Wo in der Schweiz NHL gewettet werden darf – und was die Quote wirklich kostet

Updated Oktober 2026
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Ein Eishockeypuck liegt auf einer glatten Eisfläche, im Hintergrund erheben sich die dunklen Ränge einer leeren Halle.

Stand: Oktober 19, 2026 · geprüft gegen die Gespa-Bewilligungs­übersicht und die Sporttip-Teilnahmebedingungen

Die National Hockey League (NHL) hat 32 Teams, davon 7 aus Kanada und 25 aus den USA.

Wer in der Schweiz auf die NHL wetten will, betritt zuerst eine rechtliche Schleuse. Nur Swisslos (Sporttip) und Loterie Romande (Jouez Sport) besitzen die Bewilligung, Grossspiele im Sinne des Geldspielgesetzes durchzuführen. Beide Veranstalterinnen decken zusammen die ganze Schweiz ab, aber je eigene Kantone. Wer im deutschsprachigen Raum, im Tessin oder in Liechtenstein wohnt, spielt bei Sporttip; wer in der Romandie lebt, bei Jouez Sport. Alles andere – Pribet, X3Bet, BetPanda, GG.BET, 1Bet, Bruce Bet, Sportuna, Funbet und die übrigen ausländischen Marken, die einem online begegnen – fällt unter die Gespa-Sperrliste und hat hier keine Hand. Diese Seite sortiert, was bleibt, nennt die Quote dahinter und erklärt den Unterschied zwischen einem Spiel auf den Sieger und einem Value-Bet, der sich rechnet.

Die zehn Anbieter im Vergleich: zwei mit Bewilligung, acht ohne

In der Schweiz gibt es nur zwei Anbieterinnen für Sportwetten, und beide erscheinen hier jede. Die anderen acht sind hier, weil sie im Alltag eines Spielenden auftauchen, der in der Schweiz surft – sei es über Werbung, soziale Medien oder einen Link in einem Forum. Sie stehen hier, damit der Leser auf einen Blick sieht, was er von ihnen hat: keinen Schweizer Vertrag, keinen Schweizer Ausschluss, kein Schweizer Gericht. Wer bei einem von ihnen einzahlt, bewegt sich ausserhalb des Geldspielgesetzes.

Ein Eishockeyschläger lehnt an der Bande, in der Ferne liegt die hell beleuchtete Eisfläche einer Halle unter Flutlicht.
Die NHL-Hauptrunde 2025/26 lief vom 7. Oktober 2025 bis zum 16. April 2026 mit 82 Spielen pro Team bei 32 Teams.
Marke Schweizer Bewilligung Bewilligte Veranstalterin / ausgewiesene Lizenz
Swisslos Sporttip Ja SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft (Basel); Grossspiel-Bewilligung Gespa
Loterie Romande Jouez Sport Ja Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande); Grossspiel-Bewilligung Gespa
Pribet Keine Lizenzangabe nicht belegt – ohne Wirkung in der Schweiz
X3Bet Keine Lizenzangabe Tobique (Kanada) – ohne Wirkung in der Schweiz
BetPanda Keine Lizenzangabe nicht belegt – ohne Wirkung in der Schweiz
GG.BET Keine Lizenzangabe nicht belegt – ohne Wirkung in der Schweiz
1Bet Keine Lizenzangabe nicht belegt – ohne Wirkung in der Schweiz
Bruce Bet Keine Lizenzangabe nicht belegt – ohne Wirkung in der Schweiz
Sportuna Keine Lizenzangabe nicht belegt – ohne Wirkung in der Schweiz
Funbet Keine Lizenzangabe nicht belegt – ohne Wirkung in der Schweiz

Die zwei Bewilligungen folgen aus der interkantonalen Vereinbarung von 2019, die den Markt für Sportwetten auf zwei Veranstalterinnen begrenzt hat. Wer in seinem Kanton wohnt, hat genau eine Adresse für legale NHL-Wetten.

Swisslos Sporttip – das eine Schwergewicht

Swisslos ist die grössere der beiden Veranstalterinnen, gemessen am Reingewinn, der 2025 bei CHF 562 Mio. lag. Davon flossen CHF 506 Mio. in kantonale Zwecke und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz, aus den Sportwetten allein CHF 109 Mio. Der Sitz ist Basel, das Angebot von Swisslos heisst Sporttip. Wer hier spielen will, muss volljährig sein, im Vertragsgebiet wohnen (19 Kantone von Aargau bis Zürich, plus Tessin und Liechtenstein) und sich mit Ausweis online registrieren. Ein Konto pro Person, geprüft gegen Adressdatenbanken. Das Sporttip-Angebot reicht von Einzelwetten ab CHF 1 bis zu Kombiwetten mit Höchsteinsatz CHF 1’000 (Systemwetten CHF 10’000). Wer auf ein Spiel der Carolina Hurricanes oder Vegas Golden Knights setzen will, findet im Sporttip-Programm die Standardmärkte: Sieger, Torsummen, Handicap, Langzeitwetten auf den Stanley-Cup-Sieger und auf den wertvollsten Spieler der Playoffs. Was an Quote angeboten wird, ergibt sich aus dem Gespa-Spielplan für Nordamerika-Sport – nicht jeder Markt der internationalen Anbieter taucht hier auf, etwa Eckstösse oder Kartenmärkte sind im Schweizer Wettprogramm schlicht nicht vorgesehen. Live-Wetten funktionieren auf das tatsächliche Geschehen, mit der Einschränkung, dass Wetten, die nach einem spielentscheidenden Ereignis eintreffen, mit Quote 1.00 gewertet werden. Cash-Out ist da, aber nur vollständig, online, und nicht garantiert auf jedem Markt.

Ein zugefrorener Bergsee im Morgendunst, am Ufer steht eine einsame Holzbank zwischen verschneiten Tannen.
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen (Oberlimite CHF 9'999, unter 21 Jahren CHF 1'000).

Für einen Leser, der ein Konto bei Swisslos eröffnen will: die Verlustlimite für 1, 7 und 30 Tage muss vor der ersten Wette gesetzt werden, mit einer Obergrenze von CHF 9’999 pro Zeitraum (unter 21 Jahren gilt eine separate Grenze von CHF 1’000). Senkungen wirken sofort, Erhöhungen erst nach 72 Stunden. Diese Limits sind nicht vom Staat gesetzt, sondern vom Veranstalter selbst – und sie wirken, sobald man sie setzt. Wer sie ignoriert, hat sein Konto nicht aktiviert.

Sporttip ist für jenen Leser die richtige Adresse, der im Vertragsgebiet wohnt und ein legales Konto will, ohne sich mit ausländischen Domains zu befassen. Wer kein Konto will, sondern nur eine Quote vergleichen will, kann die Sporttip-Quoten ohne Anmeldung einsehen – und genau das ist hier der Punkt: die zwei Schweizer Anbieter sind die einzige legale Adresse, und die Quote, die sie setzen, ist die einzige, die nach Schweizer Recht gilt.

Loterie Romande Jouez Sport – die andere Adresse

Loterie Romande ist die Schwester im Westen. Sechs Kantone – Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura – bilden das Vertragsgebiet, die Hauptadresse ist Lausanne. Auch hier gilt: online spielen darf nur, wer im jeweiligen Vertragsgebiet wohnhaft ist. Das Produkt heisst Jouez Sport, die Web-Adresse jeux.loro.ch, das Vertriebsnetz besteht aus 2’350 Verkaufsstellen und 221 Mitarbeitenden. Wer in der Romandie auf die NHL wetten will, kommt an dieser Veranstalterin nicht vorbei.

Im Wettprogramm stehen die gleichen Grundmärkte wie bei Sporttip, im Rahmen derselben Gespa-Liste. Wer in Genf auf den Stanley-Cup-Sieger tippt, tippt über Jouez Sport. Wer in Genf auf den wertvollsten Spieler der Playoffs tippt, ebenso. Bonus, gleiches Beitrag an die öffentliche Hand: ein Teil des Reingewinns fliesst ebenfalls in kantonale Fonds und in die Schweizer Sportförderung.

Für einen Leser mit Wohnsitz im ersten Kanton Genf, Freiburg oder Wallis ist Jouez Sport die einzige legale Option. Wer umzieht und das Vertragsgebiet wechselt, verliert mit dem Wegzug den Zugang zum Online-Konto – das Konto wird deaktiviert, sobald die Adresse nicht mehr im Vertragsgebiet liegt.

Pribet – die erste ausländische Marke

Pribet wirbt mit Sportwetten und einem Casino-Angebot, hat aber keine Schweizer Bewilligung. Eine ausgewiesene Lizenz, die in der Schweiz wirkt, fehlt. Wer hier einzahlt, bewegt sich ausserhalb des Geldspielgesetzes: kein Schweizer Ausschlussregister, keine Schweizer Aufsicht, keine Schweizer Gerichtsbarkeit. Die Web-Adresse kann auf der Gespa-Sperrliste landen – Domains werden dort nachgeführt und über DNS bei Schweizer Internetanbietern blockiert.

Wer bei Pribet spielt, sollte wissen, dass Gewinne aus dieser Quelle nach kantonalem Recht behandelt werden: der Kanton Thurgau etwa besteuert Gewinne aus ausländischen Grossspielen vollumfänglich, unabhängig vom Betrag. Andere Kantone handhaben das anders. Was bleibt, ist das Risiko, dass die Seite jederzeit gesperrt wird und das Guthaben eingefroren ist. Für einen Leser, der nach einem «Bonus ohne Schweizer Bewilligung» sucht, ist das ein ganz anderes Risiko, als ein Konto bei Swisslos zu führen.

X3Bet – Lizenz Tobique, ohne Wirkung in der Schweiz

X3Bet gibt als Bewilligung Tobique an, eine kanadische Lizenz für Online-Glücksspiel. In der Schweiz hat eine solche Lizenz keine Wirkung, weil das Gesetz ausdrücklich sagt, eine ausländische Bewilligung entfalte hier keinen Schutz (Art. 4 BGS). X3Bet hat keinen Sitz in der Schweiz, keinen Anschluss an das Schweizer Sperrregister und keine Aufsicht durch die Gespa. Die Webseite von X3Bet kann auf der Sperrliste stehen. Die Folgen für den Spielenden sind dieselben wie bei Pribet: keine Schweizer Aufsicht, kantonale Besteuerung, keine Sicherheit, dass das Konto morgen noch zugänglich ist.

BetPanda – Krypto, ohne Bewilligung

BetPanda tritt mit einer Krypto-Ausrichtung auf. Auch hier: keine Schweizer Bewilligung, keine ausgewiesene Lizenz, die in der Schweiz Wirkung hätte. Krypto-Auszahlungen widersprechen ohnehin dem Schweizer Recht für bewilligte Veranstalterinnen: Gewinne und Guthaben müssen auf ein Zahlungskonto im Namen des Spielenden ausgezahlt werden (Art. 50 VGS). Was bei BetPanda läuft, ist eine ausländische Plattform ohne Schweizer Aufsicht.

GG.BET – E-Sport-Schwerpunkt, ohne Schweizer Bewilligung

GG.BET ist auf E-Sport-Wetten ausgerichtet. Hier gibt es eine doppelte Sperre: erstens fehlt die Schweizer Bewilligung, zweitens taucht E-Sport in der Gespa-Liste der bewilligten Sportarten und Wetttypen gar nicht auf. Auch wenn GG.BET eine ausländische Lizenz hätte, wäre das Wettprogramm in der Schweiz nicht zugelassen. Wer hier einzahlt, hat zusätzlich zum Lizenzproblem das Marktproblem.

1Bet, Bruce Bet, Sportuna, Funbet – vier Namen, ein Status

Diese vier Marken erscheinen in der Werbung im Internet. Keine hat eine Schweizer Bewilligung, keine hat eine ausgewiesene Lizenz, die in der Schweiz Wirkung hätte. Alle vier können auf der Gespa-Sperrliste landen. Was sie an Quote, an Bonus oder an Wettprogramm bieten, spielt für die Frage, ob ein Konto in der Schweiz legal ist, keine Rolle: Es ist nicht legal, weil die Bewilligung fehlt. Wer sie nutzt, ist auf der anderen Seite des Schweizer Rechts – mit den genannten Folgen für Besteuerung und Schutz.

Was NHL Wetten in der Schweiz eigentlich bedeutet

NHL ist die National Hockey League, 32 Teams, davon 7 aus Kanada und 25 aus den USA. Gegründet am 22. November 1917 in Montreal, erster Präsident Frank Calder. Die Hauptrunde 2025/26 lief vom 7. Oktober 2025 bis zum 16. April 2026, 82 Spiele pro Team, ab 2026/27 sind 84 Spiele im Tarifvertrag vorgesehen. Der Stanley Cup wird in den Playoffs ausgespielt, im Modus Best of seven. Rekordgewinner sind die Canadiens de Montréal mit 24 Titeln. In der Saison 2025/26 holten die Carolina Hurricanes ihren zweiten Stanley Cup, das Finale gegen die Vegas Golden Knights endete 4:2, Jordan Staal erhielt die Conn Smythe Trophy als wertvollster Spieler der Playoffs. Die Presidents‘ Trophy für die beste Hauptrundenbilanz ging an die Colorado Avalanche mit 121 Punkten.

Wer auf diese Liga wetten will, hat drei Anlässe im Jahr: das Regular Season-Spiel von Oktober bis April, die Playoffs von April bis Juni, und die individuelle Saison – den Stanley-Cup-Sieger, den MVP der Regular Season, den Conn-Smythe-Gewinner. Das sind die üblichen Langzeitwetten, die ein Veranstalter mit Schweizer Bewilligung anbieten kann, soweit sie in der Gespa-Liste stehen.

Die Quote als Preis – und die Marge dahinter

Eine Quote ist kein Zufall. Sie ist ein Preis, und der Preis hat eine Marge. In einem Zwei-Wege-Markt, bei dem jedes Ergebnis gleich wahrscheinlich scheinen würde, sähe ein faires Modell zwei Quoten von 2.00 vor. Real sind Quoten niedriger, weil der Veranstalter etwas für sich behält. Nimmt man für ein illustratives Beispiel einen Markt mit zwei Quoten von 1.90 auf jedes Ergebnis, so zahlt der Markt insgesamt 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) = 1 ÷ (1,053) = 0,95 einer Einheit Einsatz pro Einheit Umsatz zurück. Anders gesagt: 95 % Auszahlungsquote, 5 % Marge. Das ist die Haus­marge des Veranstalters – und sie ist nicht spezifisch für die Schweiz, sie ist die Norm für jede Wette, die ein Buchmacher anbietet. Die Auszahlungsquote sagt, was von jedem Franken Einsatz im Durchschnitt zurückkommt; die Marge sagt, was der Veranstalter im Durchschnitt behält. Für einzelne NHL-Spiele schwankt sie, abhängig davon, wie informiert die Wettenden sind. Spiele mit vielen Wettenden und klaren Favoriten haben niedrigere Margen, weil der Veranstalter das Volumen braucht; Nischenmärkte oder späte Livewetten tragen höhere Margen, weil weniger Volumen fliesst.

Für den Spielenden bedeutet das: Eine Quote von 1.90 auf einen Favoriten klingt grosszügig, ist aber nicht fair – sie ist 5 % schlechter als ein ausgeglichenes 2.00/2.00. Wer langfristig wettet, verliert diese Marge, unabhängig davon, wie gut seine Tipps sind. Sie wird nie zurückgewonnen, sie ist der Preis der Wette selbst.

Wie der Gewinn berechnet wird

Der Gewinn einer Wette ist Einsatz mal Quote. Bei einer Einzelwette von CHF 10 zu Quote 2.40 sind das CHF 24 Bruttogewinn, davon den Einsatz abgezogen, bleibt ein Nettogewinn von CHF 14. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Einzelquoten zur Gesamtquote: Drei Tipps mit 1.80, 2.10 und 1.95 ergeben 1,80 × 2,10 × 1,95 = 7,371, gerundet auf zwei Dezimalen, also 7.37. CHF 10 Einsatz × 7.37 = CHF 73.70 Bruttogewinn, davon den Einsatz abgezogen, ergibt CHF 63.70 Nettogewinn.

Bei Sporttip wird der Betrag auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Das ist ein Detail, das bei kleinen Wetten keinen Unterschied macht, aber bei grösseren Kombinationen sichtbar wird: ein Cent hier, ein Rappen dort, und am Ende hat manCHF 0.05 mehr oder weniger, als man erwartet hätte.

Langzeitwetten: Stanley Cup, MVP, Conn Smythe

Wer auf den Stanley-Cup-Sieger setzt, wettet im Oktober auf einen Ausgang im Juni. Die Quote bewegt sich mit dem Saisonverlauf: Wer im Oktober auf Carolina tippt, bekommt eine andere Quote als im Mai vor dem Finale. Eine Wette auf den Conn Smythe-Trophy-Gewinner oder den MVP der Regular Season steht ähnlich früh zur Verfügung, mit ähnlich langem Atem. Beide Wetttypen sind bei Sporttip und Jouez Sport verfügbar, soweit sie in der Gespa-Liste stehen.

Was hier nicht angeboten wird, sind Wetten auf Trainingsläufe, Qualifikationsrunden, wenn sie nicht ausdrücklich auf der Liste stehen, oder auf Wetten, die nicht das sportliche Ergebnis betreffen – keine Wetten auf Wetter, Politik oder TV-Shows. Das sind keine Eigenheiten von Swisslos oder Loterie Romande, das sind Vorgaben des Geldspielgesetzes. Sie gelten für jede bewilligte Veranstalterin in der Schweiz.

Was erlaubt ist – und was nicht

In der Schweiz darf nur Sportwetten anbieten, wer eine Grossspiel-Bewilligung hat. Das Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019) regelt das im Art. 3 lit. c und e, die Aufsicht liegt bei der Gespa, der interkantonalen Geldspielaufsicht in Bern. Eine Bewilligung umfasst eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung pro Spiel, sie gilt nur in der Schweiz (Art. 4 BGS). Die Kantone haben die Zahl der Veranstalterinnen für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein, Loterie Romande für die sechs Westschweizer Kantone. Wer eine Bewilligung hat, betreibt einen Grossspielbetrieb mit nationaler Wirkung. Wer keine hat, betreibt ausländisches Recht.

Die Gespa-Liste – was gewettet werden darf

Was auf der Liste steht, darf angeboten werden. Was nicht auf der Liste steht, darf nicht angeboten werden. Die Gespa-Liste (Art. 25 BGS, Art. 29 VGS) ist die abschliessende Aufzählung der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen. Sie wird von der Gespa aktualisiert, die aktuelle Version datiert auf den 10. September 2026. Für NHL und nordamerikanisches Eishockey ist sie freigeschaltet: Wetten auf den Sieger, Torsummen, Handicap, Playoff-Sieger und ähnliche Märkte sind zulässig. Was nicht auf der Liste steht, sind Eckstoss- oder Kartenmärkte und ein E-Sport-Abschnitt. Trainingsläufe sind ausgeschlossen, Qualifikationsrunden nur, wenn sie auf der Liste stehen, Frauen-Wettbewerbe nur, wenn sie auf der Liste stehen. Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen sind gesperrt (Art. 25 Abs. 2 BGS).

Für den Spielenden bedeutet das: Eine Quote auf einen NHL-Sieger findet er bei Sporttip oder Jouez Sport. Eine Quote auf die Anzahl Saves eines Torwarts in einem Spiel ist im Schweizer Markt nicht regulär verfügbar, weil sie als Wetttyp nicht auf der Gespa-Liste steht. Wer solche Märkte sucht, landet bei einem ausländischen Anbieter – und damit ausserhalb des Schweizer Rechts.

Livewetten und Cash-Out

Livewetten sind erlaubt nach Bundesgesetz, ohne besondere Einschränkung auf bestimmte Märkte. Was die Livewette bei Sporttip einschränkt, ist die Regel: Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Ausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. Wer auf das nächste Tor nach dem 1:0 tippt, hat das 1:0 bereits gesehen, bevor er tippt – die Quote wird 1.00, der Einsatz geht zurück. In spielentscheidenden Situationen – Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid – kann der Veranstalter Wetten ebenfalls mit Quote 1.00 werten. Das ist nicht Schikane, das ist eine Schutzregel gegen Wetten, die auf eine Information setzen, die der Veranstalter noch nicht öffentlich verarbeitet hat.

Cash-Out ist nicht vom Gesetz geregelt. Bei Sporttip funktioniert Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur online und nur vollständig – keine Teilauszahlung. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche Wettgewinn bei normalem Ausgang, hängt vom Spielstand ab und kann vom Veranstalter jederzeit geändert werden. Es besteht keine Garantie, dass Cash-Out für jede Wette verfügbar ist. Wer auf Cash-Out setzt, sollte das lieber als zusätzliche Option sehen, nicht als einkalkulierten Bestandteil einer Strategie.

Werbung und Boni – was erlaubt ist

Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und nicht auf Minderjährige oder gesperrte Personen zielen (Art. 74 BGS). Werbung für Glücksspiel, das in der Schweiz nicht zugelassen ist, ist verboten und wird mit Busse bis 500’000 Franken bestraft (Art. 131 BGS). Gratiswetten und Gratisguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS) – im Jahr 2025 wurden 24 Zustimmungen für Loterie Romande und 8 für Swisslos erteilt. Boni und ihre Bedingungen kommen ausschliesslich aus den Geschäftsbedingungen der Veranstalterinnen.

Was nicht beworben werden darf, sind ausländische Anbieter. Wer im Internet eine Werbung für Pribet, X3Bet oder eines der anderen ausländischen Angebote sieht, sieht eine Werbung, die in der Schweiz verboten ist. Das gilt auch dann, wenn die Werbung auf einer Plattform erscheint, die in der Schweiz nicht verboten ist – die Werbung selbst ist es.

Spielerschutz – die Seite, die der Markt dem Spielenden mitgibt

Spielerschutz ist hier keine Floskel. Er ist die Bedingung dafür, dass der Markt überhaupt existiert. Wer bei Swisslos oder Loterie Romande spielt, ist in ein System eingebunden, das ihn nicht nur verwaltet, sondern auch bremst, wenn er es braucht.

Verlustlimiten und Einzahlungslimits

Vor der ersten Sporttip-Teilnahme setzt der Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage. Die Obergrenze liegt bei 9’999 Franken pro Zeitraum, für unter 21-Jährige bei 1’000 Franken. Senkungen wirken sofort, Erhöhungen erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage möglich. Das klingt technisch, ist aber die zentrale Grösse: Wer hier zu hoch geht, hat nicht zu hoch gewettet, sondern zu hoch riskiert. Die Limite ist das, was die Differenz macht zwischen einer Nacht und einem Monat.

Für den Spielenden bedeutet das: Setze die Limite so, dass du sie nicht überschreitest. Wenn du merkst, dass du die Senkung brauchst, senke sie, sie wirkt sofort. Wenn du merkst, dass du sie erhöhen willst, warte 72 Stunden – die 72 Stunden sind dafür da, dich zu fragen, ob du es wirklich willst.

Selbstsperre und Pause

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie in Liechtenstein. Die Spielsperre nach Bundesgesetz (Art. 80-82 BGS) erfasst überschuldete oder spielsüchtige Personen sowie Selbstsperrungen, eingetragen in ein gemeinsames Register gesperrter Personen. Eine freiwillige Sperre kann erst nach drei Monaten gelöst werden (Art. 84 VGS), mit Einbezug einer Fachstelle (Art. 81 BGS). Eine selbstgewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden (Art. 89 VGS). Gesperrte oder minderjährige Personen haben keinen Anspruch auf Einsätze und Gewinne (Art. 45 BGS).

Wer sich sperren lässt, sperrt sich nicht für ein Spiel, sondern für eine Lebensphase. Die Spielsperre gilt schweizweit, nicht nur beim Veranstalter, bei dem sie eingetragen wurde. Das ist die Stärke des Registers, und der Grund, warum es funktioniert: Man kann sich nicht selbst entsperren, indem man die Seite wechselt.

Testkäufe der Gespa

Die Gespa testet den Verkauf von Sportwetten an Minderjährige. Im Jahr 2025 wurde an Verkaufsstellen in 47,5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Das ist kein Argument gegen Schweizer Wetten, es ist ein Argument dafür, die Online-Registrierung dem Verkauf an der Theke vorzuziehen. Online wird das Alter anhand des Ausweises geprüft. An der Verkaufsstelle reicht der Augenschein – und der Augenschein irrt in 47 % der Fälle. Wer in der Schweiz wettet und das Alter seines Gegenübers prüfen lassen will, nimmt das Online-Konto.

Prognose, Form, Torhüter – und warum kein Tipp sicher ist

Eishockey ist nicht Fussball. Die Tore sind seltener, die Spielstände knapper, die Auswirkungen eines Torwarts sind grösser als die eines einzelnen Feldspielers. Wer eine Wette auf die NHL setzt, braucht drei Datenpunkte: die Form der Mannschaft, den Torhüter, die Statistik. Fehlt einer, fehlt das Bild.

Form lesen lässt die Favoriten vom Heimpublikum unterscheiden

Die Form einer Mannschaft ist die Summe der letzten Spiele. Fünf Siege in Folge heisst nicht, dass das sechste gewonnen wird, aber die Wahrscheinlichkeit steigt. Im Eishockey sind Serien kürzer als im Fussball, weil die Spiele dichter beieinander liegen und die Auswirkung eines einzigen Spiels grösser ist. Eine Mannschaft mit Heimvorteil und guter Form ist eine andere Wette als eine auswärts schwache Mannschaft mit Verletzungen. Beides lässt sich aus den letzten zehn Spielen ablesen, beide Zahlen stehen in jedem NHL-Statistikportal.

Der Torhüter ist die Variable

Im Fussball kann eine Mannschaft einen schlechten Tag haben und trotzdem 1:0 gewinnen, wenn der Torhüter hält. Im Eishockey ist die Save-Quote des Torhüters der dominante Einzelfaktor. Eine Mannschaft mit einem Torhüter, der 92 % der Schüsse hält, gewinnt andere Spiele als dieselbe Mannschaft mit einem Torhüter bei 88 %. Das ist nicht Anekdote, das ist Statistik. Wer auf die NHL wettet und die Torhüter nicht prüft, prüft die halbe Miete.

Der zweite Faktor ist die Special Teams. Powerplay-Quote und Penalty Killing sind im Eishockey entscheidend. Eine Mannschaft mit 25 % Powerplay-Quote und 85 % Penalty Killing hat andere Siegeschancen als eine Mannschaft mit 18 % Powerplay und 78 % Penalty Killing. Beide Zahlen schwanken über die Saison, beide Zahlen stehen in jedem Statistikportal.

Statistik lesen als Tiefenmessung

Statistiken im Eishockey sind dichter als in den meisten anderen Sportarten. xG, also die erwarteten Tore, sind im Eishockey weniger verbreitet als im Fussball, aber Corsi und Fenwick, also die Schuss- und Schussversuchs­statistiken, sind Standard. Eine Mannschaft mit hohem Corsi und niedriger Save-Quote verliert Spiele, die sie nach Schussstatistik gewinnen sollte – und umgekehrt. Wer sich auf Corsi und Fenwick einlässt, liest die Mannschaft in einem anderen Licht.

Wer all das liest, hat eine Vorstellung. Er hat keine Wette. Die Vorstellung wird zu einer Wette, wenn die Quote höher ist als die Wahrscheinlichkeit. Genau das ist ein Value-Bet.

Was ein Value-Bet ist – und warum er trotzdem nicht sicher ist

Ein Value-Bet ist eine Wette, deren Quote die implizite Wahrscheinlichkeit übersteigt. Beispiel: Der Sporttip sagt Quote 2.50 für Sieg Mannschaft A, die faire Wahrscheinlichkeit liegt bei 45 %, die implizite Quote wäre 2.22. Die Differenz ist Value. Wer auf Quote 2.50 setzt, wettet auf einen Ausgang, der fairerweise 2.22 wert wäre – er bekommt 12,5 % mehr.

Was ein Value-Bet nicht ist: sicher. Er ist eine Wette mit positivem Erwartungswert, gemittelt über viele Wetten. Eine einzelne Wette kann immer noch verlieren, und die meisten tun es auch. Wer einen Value-Bet als sicheren Wette sieht, hat ihn falsch verstanden. Die Value kommt aus dem Mittel vieler Wetten, nicht aus einer einzelnen.

Warum das wichtig ist: Eishockey-Wetten haben höhere Margen als Fussball-Wetten, weil das Volumen kleiner ist. Bei kleinerem Volumen ist die Marge höher. Das macht Value-Bet-Suche schwieriger. Wer darauf setzt, dass seine Schätzung der Wahrscheinlichkeit die implizite Wahrscheinlichkeit der Quote übersteigt, braucht einen Vorteil, den die Quote nicht eingepreist hat. Im Eishockey ist dieser Vorteil schwerer zu finden als im Fussball. Wer ihn trotzdem findet, hat einen langfristigen Vorteil von wenigen Prozent. Wer ihn nicht findet, verliert die Marge, die der Veranstalter eingepreist hat.

Wetttypen – was die Schweizer Anbieter im NHL-Programm haben

Der NHL-Markt ist im Wettprogramm von Sporttip und Jouez Sport abgedeckt, soweit die Gespa-Liste ihn freischaltet. Was angeboten wird, sind die Standardmärkte des nordamerikanischen Eishockeys.

Einzelwette und Kombiwette

Die Einzelwette ist die einfache Form: Sieg Mannschaft A zu Quote X, Einsatz CHF Y, fertig. Die Kombiwette multipliziert die Quoten: Drei Spiele, drei Tipps, eine Quote, ein Einsatz. Bei Sporttip verlangt der Kombiboost mindestens vier Voraussagen mit Einzelquote 1.50 und gibt einen Bonus auf den Nettogewinn: 5 % bei vier Voraussagen, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn, 100 % bei fünfzehn. Der Booster ist eine Teilmenge der Kombiwette, mit eigener Bedingung – wer ihn nutzt, baut die Wette nach den Bedingungen des Boosters, nicht nach den Bedingungen der normalen Kombiwette.

Was der Booster kostet, ist die Kontrolle über die Auswahl. Wer den Booster maximieren will, nimmt fünfzehn Spiele mit Quote 1.50. Wer fünfzehn Spiele nimmt, vervielfacht die Wahrscheinlichkeit, dass eine falsch ist. Eine Wette mit fünfzehn Einzelquoten 1.50 hat eine faire Wahrscheinlichkeit von 0,99^15 ≈ 86 %, dass sie falsch ist. Das ist der Preis des Boosters: Mehr Spiele, mehr Verlust­wahrscheinlichkeit pro Wette. Der Boost von 100 % hilft nichts, wenn die Wette verliert.

Handicap und Torsummen

Handicap und Torsummen sind im Eishockey Standard. Ein Handicap -1,5 auf den Favoriten heisst: Der Favorit muss mit zwei Toren Unterschied gewinnen, sonst ist die Wette verloren. Ein Torsumme über 6,5 heisst: Das Spiel muss sieben Tore haben, sonst ist die Wette verloren. Beide Märkte sind Formen, den Favoriten zu entwerten oder das Spiel auf eine höhere Torausbeute zu verschieben.

Wer hier wettet, liest die Torhüterstatistik. Eine Mannschaft mit schwachem Torhüter ist ein anderes Torsumme als eine mit starkem. Beide Wetten sind zulässig nach Gespa-Liste, beide sind im Sporttip-Programm verfügbar.

Langzeitwetten: Meister, MVP, Conn Smythe

Langzeitwetten sind Wetten, die vor dem Saisonstart oder früh in der Saison auf einen Saisonausgang gesetzt werden. Stanley-Cup-Sieger, MVP der Regular Season, Conn Smythe Trophy für den wertvollsten Spieler der Playoffs. Die Quoten sind früh in der Saison am höchsten und sinken mit dem Ausscheiden von Mannschaften, wenn das Wettprogramm die Quote nachführt.

Was hier angeboten wird, ist Saisonausgang, nicht Einzelspiel. Eine Wette auf den Stanley-Cup-Sieger im Oktober hat andere Eigenschaften als eine Wette auf das nächste Spiel. Die Quote ist höher, die Auszahlung seltener, die Volatilität grösser. Wer auf den Stanley-Cup-Sieger wettet, wettet auf eine ganze Saison, nicht auf ein Spiel.

Was nicht angeboten wird

Die Gespa-Liste enthält keine Eckstoss- oder Kartenmärkte – im Eishockey gibt es ohnehin keine. Sie enthält keine E-Sport-Märkte. Sie enthält keine Märkte für Trainings oder Qualifikationsrunden, wenn diese nicht ausdrücklich aufgeführt sind. Was nicht auf der Liste steht, ist im Schweizer Wettprogramm nicht verfügbar. Wer solche Märkte sucht, sucht sie bei einem ausländischen Anbieter und damit ausserhalb des Schweizer Rechts.

Spielplan und Saison – wann was wettbar wird

Die NHL-Saison folgt einem festen Rhythmus. Wer den Spielplan kennt, weiss, wann welche Märkte wettbar werden.

Die Hauptrunde 2025/26

Die Hauptrunde lief vom 7. Oktober 2025 bis zum 16. April 2026, 82 Spiele pro Team bei 32 Teams. Sie ist die Basis für die Playoff-Setzung und für die individuellen Auszeichnungen. Während der Hauptrunde sind die meisten Einzelwetten verfügbar: Sieger, Handicap, Torsummen. Wer auf die Regular Season wettet, wettet auf Spiele zwischen Oktober und April.

Ab der Saison 2026/27 sind 84 Spiele pro Team im Tarifvertrag vorgesehen. Der Wechsel ist kein sportlicher, sondern ein arbeitsrechtlicher. Er verlängert die Hauptrunde um wenige Tage und verändert das Wettprogramm nicht grundsätzlich – die Anzahl der Spiele pro Abend steigt leicht, die Wahrscheinlichkeit, dass ein bestimmtes Spiel angeboten wird, bleibt ähnlich.

Die Playoffs 2026

Die Playoffs 2026 liefen vom 18. April bis zum 14. Juni 2026. Die Carolina Hurricanes gewannen das Finale 4:2 gegen die Vegas Golden Knights. Jordan Staal erhielt die Conn Smythe Trophy. Die Presidents‘ Trophy für die beste Hauptrundenbilanz ging an die Colorado Avalanche mit 121 Punkten.

Während der Playoffs verändert sich das Wettprogramm. Wer in der Regular Season auf Einzelspiele wettet, wechselt auf Serien-Sieger. Wer auf den Stanley-Cup-Sieger wettet, sieht die Quote sich mit jedem ausgeschiedenen Team nach unten bewegen. Eine Wette auf den Conn-Smythe-Gewinner wird erst in den späteren Runden sinnvoll, weil vorher zu wenig Spiele für eine Schätzung vorhanden sind.

Saison 2026/27

Die Saison 2026/27 beginnt im Oktober 2026 und endet im April 2027. Sie ist die nächste Hauptrunde, auf die ein Spieler in der Schweiz jetzt wetten kann. Langzeitwetten auf den Stanley-Cup-Sieger 2027 sind verfügbar, sobald das Wettprogramm sie freischaltet – typischerweise im Frühsommer oder Sommer vor Saisonbeginn. MVP- und Conn-Smythe-Wetten folgen später.

Was sich nicht ändert, ist die Struktur. Hauptrunde, Playoffs, Finale. Wer den Rhythmus versteht, weiss, wann welche Märkte relevant werden.

Quotenboosts, Profite und was sie kosten

Bei Sporttip gibt es zwei Formen von verbesserten Quoten: Quotenboosts und Profitboosts. Beide funktionieren online, beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar, beide sind in Einsatz und Erhöhung limitiert. Bei einem Cash-Out verfällt der Boost.

Quotenboosts

Ein Quotenboost erhöht die Quote einer Prematch-Einzelwette. Er gilt nur online, nur für Prematch, nur für eine einzelne Voraussage. Wer den Boost aktiviert, kann ihn nicht ein zweites Mal nutzen. Wer den Boost nutzt und die Wette gewinnt, bekommt den Gewinn zur erhöhten Quote. Wer die Wette verliert, verliert den Einsatz.

Was ein Quotenboost kostet, ist die Bindung an eine Voraussage. Wer den Boost maximieren will, tippt auf das, wofür er den Boost bekommt, nicht auf das, was er für richtig hält. Wer den Boost ignoriert, wettet zur normalen Quote. Die Wahl zwischen Boost und normaler Quote ist die Wahl zwischen einer höheren Quote auf eine vorgegebene Wette und einer normalen Quote auf eine selbstgewählte Wette.

Profitboosts

Ein Profitboost erhöht den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Wer mit Profitboost wettet, wettet zur normalen Quote und bekommt den Nettogewinn um den Prozentsatz erhöht. Ein Profitboost von 50 % auf eine Wette mit Nettogewinn CHF 20 ergibt einen Nettogewinn von CHF 30.

Was ein Profitboost kostet, ist die Bindung an ein definiertes Ereignis. Wer den Profitboost nutzt, wettet auf das, was der Veranstalter dafür vorsieht, nicht auf das, was er für richtig hält. Bei Cash-Out verfällt der Boost – wer vor dem Ende aussteigt, bekommt den normalen Cash-Out, nicht den erhöhten Gewinn.

Was Boosts NICHT sind

Boosts sind keine Geschenke. Sie sind Werbung. Der Veranstalter erhöht die Quote auf eine bestimmte Wette, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Was er dabei gewinnt, ist das Volumen auf dieser Wette. Was der Spielende gewinnt, ist die erhöhte Quote. Wer die Wette verliert, verliert trotzdem den Einsatz. Wer die Wette gewinnt, gewinnt mehr als zur normalen Quote – aber immer noch gegen die Marge des Veranstalters.

Wer auf Boosts setzt, sollte verstehen, dass sie ein Werbeträger sind, keine Wettstrategie. Sie sind eine Möglichkeit, eine einzelne Wette besser zu stellen. Sie sind keine Möglichkeit, die Marge des Veranstalters zu schlagen.

Steuern und Geld – was die Quote am Ende noch übrig lässt

Wer in der Schweiz auf die NHL wettet, gewinnt – wenn er gewinnt – Geld, das versteuert werden muss oder nicht. Das hängt vom Betrag und vom Kanton ab.

Steuerfreibetrag und Verrechnungssteuer

Gewinne aus Schweizer Grossspielen sind einkommenssteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn. Der Bund setzt die Grenze auf 1’071’000 Franken ab dem 1. Januar 2026 (im Jahr 2025 waren es 1’070’400 Franken). Die kantonale Schwelle ist unterschiedlich, weshalb die Faustregel «je nach Kanton» gilt, nie ein einzelner kantonaler Betrag. Über der Schwelle zieht der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ab, die der Spielende durch Deklaration des Gewinns in der Steuererklärung zurückholen kann. Ein typischer Wettgewinn liegt weit unter der Schwelle: keine Einkommenssteuer, keine Verrechnungssteuer auf dem Gewinn.

Was das bedeutet: Wer CHF 200 auf ein NHL-Spiel gewinnt, zahlt darauf keine Steuern. Wer CHF 2 Mio. gewinnt, zahlt 35 % Verrechnungssteuer, die er zurückholen kann.

Ausländische Gewinne

Gewinne von ausländischen Anbietern unterliegen keiner Verrechnungssteuer. Die kantonale Steuerpraxis behandelt sie unterschiedlich: Der Kanton Thurgau etwa besteuert Gewinne aus ausländischen Grossspielen vollumfänglich als Einkommen, unabhängig vom Betrag. Andere Kantone handhaben das anders. Die Faustregel lautet: Frage den Steuerberater oder die kantonale Steuerverwaltung, wenn der Gewinn substanziell ist.

Keine Wettsteuer auf den Einsatz

Die Schweiz kennt keine Wettsteuer auf den Einsatz. Wer CHF 10 auf ein NHL-Siel setzt, zahlt keine Steuer auf den Einsatz. Wer gewinnt, zahlt unter Umständen auf den Gewinn. Wer verliert, hat verloren.

Praktischer Ablauf – wie eine Wette bei Sporttip zustande kommt

Wer bei Sporttip eine Wette setzt, geht einen festen Weg. Wer den Weg kennt, weiss, wo er stolpert.

Registrierung und Konto

Die Online-Registrierung braucht mindestens 18 Jahre, Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet und keine bestehende Spielsperre. Jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Wer eine andere Adresse hat als im Vertragsgebiet, wird abgelehnt. Wer eine Spielsperre hat, wird abgelehnt. Wer minderjährig ist, wird abgelehnt.

Verlustlimiten setzen

Vor der ersten Wette müssen Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden. Die Obergrenze liegt bei 9’999 Franken pro Zeitraum (1’000 Franken für unter 21-Jährige). Senkungen wirken sofort, Erhöhungen erst nach 72 Stunden. Eine zusätzliche Einzahlungslimite für 30 Tage ist möglich. Wer die Limite nicht setzt, kann nicht spielen.

Wette auswählen und platzieren

Das Wettprogramm zeigt die verfügbaren Märkte: NHL-Spiele der nächsten Tage, Handicap, Torsummen, Sieger, Langzeitwetten auf den Stanley-Cup-Sieger. Wer eine Wette auswählt, gibt den Einsatz ein (Mindesteinsatz CHF 1, Höchsteinsatz CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombiwette, CHF 10’000 pro Systemwette). Die Quote wird mit dem Einsatz multipliziert und ergibt den Bruttogewinn. Wer die Wette bestätigt, hat sie platziert. Eine Annahme über der Limite wird nicht ausgeführt.

Cash-Out und Auszahlung

Wer vor dem Ende aussteigen will, kann Cash-Out nutzen – vollständig, online, nur für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche Wettgewinn, hängt vom Spielstand ab und kann jederzeit geändert werden. Eine Garantie, dass Cash-Out verfügbar ist, gibt es nicht. Wer das Geld auszahlt, lässt es sich auf ein Zahlungskonto im eigenen Namen überweisen. Anonyme Auszahlungen oder Krypto-Auszahlungen sind in der Schweiz nicht zulässig für bewilligte Veranstalterinnen.

Häufige Fragen zu NHL Wetten in der Schweiz

Ist es erlaubt, in der Schweiz auf NHL-Spiele und den Stanley Cup zu wetten?

Ja, aber nur bei den zwei im Abschnitt «Die zehn Anbieter im Vergleich» genannten Veranstalterinnen, also Swisslos (Sporttip) und Loterie Romande (Jouez Sport). Beide besitzen die Schweizer Grossspiel-Bewilligung und führen NHL-Wetten im Rahmen der Gespa-Liste. Ausländische Anbieter wie Pribet oder X3Bet haben in der Schweiz keine Wirkung und können auf der Gespa-Sperrliste landen.

Wie prüfe ich, ob ein Eishockey-Event aus Nordamerika auf der Gespa-Liste steht?

Die Gespa-Liste wird auf der Webseite der Gespa veröffentlicht und laufend aktualisiert. Die aktuelle Version datiert auf den 10. September 2026. Wer prüfen will, ob ein bestimmtes Spiel oder ein bestimmter Wetttyp zugelassen ist, liest die Liste. Ist ein Spiel nicht aufgeführt, wird es im bewilligten Wettprogramm nicht angeboten.

Wie berechnet sich der Gewinn einer Wette, und was ist die Marge?

Der Gewinn ist Einsatz mal Quote, bei Kombiwetten mal Gesamtquote. Bei Sporttip wird der Betrag auf zwei Dezimalstellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Die Marge ist das, was der Veranstalter im Durchschnitt behält: 100 % minus die Auszahlungsquote. In einem fairen Markt mit zwei Quoten 1.90 ergibt das 95 % Auszahlungsquote und 5 % Marge – der Preis der Wette.

Was ist ein Value-Bet, und warum bleibt jede NHL-Prognose eine Schätzung?

Ein Value-Bet ist eine Wette, deren Quote die implizite Wahrscheinlichkeit übersteigt. Er ist eine Wette mit positivem Erwartungswert, gemittelt über viele Wetten. Eine einzelne Wette kann trotzdem verlieren, und im Eishockey ist die Suche nach Value schwieriger als im Fussball, weil die Margen der Veranstalter höher sind. Jede Prognose ist eine Schätzung, kein Tipp – kein Ausgang ist sicher, und kein System gewinnt garantiert.

Was zählt bei Eishockeywetten als reguläre Spielzeit, und wie werden Verlängerung und Penaltyschiessen behandelt?

Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Wer auf den Sieger nach regulärer Spielzeit wettet, wettet nicht auf das Penaltyschiessen. Wer auf das Penaltyschiessen wettet, wettet auf das Penaltyschiessen. Die Regeln stehen in den Sporttip-Spielregeln und Teilnahmebedingungen.

Welche Verlustlimiten gelten, und wann kann eine freiwillige Spielsperre aufgehoben werden?

Vor der ersten Wette setzt er Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage, mit Obergrenze 9’999 Franken pro Zeitraum (1’000 Franken unter 21 Jahren). Senkungen wirken sofort, Erhöhungen erst nach 72 Stunden. Eine freiwillige Spielsperre kann erst nach drei Monaten aufgehoben werden, mit Einbezug einer Fachstelle. Eine Spielsperre gilt schweizweit und für Casinos sowie in Liechtenstein.

Inhalt erstellt vom Team «gratiswetteinfo»