Quotenrechner für Sportwetten: So rechnen Sie Einsatz, Quote und Gewinn richtig aus

Updated Oktober 2026
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Ein Bleistift liegt quer auf einem karierten Papierblock mit handgezeichneten Kreisen und Pfeilen, daneben ein Radiergummi im Seitenlicht.

Wer eine Wette platziert, will vorher wissen, was im Gewinnfall wirklich zurückkommt. Ein Quotenrechner macht aus Einsatz und Quote eine konkrete Zahl – und macht gleichzeitig sichtbar, was ein Buchmacher oder eine Veranstalterin am Markt verdient. In der Schweiz ist der Spielraum dabei eng: Nur Swisslos mit Sporttip und Loterie Romande mit Jouez Sport haben eine Bewilligung, beide nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51). Wer trotzdem bei einem ausländischen Anbieter ohne Schweizer Bewilligung spielt, lässt den Schutz des Schweizer Rechts liegen – auch wenn der Rechner derselbe ist.

Der Reingewinn einer Sportwette mit festen Quoten errechnet sich als Einsatz × (Quote − 1).

Datenstand: Oktober 19, 2026 – Lizenzaussagen geprüft gegen die Gespa-Aufsicht.

Was ein Quotenrechner Sportwetten leistet – und was nicht

Ein Quotenrechner nimmt zwei, drei oder mehr Werte und gibt einen konkreten Betrag zurück. Im einfachsten Fall sind das Einsatz und Quote, das Ergebnis ist der Reingewinn. Bei einer Kombiwette werden die Einzelquoten multipliziert, bei einer Systemwette werden daraus mehrere Kombinationen gebildet, die parallel ausgewertet werden. Der Rechner hilft damit, drei Fragen zu beantworten, die vor jeder Wette sinnvoll sind: Was zahlt dieser Wettschein im Gewinnfall aus? Wie verändert sich die Auszahlung, wenn ich eine Voraussage dazustelle oder weglasse? Welche Quote brauche ich, damit eine Wette bei gegebenem Risiko überhaupt aufgeht?

Eine steinerne Treppe führt zu einem Portal mit Säulen im Morgenlicht, der Platz davor ist leer.
Eine Dezimalquote von 1,40 entspricht der Bruchquote 2/5 und der US-Quote −250.

Was ein solches Werkzeug nicht kann, ist die Qualität der Quote beurteilen. Ein Rechner nimmt die eingegebene Zahl und rechnet sie durch – steht dort 1,85, kommt 1,85 heraus. Die Marge, die in dieser Quote schon steckt, sieht nur, wer sie ausrechnet oder einen Marktvergleich anstellt. Genau diese Rechnung ist aber das, was langfristig entscheidet, ob eine Wette wertvoll ist. Wer nur die Auszahlung kennt, weiss noch nicht, ob der Preis angemessen ist.

Die Grundformel: Reingewinn aus Einsatz und Quote

Der Reingewinn einer Sportwette mit festen Quoten errechnet sich als Einsatz × (Quote − 1). Wer 50 CHF auf Quote 2,40 setzt, gewinnt 50 × 1,40 = 70 CHF. Der Brutto­rückfluss – also das, was das Wettkonto nach dem Wettgewinn anzeigt – ist Einsatz + Reingewinn, hier 50 + 70 = 120 CHF. Manche Anbieter, etwa Sporttip, runden den Gewinn zuerst auf zwei Nachkommastellen auf und dann auf fünf Rappen genau ab; der ausgeschriebene Betrag auf dem Wettschein entspricht also nicht immer exakt dem Produkt aus Einsatz und Quote.

Auszahlung, Gesamtquote, Nettogewinn – drei Begriffe, eine Logik

Bei einer Einzelwette ist die Gesamtquote identisch mit der angezeigten Quote. Bei einer Kombiwette werden die Einzelquoten multipliziert: 1,85 × 2,10 × 1,95 = 7,58. Ein Einsatz von 10 CHF auf diese Kombi gibt im Gewinnfall 10 × 7,58 = 75,80 CHF brutto zurück, der Reingewinn ist 65,80 CHF. Die Multiplikation ist einfach, die Kehrseite liegt im Wesen der Kombiwette: gewonnen ist sie nur, wenn jede Voraussage richtig ist. Schon ein falsches Spiel und der ganze Schein verliert.

Drei Wettformen, drei Rechnungen

Einzelwette: Eine Voraussage, eine Quote, ein einfaches Produkt.

Kombiwette: Zwei oder mehr Voraussagen, deren Einzel­quoten multipliziert werden, mit einer einzigen Wette über alle. Der Vorteil liegt in der höheren Auszahlung, der Nachteil in der zusammengesetzten Treffer­wahrscheinlich­keit – schon bei drei Voraussagen mit je 50 % landet die kombinierte Chance nur noch bei 12,5 %.

Systemwette: Mehrere ähnliche Kombinations­wetten aus demselben Pool von Voraussagen, notiert als «X aus Y». Eine Trixie aus drei Voraussagen etwa enthält drei 2er-Kombis und eine 3er-Kombi – vier Wettreihen insgesamt, von denen auch dann etwas gewonnen wird, wenn nicht alles stimmt. Der Einsatz wird auf die Reihen aufgeteilt, und der Rechner muss die Zahl der Reihen sowie die jeweiligen Teilquoten kennen.

Quotenformate: Dezimal, Bruch, US – und was sie bedeuten

Die gleiche Information, drei Schreibweisen. Eine Dezimalquote von 1,40 entspricht der Bruchquote 2/5 und der US-Quote −250. Eine Dezimalquote von 5,50 entspricht der Bruchquote 9/2 und der US-Quote +450. Schweizer Buchmacher schreiben fast immer Dezimalquoten, in britischen Quoten­tabellen und auf amerikanischen Seiten sieht es anders aus.

Bei der Dezimalquote bedeutet die Zahl den Brutto­rückfluss pro eingesetztem Franken. 1,40 heisst: aus 1 CHF werden 1,40 CHF, der Gewinn ist 0,40 CHF. Die Bruchquote gibt dasselbe als Verhältnis Gewinn/Einsatz an: 2/5 bedeutet 40 Rp Gewinn pro 1 CHF Einsatz. Die US-Quote arbeitet mit einer Vorzeichen­regel: positiv (+450) heisst «soviel Gewinn pro 100 $ Einsatz», negativ (−250) heisst «soviel Einsatz, um 100 $ Gewinn zu erzielen».

Wer ausländische Quoten­tabellen liest, braucht die Umrechnung. Ein Quotenrechner, der die Bruch- oder US-Notation akzeptiert, spart die Hand­umrechnung – wichtig etwa, wenn man auf einer Vergleichsseite ein Angebot prüft, das nicht in Dezimal­form vorliegt. Für den Anbieter­vergleich in der Schweiz reicht die Dezimal­form, weil alle bewilligten Anbieter und die meisten nicht bewilligten sie anzeigen.

Wettmärkte, Quoten und die Frage nach der Marge

Welche Wettmärkte in der Schweiz überhaupt zur Verfügung stehen

Die Gespa führt die bewilligten Wettarten, Sportarten und Wettbewerbe in einer geschlossenen Liste. Die Liste ist nicht alles, was auf den Wettplattformen steht – sie ist alles, was dort stehen darf. Was nicht draufsteht, ist nicht bewilligt, und ein Schweizer Veranstalter darf es nicht ins Programm nehmen. Eckball- und Kartenmärkte gehören nicht dazu, ebenso wenig ein eigener Esports-Bereich; Qualifikations­runden und Damen­wettbewerbe stehen nur, wenn die Liste sie ausdrücklich nennt. Livewetten sind zulässig, vorbehaltlich einer entsprechenden Bewilligung der Veranstalterin.

Ein Rechner rechnet auch Wetten durch, die ein Schweizer Veranstalter gar nicht anbietet. Das ist kein Fehler des Werkzeugs, sondern die Konsequenz daraus, dass Quotenrechner, die im Netz stehen, oft von ausländischen Seiten stammen. Wer dort eine Quote eingibt, prüft damit eine Wette, die in der Schweiz so nicht platzierbar wäre. Das Ergebnis ist rechnerisch korrekt, aber praktisch nutzlos.

Marge und Auszahlungsquote: was der Buchmacher pro Markt behält

Die Auszahlungs­quote (auch «Quotenschlüssel») ist die Summe der Kehrwerte aller Quoten eines Marktes. Bei einem ausgeglichenen Zwei-Wege-Markt mit beiden Seiten zu 1,90 ergibt 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) = 0,95, also 95 %. Die Marge ist 1 − Auszahlungs­quote, hier 5 %. Bei 1,85 / 1,95 wäre die Auszahlungs­quote tiefer, die Marge höher.

Ein Rechner, der nur den Reingewinn zeigt, verschleiert diese Zahl. Wer die Marge sehen will, muss die Quoten aller Ausgänge eines Marktes kennen und selbst addieren. Das ist die Stelle, an der aus einem scheinbar preiswerten 1,90 / 1,90 ein Markt wird, der langfristig 5 Cent pro Franken kostet.

Beispielrechnung: Marge bei einem Zwei-Wege-Markt

Nehmen wir einen fiktiven, ausgeglichenen Zwei-Wege-Markt mit beiden Seiten zu 1,90. Die Auszahlungs­quote ist 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90). Das ist 1 ÷ (0,5263 + 0,5263) = 1 ÷ 1,0526 ≈ 0,9500 – also ungefähr 95 %. Die Marge liegt entsprechend bei rund 5 %. Bei einem 1,85 / 1,95-Markt, der nach Volumen gleich wirkt, sinkt die Auszahlungs­quote auf etwa 94,3 %, die Marge steigt auf etwa 5,7 %. Das ist die Spanne, in der sich ein «normaler» Voraus­setzungs-Markt typischer­weise bewegt; Spezialmärkte oder Handicap-Linien können deutlich darüber liegen.

Das Ergebnis ist eine statistische Aussage. Sie sagt nichts über die einzelne Wette und nichts über den nächsten Spieltag; sie sagt, was im langen Mittel pro eingesetztem Franken an die Veranstalterin geht. Wer das weiss, kann Quoten einschätzen: ein 1,90 / 1,90-Markt ist Standard, ein 1,75 / 2,10-Markt ist überdurchschnittlich teuer.

Was darf in der Schweiz gewettet werden – und was nicht

Die zwei bewilligten Veranstalterinnen

Nach dem Geldspielgesetz dürfen in der Schweiz nur zwei Veranstalterinnen Sportwetten anbieten: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Beide haben eine Veranstalter­bewilligung und eine Spielbewilligung nach BGS; die Aufsicht führt die Gespa (Inter­kantonale Geldspiel­aufsicht, Bern), nicht die ESBK. Beide Veranstalterinnen sind Genossenschaften, keine privaten Firmen, und ihre Reinerträge fliessen an gemeinnützige Zwecke in den Kantonen.

Ein Online-Konto bei Swisslos steht nur Personen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt im Swisslos-Vertrags­gebiet offen: die Deutsch­schweizer Kantone, das Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Wer im Kanton Waadt wohnt, kann sich nicht bei Swisslos anmelden, sondern gehört zum Gebiet von Loterie Romande, das die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura umfasst. Die Person, die in einem anderen Kanton wohnt – etwa im Tessin –, fällt klar in das Swisslos-Gebiet; ein Grenzgang zur Romandie ist nicht nötig, ein Umzug hingegen schon. Eine Wette bei einem ausländischen Anbieter bleibt in der Schweiz grundsätzlich strafbar – gegen den Anbieter, nicht gegen den Spielenden.

Ausländische Anbieter: keine Schweizer Bewilligung

22Bet, MyStake, Interwetten, IviBet, bet365, BC.Game, Bruce Bet, GG.BET – keiner dieser Anbieter hat in der Schweiz eine Bewilligung. Eine ausländische Lizenz – aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land – hat hier keine Kraft (Art. 4 BGS). Domains solcher Anbieter landen auf der Sperrliste der Gespa; Schweizer Internet­anbieter blockieren sie auf DNS-Ebene. Wird eine solche Domain gesperrt, taucht sie oft innert Stunden unter einer neuen Adresse wieder auf – die Gespa spricht von «Domain-Hopping» und nennt in diesem Zusammenhang unter anderem Interwetten und Bet-at-Home, bet365 steht ebenfalls auf der Liste.

Wer bei einem dieser Anbieter spielt, hat keine Schweizer Anlaufstelle, wenn es um Auszahlung, gesperrte Konten oder Streit über die Wettauswertung geht. Die Spielsperre gilt dort nicht, der Schweizer Ausschluss­register greift nicht, und Gewinne aus ausländischen Grossspielen werden in manchen Kantonen – Thurgau ist der bekannteste Fall – vollständig als Einkommen besteuert.

Werbung und Bonusregeln

Werbung für nicht bewilligte Glücksspiele ist in der Schweiz verboten (Art. 74 Abs. 3 BGS) und wird mit Busse bis zu 500’000 CHF geahndet (Art. 131 BGS). Gratis­spiele und Gratisspiel­guthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa. Bonus­aktionen sind damit nicht grundsätzlich verboten, aber sie stehen unter Aufsicht – die Gespa hat 2025 zum Beispiel 24 Zustimmungen für Loterie Romande und 8 für Swisslos erteilt. Für die Beschreibung hier heisst das: Jeder Bonus, den die Schweizer Anbieter aufschalten, hat eine bewilligte Mechanik, die in den Spielregeln steht.

Spielerschutz, Limiten und Sperre

Verlustlimiten – selbst gesetzt, vom Anbieter verlangt

Wer bei Sporttip mitmachen will, setzt vor der ersten Wette Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage. Die Obergrenze liegt bei 9’999 CHF, für unter 21-Jährige bei 1’000 CHF. Eine Senkung der Limite gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden – das verhindert, dass ein Spieler in einer Verlustphase die Bremse schnell löst. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungs­limite für 30 Tage möglich. Eine gesetzliche, fixe Einzahlungs­obergrenze für alle kennt die Schweiz nicht; die Limits sind Eigenmassnahmen der Veranstalterin im Rahmen von Art. 87 VGS.

Jouez Sport arbeitet mit ähnlichen Mechanismen, ist in den Details aber nicht deckungsgleich – die VGS gibt den Rahmen vor, die Veranstalterin füllt ihn aus. Für die Wettenden gilt: Wer in beiden Systemen spielen will, verwaltet zwei separate Limit­profile.

Spielsperre und Ausschluss­register

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produkt­bezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Das Register ist das wirksame Instrument gegen Mehrfach­anmeldungen – wer gesperrt ist, kann sich nicht einfach bei einer anderen Veranstalterin freischalten.

Eine Spielsperre wegen Überschuldung oder Spielsucht kann von Amtes wegen ausgesprochen werden; eine selbstgewählte Sperre kann frühestens nach drei Monaten und nur mit Einbezug einer Fachstelle aufgehoben werden (Art. 81, 84 VGS). Wer gesperrt ist oder das 18. Altersjahr noch nicht erreicht hat, hat keinen Anspruch auf Einsatz oder Gewinn (Art. 45 BGS). Auszahlungen an gesperrte Personen sind unzulässig – ein Mechanismus, der genau verhindert, was im Online-Bereich am häufigsten versucht wird.

Minderjährige und gesperrte Personen

Die Teilnahme an Sporttip ist ab 18 Jahren möglich; Minderjährige sind ausgeschlossen. Wer an einem Wettereignis als Wettkämpfer oder Wettkämpferin teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten – Eigenwetten sind tabu. Bei der Online-Registrierung liest Swisslos die Daten aus dem hochgeladenen Ausweis und prüft sie gegen Adress­datenbanken; jede Person darf sich nur einmal registrieren. Der Anmelde­prozess kostet Zeit, aber er ist die Voraussetzung dafür, dass der Ausschluss greift.

Die Gespa führt regelmässig Testkäufe durch. Im Jahr 2025 wurde an Verkaufs­stellen in 47,5 % von 200 Versuchen eine Sportwette an Minderjährige verkauft. Das ist kein Grund, die Schweizer Regeln schlechtzureden, aber es relativiert das Bild vom lückenlosen Schutz: an der Ladenkasse geht der Jugendschutz durch, was am Online-Login zuverlässiger funktioniert.

Wettformen im Detail: Einzel, Kombi, System, Cash-Out

Einzelwette: das einfachste Modell

Eine Voraussage, eine Quote, ein Produkt. Der Reingewinn ist Einsatz × (Quote − 1); alles andere ist Kosmetik. Der Vorteil der Einzelwette liegt in der Klarheit: kein Zusammen­hang mit anderen Spielen, kein Multiplikator, der die Marge mehrfach auf­schlägt, keine Frage, ob alle Voraus­setzungen eingetreten sind. Wer auf Sicht spielt, setzt überwiegend Einzelwetten – nicht aus Prinzip, sondern weil jedes zusätzliche Glied in einer Kombiwette die implizite Marge erhöht.

Kombiwette: höhere Auszahlung, niedrigere Treffer­chance

Die Einzel­quoten werden multipliziert, der Einsatz gilt für die ganze Wette, gewonnen ist sie nur, wenn jedes einzelne Ereignis richtig getippt wurde. 1,85 × 2,10 × 1,95 = 7,58 ist eine Gesamtquote, die für 10 CHF Einsatz 75,80 CHF brutto zahlt. Sporttip belohnt längere Kombis: Der Kombiboost verlangt mindestens vier Voraus­setzungen mit Einzel­quote von je 1,50 und beträgt 5 % auf den Nettogewinn bei vier Voraus­setzungen, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn, 100 % bei fünfzehn – Einsatz und Gewinn­erhöhung sind limitiert. Der Boost ist also kein Geschenk; er liegt auf einem Multiplikator, dessen Marge mit jedem Glied wächst.

Systemwette: mehrere Kombis parallel

Eine Systemwette fasst mehrere ähnliche Kombinations­wetten zusammen und wird als «X aus Y» angegeben. Eine Trixie aus drei Voraus­setzungen enthält drei 2er-Kombis und eine 3er-Kombi – vier Wettreihen, vier separate Wetten, ein gemeinsamer Pool. Eine Patent-Wette aus drei Voraus­setzungen enthält drei Einzel­wetten, drei 2er-Kombis und eine 3er-Kombi – sieben Wettreihen, deutlich teurer im Einsatz. Eine Lucky 15 aus vier Voraus­setzungen enthält bereits 15 Wettreihen, von der Einzel­wette bis zur 4er-Kombi.

Der Rechner muss die Zahl der Wettreihen und die jeweiligen Teil­quoten kennen, sonst gibt er nur den Maximal­gewinn aus. Wer mit Systemwetten arbeitet, sollte zuerst die Reihe­struktur verstehen, bevor er die Quoten eingibt.

Cash-Out: vorzeitiger Ausstieg, ohne Garantie

Cash-Out bei Sporttip gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeit­wetten, vor Spiel­beginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teil­auszahlung. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden; ein Anspruch darauf besteht pro Wette nicht. Wer Cash-Out nutzt, verzichtet auf den vollen Gewinn im Tausch gegen ein gesichertes Ergebnis – die Höhe des Abschlags ist die eigentliche Wette.

Bei Kombiboost, Quotenboost und Profit­boost verfällt der Bonus beim Cash-Out – der vorzeitige Ausstieg und die Boni schliessen sich aus. Auch das ist Teil der Rechnung: Wer einen Boost einkalkuliert, muss den Schein durchstehen, sonst hilft der Boost nichts.

Limits, Mindesteinsätze, Höchstgewinne

Sporttip: CHF 1 bis 1’000 – oder 10’000 bei Systemen

Der Mindest­einsatz für Einzel- und Kombinations­wetten bei Sporttip beträgt 1 CHF, der Höchst­einsatz für eine Einzel- oder Kombinations­wette 1’000 CHF und für eine Systemwette 10’000 CHF. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Bei abge­sagten Ereignissen ohne Nachholung innert 48 Stunden wird die Einzelwette zurück­bezahlt, in Kombinations­wetten erhält die Voraussage die Quote 1,00; der Wettschein lebt weiter, aber das Gewicht dieses Beins fällt weg.

Jouez Sport: 2 CHF, 500 CHF, 300’000 CHF

Bei Jouez Sport beträgt der Mindest­einsatz online 2 CHF, in Verkaufs­stellen 3 CHF, für Multiples 2 CHF. Der Höchst­einsatz für Einzel- und Kombiwetten liegt bei 500 CHF, ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens 7’500 CHF Einsatz enthalten. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraus­setzungen, die Quote einer Einzelwette oder die Gesamt­quote einer Kombi muss mindestens 1,10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Der Höchst­gewinn pro Einzel- oder Kombiwette ist 300’000 CHF, für alle Gewinne eines Multiples zusammen 1’000’000 CHF.

Die Limits unterscheiden sich – und zwar nicht nur numerisch, sondern in der Logik. Sporttip setzt den Einzel­einsatz auf 1’000 CHF, lässt aber Systeme bis 10’000 CHF zu. Jouez Sport bleibt bei Einzel und Kombi unter 1’000 CHF, lässt aber über das Multiple-Volumen bis 7’500 CHF pro Schein zu. Für Wenig­setzer ist Sporttip die tiefere Schwelle, für Hoch­setzer, die mit Systemen arbeiten, ebenfalls; wer reine Einzel- und Kombiwetten platziert und gelegentlich hohe Beträge setzt, hat bei Jouez Sport einen weiteren Korridor.

Quotenboosts, Profitboost und abhängige Ereignisse

Quotenboosts und Profitboosts bei Sporttip

Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online für Prematch-Einzel­wetten auf eine Voraussage. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert; bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Es handelt sich also nicht um eine Hebelung der Wette, sondern um eine Aufwertung einer konkreten Voraus­setzung – wer den Boost nutzt, spielt ein einzelnes Spiel, nicht eine Struktur.

Voneinander abhängige Wettereignisse

Bei Sporttip werden voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sport­veranstaltung nur über die «Bet-Builder-Funktion» kombiniert. Wer etwa auf «Heimsieg» und «über 2,5 Tore» im selben Spiel setzt, spielt einen Bet Builder. Eine klassische Kombi über solche Beine ist nicht zulässig; nimmt Swisslos sie irrtümlich an, kann sie die ganze Kombinations­wette für ungültig erklären und den Einsatz zurück­erstatten. Der Bet Builder hat seine eigene Quoten­berechnung – die Multiplikation der Einzel­quoten, die ein normaler Rechner anwendet, ist hier nicht das Mass der Dinge.

Wann eine Wette ungültig wird

Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn (oder im Rahmen eines Turniers) nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurück­bezahlt, in Kombinations­wetten erhält die Voraus­setzung die Quote 1,00. Bei Live­wetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird; Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wett­ausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1,00, und in spiel­entscheidenden Situationen wie Elfmeter, Rote Karte oder Video­schiedsrichter-Entscheid kann Swisslos Wetten mit Quote 1,00 werten.

Die reguläre Spielzeit umfasst die reguläre Spieldauer (etwa Fussball 90 Minuten) plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penalty­schiessen zählen nur, wenn das Wett­programm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Wer auf «nächste Runde» wettet, meint in der Regel das Spiel, nicht die Verlängerung – das Programm entscheidet.

Besteuerung von Wettgewinnen

Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfrei­betrag pro Einzelgewinn einkommens­steuerfrei. Der Bundes­schwellen­wert liegt ab 1.1.2026 bei 1’071’000 CHF; der kantonale Schwellen­wert weicht ab. Über dem Schwellen­wert zieht die Veranstalterin 35 % Verrechnungs­steuer ab, die mit der Steuer­erklärung zurück­gefordert werden können. Ein typischer Wettender bleibt mit seinem Gewinn weit unter dem Schwellen­wert, also fällt weder Einkommens­steuer noch Verrechnungs­steuer an.

Gewinne aus ausländischen Grossspielen kennen keine Verrechnungs­steuer, sind aber nach kantonalem Recht nicht automatisch steuerfrei. Thurgau etwa behandelt solche Gewinne als voll steuerbare Einkünfte, unabhängig von der Höhe. Wer bei einem nicht bewilligten Anbieter spielt und einen grösseren Gewinn einfährt, sollte die Frage mit dem kantonalen Steueramt oder einer Steuer­beratung klären, bevor das Geld ausgegeben ist. Die Schweiz kennt keine Wett­steuer auf den Einsatz – wer eine solche Abgabe auf dem Wettschein sieht, hat sie mit der ausländischen Veranstalterin, nicht mit dem Schweizer Fiskus.

Die Rangliste: zehn Anbieter im Überbli

Marke Schweizer Bewilligung Veranstalterin / ausgewiesene Lizenz
Swisslos Sporttip Ja SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel (BGS)
Loterie Romande Jouez Sport Ja Loterie Romande, Lausanne (BGS)
22Bet Nein Keine Schweizer Bewilligung; ausländische Lizenz ohne Kraft in der Schweiz
MyStake Nein Keine Schweizer Bewilligung; ausländische Lizenz ohne Kraft in der Schweiz
Interwetten Nein Keine Schweizer Bewilligung; ausländische Lizenz ohne Kraft in der Schweiz
IviBet Nein Keine Schweizer Bewilligung; ausländische Lizenz ohne Kraft in der Schweiz
bet365 Nein Keine Schweizer Bewilligung; ausländische Lizenz ohne Kraft in der Schweiz
BC.Game Nein Keine Schweizer Bewilligung; ausländische Lizenz ohne Kraft in der Schweiz
Bruce Bet Nein Keine Schweizer Bewilligung; ausländische Lizenz ohne Kraft in der Schweiz
GG.BET Nein Keine Schweizer Bewilligung; ausländische Lizenz ohne Kraft in der Schweiz

Die Tabelle trennt die zwei bewilligten Veranstalterinnen von acht ausländischen Marken, die in der Schweiz nicht zugelassen sind. Wer in der Schweiz spielen will, hat damit genau zwei Optionen, deren Angebote sich in Mechanik, Limits und Spielschutz unterscheiden, deren Rechts­rahmen aber identisch ist.

Die Anbieter im Vergleich: was sie taugen, was sie kosten

Swisslos Sporttip – der Standard für die Deutschschweiz

Sporttip vertritt die Deutschschweizer Kantone, das Tessin und Liechtenstein. Die Veranstalterin SWISSLOS sitzt in Basel, die Bewilligung kommt aus dem Geldspiel­konzordat, die Aufsicht führt die Gespa. Mindest­einsatz 1 CHF, Höchst­einsatz 1’000 CHF für Einzel und Kombi, 10’000 CHF für Systeme – das ist die Spanne, in der sich Otto Normalwettender bewegt. Cash-Out gibt es nur online und nur als voller Cash-Out, ohne Teilauszahlung und ohne Garantie, dass jede Wette cash-out-fähig ist. Der Kombiboost ist ein echter Mehrwert, aber nur auf online platzierten Wetten mit Voraus­setzungen ab Quote 1,50.

Das Urteil: Sporttip ist die richtige Adresse für alle, die im deutsch­schweizer Raum wohnen und einen vollständig regulierten Wett­markt suchen. Wer mit kleinen Einsätzen spielt, stösst hier an die tiefste Schwelle; wer mit Systemen arbeitet, hat den höchsten zulässigen Einzel­einsatz. Wer Cash-Out häufig nutzt, sollte sich bewusst sein, dass die Funktion nicht garantiert ist und der Boost beim vorzeitigen Ausstieg verfällt.

Loterie Romande Jouez Sport – die Adresse der Romandie

Jouez Sport deckt die sechs Westschweizer Kantone ab und wird von der Loterie Romande mit Sitz in Lausanne veranstaltet. Mindest­einsatz 2 CHF online, 3 CHF in der Verkaufs­stelle, Höchst­einsatz 500 CHF für Einzel und Kombi, Multiple-Scheine bis 7’500 CHF. Höchst­gewinn 300’000 CHF pro Einzel/Kombi, 1’000’000 CHF für ein ganzes Multiple. Die Gesamtquote einer Kombi darf 100’000 nicht übersteigen – eine harte Obergrenze, die bei sehr langen Kombis mit hohen Einzel­quoten greift.

Das Urteil: Wer in der Romandie wohnt, kommt an Jouez Sport nicht vorbei – es ist neben Swisslos die einzige legale Adresse. Die Limits sind enger als bei Sporttip, was Hoch­setzer einschränkt, aber für die meisten Wettenden unerheblich. Die Multiples­struktur ist eigen­ständig und braucht Einarbeitung, wenn man aus der Sporttip-Welt kommt.

22Bet – breite Märkte, keine Schweizer Bewilligung

22Bet ist ein internationaler Anbieter mit einem dichten Wett­programm, aber ohne Schweizer Bewilligung. Eine ausländische Lizenz hat in der Schweiz keine Kraft, das heisst: keine Gespa-Aufsicht, kein Anschluss an den Ausschluss­register, keine Schweizer Anlaufstelle bei Streit. Die Domain kann auf der Sperrliste landen und über DNS blockiert werden. Wer spielt, spielt ausserhalb des Schweizer Schutz­rahmens – und nimmt die steuer­lichen Konsequenzen in Kauf, die sein Kanton an ausländische Gross­spiel­gewinne knüpft.

Das Urteil: Wer aus triftigen Gründen bei einem ausländischen Anbieter spielen will, findet hier ein breites Programm, sollte aber die fehlende Schweizer Bewilligung als Nachteil verbuchen, nicht als Petitesse. Für einen Wettenden in der Schweiz ist 22Bet ein schlechter Ersatz für Sporttip oder Jouez Sport.

MyStake – ähnliche Position, ähnliche Lücke

MyStake gehört in dieselbe Kategorie wie 22Bet: kein Schweizer Anschluss, ausländische Lizenz ohne Wirkung hierzulande, keine Teilhabe an Spielsperre und Ausschluss­register. Das Wett­programm ist breit, die Zahlungs­wege sind international, der Schutz­rahmen endet an der Schweizer Grenze. Genau das unterscheidet «verfügbar» von «erlaubt» – MyStake ist technisch erreichbar, aber rechtlich nicht abgesichert.

Das Urteil: Die Verfügbarkeit ist kein Argument für die Eignung. Wer MyStrike nutzt, sollte sich bewusst sein, dass die Schweizer Aufsicht dort nicht hin­schaut, der Ausschluss­register nicht greift und der kantonale Fiskus den Gewinn voll besteuern kann.

Interwetten – traditionsreicher Name, fehlende Schweizer Adresse

Interwetten ist ein österreichisch geprägter Anbieter mit langer Geschichte, aber auch ohne Schweizer Bewilligung. Die Gespa hat Interwetten in der Vergangenheit im Zusammenhang mit Domain-Hopping erwähnt – ein Hinweis darauf, dass blockierte Domains unter neuen Adressen wieder auftauchen. Die Situation ist dieselbe wie bei 22Bet und MyStake: nutzbar, aber nicht abgesichert.

Das Urteil: Interwetten ist im EU-Raum ein anderer Fall als in der Schweiz. Wer hier spielt, sollte das Spiel­konto so führen, wie es die kantonale Steuer­praxis verlangt, und sich nicht auf einen Schutz verlassen, den es hier nicht gibt.

IviBet – neuer Name, gleiche Grundlage

IviBet reiht sich in das Muster ein: kein Schweizer Anschluss, ausländische Lizenz ohne Wirkung, keine Teilhabe an Spielsperre und Register. Die Bewertung fällt ent­sprechend aus – das Wett­programm kann noch so umfangreich sein, ohne Schweizer Bewilligung bleibt die Veranstalterin für die Schweiz eine Dritt­staaten­adresse.

Ein Abakus mit bunten Holzperlen steht auf einem hellen Schreibtisch vor einem unscharfen Fenster.
Ein Wettrechner berechnet Einzel-, Kombi- und Systemwetten mit 1 bis 20 Auswahlen.

Das Urteil: IviBet bringt für Schweizer Wettende keinen Vorteil, der die fehlende Bewilligung aufwiegt. Wer in der Schweiz spielen will, bleibt bei den zwei bewilligten Veranstalterinnen.

bet365 – der grösste Name im Markt, aber nicht hier

bet365 ist international der bekannteste Anbieter, ist aber in der Schweiz nicht bewilligt und steht auf der DNS-Sperrliste. Die Domain wird ersetzt, sobald sie blockiert wird, das Spiel geht weiter – aber innerhalb eines Rechts­raums, der für die Schweiz nicht gilt. Wer über einen VPN auf bet365 zugreift, ändert an der rechtlichen Lage nichts: Die Veranstalterin hat in der Schweiz keine Bewilligung, der Wettende kann sich nicht auf Schweizer Schutz berufen.

Das Urteil: Der Name ist kein Argument für die Eignung im Schweizer Markt. Wer aus Gewohnheit zu bet365 geht, lässt den Schutz des BGS und die Anbindung an das Sperr­register liegen. Für eine Wette in der Schweiz ist Sporttip die Adresse, in der Romandie Jouez Sport.

BC.Game – Krypto-zentriert, ausserhalb des Schweizer Rahmens

BC.Game wirbt mit Krypto-Einsätzen und einem sehr breiten Wett­programm. In der Schweiz ist das Angebot nicht bewilligt, eine Schweizer Lizenz existiert nicht, und Krypto-Auszahlungen widersprechen dem Grundsatz, dass Gewinne nur auf ein Konto im Namen des Spielenden ausgezahlt werden. Damit ist BC.Game für die Schweiz sowohl regulatorisch als auch mechanisch am Rand dessen, was das BGS zulässt.

Das Urteil: Wer in der Schweiz wettet, sollte den Namen kennen, um zu wissen, warum er nicht in Frage kommt. Für Wettende, die mit Schweizer Franken und Schweizer Konto spielen wollen, ist BC.Game keine Option.

Bruce Bet – kleinerer Name, gleiche Ausgangslage

Bruce Bet reiht sich in die Reihe der nicht bewilligten Anbieter ein. Keine Schweizer Bewilligung, kein Anschluss an das Ausschluss­register, keine Schweizer Aufsicht. Die Grösse des Anbieters ändert daran nichts.

Das Urteil: Bruce Bet ist im Schweizer Markt nicht zugelassen. Wer dort spielt, spielt ausserhalb des Schutz­rahmens, den BGS und Gespa bieten.

GG.BET – Esports-Fokus, ohne Schweizer Bewilligung

GG.BET ist auf Esports-Wetten spezialisiert. In der Schweiz fehlt ein Esports-Bereich in der Gespa-Liste der bewilligten Wettarten – das Angebot, das GG.BET stark macht, ist hier nicht zugelassen. Der Anbieter hat in der Schweiz keine Bewilligung, der Schutz­rahmen fehlt vollständig.

Das Urteil: Wer Esports wetten will, hat in der Schweiz keine legale Adresse. Der einzige Weg führt über die bewilligten Veranstalterinnen – und das nur, wenn die Gespa die Wettbewerbe in ihre Liste aufnimmt. GG.BET ist für Schweizer Wettende ein nicht zugänglicher Markt.

Häufige Fragen zum Quotenrechner Sportwetten

Wie wird der Reingewinn einer Sportwette aus Einsatz und Quote berechnet?

Der Reingewinn ist Einsatz × (Quote − 1). Bei 50 CHF Einsatz auf Quote 2,40 ergibt sich ein Reingewinn von 70 CHF; der Brutto­rückfluss ist 120 CHF. Bei Kombi­wetten wird zuerst die Gesamt­quote durch Multiplikation der Einzel­quoten gebildet, dann der Reingewinn auf Basis dieser Gesamt­quote berechnet. Bei Sporttip wird der Gewinn anschliessend auf zwei Nachkomma­stellen aufgerundet und auf fünf Rappen genau abgerundet.

Wie unterscheiden sich Dezimal-, Bruch- und US-Quoten?

Dezimal­quoten geben den Brutto­rückfluss pro eingesetztem Franken an. Bruch­quoten drücken dasselbe als Verhältnis Gewinn/Einsatz aus, US-Quoten mit Vorzeichen: positiv heisst Gewinn pro 100 $ Einsatz, negativ heisst Einsatz für 100 $ Gewinn. Eine Dezimal­quote von 1,40 entspricht 2/5 oder −250, eine Dezimal­quote von 5,50 entspricht 9/2 oder +450. Für die Schweiz reicht die Dezimal­form; ein Rechner, der Bruch- oder US-Eingaben akzeptiert, spart die Hand­umrechnung.

Wie wird die Gesamtquote einer Kombiwette berechnet, und warum sinkt die Trefferchance mit jeder weiteren Voraussage?

Die Gesamt­quote ist das Produkt der Einzel­quoten: 1,85 × 2,10 × 1,95 = 7,58. Die Treffer­chance multipliziert sich analog mit den impliziten Wahrscheinlich­keiten der Einzel­quoten, also sinkt sie mit jeder Voraus­setzung. Drei Voraus­setzungen mit je 50 % landen nur bei 12,5 %, fünf Voraus­setzungen mit je 60 % bei 7,8 %. Die Auszahlung steigt, die Chance, sie zu erreichen, fällt – das ist das Geschäfts­modell der Kombiwette.

Was ist eine Systemwette, und wie viele Einzelwetten stecken etwa in einer Trixie?

Eine Systemwette fasst mehrere ähnliche Kombinations­wetten aus demselben Pool von Voraus­setzungen zusammen, notiert als «X aus Y». Eine Trixie aus drei Voraus­setzungen enthält drei 2er-Kombis und eine 3er-Kombi, also vier Wettreihen. Eine Patent aus drei Voraus­setzungen enthält zusätzlich die drei Einzel­wetten und kommt auf sieben Reihen. Eine Lucky 15 aus vier Voraus­setzungen enthält 15 Reihen, von der Einzel­wette bis zur 4er-Kombi. Der Einsatz wird auf die Reihen aufgeteilt.

Welche Mindest- und Höchsteinsätze gelten bei Sporttip und Jouez Sport?

Bei Sporttip liegt der Mindest­einsatz für Einzel- und Kombinations­wetten bei 1 CHF, der Höchst­einsatz bei 1’000 CHF für Einzel/Kombi und 10’000 CHF für Systeme. Bei Jouez Sport beträgt der Mindest­einsatz online 2 CHF, in Verkaufs­stellen 3 CHF, der Höchst­einsatz für Einzel und Kombi 500 CHF, mit Multiple-Scheinen bis 7’500 CHF. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Beide Veranstalterinnen wenden eigene Limit­regeln an, die nicht deckungsgleich sind.

Zeigt ein Quotenrechner die Marge des Anbieters, und was bedeutet diese für den Erwartungswert auf lange Sicht?

Ein klassischer Quotenrechner zeigt nur den Reingewinn, nicht die Marge. Wer die Marge sehen will, muss die Quoten aller Ausgänge eines Marktes addieren: 1 ÷ (1/Quote₁ + … + 1/Quoteₙ) ergibt die Auszahlungs­quote, und 1 minus Auszahlungs­quote ist die Marge. Bei einem 1,90/1,90-Markt liegt die Marge bei rund 5 %, bei 1,85/1,95 etwas höher. Die Marge ist der Anteil, den die Veranstalterin im Mittel pro eingesetztem Franken behält – das ist der lang­fristige Preis einer Wette.

Inhalt erstellt vom Team «gratiswetteinfo»