MMA Wetten in der Schweiz: Was erlaubt ist, wer anbietet und was es kostet

Updated Oktober 2026
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Ein achteckiger Käfig mit Maschenzaun steht in einer leeren Halle unter hellem Deckenlicht, auf der blauen Matte liegt ein zusammengefaltetes Handtuch.

Wer in der Schweiz online auf MMA wetten will, stösst zuerst auf eine juristische Mauer und danach auf eine kleine, klar abgegrenzte Auswahl. Das Geldspielgesetz erlaubt Sportwetten nur zwei Veranstaltern, und beide listen Kampfsport nicht automatisch, sondern nur, soweit die Gespa-Liste ihn führt. Wer diese Schranken ignoriert, spielt auf einer ausländischen Plattform ohne Schweizer Bewilligung, ohne Sperrregister und ohne Schweizer Rechtsschutz.

Die UFC kämpft in einem Oktagon mit einem Durchmesser von 9,75 m, das statt Ringseilen von einem Maschendrahtzaun begrenzt wird.

Die folgende Übersicht zeigt, welche Wege es gibt, welche Voraussetzungen jeder verlangt und welche Kosten hinter Bonus-Versprechen, Quotenboosts und Cash-Out stehen. Wer nur das Ranking sucht: Der Abschnitt ‚Zehn Anbieter im Vergleich‘ schliesst die Seite ab.

Stand der Daten: Oktober 19, 2026. Geprüft gegen die Spielregeln und Teilnahmebedingungen von Sporttip (Version 4.2) sowie die Angaben der Gespa-Liste autorisierter Ausgaben.

Was MMA-Wetten in der Schweiz besonders macht

Mixed Martial Arts sind ein Spielsport mit einer Eigenheit, die viele andere Sportarten nicht haben: ein Kampf endet schnell, durch Knockout, Aufgabe oder Richterentscheid, und die Märkte-Quote bei Livewetten reagiert auf jeden Schlagabtausch. Für Wettende heisst das: kurze Reaktionsfenster, hohe Varianz bei den Quoten und eine besondere Anziehung für Bonus- und Boost-Angebote, die genau dieses Tempo ausnutzen.

Die zweite Eigenheit ist die regulatorische. Kampfsport ist nicht per se erlaubt, sondern nur, soweit ihn die Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen führt. Fehlt der Kampf dort, fehlt auch das Wettangebot bei Sporttip und Jouez Sport. Wer trotzdem eine Wette platzieren will, landet bei Anbietern ohne Schweizer Bewilligung, und dort greifen weder Spielsperre noch Verlustlimiten aus dem Schweizer Schutzsystem.

Grundlagen: Runde, Punkte und Oktagon

Die UFC wurde 1993 in Denver gegründet und kämpft seither in einem Oktagon mit 9,75 Metern Durchmesser, der statt Ringseilen von einem Maschendrahtzaun begrenzt wird. Eine Runde dauert fünf Minuten, die Pause eine Minute, ein normaler Kampf geht über drei Runden, ein Titelkampf über fünf. Die Wertung nach den Unified Rules, die das New Jersey Athletic Control Board aufgestellt hat und die von vielen US-Staaten und Veranstaltern übernommen wurden, sieht vor: drei Kampfrichter vergeben pro Runde 10 Punkte an den Rundengewinner und 9 oder weniger an den Verlierer; sieht ein Kampfrichter keinen Rundengewinner, darf er beiden 10 Punkte geben.

Ein Paar Kampfsporthandschuhe liegt auf einer Holzbank neben einer Wasserflasche in einer ruhigen Umkleide, durch ein hohes Fenster fällt Tageslicht.
Bei einer Entscheidung nach Punkten vergeben im MMA nach den Unified Rules drei Kampfrichter pro Runde 10 Punkte an den Rundengewinner und 9 oder weniger an den Verlierer.

Ein Kampf kann auf sechs Wegen enden: Aufgabe des Gegners, Knockout, technischer Knockout, Kampfrichterentscheid, Disqualifikation des Gegners oder Forfeit bei Nichtantreten. Auch ein Unentschieden ist möglich. Die UFC kennt neun Gewichtsklassen vom Strohgewicht bis zum Schwergewicht, die Super-Schwergewichtsklasse über 120 Kilogramm ist derzeit unbelegt.

Wie Quoten entstehen und was die Marge ist

Bei einer Einzelwette ist der Gewinn Einsatz mal Quote, bei einer Kombiwette das Produkt der Einzelquoten. Sporttip rundet den Gewinn zuerst auf zwei Nachkommastellen und dann auf 5 Rappen genau ab.

Die Marge ist das, was der Veranstalter von jeder eingesetzten Einheit einbehält, und sie steckt in jeder Quote. Für einen Zwei-Wege-Markt, bei dem beide Seiten mit Quote 1.90 angeboten werden, ergibt sich eine Auszahlungsquote von rund 89,5 %, die Marge liegt also bei rund 10,5 %. Bei engeren Märkten, etwa einem klaren Favoriten gegen einen Aussenseiter, kann die Marge höher ausfallen, bei ausgeglichenen Märkten mit grossen Quoten eher tiefer. Der Anbieter schweigt über seine genaue Marge, sie lässt sich aber für jeden Markt aus dessen Quoten ableiten, und sie entscheidet, wie viel vom Einsatz im Schnitt an die Wettenden zurückfliesst.

Rechtslage: Was erlaubt ist und was nicht

Die Rechtslage folgt dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51), das seit dem 1. Januar 2019 in Kraft ist und Sportwetten als Grossspiel einordnet. Die Aufsicht liegt bei der Gespa, der interkantonalen Geldspielaufsicht in Bern, nicht bei der ESBK, die nur Casinos überwacht. Eine Bewilligung braucht sowohl eine Veranstalterbewilligung als auch eine Spielbewilligung pro Spiel, und sie gilt nur in der Schweiz.

Eine Holzbank steht vor dem Eingang einer Turnhalle am frühen Morgen, daneben lehnen zwei Fahrräder an einer Backsteinwand.
Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1'000.

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Eine dritte Schweizer Sportwettenbewilligung existiert nicht, und die Gespa veröffentlicht keine Liste weiterer lizenzierter Buchmacher, weil es keine gibt. Was sie veröffentlicht, ist die Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekomanbieter per DNS blocken.

Was darf gewettet werden

Erlaubt sind ausschliesslich Sportereignisse, Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehshows sind ausgeschlossen. Welche Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen konkret zugelassen sind, regelt die Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen. Was dort nicht steht, darf auch nicht angeboten werden: Qualifikationsrunden nur, wenn sie gelistet sind, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie gelistet sind, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder das Podium entscheidet, Trainingsläufe nie. Die Liste enthält keine Eckball- oder Kartenmärkte und keine eigene Esports-Sektion. Veranstaltungen mit überwiegend Minderjährigen sind gesetzlich ausgeschlossen.

Livewetten sind dort erlaubt, wo der Veranstalter eine entsprechende Bewilligung hat; das BGS kennt keine zusätzliche Einschränkung einzelner Live-Märkte. Virtuelle Sportarten sind in der Liste nicht etabliert, ihre Behandlung bleibt offen.

Wer mitmachen darf

Sporttip steht Personen ab 18 Jahren offen, Jüngere sind von der Teilnahme ausgeschlossen, und wer als Wettkämpfer an einem Ereignis beteiligt ist, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Wer ein Online-Konto eröffnen will, braucht Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet des Veranstalters sowie einen Ausweis, dessen Daten gegen Adressdatenbanken geprüft werden. Eine Spielsperre darf nicht bestehen, jede Person darf sich nur einmal registrieren.

Spielerschutz und Limits

Vor der ersten Teilnahme bei Sporttip müssen Spielende Verlustlimiten für einen, sieben und 30 Tage setzen, die Obergrenze liegt bei CHF 9’999, für unter 21-Jährige bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden, das gilt auch für eine freiwillige Einzahlungslimitien für 30 Tage. Gesetzlich ist nur vorgegeben, dass der Veranstalter Höchstwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste verlangen muss; eine staatliche Einzahlungsobergrenze wie in anderen Ländern gibt es in der Schweiz nicht.

Die Spielsperre lässt sich produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst setzen, eine Aufhebung vor Fristablauf ist nicht möglich. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie für Liechtenstein. Freiwillig gesperrte Spielerinnen und Spieler können ihre Sperre erst nach drei Monaten und nur mit einer Fachstelle aufheben lassen.

Gewinne und Guthaben werden ausschliesslich auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers ausgezahlt, anonymes oder Krypto-Auszahlen existiert bei lizenzierten Schweizer Anbietern nicht. Eine Kreditierung an Spielende ist gesetzlich verboten.

Steuern auf Gewinne

Gewinne aus Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommensteuerfrei. Die bundesrechtliche Schwelle liegt seit dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000, die kantonale Schwelle weicht davon ab, weshalb es je nach Kanton Unterschiede gibt. Oberhalb der Schwelle behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgefordert werden kann. Für die meisten Spielenden liegt jeder Einzelgewinn deutlich darunter, sodass weder Einkommensteuer noch Verrechnungssteuer anfallen. Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen keiner Verrechnungssteuer, die kantonale Praxis im Thurgau behandelt sie jedoch unabhängig vom Betrag als voll steuerpflichtiges Einkommen. Eine Wettsteuer auf den Einsatz gibt es in der Schweiz nicht.

Werbung und Bonusregeln

Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich weder an Minderjährige noch an gesperrte Personen richten. Werbung für in der Schweiz nicht zugelassene Geldspiele ist verboten und kann mit einer Busse bis zu CHF 500’000 bestraft werden. Gratiswetten oder Gratisspielguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa, im Jahr 2025 hat sie 24 Zustimmungen für Loterie Romande und 8 für Swisslos erteilt. Bonusbeträge und -bedingungen kommen ausschliesslich aus den Bedingungen des jeweiligen Veranstalters. Ein Werbeverbot zu bestimmten Tageszeiten gibt es nicht.

Offshore: warum die fehlende Bewilligung zählt

Eine ausländische Bewilligung, gleich ob aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land, hat in der Schweiz keine Wirkung. Das Anbieten von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist eine Straftat, bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Handeln bis zu fünf Jahre. Die Spielenden werden nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können im Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es fehlt jeder Schutz und jede Fairplay-Kontrolle. Domains ausländischer Anbieter können auf die Gespa-Sperrliste gesetzt und per DNS blockiert werden, Ende 2025 umfasste sie 671 Domains, ersetzt werden sie innerhalb von Stunden.

Verantwortungsvolles Wetten bei schnellen Entscheiden

MMA-Kämpfe dauern oft nur Minuten, und die Quoten für Livewetten ändern sich mit jedem Tauschschlag. Wer hier setzt, braucht Limits, die nicht erst nach dem Verlust greifen, und ein Bewusstsein dafür, dass ein Boost oder ein Quotenbonus das Tempo nicht entschleunigt.

Die wichtigsten Werkzeuge sind die Verlustlimiten, die jeder selbst setzen muss, bevor die erste Wette angenommen wird, sowie die Möglichkeit, sich für 1 bis 180 Tage produktbezogen auszuschliessen. Eine Erhöhung der Limits greift bei Sporttip erst nach 72 Stunden, eine Senkung sofort, und bei der unbefristeten Spielsperre greift das schweizweite Register, das auch Online-Casinos und Liechtenstein einschliesst. Wer auf einer Plattform ohne Schweizer Bewilligung spielt, hat weder Zugang zu diesem Register noch zu den Schweizer Verlustlimiten, dort gelten allein die Hausregeln des Anbieters.

Ein zweiter Punkt ist die Reaktionsgeschwindigkeit: bei Livewetten zählt jede Sekunde, und wer unter Druck Entscheidungen trifft, setzt schneller, als er lesen kann. Hier hilft weniger das Spielerkonto als die persönliche Regel, vor dem Kampf zu entscheiden, was gesetzt wird, und diese Entscheidung nicht mehr anzufassen, sobald der erste Schlag fällt.

Wettprogramm: Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen

Was bei Sporttip und Jouez Sport auf dem Wettschein steht, hängt direkt von der Gespa-Liste ab. Kämpfe erscheinen dort, wo sie als Sportart, Wettbewerb und Wetttyp gelistet sind, Qualifikationsrunden und Frauenwettbewerbe nur, wenn sie eigens aufgeführt sind. Wer wissen will, ob ein bestimmter Kampf wettrechtlich angeboten werden darf, prüft die Liste, nicht das Wettprogramm.

Die wichtigsten Märkte für MMA sind die Siegerwette, also wer den Kampf gewinnt, die Siegart-Wette, also Knockout, Aufgabe oder Entscheidung, und Wetten auf die Rundenzahl, etwa ob der Kampf in der ersten Runde endet oder über die volle Distanz geht. Hinzu kommen Livewetten, die bei Sporttip unabhängig davon gelten, ob das Ereignis tatsächlich live übertragen wird, und Kombiwetten, bei denen die Einzelquoten multipliziert werden.

Was die Gespa-Liste nicht enthält, sind Eckball- oder Kartenmärkte, wie sie im Fussball üblich sind, sowie eine eigene Esports-Sektion, und auch virtuelle Sportarten sind nicht etabliert. Für Kampfsport bedeutet das: keine Wetten auf einzelne Treffer oder Schläge, keine Wetten auf Trainings oder Sparrings, keine Wetten auf Randsportarten, die nicht gelistet sind.

Zehn Anbieter im Vergleich

Die folgende Übersicht zeigt zehn Anbieter, die Schweizer Spielende in der Praxis antreffen, und trennt die beiden Schweizer Veranstalter klar von den ausländischen Plattformen ohne Schweizer Bewilligung. Die Tabelle sortiert nach Veranstaltertyp, lizenziert oder ohne Bewilligung, nicht nach einer vermeintlichen Qualität der Quoten, denn die ist bei Offshore-Anbietern nicht überprüfbar.

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalter / angegebene Lizenz
Swisslos Sporttip Ja, Veranstalter- und Spielbewilligung (BGS, Gespa) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel
Loterie Romande Jouez Sport Ja, Veranstalter- und Spielbewilligung (BGS, Gespa) Société de la Loterie de la Suisse Romande, Lausanne
Betscore Keine Schweizer Bewilligung Lizenz nicht etabliert, Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen
Betwinner Keine Schweizer Bewilligung Lizenz nicht etabliert, Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen
HornetBet Keine Schweizer Bewilligung Lizenz nicht etabliert, Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen
Fezbet Keine Schweizer Bewilligung Lizenz nicht etabliert, Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen
22Bet Keine Schweizer Bewilligung Lizenz nicht etabliert, Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen
BetFury Keine Schweizer Bewilligung Lizenz nicht etabliert, Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen
Duelbits Keine Schweizer Bewilligung Lizenz nicht etabliert, Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen
bet-at-home Keine Schweizer Bewilligung Lizenz nicht etabliert, Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen

Die Tabelle liest sich klar: zwei Anbieter mit Schweizer Bewilligung, acht ohne. Wer in der Schweiz wettet, hat die Wahl zwischen diesen beiden und einer Grauzone, in der jeder Schutz fehlt.

Swisslos Sporttip

Swisslos, die interkantonale Landeslotterie mit Sitz in Basel, veranstaltet Sportwetten unter dem Namen Sporttip und ist einer der beiden Veranstalter, die das BGS zulässt. Die Sporttip-Online-Teilnahme steht Personen ab 18 Jahren offen, die im Swisslos-Vertragsgebiet wohnen: in den Deutschschweizer Kantonen AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, im Tessin und im Fürstentum Liechtenstein. Wer in der Romandie wohnt, gehört zum Gebiet der Loterie Romande.

Mindestensensatz und Höchsteinsatz sind klar definiert: CHF 1 liegt am unteren Rand, CHF 1’000 für eine Einzel- oder Kombinationswette und CHF 10’000 für eine Systemwette am oberen. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen anpassen, eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Die Auszahlung läuft ausschliesslich auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers, anonymes Auszahlen oder Krypto-Auszahlungen sind nicht möglich.

Der Cash-Out bei Sporttip gilt für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur online und nur als vollständiger Cash-Out ohne Teilauszahlung. Der Betrag liegt unter dem möglichen Gewinn bei regulärem Ausgang, hängt vom Stand der Ereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden, eine Garantie pro Markt besteht nicht. Einmal ausgeführt, lässt sich der Cash-Out nicht mehr rückgängig machen.

Quotenboosts und Profitboosts gibt es bei Sporttip nur online, nur für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, und pro Wettenden nur einmal. Bei einem Cash-Out verfällt der Boost, und der Profitboost erhöht nur den möglichen Nettogewinn eines definierten Ereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Der Kombiboost verlangt mindestens vier Voraussagen mit Einzelquote von mindestens 1.50, der Bonus auf den Nettogewinn steigt von 5 % bei vier über 20 % bei sieben und 40 % bei zehn bis 100 % bei fünfzehn Voraussagen, Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert.

Für MMA bedeutet das: Wer hier wettet, kann auf Sieger, Siegart und Rundenzahl setzen, soweit die Gespa-Liste den Kampf führt, mit Cash-Out für Einzel- und Kombiwetten, mit Boosts nur für Prematch-Einzelwetten und unter den für Boosts geltenden Mindestquoten.

Wertung: Der einzige Weg in der Deutschschweiz und im Tessin, mit voller Bewilligung, voller Anbindung an das Sperrregister und mit klar definierten Limits. Wer im Vertragsgebiet wohnt, kommt an Sporttip nicht vorbei, wenn er legal wetten will. Was fehlt, ist das Romandie-Gebiet, dort übernimmt Jouez Sport, und was ebenfalls fehlt, ist ein eigenes Live-Bild von jedem Kampf, die Livewette gilt unabhängig von der Übertragung.

Loterie Romande Jouez Sport

Die Loterie Romande betreibt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sie zählt rund 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende, die Kontaktadresse ist Avenue de Provence 14 in Lausanne. Online teilnehmen kann nur, wer in einem dieser sechs Kantone Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt hat.

Die Spielregeln sind im Grundsatz dieselben wie bei Sporttip: 18 Jahre Mindestalter, eine Verlustlimite vor der ersten Wette, eine Spielsperre von 1 bis 180 Tagen sowie die Anbindung an das schweizweite Sperrregister. Welche Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen angeboten werden, folgt auch hier aus der Gespa-Liste, mit identischen Einschränkungen zu Qualifikationsrunden und Frauenwettbewerben.

Der Vorteil gegenüber einem ausländischen Anbieter liegt im Schutzrahmen: Gewinne gehen auf ein verifiziertes Zahlungskonto im eigenen Namen, Limits und Sperren sind im Schweizer System verankert, und eine allfällige Streitigkeit lässt sich vor Schweizer Gerichten klären. Der Nachteil: das Angebot an Wetttypen und Veranstaltungen ist kleiner als bei internationalen Plattformen, und viele Spezialmärkte fehlen.

Wertung: Wer in der Romandie wohnt, hat mit Jouez Sport den einzigen voll lizenzierten Zugang zu Sportwetten, einschliesslich MMA. Wer nicht in der Romandie wohnt, kann sich hier nicht registrieren und ist auf Sporttip angewiesen. Für deutschsprachige Leserinnen und Leser bleibt Jouez Sport als Hintergrund relevant, weil beide Veranstalter dieselbe Gespa-Liste nutzen, die verfügbaren Kämpfe und Märkte sind in beiden Gebieten im Wesentlichen dieselben.

Betscore

Betscore wirbt mit einem breiten Sportwetten-Angebot und richtet sich auch an Schweizer Spielende, hat aber keine Schweizer Bewilligung. Die angegebene Lizenz ist nicht etabliert, das heisst nicht überprüfbar, und sie hat in der Schweiz keine Wirkung. Betscore ist nicht an das Schweizer Sperrregister angeschlossen, eine Spielsperre aus dem Schweizer System gilt hier nicht, und es gibt keinen Schweizer Rechtsweg bei Streitigkeiten.

Die Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen und per DNS blockiert sein. Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt, das sogenannte Domain-Hopping, die Gespa nennt dieses Vorgehen in ihren Mitteilungen.

Wertung: Kein Schweizer Schutz, keine Schweizer Aufsicht, kein Zugang zu Schweizer Sperren. Wer hier spielt, spielt auf eigenes Risiko, mit ausländischem Recht und ohne die Möglichkeit, sich an die Gespa zu wenden. Wer einen grossen Bonus sucht, findet ihn hier oft, was daran liegt, dass Offshore-Anbieter den Schutzrahmen, den sie nicht bieten, über den Bonuspreis verkaufen müssen.

Betwinner

Betwinner ist einer der bekannteren Offshore-Anbieter und warb zeitweise aggressiv mit Sportwetten-Boni. Die Plattform verfügt über keine Schweizer Bewilligung; da die Lizenz nicht etabliert ist, sind die Dienste zudem oft von einer DNS-Sperre der Gespa betroffen.

Für Schweizer Spielende bedeutet das: keine Anbindung an das schweizweite Sperrregister, keine Schweizer Verlustlimiten, keine Schweizer Gerichtsbarkeit. Die Werbung für nicht zugelassene Geldspiele in der Schweiz ist nach Art. 74 Abs. 3 BGS verboten und kann mit einer Busse bis zu CHF 500’000 bestraft werden, was die Anbieter regelmässig nicht davon abhält, in Schweizer Medien oder per Direktwerbung aufzutreten.

Wertung: Wie Betscore, ohne Schweizer Schutz und mit dem gleichen Domain-Hopping-Risiko. Wer hier spielt, sollte sich bewusst sein, dass die Sperre, die er bei Swisslos setzen würde, hier nicht greift, und dass eine Auszahlung nach den Regeln des Anbieters läuft, nicht nach Schweizer Recht.

HornetBet

HornetBet tritt mit Krypto-Sportwetten auf, also Wetten mit Bitcoin und ähnlichen Währungen, was in der Schweiz lizenzierten Anbietern nicht möglich ist. Da keine Schweizer Bewilligung vorliegt und die Lizenz nicht etabliert ist, ist ein Zugriff ohne Sperrumgehung oft nicht möglich.

Wertung: Krypto-Auszahlung klingt nach Anonymität, ist aber keine Schweizer Lösung, sondern eine ausländische, mit den gleichen Risiken wie alle anderen Offshore-Anbieter: keine Schweizer Bewilligung, keine Anbindung an das Sperrregister, keine Schweizer Gerichtsbarkeit. Dass die Auszahlung in Bitcoin erfolgt, ändert daran nichts, sie folgt den Regeln des Anbieters und der ausländischen Lizenz, soweit eine existiert.

Fezbet

Fezbet gehört in die Reihe der Offshore-Anbieter mit Sportwetten-Fokus und ohne Schweizer Bewilligung. Die angegebene Lizenz ist nicht etabliert, die Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen. Für Spielende aus der Schweiz heisst das: kein Schweizer Schutz, keine Anbindung an das schweizweite Sperrregister, keine Schweizer Verlustlimiten, und keine Schweizer Gerichtsbarkeit bei Streit.

Wertung: Wie alle anderen Offshore-Plattformen in dieser Liste. Wer auf eine grosse Auswahl an Wetttypen und Spezialmärkten aus ist, findet sie eher hier als bei Sporttip, muss aber den fehlenden Schutz bewusst in Kauf nehmen.

22Bet

22Bet ist ein weiterer grosser Offshore-Anbieter mit breitem Sportwetten-Angebot. Wer hier spielt, bewegt sich in einer Grauzone ohne Schweizer Lizenz, was dazu führen kann, dass die Webseite aufgrund einer Sperre der Gespa nicht erreichbar ist. Wer hier spielt, hat keinen Zugang zur Schweizer Spielsperre und muss sich auf die Hausregeln des Anbieters verlassen.

Wertung: Gleiche Einschätzung wie bei Betscore, Betwinner und Fezbet. Die Vorteile liegen in der Marktbreite, die Nachteile im fehlenden Schutz. Wer aus der Schweiz hier spielt, sollte sich bewusst sein, dass eine allfällige Sperre bei Swisslos hier nicht greift, und dass die Auszahlung nach den Regeln des Anbieters läuft.

BetFury

BetFury wirbt mit Krypto-Sportwetten und Casino unter einem Dach, mit Bitcoin und anderen Kryptowährungen. Keine Schweizer Bewilligung, Lizenz nicht etabliert, Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen.

Wertung: Die Mischung aus Sportwetten und Casino macht die Plattform für Spielende interessant, die beides wollen, ändert aber nichts an der fehlenden Schweizer Bewilligung. Wichtig zu wissen: Casino und Sportwetten sind zwei unterschiedliche Bewilligungen, und das Fehlen der einen bedeutet nicht, dass die andere vorhanden ist. Eine allfällige Lizenz in einem anderen Land hat in der Schweiz keine Wirkung.

Duelbits

Duelbits positioniert sich ähnlich wie HornetBet und BetFury als Krypto-Sportwetten-Anbieter. Ohne Schweizer Bewilligung und mit einer nicht etablierten Lizenz ist das Angebot zudem potenziell von einer DNS-Sperre durch die Gespa betroffen.

Wertung: Krypto heisst nicht Schweizer Bewilligung, sondern ausländisches Recht und ausländische Hausregeln. Wer hier spielt, sollte sich bewusst sein, dass eine Sperre bei Swisslos hier nicht greift, und dass eine Auszahlung in Bitcoin oder einer anderen Kryptowährung deren Kursrisiko trägt.

bet-at-home

bet-at-home gehört zu den traditionsreichsten Offshore-Anbietern im deutschsprachigen Raum und wird in den Mitteilungen der Gespa explizit als Beispiel für Domain-Hopping genannt. Keine Schweizer Bewilligung, Lizenz nicht etabliert, die Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen und wird durch Ersatzdomains ausgetauscht.

Wertung: Der Name klingt seriös, die fehlende Schweizer Bewilligung bleibt ein Faktum. Wer hier spielt, hat keinen Zugang zur Schweizer Spielsperre und muss sich auf die Regeln des Anbieters verlassen. Was bet-at-home von neueren Offshore-Anbietern unterscheidet, ist die längere Marktpräsenz, was nicht mit Schweizer Bewilligung zu verwechseln ist.

Wie der Gewinn berechnet wird und was die Marge kostet

Wer bei Sporttip eine Einzelwette mit Einsatz CHF 50 und Quote 2.10 platziert, erhält bei einem Sieg 50 × 2.10 = CHF 105 zurück, der Nettogewinn liegt bei 50 × (2.10 − 1) = CHF 55. Bei einer Kombiwette mit zwei Voraussagen zu 2.10 und 1.80 ergibt sich eine Gesamtquote von 2.10 × 1.80 = 3.78, der Gewinn wäre bei einem Einsatz von CHF 10 also 10 × 3.78 = CHF 37.80. Sporttip rundet den Gewinn zuerst auf zwei Nachkommastellen und dann auf 5 Rappen genau ab.

Die Marge, also der Anteil, den der Veranstalter von jeder eingesetzten Einheit einbehält, lässt sich aus den Quoten ableiten. Für einen Zwei-Wege-Markt mit beiden Quoten bei 1.90 ergibt sich die Auszahlungsquote als Kehrwert der Summe der Kehrwerte der Einzelquoten, also 1 ÷ (1 ÷ 1.90 + 1 ÷ 1.90) ≈ 0’895, die Marge liegt damit bei rund 10,5 %. Bei einem klaren Favoriten mit Quote 1.30 gegen einen Aussenseiter mit Quote 4.50 steigt die Marge auf etwa 13,5 %, bei ausgeglichenen Märkten mit hohen Quoten, etwa 3.50 gegen 3.50, sinkt sie auf etwa 5,7 %.

Das ist der Preis, den jede Wette trägt: ein Teil des Einsatzes wird im Mittel nie ausgezahlt, sondern bleibt beim Veranstalter. Wer 100 Einheiten setzt, erhält im Mittel nur den Auszahlungsanteil zurück, der Rest ist die Marge.

Häufig gestellte Fragen

Wo kann man in der Schweiz auf MMA wetten?

In der Schweiz dürfen nur Swisslos mit Sporttip und Loterie Romande mit Jouez Sport Sportwetten anbieten, beide führen Kampfsport nur, soweit er auf der Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen steht. Wer im deutschsprachigen Vertragsgebiet von Swisslos wohnt, nutzt Sporttip, wer in einem der sechs Westschweizer Kantone wohnt, nutzt Jouez Sport.

Sind Wetten auf MMA in der Schweiz verboten oder nur eingeschränkt?

MMA-Wetten sind nicht verboten, aber eingeschränkt. Erlaubt sind sie nur bei den beiden Schweizer Veranstaltern und nur für Kämpfe, die auf der Gespa-Liste stehen, was bei UFC-Events regelmässig der Fall ist. Anbieter ohne Schweizer Bewilligung fallen unter das Verbot, in der Schweiz unerlaubte Geldspiele zu bewerben, und können auf die Gespa-Sperrliste gesetzt werden.

Wie lässt sich prüfen, ob ein Kampf und die gewünschte Wettart in der Gespa-Liste stehen?

Die Gespa-Liste ist auf der Website der Gespa öffentlich zugänglich und zeigt Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen. Wer einen konkreten Kampf sucht, prüft, ob die Liga und die Wettart gelistet sind, etwa Sieger, Siegart oder Rundenzahl. Fehlt der Eintrag, fehlt auch das Wettangebot bei Sporttip und Jouez Sport.

Was ist von Anbietern zu halten, die Wetten auf MMA mit Bitcoin ohne Schweizer Bewilligung anbieten?

Solche Anbieter haben in der Schweiz keine Wirkung, ihre Lizenz, gleich wo sie ausgestellt wurde, gilt hier nicht, und sie sind nicht an das Schweizer Sperrregister angeschlossen. Gewinne und Einsätze können in einem Strafverfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, es gibt keinen Schweizer Rechtsweg, und die Werbung für sie ist in der Schweiz verboten. Wer hier spielt, spielt auf eigenes Risiko.

Wie wird aus Einsatz und Quote der Gewinn berechnet, und was ist die Marge?

Der Gewinn einer Einzelwette ist Einsatz mal Quote, bei einer Kombiwette das Produkt der Einzelquoten. Die Marge ist der Anteil, den der Veranstalter einbehält, und ergibt sich als Differenz zwischen 100 % und der Auszahlungsquote, also 100 % minus dem Kehrwert der Summe der Kehrwerte aller Quoten eines Marktes. Für einen ausgeglichenen Zwei-Wege-Markt mit beiden Quoten bei 1.90 liegt die Marge bei rund 10,5 %.

Welche Verlustlimiten gelten vor der ersten Wette, und wann endet eine freiwillige Spielsperre?

Bei Sporttip müssen Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden, die Obergrenze liegt bei CHF 9’999, für unter 21-Jährige bei CHF 1’000, eine Erhöhung greift erst nach 72 Stunden. Eine produktbezogene Spielsperre läuft zwischen 1 und 180 Tagen, eine Aufhebung vor Fristablauf ist nicht möglich, und eine unbefristete Spielsperre wird im schweizweiten Register eingetragen.

Inhalt erstellt vom Team «gratiswetteinfo»