akzeptiert die höhere Wahrscheinlichkeit, am Ende leer auszugehen.

Die Stufen einer Lucky 63 im Detail

Die 63 Wetten verteilen sich auf sechs Stufen, und jede Stufe zahlt nur, wenn alle ihre Teile richtig sind. Eine Vierfachwette gewinnt also nur, wenn alle vier in ihr enthaltenen Auswahlen sitzen; fällt auch nur eine davon weg, ist die ganze Vierfachwette verloren.

Stufe Anzahl Wetten
Einzelwetten 6
Doppelwetten 15
Dreierwetten 20
Vierfachwetten 15
Fünffachwetten 6
Sechsfachwette 1
Total 63

Die Verteilung ist symmetrisch, weil sie der mathematischen Anzahl Kombinationen einer gegebenen Grösse aus einer Auswahl von sechs entspricht. Eine Doppelwette ist eine Kombination aus zwei der sechs Auswahlen, eine Dreierwette eine Kombination aus dreien, und die einzige Sechsfachwette enthält alle sechs. Wer mit der Hand rechnet, kommt auf dasselbe Ergebnis: Sechs mal fünf ergibt die 15 Doppelwetten, sechs mal fünf mal vier durch sechs ergibt die 20 Dreierwetten, und so weiter bis zur einen Sechsfachwette.

Wie die Quoten entstehen

Jede der 63 Wetten hat ihre eigene Quote, die sich aus dem Produkt der Quoten der beteiligten Auswahlen ergibt. Bei einer Einzelwette ist die Quote einfach die Wettquote dieser einen Auswahl. Bei einer Doppelwette ist sie das Produkt der beiden Einzelquoten, bei einer Dreierwette das Produkt der drei Einzelquoten, und so weiter. Die Gesamtauszahlung einer Lucky 63 ist die Summe der Auszahlungen all jener Wetten, die vollständig richtig sind. Wer alle sechs Auswahlen trifft, kassiert die Auszahlung aus allen 63 Wetten, und das ist der Grund, warum eine vollständig richtige Lucky 63 trotz kleinem Grundeinsatz einen grossen Betrag ergeben kann.

Gesamteinsatz und Stufeneffekt

Wer eine Lucky 63 spielt, setzt nicht einen Betrag auf das ganze System, sondern einen Betrag pro Linie. Bei einem Einsatz von CHF 1 pro Linie beträgt der Gesamteinsatz damit 63 Franken. Bei einem Einsatz von CHF 5 pro Linie sind es 315 Franken, bei 10 Franken sind es 630 Franken. Der Gesamteinsatz wächst also linear mit dem Linieneinsatz, und das ist der Punkt, an dem eine Lucky 63 für ein kleines Budget rasch teuer wird, selbst wenn jede einzelne Linie günstig aussieht.

Beispielrechnung: Was eine Lucky 63 bei einem Franken pro Linie zurückzahlt

Wer den Gesamteinsatz klein halten will, wählt einen Franken pro Linie und liegt damit bei einem Gesamteinsatz von CHF 63. Die folgende Rechnung zeigt beispielhaft, was die Wette zurückgibt, wenn drei Auswahlen bei 1.50, 2.00 und 2.50 liegen und alle drei richtig sind. Sie ist eine Illustration, kein notierter Preis.

Bei einem Franken pro Linie ergibt sich auf einer Lucky 63 ein Gesamteinsatz von 63 Franken. Wenn die drei Auswahlen 1.50, 2.00 und 2.50 heissen und alle drei richtig sind, gewinnen die Einzelwette zur Quote 1.50 1.50 Franken, die Einzelwette zur Quote 2.00 2 Franken und die Einzelwette zur Quote 2.50 2.50 Franken. Die einzige Dreierwette aus diesen drei Auswahlen hat die kombinierte Quote 1.50 mal 2.00 mal 2.50, also 7.50, und zahlt damit 7.50 Franken. Drei richtige von sechs Auswahlen bringen in dieser Konstellation also rund 13.50 Franken zurück, was den Gesamteinsatz von 63 Franken bei Weitem nicht deckt. Erst wenn weitere Auswahlen dazukommen, beginnen die Mehrfachwetten zu greifen.

Bei vier richtigen Auswahlen kommen zusätzlich die Vierfachwetten ins Spiel. Mit den gleichen drei Quoten und einer vierten Auswahl, sagen wir zur Quote 2.00, gibt es unter anderem eine Vierfachwette aus 1.50, 2.00, 2.50 und 2.00 mit der kombinierten Quote 15.00. Schon eine einzige Vierfachwette dieser Grösse zahlt 15 Franken auf einen Franken Linieneinsatz. Bei fünf richtigen Auswahlen kommen die Fünffach- und Dreierfachkombinationen dazu, bei sechs richtigen ist die Sechsfachwette der grösste Einzelposten.

Die Bandbreite möglicher Auszahlungen reicht damit von einem kleinen Treffer aus den Einzelwetten, wenn nur eine Auswahl richtig ist, bis zur vollen Auszahlung aus allen 63 Wetten bei sechs richtigen Auswahlen. Der Schlüssel liegt darin, dass mit jeder weiteren richtigen Auswahl die Anzahl gewinnender Linien überproportional wächst.

Die Quotenmarge, die in jeder Linie sitzt

Was auf den ersten Blick wie eine reine Quotenrechnung aussieht, hat eine eingebaute Marge. Jede Wettquote enthält den Anteil, den der Veranstalter einstreicht, und das gilt auch für die Schweizer Anbieter. Eine Quote von 2.00 entspricht mathematisch einer Auszahlungsquote von 100 Prozent, alles darüber ist zugunsten der Spielenden, alles darunter zulasten. In der Praxis liegen Quoten auf einem Drei-Wege-Markt wie 1X2 im Fussuntergesamten oft im Bereich von 90 bis 95 Prozent Auszahlung, der Rest ist Marge. Die Differenz wird mit jeder Linie mitgerechnet, und bei 63 Linien wirkt sie entsprechend stärker.

Wer eine Lucky 63 spielt, zahlt diese Marge 63-mal, und das gehört ehrlich auf den Tisch, bevor das System gespielt wird. Es macht die Wette nicht wertlos, aber es macht sie zu einer Wette, deren Erwartungswert negativ ist, sobald die Quoten nicht überdurchschnittlich hoch sind.

Rechtslage: Wer in der Schweiz Sportwetten anbieten darf

Die Rechtslage der Schweiz ist klar geregelt und lässt nur zwei Anbieter zu. Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel im Sinne des Geldspielkonglomerats (Geldspielgesetz, BGS), unterstehen der Aufsicht durch die Gespa und dürfen nur von zwei interkantonalen Veranstaltern angeboten werden. Eine ausländische Bewilligung, gleich aus welchem Land sie stammt, hat in der Schweiz keine Kraft.

Eine Steinbrücke spannt sich in der Dämmerung über einen Fluss, auf dem Wasser liegt leichter Nebel.
Bei Sporttip beträgt der Höchsteinsatz für eine Systemwette CHF 10'000, für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1'000.

Die beiden zugelassenen Veranstalter

Swisslos, mit Sitz in Basel, ist die interkantonale Lotteriegesellschaft der Deutschschweiz und führt ihre Sportwetten unter dem Namen Sporttip. Ihr Vertragsgebiet umfasst 19 Deutschschweizer Kantone, den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Die Loterie Romande führt ihre Sportwetten unter dem Namen Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Beide Anbieter brauchen je eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung nach dem BGS, und beide werden von der Gespa beaufsichtigt.

Wer in der Schweiz online spielen will, braucht Wohnsies in einem der beiden Vertragsgebiete und einen Ausweis, der bei der Registrierung geprüft wird. Die Verifikation läuft online, ein Konto pro Person, Minderjährige sind ausgeschlossen, und die Verkaufsstellen geben keine Wetten an unter 18-Jährige ab. Die Gespa hat 2025 in Testkäufen an Verkaufsstellen allerdings in 47.5 Prozent von 200 Versuchen einen Minderjährigen erfolgreich eine Sportwette verkaufen können, was die Verkaufsstellenkontrolle nicht als streng dastehen lässt.

Was beworben werden darf und was nicht

Werbung für in der Schweiz nicht bewilligte Glücksspiele ist verboten und kann mit einer Busse bis zu CHF 500’000 geahndet werden. Werbung für bewilligte Sportwetten darf weder auf Minderheitsbedürfnis ausgerichtet noch irreführend sein. Gratiswetten und Gratisspielguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa. Diese Seite beschreibt und bewertet, sie bewirbt nicht, und keine Promo-Codes, keine konkreten Boni und keine Anmeldeaufforderungen erscheinen im Text.

Einsatzgrenzen und Regeln bei Sporttip

Bei Sporttip gelten klare und betraglich enge Limits. Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten beträgt CHF 1. Der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette liegt bei CHF 1’000 und für eine Systemwette bei CHF 10’000. Eine Wette, die über dem Höchsteinsatz liegt, wird nicht angenommen. Swisslos kann sie ohne Angabe von Gründen ändern.

Eine Lucky 63 fällt unter den Begriff Systemwette und unterliegt damit dem Höchsteinsatz von CHF 10’000. Bei einem Franken pro Linie sind 63 Franken Gesamteinsatz weit unter dieser Limite, und auch bei höheren Linieneinsätzen bleibt das System komfortabel unter dem Maximum, solange die Linien nicht über CHF 158 liegen. Wer mit höherem Linieneinsatz spielen will, sollte die Limite prüfen, bevor er den Schein abgibt.

Gewinnberechnung und Auszahlung

Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus dem Einsatz mal der Quote, bei Kombinationen aus dem Einsatz mal der Gesamtquote, die das Produkt der Einzelquoten ist. Das Ergebnis wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf fünf Rappen genau abgerundet. Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Swisslos-Zwecks. Wer mit einer verweigerten Auszahlung nicht einverstanden ist, muss innert zehn Tagen per eingeschriebenem Brief Einsprache erheben.

Einsatzgrenzen und Regeln bei Jouez Sport

Bei Jouez Sport sind die Einsätze tiefer gesetzt als bei Sporttip, dafür mit eigenen Maximen. Der Mindesteinsatz online beträgt CHF 2, in Verkaufsstellen CHF 3, und für Multiples ebenfalls CHF 2. Der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten liegt bei CHF 500, und ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Eine Lucky 63 fällt als Multiple unter diese Limene, sodass der Gesamteinsatz auf 7’500 Franken gedeckelt ist. Bei einem Franken pro Linie sind 63 Franken Gesamteinsatz weit unter der Limite, und der Maximalwert von 7’500 Franken wird erst bei einem Linieneinsatz von etwa CHF 119 erreicht.

Die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombiwette muss bei Jouez Sport mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Eine Kombiwette umfasst zwischen 2 und 10 Voraussagen, eine Lucky 63 mit sechs Voraussagen liegt damit innerhalb dieses Rahmens. Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette liegt bei CHF 300’000 und für alle Gewinne eines Multiples zusammen bei CHF 1’000’000.

Welche Märkte und Quoten die Schweizer Anbieter anbieten

Beide Schweizer Anbieter dürfen nur Sportveranstaltungen aus der Gespa-Liste anbieten, einer geschlossenen Liste erlaubter Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen. Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehshows sind nicht erlaubt. Eckball- und Kartenmärkte sowie ein Esports-Bereich erscheinen in der Liste nicht. Live-Wetten sind erlaubt, sowohl prematch als auch live, und Cash-Out ist nicht regulatorisch vorgefasst, sondern eine Eigenschaft des Anbieters. Bei Sporttip gibt es Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, prematch und live, aber nur online und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung.

Quotenboosts und der Kombiboost bei Sporttip sind an Bedingungen geknüpft. Der Kombiboost gilt nur online, für Prematch-, Live- und Systemwetten, verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Mindestquote von je 1.50 und erhöht den Nettogewinn gestaffelt von 5 Prozent bei vier Voraussagen bis 100 Prozent bei fünfzehn Voraussagen. Profitboosts und Quotenboosts sind pro Person nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert.

Spielerschutz und Verlustlimiten

Die Spielregeln zum Spielerschutz sind für beide Anbieter detailliert und greifen vor der ersten Wette. Wer bei Sporttip spielen will, muss Verlustlimiten für einen, sieben und 30 Tage setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und für unter 21-Jährige CHF 1’000. Eine Senkung der Limite gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich kann eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage gesetzt werden.

Eine Spielsperre lässt sich produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst setzen, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine selbstgewählte Auszeit muss nach dem BGS bis zu sechs Monate möglich sein, eine Spielsperre frühestens nach drei Monaten aufgehoben werden, immer mit Einbezug einer Fachstelle.

Die Schweiz kennt keinen staatlich fixierten Einsatzhöchstbetrag. Die Limite, die ein Spieler setzt, ist seine eigene, und die Anbieter müssen nach Art. 87 VGS Höchstwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste verlangen. Das ist die regulatorische Antwort auf das Risiko, das ein System wie die Lucky 63 mit sich bringt: 63 Linien mit eigenem Einsatz sind ein Vielfaches einer Einzelwette, und ohne eigene Verlustlimite ist das System schneller ausgereizt, als es die Quote vermuten lässt.

Besteuerung von Gewinnen aus Sporttip und Jouez Sport

Die Schweiz kennt keine Wettsteuer auf den Einsatz, sondern eine besondere Situation bei den Gewinnen. Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen, zu denen die Gespa Sportwetten zählt, sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei. Über dem Freibetrag wird die Verrechnungssteuer von 35 Prozent abgezogen, die über die Steuererklärung zurückgefordert werden kann. Der Freibetrag auf Bundesebene beträgt ab 1.1.2026 1’071’000 CHF, kantonal fällt er je nach Kanton anders aus, weshalb eine pauschale Aussage zum Freibetrag nicht möglich ist. Wer unter dem Freibetrag bleibt, was bei normalen Wettgewinnen praktisch immer der Fall ist, zahlt weder Einkommenssteuer noch Verrechnungssteuer.

Für Gewinne aus ausländischen Anbietern gilt die Verrechnungssteuer nicht. Allerdings behandelt etwa der Kanton Thurgau Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig vom Betrag als voll steuerbares Einkommen. Andere Kantone handhaben es anders. Wer bei einem ausländischen Anbieter spielt, fragt am besten die kantonale Steuerverwaltung oder einen Steuerberater, weil eine allgemeine Aussage hier nicht trägt.

Zahlungen: Wie Gewinne ausgezahlt werden

Gewinne und Saldi werden bei beiden Schweizer Anbietern nur auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers ausgezahlt. Anonyme Auszahlungen oder Krypto-Auszahlungen gibt es im bewilligten Schweizer Wetten nicht. Kredit an Spielende ist nach Art. 75 Abs. 1 BGS verboten. Welche konkreten Zahlungsmittel ein Anbieter akzeptiert, ist Sache seiner Teilnahmebedingungen und gehört nicht zu den Gemeinsamkeiten der beiden Anbieter.

Die Schweiz hat kein Zahlungs-Blocktool gegen nicht bewilligte Wettseiten. Wer mit Karte oder Banküberweisung an einen ausländischen Anbieter zahlt, geht diesen Weg in Eigenregie, ohne Sperre durch die Banken oder Kartenorganisationen.

Ausländische Anbieter im Überblick: Warum sie in der Schweiz eine andere Kategorie sind

Eine ausländische Bewilligung, gleich aus Malta, Curaçao, Deutschland oder Kanada, hat in der Schweiz keine Kraft. Wer bei einem solchen Anbieter spielt, spielt ohne Schweizer Bewilligung, ohne Anschluss an das Schweizer Ausschlussregister und ohne Schweizer Rekursweg. Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS-Sperre blockieren, und im Jahr 2025 standen 671 Domains auf dieser Liste. Geblockte Domains tauchen erfahrungsgemäss innerhalb von Stunden unter neuen Adressen wieder auf, ein Vorgehen, das in der Aufsicht als Domain-Hopping bezeichnet wird.

Die folgenden Anbieter sind im Wettmarkt präsent, aber in der Schweiz ohne Bewilligung. Sie werden hier nicht empfohlen, sondern zur Einordnung der eigenen Auswahl aufgeführt.

Unibet

Unibet hat keine Schweizer Veranstalterbewilligung. Die Marke ist vielen Spielenden aus anderen Märkten ein Begriff, was aber nichts an der fehlenden Schweizer Bewilligung ändert. Für Schweizer Spielende gilt: keine Anbindung an die Schweizer Spielsperre, kein Schweizer Beschwerdeweg, Gewinne nach kantonaler Praxis steuerlich anders behandelt als bei Schweizer Anbietern.

Playzilla

Playzilla hat keine Schweizer Bewilligung. Die Marke positioniert sich im Online-Wettmarkt mit internationalem Angebot, fällt aber in der Schweiz unter dieselbe Kategorie wie andere ausländische Anbieter: keine Schweizer Aufsicht, keine Sperrregister-Anbindung, keine Schweizer Instanz für Streitfälle.

BetAlright

BetAlright besitzt keine Schweizer Veranstalterbewilligung. Auch hier gilt: Die internationale Markenpräsenz ersetzt keine Schweizer Bewilligung, und wer dort spielt, verlässt den Schutzrahmen des BGS.

X3Bet

X3Bet hat keine Schweizer Veranstalterbewilligung. Die Marke wird von Drittquellen mit einer Lizenz aus Tobique (Kanada) in Verbindung gebracht, was in der Schweiz ohne jede Kraft ist. Die fehlende Schweizer Bewilligung bleibt der entscheidende Punkt.

Wettigo

Wettigo verfügt über keine Schweizer Veranstalterbewilligung. Die Marke tritt im Online-Wettmarkt mit einem breiten Sportangebot auf, ändert aber nichts an der Bewilligungslage in der Schweiz.

WirWetten

WirWetten hat keine Schweizer Veranstalterbewilligung. Die Marke ist im deutschsprachigen Wettmarkt präsent, was die fehlende Schweizer Anbindung nicht aufhebt.

DirectionBet

DirectionBet hat keine Schweizer Veranstalterbewilligung. Die Plattform fällt in dieselbe Kategorie wie die übrigen ausländischen Anbieter ohne Schweizer Bewilligung.

HornetBet

HornetBet hat keine Schweizer Veranstalterbewilligung. Auch hier gilt: Die Marke kann international registriert sein, in der Schweiz bleibt sie ohne Bewilligung.

Vergleichstafel: Wer eine Bewilligung hat und wer nicht

Die folgende Tafel ordnet die in dieser Seite genannten Anbieter nach ihrer Bewilligungslage in der Schweiz. Sie zeigt nur, was die Aufsicht erlaubt, und nicht, wie gut oder schlecht einzelne Produkte sind.

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalter / Berichtete Lizenz
Sporttip Ja SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft (Basel); Gespa-Bewilligung unter BGS
Jouez Sport Ja Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande); Gespa-Bewilligung unter BGS
Unibet Nein Keine Schweizer Bewilligung; ausländische Lizenzlage nicht belegt
Playzilla Nein Keine Schweizer Bewilligung; ausländische Lizenzlage nicht belegt
BetAlright Nein Keine Schweizer Bewilligung; ausländische Lizenzlage nicht belegt
X3Bet Nein Keine Schweizer Bewilligung; laut Drittquellen Tobique (Kanada)
Wettigo Nein Keine Schweizer Bewilligung; ausländische Lizenzlage nicht belegt
WirWetten Nein Keine Schweizer Bewilligung; ausländische Lizenzlage nicht belegt
DirectionBet Nein Keine Schweizer Bewilligung; ausländische Lizenzlage nicht belegt
HornetBet Nein Keine Schweizer Bewilligung; ausländische Lizenzlage nicht belegt

Die Tafel zeigt, was die Schweizer Aufsicht von einem Anbieter verlangt: eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung. Ausländische Anbieter können Lizenzen in anderen Rechtsräumen haben, was in der Schweiz nicht zählt. Diese Seite beschreibt, sie bewirbt nicht.

Welches System für wen passt: Eine ehrliche Einordnung

Eine Lucky 63 ist ein teures System, und der Reiz der vielen Wetten steht im Gegensatz zur nüchternen Rechnung. Wer sie spielen will, sollte sich zuerst fragen, ob das System zum eigenen Budget passt und ob das Ziel ein kleiner Treffer oder ein grosser Volltreffer ist.

Wann eine Lucky 63 passt

Sie passt, wenn sechs Auswahlen mit Einzelquoten von etwa 1.50 bis 3.00 vorliegen, die Mehrfachauswahl willkommen ist und der Gesamteinsatz von 63 Franken pro Linieneinsatz im Budget liegt. Sie passt auch, wenn die Erwartung ist, mehrere Auswahlen, aber nicht alle sechs, zu treffen, weil die Treffer aus den Mehrfachwetten dann greifen.

Wann eine Lucky 63 nicht passt

Sie passt nicht, wenn das Budget klein ist und der Gesamteinsatz von 63 Franken pro Linieneinsatz bereits die Verlustlimite für 30 Tage berührt. Sie passt auch nicht, wenn nur eine Auswahl als Treffer erwartet wird, weil dann nur die Einzelwetten zählen und die 57 Mehrfachwetten verschenktes Geld sind. In diesem Fall ist eine Heinz-Wette die ehrlichere Variante. Und sie passt nicht, wenn die Quoten nahe an 1.10 liegen, weil die Mehrfachwetten dann kaum Ertrag bringen und die Marge entsprechend gross ausfällt.

Die Alternative: Heinz, Lucky 15, Lucky 31

Wer weniger Auswahlen oder weniger Linien will, bewegt sich in der gleichen Familie. Eine Lucky 15 hat 15 Wetten auf vier Auswahlen, eine Lucky 31 hat 31 Wetten auf fünf Auswahlen, eine Heinz hat 57 Wetten auf sechs Auswahlen ohne die sechs Einzelwetten. Die Logik ist dieselbe, der Aufbau derselbe, nur die Stufen und Linien unterscheiden sich. Wer den vollen Umfang einer Lucky 63 nicht braucht, kann eine Stufe tiefer spielen und behält einen Teil der Sicherheitslinie durch die Einzelwetten.

Häufige Fragen

Was genau ist eine Lucky 63 Wette?

Eine Lucky 63 ist eine Full-Cover-Wette auf sechs Auswahlen, die insgesamt 63 einzelne Wetten umfasst. Sie enthält alle Mehrfachkombinationen aus den sechs Auswahlen, von der Einzelwette bis zur Sechsfachwette. Eine richtige Auswahl genügt bereits für einen Ertrag, weil die Einzelwetten Teil des Pakets sind.

Wie viele Einzelwetten hat eine Lucky 63 und wie sind sie verteilt?

Eine Lucky 63 hat 63 einzelne Wetten, verteilt auf sechs Stufen: 6 Einzelwetten, 15 Doppelwetten, 20 Dreierwetten, 15 Vierfachwetten, 6 Fünffachwetten und 1 Sechsfachwette. Jede Stufe zahlt nur, wenn alle in ihr enthaltenen Auswahlen richtig sind.

Wie unterscheidet sich die Lucky 63 von der Heinz-Wette?

Die Heinz-Wette enthält dieselben Mehrfachwetten wie eine Lucky 63, aber ohne die sechs Einzelwetten, total 57 Wetten statt 63. Eine Heinz gewinnt daher nichts, wenn nur eine Auswahl richtig ist, weil ohne Einzelwetten kein Treffer zustande kommt. Die Lucky 63 gewinnt in diesem Fall durch die Einzelwetten.

Reicht eine richtige Auswahl für einen Ertrag, und wird der Gesamteinsatz gedeckt?

Eine richtige Auswahl genügt, damit die Lucky 63 einen Ertrag erzielt, weil die Einzelwetten Teil des Pakets sind. Allerdings deckt ein einzelner Treffer in der Regel den Gesamteinsatz von 63 Franken pro Franken Linieneinsatz nicht, weil die Mehrfachwetten leer ausgehen und nur die richtige Einzelwette etwas zurückzahlt. Erst ab mehreren richtigen Auswahlen beginnen die Mehrfachwetten, den Gesamteinsatz mitzufinanzieren.

Wie hoch darf der Gesamteinsatz bei Jouez Sport maximal sein?

Bei Jouez Sport liegt der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten bei CHF 500. Ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette beträgt CHF 300’000 und für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000.

Wie werden Gewinne aus Sporttip und Jouez Sport in der Schweiz besteuert?

Gewinne aus bewilligten Schweizer Sportwetten sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei. Über dem Freibetrag wird die Verrechnungssteuer von 35 Prozent abgezogen und kann über die Steuererklärung zurückgefordert werden. Der Bundesfreibetrag liegt ab 1.1.2026 bei CHF 1’071’000, kantonal fällt er je nach Kanton anders aus, weshalb die genaue Höhe des Freibetrags beim kantonalen Steueramt oder einem Steuerberater zu erfragen ist.

Inhalt erstellt vom Team «gratiswetteinfo»