Online Basketball Wetten in der Schweiz – Regeln, Quoten und Veranstalter
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Datenstand: Oktober 19, 2026 · geprüft gegen die Gespa-Liste und die Spielregeln der beiden Schweizer Veranstalter.
Wer in der Schweiz auf Basketball wetten will, hat genau zwei legal mögliche Anlaufstellen: Swisslos mit dem Produkt Sporttip in der Deutschschweiz, im Tessin und in Liechtenstein, und die Loterie Romande mit Jouez Sport in der Westschweiz. Beide sind interkantonale Veranstalterinnen und führen Sportwetten im Auftrag der Kantone durch. Alles, was daneben mit «Wettanbieter» wirbt, hat in der Schweiz keine Bewilligung – das gilt auch für international bekannte Marken, deren Lizenz in Malta, Curaçao oder Deutschland für hier nichts bedeutet. Diese Seite sortiert, was auf dem Parkett steht, was die Quote über ein Spiel verrät und was eine Wette wirklich kostet, wenn man sie zu Ende spielt.
Prognosen und Strategie: Warum es den sicheren Tipp nicht gibt
Eine Basketball-Prognose sieht aus wie eine Schätzung, ist aber eine, die mit Zahlen begründet wird. Wer sie erstellt, arbeitet mit Formkurven über die letzten Spiele, mit Trefferquoten aus dem Feld und von der Dreierlinie, mit Rebounds, Ballverlusten und dem Heimvorteil, der in der NBA seit Jahren um drei Punkte liegt. Dazu kommen Ausfälle – ein verletzter Aufbauspieler wiegt mehr als ein erkrankter Bankspieler – und die Reisebelastung bei Auswärtsserien. All das fliesst in eine Schätzung der Wahrscheinlichkeit, dass ein Team gewinnt, und diese geschätzte Wahrscheinlichkeit wird mit der Quote verglichen, die der Wettanbieter anbietet. Ist die Quote grösser, als die eigene Schätzung rechtfertigt, spricht man von einem Value Bet.
Die Mechanik dahinter ist einfach, und genau deshalb wird sie oft übersehen. Eine Quote von 2.10 bedeutet, dass der Anbieter dem Ereignis eine implizite Wahrscheinlichkeit von etwa 47.6 % zuschreibt – das ist 1 geteilt durch 2.10, multipliziert mit 100. Liegt die eigene Schätzung darüber, sieht die Wette nach Wert aus. Liegt sie darunter, ist die Quote zu niedrig. Der Value entsteht aus dem Vergleich, nicht aus der Quote selbst, und er ist eine Erwartung über viele Wetten, kein Versprechen für den Einzelfall.
Drei Punkte verdienen besondere Aufmerksamkeit. Erstens: Eine Prognose, die nur ein Indikator benutzt – die letzten fünf Spiele, eine Siegesserie, eine «heisse» Mannschaft – übersieht die Hälfte dessen, was den Ausgang bestimmt. Zweitens: Wer auf den NBA-Champion vor der Saison wettet, kauft eine Long-Shot-Wahrscheinlichkeit, die in den Quoten eingepreist ist und durch Verletzungen, Trades und Formtiefs über Monate zerrieben werden kann. Drittens: Wetten ist kein Einkommen. Wer auf Tipps angewiesen ist, um Rechnungen zu zahlen, spielt mit Geld, das er nicht hat, und die nächste Pechsträhne trifft dann Existenzielles. Statistik hilft, Diszplin hilft mehr, und keine noch so saubere Analyse macht den nächsten Wurf von jenseits der Dreierlinie wahrscheinlicher.
Die Reihenfolge im Wettalltag sieht so aus: Statistik sichten, eigene Wahrscheinlichkeit schätzen, mit der Quote vergleichen, Einsatzgrösse am Bankroll-Anteil ausrichten, Wette platzieren, Ausgang notieren. Wer diesen Ablauf zehnmal macht, hat am Ende eine Trefferquote und einen durchschnittlichen Ertrag. Wer ihn einmal macht, hat ein Ergebnis, das wenig aussagt. Genau deshalb reden erfahrene Spielerinnen über Stichprobengrössen und nicht über den einen Tipp von gestern.
Wettarten und Quoten: Handicap, Über/Unter und was die Marge kostet
Beim Basketball stehen drei Wettmärkte im Vordergrund, und jeder hat seine Eigenart. Die Siegwette ist die einfachste: Wer gewinnt, gewinnt die Wette – wobei in den allermeisten Ligen kein Unentschieden möglich ist, weil eine Verlängerung den Sieger erzwingt. Das Handicap gleicht Qualitätsunterschiede aus: Gibt man einem klaren Favoriten ein Handicap von −6.5, muss er mit mindestens sieben Punkten Abstand gewinnen, damit die Wette hält. Über und Unter wetten auf die Gesamtpunktzahl eines Spiels – typisch liegt die Linie in der NBA zwischen 220 und 235 Punkten, in europäischen Ligen tiefer – und entscheidet sich an einem halben Punkt Über/Unter, damit kein Push möglich ist.
Jede dieser Quoten trägt eine Marge, und die Marge ist der Preis, den der Anbieter für jede Wette nimmt. Sie wird sichtbar, wenn man alle Quoten eines Marktes zusammenrechnet. Nimmt man eine Zweiwege-Wette auf einen Sieg – Anbieter A gegen Anbieter B – mit hypothetischen Quoten von 1.90 zu 1.90, so ergibt sich eine Auszahlungsquote von 1 geteilt durch (1/1.90 + 1/1.90), also 0.95 oder 95 %. Der Anbieter behält 5 % der Einsätze auf diesem Markt. Eine zweite Wette mit 1.85 zu 1.85 hat 1/1.85 + 1/1.85 = 1’081 als Summe der Kehrwerte, also eine Auszahlungsquote von rund 92.4 % und eine Marge von 7.6 %. Beide Wetten sehen auf den ersten Blick ähnlich aus, der Unterschied summiert sich aber über jede einzelne Platzierung.
Die Bandbreite ist gross, und genau hier trennt sich Vergleichbarkeit von Werbeversprechen. Bei grossen NBA-Spielen mit hohem Umsatz liegen die Margen auf Zweiwege-Märkten oft zwischen 4 und 6 %, bei Nischen-Ligen oder exotischen Märkten schnell doppelt so hoch. Wer die Marge auf 1 % drücken könnte, würde über hundert Wetten rund einen Prozentpunkt seines Einsatzes zusätzlich retten. Über tausend Wetten wird das spürbar. Wer nur ab und zu setzt, merkt den Unterschied kaum. Die Marge ist deshalb ein Argument für Vielspieler, nicht für Gelegenheitswettende.
Was die Marge nicht kann: Sie macht eine Wette nicht «fair». Auch bei 4 % Marge gewinnt der Anbieter im Schnitt, und die einzelne Wette bleibt eine Wette mit ungewissem Ausgang. Was die Marge kann, ist vergleichen. Wer dieselbe Wette bei zwei Anbietern mit 1.88 und 1.93 findet, sieht einen realen Unterschied von 2.7 Prozentpunkten in der impliziten Wahrscheinlichkeit, und das ist auf Dauer bares Geld. Der Vergleich gehört in jedes Wettprogramm, das Wert beansprucht.
Ligen und Turniere: Wann auf welchen Basketball gewettet wird
Basketball wird in der Schweiz vor allem in drei Formen verfügbar: als NBA, die zwischen Oktober und Juni spielt und fünf Spiele pro Woche pro Team liefert; als europäischer Klubbasketball mit der EuroLeague an der Spitze und nationalen Ligen darunter; und als Nationalmannschafts-Turniere im FIBA-Kalender. Wer auf Basketball wetten will, schaut in den Spielplan und sieht, was wann läuft, denn nicht jeder Anbieter deckt jede Liga ab. In der Schweiz deckt Sporttip die wichtigsten Ligen und internationalen Wettbewerbe im Rahmen der Gespa-Liste ab, und das schränkt das Angebot gegenüber internationalen Plattformen ein, die weit über 100 Basketball-Ligen listen.
Die Struktur einer Basketball-Saison hat Folgen für die Wettpraxis. Die NBA-Saison ist lang – 82 Regular-Season-Spiele pro Team – und produziert eine Fülle von Spielen mit ähnlichen Quotenmustern, was den Vergleich erleichtert. Europäische Ligen sind kürzer, häufig mit 30 bis 34 Spielen, und jede Partie wiegt schwerer, was die Quoten weniger effizient macht. Beim Weltverband FIBA, gegründet 1932 in Genf, finden Weltmeisterschaften alle vier Jahre statt; das olympische Turnier gibt es für Männer seit 1936 und für Frauen seit 1976. Diese Termine schiessen in den Basketball-Kalender Lücken, in denen Nationalteams spielen und Wettanbieter spezielle Märkte auf Eröffnungsspiele und K.o.-Runden anbieten.
Was in der Schweiz nicht im Wettprogramm steht, ist ebenso wichtig wie das, was drin ist. Die Gespa-Liste vom 10. September 2026 führt nur Veranstaltungen, die bewilligt sind; nicht gelistete Ligen und Wettbewerbe dürfen nicht angeboten werden. Eckball- und Kartenmärkte, die im Fussball üblich sind, fehlen im Basketball ohnehin – das Spiel kennt keine gelben Karten und keine Ecken. Spielerwetten, also Wetten auf Punkte oder Rebounds einzelner Athleten, sind nur dann zulässig, wenn die Gespa-Liste sie ausdrücklich vorsieht. Wer das nicht prüft, läuft Gefahr, einen Markt zu suchen, den es im Schweizer Wettprogramm gar nicht gibt.
Der Blick in den Spielplan lohnt sich auch im Tagesverlauf. NBA-Spiele beginnen US-zeitlich spät und landen in der Schweiz meist zwischen Mitternacht und Morgengrauen – das schränkt Livewetten praktisch ein. EuroLeague-Spiele beginnen um 20:00 Uhr mitteleuropäischer Zeit und sind live verfolgbar. Wer auf den Rhythmus des Spielplans achtet, verschiebt seine Wettaktivität dorthin, wo das Angebot dicht und die Liveübertragung verfügbar ist.
Top-10-Veranstalter im Vergleich: Wer in der Schweiz wetten darf und wer nicht
Die folgende Übersicht sortiert die zehn Anbieter nach dem, was für Schweizer Spielerinnen und Spieler zählt: ob eine Bewilligung vorliegt, wer hinter dem Angebot steht und in welchem Gebiet es genutzt werden kann. Die ersten zwei sind die in der Schweiz zugelassenen Veranstalterinnen; alle weiteren führen keine Schweizer Bewilligung und sind im Inland nicht legal verfügbar – ihre Domains können auf der Gespa-Sperrliste landen.
| Anbieter | Bewilligung in der CH | Veranstalter / berichtete Lizenz |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Bewilligung als Grossspiel (BGS, Aufsicht Gespa) | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel; Produkt Sporttip; Vertragsgebiet Deutschschweiz, Tessin, Liechtenstein |
| Loterie Romande Jouez Sport | Bewilligung als Grossspiel (BGS, Aufsicht Gespa) | Loterie Romande, Lausanne; Produkt Jouez Sport; Westschweiz (FR, GE, JU, NE, VD, VS) |
| Interwetten | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht festgestellt; in der Schweiz ohne Rechtswirkung (Art. 4 BGS) |
| BillyBets | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht festgestellt; in der Schweiz ohne Rechtswirkung (Art. 4 BGS) |
| Bettilt | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht festgestellt; in der Schweiz ohne Rechtswirkung (Art. 4 BGS) |
| Rollbit | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht festgestellt; in der Schweiz ohne Rechtswirkung (Art. 4 BGS) |
| FortuneJack | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht festgestellt; in der Schweiz ohne Rechtswirkung (Art. 4 BGS) |
| Boomerang Bet | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht festgestellt; in der Schweiz ohne Rechtswirkung (Art. 4 BGS) |
| Cloudbet | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht festgestellt; in der Schweiz ohne Rechtswirkung (Art. 4 BGS) |
| BDMBet | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht festgestellt; in der Schweiz ohne Rechtswirkung (Art. 4 BGS) |
Der Vergleich macht eine Asymmetrie sichtbar, die das gesamte Feld bestimmt: Zwei Veranstalter mit Schweizer Bewilligung, acht ohne. Für eine Spielerin, die in Zürich wohnt, ist nur die erste Zeile eine echte Option. Für eine Spielerin in Genf ist es die zweite. Wer auswandert oder umzieht, verliert den Zugang zum bisherigen Konto und muss sich beim Anbieter des neuen Kantons neu registrieren. Wer im Ausland wohnt, hat bei keinem der beiden einen Online-Zugang. Diese Schranke ist nicht technisch, sondern rechtlich – sie steht in der Interkantonalen Vereinbarung von 2019 und in der Geldspielverordnung.
Swisslos Sporttip – der Veranstalter für die Deutschschweiz
Swisslos betreibt Sporttip als Sportwetten-Produkt für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein, und ist im Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51) als eine der beiden zugelassenen Veranstalterinnen verankert. Die Bewilligung umfasst eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung pro Grossspiel, beides beaufsichtigt von der Gespa in Bern. Wer in einem der 19 Deutschschweizer Kantone, im Tessin oder in Liechtenstein wohnt, kann sich online registrieren, sofern die Person mindestens 18 Jahre alt ist, keinen Eintrag im Spielsperren-Register hat und pro Person nur ein Konto führt; die Identität wird per Ausweis-Upload und Adressabgleich verifiziert.
Das Wettangebot folgt der Gespa-Liste, was heisst: nicht jeder internationale Basketball-Markt ist verfügbar, und Spielerwetten nur, wenn sie ausdrücklich zugelassen sind. Die Limits sind klar definiert: Mindestens CHF 1 pro Einzel- oder Kombiwette, höchstens CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombiwette und höchstens CHF 10’000 pro Systemwette; Swisslos kann diese Werte jederzeit ändern. Vor der ersten Wette setzen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 (unter 21 Jahren CHF 1’000). Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden.
Der Reingewinn, den Swisslos 2025 ausgeschüttet hat, belief sich auf CHF 562 Mio., davon CHF 109 Mio. aus den Sportwetten – ein leichter Rückgang gegenüber 2024, der zeigt, dass auch ein Monopol-Anbieter kein statisches Gebilde ist. Quotenboosts und Profitboosts erhöhen den Nettogewinn auf ausgewählte Prematch-Einzelwetten, sind aber an Einsatz- und Erhöhungslimiten gebunden; ein Cash-Out auf eine geboostete Wette lässt den Boost verfallen. Der Kombiboost bringt 5 % bei vier Voraussagen, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn Voraussagen mit einer Mindestquote von 1.50 pro Auswahl.
Verdikt: Sporttip ist die richtige Adresse für Spielerinnen und Spieler im Vertragsgebiet, die ein bewilligtes Angebot suchen und mit der Gespa-konformen Marktliste zurechtkommen. Wer auf Nischen-Ligen oder ungewöhnliche Spielermärkte setzen will, wird das Angebot eng finden.
Loterie Romande Jouez Sport – der Veranstalter für die Westschweiz
Die Loterie Romande führt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura und arbeitet unter derselben Bewilligungsstruktur wie Swisslos – Veranstalter- und Spielbewilligung, Aufsicht durch die Gespa. Sitz in Lausanne, Avenue de Provence 14; das Unternehmen zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Wer in einem der sechs Kantone wohnt und mindestens 18 Jahre alt ist, kann ein Online-Konto eröffnen.
Das Wettangebot deckt die international wichtigsten Basketball-Ligen ab, soweit sie auf der Gespa-Liste stehen. Wie bei Sporttip gilt: Keine Wetten auf nicht gelistete Wettbewerbe, keine Spielerwetten ohne ausdrückliche Zulassung, keine Wetten auf Minderjährigen-Veranstaltungen. Die Spielregeln zu Mindest- und Höchsteinsätzen und zu Cash-Out folgen den Vorgaben der interkantonalen Vereinbarung. Die Loterie Romande bietet im Jahresvergleich weniger prominente Marketingaktionen als internationale Plattformen, dafür den Vorteil, dass die Gewinne – je nach Höhe und Kanton – in die Steuerfreibetrags-Regelung fallen und die Identitätsprüfung und Spielsperre direkt am Schweizer System hängen.
Verdikt: Für Westschweizer Spielerinnen und Spieler die einzige legale Online-Adresse. Das Angebot ist schmaler als bei internationalen Buchmachern, aber vollständig in das Schweizer Schutzsystem eingebettet – von der Verlustlimite bis zur Sperre im Register.
Interwetten – international, aber nicht in der Schweiz
Interwetten ist im deutschsprachigen Raum eine bekannte Marke, verfügt aber über keine Schweizer Bewilligung und ist daher in der Schweiz nicht legal verfügbar. Die Plattform kann in anderen Jurisdictionen reguliert sein – das ändert nichts an der Rechtslage hierzulande, denn eine ausländische Lizenz hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Domains ohne Schweizer Bewilligung können auf der Gespa-Sperrliste landen und werden über DNS für Schweizer Anschlüsse blockiert; ein Domain-Wechsel wird typischerweise innerhalb von Stunden ersetzt.
Wer in der Schweiz wohnt und bei Interwetten spielt, ist nicht strafrechtlich verfolgt – das Geldspielgesetz bedroht die Anbieter, nicht die Spielerinnen. Aber: Gewinne aus ausländischen Grossspielen werden im Kanton Thurgau vollständig als Einkommen besteuert, unabhängig vom Betrag. In anderen Kantonen ist die Praxis uneinheitlich, eine Steuerberatung ist sinnvoll. Im Streitfall gibt es keinen Schweizer Rekursweg und keinen Eintrag im Schweizer Spielsperren-Register. Wer sich selbst sperren lassen will, erfasst das die Schweizer Sperre nicht, was das Schutzsystem aushöhlt.
Verdikt: Ein bekannter internationaler Name, aber in der Schweiz die falsche Adresse – keine Bewilligung, kein Schutz, und im Ernstfall ohne Schweizer Rückendeckung.
BillyBets – keine Schweizer Bewilligung
BillyBets gehört zu den Plattformen, die mit Sportwetten und Casino-Angeboten werben, ohne in der Schweiz eine Bewilligung zu haben. Die Lizenz in einer anderen Jurisdiktion entfaltet hier keine Wirkung; die Sperrliste der Gespa kann die Domain erfassen. Für Schweizer Spielerinnen und Spieler heisst das: Zugang technisch möglich, rechtlich im Graubereich, und im Konfliktfall ohne Schweizer Aufsicht.
Das Angebot kann breit sein – internationale Ligen, Spielermärkte, Kryptowährungen als Zahlungsmittel – aber in der Schweiz ist die Auszahlung auf ein Konto im Namen der Spielerin gesetzlich nur bei bewilligten Anbietern abgesichert. Auszahlungen an Kryptowährungs-Wallets oder an Konten Dritter sind bei bewilligten Schweizer Anbietern ausgeschlossen; ausländische Plattformen handhaben das nach eigenem Hausrecht. Das heisst nicht, dass BillyBets Spielerinnen um ihr Geld bringt, aber es heisst, dass es im Streitfall keinen Schweizer Ansprechpartner gibt.
Verdikt: Eine Plattform wie viele andere, mit allen Eigenschaften, die ein bewilligter Anbieter nicht hat: kein Schweizer Schutz, keine Schweizer Aufsicht, im Ernstfall kein Schweizer Recht.
Bettilt – keine Schweizer Bewilligung
Bettilt folgt dem gleichen Muster wie die anderen Anbieter ohne Schweizer Bewilligung: internationaler Auftritt, kein Eintrag in der Schweizer Bewilligungsstruktur, Domains potenziell auf der Sperrliste. Die Lizenz, falls vorhanden, gilt in der ausstellenden Jurisdiktion – und nur dort. Wer in der Schweiz wohnt und ein Konto eröffnet, tut das in einem Rechtsraum, der den Schweizer Schutz nicht kennt.
Das Wettprogramm kann umfangreich sein, mit Basketball aus aller Welt und Spezialmärkten, die es bei Swisslos nicht gibt. Das ist der Reiz solcher Plattformen und gleichzeitig das Risiko: Die gleiche Spezialisierung, die den Mehrwert ausmacht, geht mit einer Aufsicht einher, die in der Schweiz nicht greift. Wer dort spielt, sollte sich bewusst sein, dass Spielsperren, Verlustlimiten und Identitätsprüfungen nach anderen Regeln laufen – oder gar nicht.
Verdikt: Mehr Auswahl, weniger Schutz. Wer in der Schweiz wettet, sollte abwägen, ob das die richtige Reihenfolge ist.
Rollbit – keine Schweizer Bewilligung
Rollbit positioniert sich am Schnittpunkt von Kryptowährungen und Sportwetten und wirbt mit einem Angebot, das in dieser Form bei den Schweizer Veranstaltern nicht existiert. Die Lizenz, falls vorhanden, ist keine Schweizer Lizenz, und der Zugang aus der Schweiz bewegt sich im Graubereich. Die Gespa-Sperrliste kann die Domain erfassen, und ein Domain-Wechsel wird in der Regel innerhalb von Stunden ersetzt.
Was Kryptowährungen bei Wettanbietern konkret bedeuten: Einzahlung und Auszahlung laufen ohne Bank, oft in Minuten. Auszahlungen an Schweizer Spielerinnen müssen aber auf ein Konto im eigenen Namen laufen, was die bewilligten Anbieter über die Geldspielverordnung absichern. Plattformen ohne Schweizer Bindung handhaben das nach eigenem Hausrecht, und genau hier entstehen die Reibungspunkte im Ernstfall. Eine Auszahlung an eine Wallet heisst, dass die Mittel nicht in der Schweizer Bankenaufsicht liegen, sondern im internen System der Plattform.
Verdikt: Ein Angebot, das in Tempo und Auswahl lockt, aber in der Schweiz weder bewilligt noch in das Schutzsystem eingebunden ist.
FortuneJack – keine Schweizer Bewilligung
FortuneJack gehört ebenfalls in die Kategorie der internationalen Krypto- und Sportwetten-Plattformen, ohne Schweizer Bewilligung. Was die Plattform an Basketball-Märkten bietet, mag umfangreich sein; was sie im Streitfall bietet, ist nicht durch Schweizer Recht gedeckt. Die Aufsicht liegt in einer anderen Jurisdiktion, und der Schweizer Weg führt über die Gespa-Sperrliste, nicht über einen schweizerischen Rekurs.
Für Spielerinnen, die aus Gewohnheit auf einer bestimmten Plattform spielen, ist der Wechsel zurück in die Schweiz mit Reibung verbunden: Verlustlimiten anders gesetzt, andere Spielersperre, andere Auszahlungswege. Wer neu einsteigt, kann sich gleich für die Schweizer Struktur entscheiden und sich so den Wechsel sparen. Wer bleibt, akzeptiert die Asymmetrie.
Verdikt: Eine weitere Plattform ohne Schweizer Bewilligung – das Muster ist bekannt, der Schutz ist es nicht.
Boomerang Bet – keine Schweizer Bewilligung
Boomerang Bet reiht sich ein in die Liste der Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Das Sportwetten- und Casino-Angebot ist breit aufgestellt, die Lizenz – falls vorhanden – in einer anderen Jurisdiktion. Domains können auf der Gespa-Sperrliste landen. Die übliche Argumentation dieser Anbieter – gute Quoten, breites Programm, schnelle Auszahlung – trägt in der Schweiz nur, solange man die fehlende Anbindung an den Schweizer Rechtsrahmen akzeptiert.
Was die Plattform konkret anders macht als die Schweizer Veranstalter, ergibt sich aus ihrem internationalen Auftritt: gelegentlich höhere Quotenboosts, gelegentlich breitere Marktlisten, häufig Kryptowährungen. All das ist in der Schweiz verfügbar, aber nicht bewilligt – ein Unterschied, der im Werbe-Vergleich leicht untergeht und im Konfliktfall den Ausschlag gibt.
Verdikt: Mehr Auswahl, weniger Schutz. Die Schweiz hat zwei Veranstalter – sie sind nicht austauschbar gegen beliebige internationale Namen.
Cloudbet – keine Schweizer Bewilligung
Cloudbet gehört zu den Plattformen, die mit Bitcoin- und Sportwetten-Angeboten in den Markt drängen. Eine Schweizer Bewilligung ist nicht ausgewiesen, der Zugang aus der Schweiz liegt im Graubereich. Die Gespa-Sperrliste kann die Domain erfassen, und das Schutzsystem der Schweiz – Spielsperre, Verlustlimiten, Identitätsprüfung – greift hier nicht.
Was sich im internationalen Vergleich zeigt: Anbieter ohne Schweizer Bewilligung werben oft mit dem, was in der Schweiz schon Standard ist – Verlustlimiten, Selbstausschluss, Identitätsprüfung. Aber die Implementierung folgt dem Recht der Lizenzjurisdiktion, nicht dem BGS, und genau das macht im Streitfall den Unterschied. Eine Sperre, die in Curacao gilt, gilt nicht automatisch in der Schweiz, und die Schweizer Spielsperre greift auf der Plattform nicht.
Verdikt: Krypto-Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung – die Vorteile sind real, der Schutz ist es nicht.
BDMBet – keine Schweizer Bewilligung
BDMBet schliesst die Liste der zehn verglichenen Anbieter und folgt demselben Muster wie die übrigen ausländischen Plattformen: kein Eintrag in der Schweizer Bewilligungsstruktur, kein Schutz durch das BGS, Domains potenziell auf der Gespa-Sperrliste. Das Wettangebot kann breit sein, die Auszahlungsmodelle sind es oft auch – mit Kryptowährungen, E-Wallets und gelegentlich Kreditkarten.
Der Punkt, der am Ende zählt, ist nicht das Angebot, sondern die Frage, was im Konfliktfall bleibt. Bei einem bewilligten Schweizer Anbieter gibt es die Gespa als Aufsicht, das Spielsperren-Register, die Verlustlimiten und die Schweizer Gerichtsbarkeit. Bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung gibt es das alles nicht. Wer dort spielt, sollte das bewusst tun.
Verdikt: Eine weitere Plattform ohne Schweizer Bewilligung – die Aufzählung wirkt monoton, und genau das ist der Punkt: Die Asymmetrie zwischen den beiden ersten und den übrigen acht ist gewollt, strukturell und nicht verhandelbar.
Was eine Basketball-Wette in der Schweiz überhaupt ist: Grundlagen für den Einstieg
Basketball ist ein Hallensport, der nach FIBA-Regeln in vier Vierteln zu je 10 Minuten gespielt wird; in der NBA dauert jedes Viertel 12 Minuten. Bei Gleichstand nach dem vierten Viertel folgt eine Verlängerung von 5 Minuten, die so lange wiederholt wird, bis ein Sieger feststeht. Diese Zeitstruktur ist die Grundlage jeder Wette: Die reguläre Spielzeit plus Nachspielzeit zählt, die Verlängerung nur, wenn das Wettprogramm sie ausdrücklich einschliesst oder sie Gegenstand der Wette ist.

Auf dem Feld stehen je fünf Spieler pro Mannschaft, mit bis zu sieben Auswechselspielern, die beliebig oft ein- und ausgewechselt werden können. Ein Angriff darf höchstens 24 Sekunden dauern, gemessen an der Wurfuhr, die das Spiel schnell halten soll; im US-College-Basketball sind es 35 Sekunden. Punkte gibt es für einen Freiwurf (1 Punkt), einen Treffer innerhalb der Dreierlinie (2 Punkte) und einen Treffer von jenseits der Dreierlinie (3 Punkte). Der Korb hängt 3.05 m hoch, die Dreierlinie liegt bei FIBA 6.75 m und in der NBA 7.24 m vom Korbmittelpunkt entfernt – das sind die Zahlen, die in jede Wettanalyse einfliessen, weil sie das Taktbild und die Punkteverteilung prägen.
Für das Verständnis einer Quote ist diese Mechanik entscheidend. Eine NBA-Mannschaft wirft pro Spiel rund 90 bis 110 Mal auf den Korb, mit einer Trefferquote von 45 bis 50 %, und sammelt so zwischen 105 und 125 Punkten. Zwei Mannschaften zusammen kommen damit typischerweise auf 220 bis 235 Punkte – die Linie, an der sich Über und Unter entscheiden. Eine FIBA-Partie verläuft punkteärmer, mit Gesamtsummen zwischen 150 und 175, weil die Spielzeit kürzer ist und der Dreier weiter weg liegt. Wer das nicht im Kopf hat, sieht nur Zahlen; wer es hat, sieht den Raum, in dem sich Quoten bewegen.
Rechtslage: Warum es in der Schweiz nur zwei Veranstalterinnen gibt
Das Schweizer Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51), in Kraft seit dem 1. Januar 2019, regelt Grossspiele wie Lotterien, Sportwetten und Online-Casinos einheitlich. Sportwetten sind Grossspiele, und die Kantone haben die Zahl der Veranstalterinnen für Sportwetten und Lotterien auf zwei begrenzt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Eine ausländische Lizenz hat in der Schweiz keine Wirkung – das steht so in Art. 4 BGS.

Die Aufsicht liegt bei der Gespa, der interkantonalen Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern. Sie überwacht die Einhaltung der Bewilligungen, führt die Sperrliste der blockierten ausländischen Domains und kontrolliert die Spielersperren. Die ESBK, die Eidgenössische Spielbankenkommission, ist nur für Casinos zuständig, nicht für Sportwetten. Wer bewilligt ist, hat eine Veranstalterbewilligung und pro Spiel eine Spielbewilligung; die Gespa-Liste der zugelassenen Veranstaltungen und Wettarten bestimmt, was angeboten werden darf.
Die Verbreitung ist kantonal geregelt. Swisslos betreut die Deutschschweizer Kantone (AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG, ZH), das Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Die Loterie Romande betreut die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Wer in einem dieser Kantone wohnt, kann sich online registrieren. Wer in einem anderen Kanton oder im Ausland wohnt, hat keinen Online-Zugang – auch nicht zu Sporttip. Diese Regelung steht in der Interkantonalen Vereinbarung von 2019 und in der Geldspielverordnung (Art. 47 VGS).
Was die Gespa-Liste anbelangt, so definiert sie präzise, was angeboten werden darf. Version 10. September 2026: nur gelistete Sportarten und Wettbewerbe, Qualifikationsrunden nur wenn gelistet, Frauenwettbewerbe nur wenn gelistet, Rangwetten nur wenn das Ranking über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder das Podium entscheidet, keine Trainingsläufe. Eckball- und Kartenmärkte fehlen ohnehin im Basketball, weil das Spiel keine kennt. Spielerwetten sind nur zulässig, wenn sie ausdrücklich auf der Liste stehen. Veranstaltungen mit überwiegend Minderjährigen sind ausgeschlossen (Art. 25 Abs. 2 BGS).
Die Konsequenz für Spielerinnen: Wer auf Nischen-Ligen oder Spielermärkte setzen will, wird im Schweizer Wettprogramm nicht fündig – und wer es ausweicht, begibt sich in einen Graubereich, der im Streitfall keinen Schweizer Schutz bietet. Das ist kein Werbeversprechen, sondern die Folge einer bewussten Regulierungsentscheidung.
Spielerschutz: Verlustlimiten, Sperren und das Register
Das Schweizer System baut auf Eigenverantwortung, und das heisst konkret: Vor der ersten Wette setzen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 (für unter 21-Jährige CHF 1’000). Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden – das verhindert, dass eine emotionale Reaktion auf eine verlorene Wette die Limite direkt wieder hochsetzt. Zusätzlich gibt es eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage.
Die Spielsperre funktioniert produktbezogen und schweizweit. Wer sich bei Swisslos selbst sperren lässt, kann die Frist zwischen 1 und 180 Tagen wählen; während dieser Frist ist keine Aufhebung möglich. Eine unbefristete Spielsperre wird im schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos und für Liechtenstein. Das ist der Kern des Schutzes: Eine Sperre, die nicht an einem Produkt klebt, sondern den Zugang zur Glücksspielwelt insgesamt versperrt. Das Gesetz sieht zudem vor, dass eine selbstgewählte Sperre frühestens nach drei Monaten und nur mit einer Fachstelle aufgehoben werden kann – eine Sperre also, die nicht im Affekt rückgängig gemacht wird.
Was bei ausländischen Anbietern fehlt, ist genau diese Anbindung an das Schweizer Register. Wer sich bei einer Plattform ohne Schweizer Bewilligung sperren lässt, sperrt sich nur dort. Wer sich im Schweizer Register sperren lässt, ist auf allen bewilligten Plattformen gesperrt – aber nicht auf den ausländischen. Die Asymmetrie ist gewollt, und sie ist der Hauptgrund, warum die Gespa die Sperrliste führt: Wer dort nicht steht, fällt durch das Raster des Schweizer Schutzes.
Die Zahlen aus dem Gespa-Testkauf 2025 sind ein Hinweis, kein Urteil: An Verkaufsstellen wurde in 47.5 % von 200 Versuchen eine Sportwette an Minderjährige verkauft. Das heisst nicht, dass der Online-Schutz versagt – er funktioniert über die Identitätsprüfung und die Altersgrenze von 18 Jahren (Art. 72 BGS). Es heisst aber, dass der Schutz an der Verkaufsstelle lückenhaft ist und Spielerinnen den Online-Kanal kennen sollten, wenn sie auf Sicherheit Wert legen.
Was am Ende bleibt: Wer in der Schweiz wettet, hat ein gut ausgebautes Schutzsystem – wer ausweicht, hat es nicht. Die Entscheidung liegt bei der Spielerin, und die Limite liegt in ihrer Hand.
Livewetten und Cash-Out: Was sich beim laufenden Spiel tut
Livewetten folgen dem Spielverlauf von Viertel zu Viertel, und die Quoten wechseln im Sekundentakt. Eine 1.85 auf Heimsieg kann nach einem 10:0-Lauf des Favoriten auf 1.40 sinken, eine 2.40 auf den Aussenseiter entsprechend steigen. Wer live wettet, setzt auf den nächsten Spielabschnitt, nicht auf das Gesamtergebnis – und wer das nicht trennt, verwechselt die Wette mit einer Vorhersage.
Bei Sporttip ist die Livewette formal unabhängig davon, ob das Ereignis tatsächlich live übertragen wird. Wer also ohne Stream wettet, wettet trotzdem live. Das hat eine Konsequenz, die nicht jedem präsent ist: Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreten des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. In spielentscheidenden Situationen – Elfmeter, Rote Karte, VAR-Entscheid – kann Sporttip Wetten mit Quote 1.00 werten. Wer live wettet, sollte also schneller sein als der Anbieter, und wer zu spät ist, bekommt sein Geld zurück, aber keinen Gewinn.
Der Cash-Out ist die vorzeitige Auszahlung, und sie ist eine Funktion des Anbieters, kein Anspruch. Bei Sporttip ist der Cash-Out-Betrag tiefer als der mögliche spätere Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann vom Anbieter jederzeit geändert werden. Cash-Out ist nur online verfügbar, gilt für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, und es gibt ihn nur als vollständiges Cash-Out – Teilauszahlungen sind ausgeschlossen. Eine Garantie, dass Cash-Out für jeden Markt verfügbar ist, gibt es nicht. Wer auf Cash-Out setzt, sollte sich nicht wundern, wenn die Funktion auf dem Wettschein fehlt.
Was das für die Praxis heisst: Cash-Out ist eine Möglichkeit, ein laufendes Risiko zu begrenzen, kein Werkzeug, um Gewinne zu sichern. Wer nach 20 Minuten mit 6 Punkten vorne liegt und die Wette auszahlt, hat einen kleineren Gewinn als bei einem Sieg am Ende – aber auch kein Risiko mehr. Wer mit 8 Punkten zurückliegt und auszahlt, verliert den Einsatz minus Cash-Out-Betrag. Die Entscheidung ist situativ, und die Marge steckt im Cash-Out-Betrag: Er ist so berechnet, dass der Anbieter im Schnitt gewinnt, unabhängig vom Ausgang.
Ein zweiter Mechanismus ist der Sporttip-Kombiboost: Wer mindestens vier Voraussagen mit einer Mindestquote von 1.50 kombiniert, bekommt 5 % Bonus auf den Nettogewinn, bei sieben Voraussagen 20 %, bei zehn 40 % und bei fünfzehn 100 %. Der Boost gilt online für Prematch-, Live- und Systemwetten, ist in Einsatz und Gewinnerhöhung limitiert und nur einmal pro Wettender nutzbar. Wer mehrere Wetten gleichzeitig spielt, sollte den Mechanismus kennen, aber auch seine Grenzen – die Limite deckt sich nicht mit dem, was der Anbieter im Marketing suggeriert.
Marge im Spiel: Was eine Zweiwege-Wette kostet
Die Marge ist der Preis, den der Anbieter pro Wette nimmt, und sie wird am deutlichsten, wenn man zwei Wettmärkte vergleicht. Eine Zweiwege-Wette mit hypothetischen Quoten 1.90 zu 1.90 – ein fiktives Beispiel, kein notierter Preis – liefert eine Auszahlungsquote von 1 geteilt durch (1/1.90 + 1/1.90), also 0.95 oder 95 %. Der Anbieter behält 5 % auf diesem Markt. Eine andere Wette mit 1.85 zu 1.85 liefert 1/1.85 + 1/1.85 = 1’081 als Summe der Kehrwerte, also eine Auszahlungsquote von rund 92.4 % und eine Marge von etwa 7.6 %. Beide Wetten sehen ähnlich aus; der Unterschied summiert sich auf Dauer.
Die Bandbreite, die sich daraus ergibt, ist real: Bei grossen NBA-Spielen mit hohem Umsatz liegt die Marge auf Zweiwege-Märkten oft zwischen 4 und 6 %, bei Nischen-Ligen oder exotischen Märkten schnell doppelt so hoch. Eine Senkung um einen Prozentpunkt bedeutet über hundert Wetten etwa ein Prozent zusätzlicher Auszahlung, über tausend Wetten wird das spürbar. Wer viel spielt, vergleicht; wer wenig spielt, merkt den Unterschied nicht. Der Hinweis, der bleibt: Die Marge ist ein Argument für Vielspieler, nicht für Gelegenheitswettende.
Was die Marge nicht macht: Sie macht eine einzelne Wette nicht «fair». Auch bei 4 % Marge gewinnt der Anbieter im Durchschnitt, und der einzelne Ausgang bleibt ungewiss. Was die Marge macht, ist vergleichen – zwischen Märkten, zwischen Anbietern, zwischen Spielen. Wer dieselbe Wette bei zwei Anbietern mit 1.88 und 1.93 findet, sieht einen realen Unterschied, und der entscheidet auf Dauer, ob das Wettkonto wächst oder schrumpft.
Die zehn Anbieter im Überblick: Wer wo spielen kann
Die Rangliste der Veranstalter, die oben steht, sortiert nach Bewilligung. Sie macht eine Aussage, die der Schweizer Markt nicht verhandelt: Zwei Anbieter mit Bewilligung, acht ohne. Für eine Spielerin in der Deutschschweiz ist nur die erste Zeile eine echte Option, für die Westschweiz die zweite, und der Wechsel über die Sprachgrenze hinweg ist mit einer Neuregistrierung verbunden. Wer im Ausland wohnt, hat bei keinem der beiden einen Online-Zugang. Diese Realität prägt das Angebot, den Vergleich und das, was am Ende bleibt.
Was die Tabelle nicht zeigen kann, ist die Frage, was jenseits der Bewilligung zählt: die Breite des Wettprogramms, die Geschwindigkeit der Auszahlung, die Benutzerfreundlichkeit der App. Diese Aspekte sind im Schweizer Markt durch die Gespa-Liste und die Konzentration auf zwei Anbieter enger begrenzt als anderswo, aber sie existieren. Sporttip bietet einen Wettschein mit Einzel-, Kombi- und Systemwetten, einen Kombiboost und Cash-Out auf ausgewählte Märkte; Jouez Sport folgt einer ähnlichen Struktur mit eigenen Akzenten im Westschweizer Markt. Wer die Wahl hat, sollte das Programm durchgehen, bevor er sich registriert – die App, die Bedienung, die Quoten.
Die Reihenfolge, in der die zehn Anbieter hier stehen, ist nicht zufällig: Die beiden bewilligten Veranstalter zuerst, dann die acht ausländischen in alphabetischer Reihenfolge ihrer Markennamen. Wer die Liste liest, sieht die Asymmetrie und kann die Entscheidung treffen, die zu seiner Situation passt.
Wie viel kostet eine Wette wirklich? Einsatz, Limite, Auszahlung
Bei Sporttip ist die Mechanik klar definiert: Mindestens CHF 1 pro Einzel- oder Kombiwette, höchstens CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombiwette, höchstens CHF 10’000 pro Systemwette. Wer mehr setzen will, wird abgelehnt – die Plattform nimmt Wetten über der Limite nicht an. Swisslos kann diese Limite jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern; eine Wette, die im Moment der Platzierung innerhalb der Limite lag, aber bei nächster Anpassung darüber, ist trotzdem gültig. Wer mit hohen Einsätzen plant, sollte die Limite vor jeder Wette prüfen.
Die Auszahlung folgt dem Wettausgang und der Quote. Bei einer Einzelwette auf Sieg mit Einsatz CHF 50 und Quote 1.90 ist die Auszahlung CHF 95, also Einsatz mal Quote. Bei einer Kombiwette mit drei Auswahlen zu 1.60, 1.85 und 2.10 multiplizieren sich die Quoten zu 6’216, die Auszahlung bei CHF 50 Einsatz ist CHF 310.80, der Nettogewinn CHF 260.80. Bei einer Systemwette wird ein Teil der Kombinationen abgesichert; sie ist komplexer zu berechnen und für Einsteiger weniger geeignet.
Was die Wette kostet, ist nicht nur der Einsatz, sondern die erwartete Auszahlung über viele Wetten. Bei einer Marge von 5 % verliert der durchschnittliche Spieler rund 5 % seines Einsatzes an den Anbieter, unabhängig davon, wie gut seine Tipps sind. Bei einer Marge von 8 % sind es 8 %. Über hundert Wetten mit gleichem Einsatz und gleicher Trefferquote verliert ein Spieler mit 5 % Marge also halb so viel wie einer mit 10 % Marge. Die Marge entscheidet, wie viel vom Einsatz übrig bleibt, bevor die eigene Trefferquote überhaupt eine Rolle spielt.
Verrechnungssteuer und Freibetrag: Was vom Gewinn übrig bleibt
In der Schweiz sind Gewinne aus bewilligten Grossspielen – die Eidgenössische Steuerverwaltung zählt Sportwetten ausdrücklich dazu – einkommenssteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn. Bundesrechtlich liegt die Grenze seit dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000, im Vorjahr bei CHF 1’070’400. Über dieser Grenze behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgefordert werden kann. Kantonal kann der Freibetrag abweichen – die Faustregel «je nach Kanton» ist im Gesetzestext begründet, und die kantonale Steuerverwaltung oder ein Steuerberater gibt die richtige Auskunft.
Was das in der Praxis heisst: Ein typischer Wettgewinn liegt weit unter dem Freibetrag und ist steuerfrei, sowohl auf Bundes- als auch auf Kantonsebene. Wer im Jahr mehrere tausend Franken gewinnt, hat nichts zu versteuern. Wer im Glücksfall einen grossen Gewinn erzielt, sollte die kantonale Praxis prüfen. Wer bei einem ausländischen Anbieter spielt, hat andere Regeln: Im Kanton Thurgau sind Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig vom Betrag steuerpflichtig; in anderen Kantonen ist die Praxis uneinheitlich. Wer dort spielt, sollte das in seine Erwartung einpreisen.
Eine Wettsteuer auf den Einsatz existiert in der Schweiz nicht. Wer von «Wettsteuer 5 %» liest, sieht eine ausländische Regelung oder eine Verwechslung mit der Verrechnungssteuer auf Gewinne. Beides ist nicht dasselbe, und beides zu kennen hilft, die Werbung der Anbieter richtig einzuordnen.
Häufige Fragen zu Basketball-Wetten in der Schweiz
Darf in der Schweiz auf Basketball gewettet werden, und bei welchem Veranstalter?
Ja, aber nur bei den beiden interkantonalen Veranstalterinnen: Swisslos mit dem Produkt Sporttip für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein, sowie die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport für die Westschweiz. Beide führen Sportwetten im Rahmen der Gespa-Liste durch; alles andere hat in der Schweiz keine Bewilligung.
Zählt die Verlängerung bei einer Wette auf den Ausgang als Teil der regulären Spielzeit?
Die reguläre Spielzeit im Sinne der Spielregeln umfasst die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit. Die Verlängerung zählt nur, wenn das Wettprogramm sie ausdrücklich einschliesst oder sie Gegenstand der Wette ist. Bei einer Siegwette auf das Viertelergebnis ist die Frage anders zu beantworten als beim Sieger nach Verlängerung – die Spielregeln lesen den Einzelfall.
Was bedeuten Handicap und Über/Unter, und wie wirkt sich die Marge auf die Quote aus?
Ein Handicap gleicht Qualitätsunterschiede aus: Gibt man einem Favoriten −6.5, muss er mit mindestens sieben Punkten Abstand gewinnen. Über/Unter wetten auf die Gesamtpunktzahl, typischerweise zwischen 220 und 235 in der NBA und tiefer in europäischen Ligen. Die Marge ist der Anteil, den der Anbieter behält; sie liegt bei grossen Märkten zwischen 4 und 6 %, bei Nischenmärkten höher.
Wie entsteht eine Prognose, und warum gibt es keinen sicheren Tipp?
Eine Prognose schätzt die Wahrscheinlichkeit eines Ausgangs aus Statistik zu Form, Trefferquoten, Ausfällen und Heimvorteil. Die Schätzung wird mit der Quote verglichen – ist die Quote grösser als die Schätzung, liegt ein Value Bet vor. Einen sicheren Tipp gibt es nicht, weil jeder Wurf, jedes Foul und jede Verletzung den Ausgang verschieben kann. Wetten ist kein Einkommen.
Welche Verlustlimiten müssen vor der ersten Wette gesetzt werden, und wann gelten Änderungen?
Vor der ersten Wette bei Sporttip werden Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 (CHF 1’000 unter 21 Jahren). Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich gibt es eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage. Die Statutarische Frist für eine Erhöhung beträgt 24 Stunden; Swisslos wendet 72 Stunden in den eigenen Bedingungen an.
Wie hoch ist die Steuer auf Gewinne, und was heisst «je nach Kanton»?
Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind einkommensteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn. Bundesrechtlich liegt die Grenze seit dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000; kantonal kann der Freibetrag abweichen. Über dem Freibetrag werden 35 % Verrechnungssteuer erhoben, die über die Steuererklärung zurückgefordert werden können. Bei ausländischen Anbietern ist die kantonale Praxis uneinheitlich; Thurgau besteuert Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig vom Betrag. Eine Wettsteuer auf den Einsatz existiert in der Schweiz nicht.
US-Sport – gratiswetteinfo
Inhalt erstellt vom Team «gratiswetteinfo»
