Online Snooker Wetten Schweiz 2026: Was bleibt von Quote und Bonus übrig?
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Snooker lässt sich in der Schweiz nur bei zwei Veranstaltern wetten: bei Swisslos unter dem Namen Sporttip und bei der Loterie Romande unter dem Namen Jouez Sport. Diese beiden Namen sind die ganze Liste der bewilligten Anbieter. Alles andere – BillyBets, 1Bet, BetPanda, Boomerang Bet, Playzilla, BetAlright, BetFury, FortuneJack – läuft ohne Schweizer Bewilligung und steht unter dem Schutz der Gespa-Sperrliste keinen Deut besser da als ein beliebiges Casino ohne Konzession. Wer hier wettet, tut das auf eigenes Risiko, ohne Schweizer Spielsperre, ohne Schweizer Auszahlungsregeln und mit steuerlichen Folgen, die je nach Kanton anders aussehen.
Stand: Oktober 19, 2026 | Geprüft gegen die Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten und Wettarten (Version 10.09.2026) und gegen die Spielregeln Sporttip Version 4.2.
Verlustlimit, Pause, Sperre: der Schweizer Schutzrahmen, bevor der erste Frame läuft
In der Schweiz beginnt Spielerschutz vor dem Spiel. Wer bei Sporttip online mitmachen will, setzt vor der ersten Wette drei Verlustlimiten selbst: für einen Tag, für sieben Tage und für dreissig Tage. Die Tagesobergrenze liegt bei CHF 9’999; für unter 21-Jährige gilt eine separate Limite von CHF 1’000. Senken geht sofort. Erhöhen erst nach 72 Stunden. Eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage lässt sich zusätzlich setzen, und wer ein noch engeres Korsett braucht, kann den Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren – ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Online-Casinos sowie für das Fürstentum Liechtenstein.

Diese Limiten sind nicht staatlich festgelegt. Das Geldspielgesetz verlangt vom Veranstalter, dass überhaupt ein Maximum existiert; die Höhe bestimmt jede Spielende selbst. Wer das Limit zu hoch ansetzt, hat die Marge des Buchmachers und die Geschwindigkeit, mit der ein Live-Markt zuschlägt, gegen sich – nicht die Aufsicht. Das ist der Punkt, an dem Spielerschutz kein Werbegreif am Rand des Wettscheins ist, sondern Zahlarbeit vor dem Klick.
Eine Pause ist etwas anderes als eine Sperre. Die Spielsperre richtet sich an Personen, die überschuldet oder spielsüchtig sind, oder an Spielsperren, die eine Person selbst wählt. Wer selbst eine Spielsperre beantragt, kann sie frühestens nach drei Monaten wieder aufheben lassen, und es ist eine Fachstelle involviert. Eine selbstgewählte Pause bis sechs Monate muss jeder Veranstalter anbieten – sie ist eine Atempause, kein Ausschluss. Was ausgeschlossen oder minderjährig ist, hat keinen Anspruch auf Einsatz oder Gewinn. Das ist die Konsequenz, die das Gesetz an den Schutzrahmen hängt: er kostet im Ernstfall Geld.
Die Gespa hat 2025 an Verkaufsstellen 200 Testkäufe mit Minderjährigen durchgeführt. In 47.5 % der Fälle wurde die Wette verkauft. Wer aus diesem Test schliesst, der stationäre Schutz funktioniere, liest die Zahl falsch herum. Wer aus dem Test schliesst, der Online-Schutz sei nachlässig, hat den Test nicht gelesen – er fand an Verkaufsstellen statt, nicht in der App. Die Online-Identitätsprüfung bei Swisslos liest die Daten aus dem hochgeladenen Ausweis und gleicht sie mit Adressdatenbanken ab. Eine Spielende darf sich nur einmal registrieren, das Konto läuft auf den eigenen Namen, und die Auszahlung geht zwingend auf ein Konto im eigenen Namen – anonym oder in Krypto gibt es bei bewilligten Anbietern nicht. Diese Architektur ist der Grund, warum sich Snooker in der Schweiz überhaupt reguliert wetten lässt.
Wettarten, Quoten, Marge: was eine Snooker-Wette tatsächlich kostet
Snooker ist ein Frame-für-Frame-Spiel, und der Wettmarkt spiegelt das. Drei Wettarten tragen den Kalender: Matchsieger, Frame-Sieger und Turniersieg. Beim Matchsieger steht der Ausgang der Partie, beim Frame-Sieger ein einzelner Frame innerhalb der Partie, beim Turniersieg die Frage, wer ein mehrtägiges Event gewinnt. Dazu kommen Spezialmärkte: höchstes Break, Century Count in einer Partie, Entscheidung im Decider. Das sind keine Snookerspezialitäten, sondern das, was jeder grosse Buchmacher auf einem Event dieser Klasse anbietet – nur eben hierzulande durch zwei Veranstalter, nicht durch zwanzig.

Die Quote entsteht im Markt, nicht auf dem Tisch. Für einen Zweiermarkt – Spieler A gewinnt den Frame, Spieler B gewinnt den Frame – setzt der Veranstalter zwei Preise. Nehmen wir ein anschauliches Beispiel mit zwei Wegen à Quote 1.90, nicht als tatsächlich beobachteten Preis: 1 ÷ (1 ÷ 1.90 + 1 ÷ 1.90) = 1 ÷ (0.5263 + 0.5263) = 1 ÷ 1.0526 = 0.9500. Die Auszahlungsquote beträgt in diesem Beispiel 95 %, die Marge 1 %. Bei zwei Wegen à 1.90 bleibt ein Band von rund 5 % Marge übrig. Bei Märkten mit drei Wegen – Frame-Sieger in einer Partie mit drei Spielern – steigt die Marge schnell, weil die Auszahlungsquote über drei Kehrwerte berechnet wird und ein zusätzlicher Weg die Summe der Wahrscheinlichkeiten über 1 treibt. Faustregel: je mehr Wege ein Markt hat, desto mehr hält der Veranstalter von jeder gesetzten Einheit zurück. Das ist der Preis, den eine Wette auch dann kostet, wenn die Quote «gut» aussieht.
Was kostet eine Wette konkret? Der Gewinn berechnet sich aus Einsatz mal Quote. Bei einer Einzelwette von CHF 10 auf Quote 2.10 sind das CHF 19.80, bei Quote 1.50 sind es CHF 15. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Einzelquoten zur Gesamtquote. Wer drei Voraussagen mit den Quoten 1.80, 2.20 und 1.95 kombiniert, spielt auf eine Gesamtquote von 1.80 × 2.20 × 1.95 = 7’722, und aus CHF 5 Einsatz wird im Erfolgsfall ein Gewinn von CHF 5 × 7’722 = CHF 38.61. Das ist die brutto-mechanische Seite; was netto übrig bleibt, ist die Marge jedes einzelnen Marktes, multipliziert über alle Beine der Kombination.
Bei Sporttip wird der Gewinn zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Aus CHF 38.61 wird so CHF 38.60. Das sind keine Marketingrappen – das ist der Unterschied zwischen «CHF 38.61» auf dem Wettschein und dem, was tatsächlich ausgezahlt wird. Wer Kombinationen spielt, kennt diese Abrundung; wer Einzelwetten spielt, sieht sie selten.
Quotenboosts und Kombiboost: was die Marketingversprechen wert sind
Bei Sporttip gibt es zwei Arten von Quotenboosts. Der Quotenboost gilt nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, der Profitboost erhöht den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Das ist die Architektur hinter jedem «Boosted Odds»-Banner: einmal nutzbar, an einen Markt gebunden, beim vorzeitigen Ausstoss weg. Wer den Boost nimmt und dann den Cash-Out drückt, hat den Boost verschenkt.
Der Kombiboost verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Mindestquote von 1.50 pro Bein. Der Bonus auf den Nettogewinn staffelt sich: 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn, 100 % bei fünfzehn Voraussagen. Auch hier sind Grenzen gesetzt, und der Bonus gilt nur online (Prematch, Live, Systemwetten). 100 % auf den Nettogewinn bei fünfzehn Beinen klingt gross. Bei fünfzehn Beinen à Mindestquote 1.50 liegt die Gesamtquote bei 1.50^15 ≈ 437.80, und der Nettogewinn eines CHF 5-Einsatzes wäre CHF 5 × (437.80 − 1) = CHF 2’184 – klingt nach einem Jackpot, ist aber die Auszahlung bei fünfzehn richtigen Tipps, von denen jeder einzelne bereits eine Marge des Veranstalters enthält. Ein 100-%-Boost auf einen Gewinn, der fünfzehn mal Marge kassiert hat, ist mathematisch kleiner, als die Werbung vermuten lässt. Das ist der Moment, in dem ein «Boost» ein Marketingwort ist, kein Geschenk.
Livewetten auf Frames: Geschwindigkeit, Latenz, Quote 1.00
Bei Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis tatsächlich live übertragen wird. Das ist eine kühle regulatorische Aussage: wer wettet, tut das auch dann, wenn die Übertragung im Player nicht läuft. Wer nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs wettet, spielt mit Q 1.00 – die Wette wird angenommen, der Einsatz zurückgegeben, der Gewinn ist null. Bei spielentscheidenden Situationen – im Fussball Elfmeter, Rote Karte, VAR-Entscheid – kann Swisslos Wetten mit Q 1.00 werten. Im Snooker ist «spielentscheidend» eine eigene Kategorie: ein Frame-Ball auf Schwarz, eine Re-spotted Black, ein Snooker am Frame-Ball. Wer in dieser Mikrosekunde klickt, kann mit Q 1.00 enden, auch wenn der Wettausgang formal noch offen war.
Cash-Out ist bei Sporttip für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten verfügbar, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiger Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführter Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und es besteht keine Garantie, dass Cash-Out für jeden Markt verfügbar ist. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Wer Cash-Out drückt, akzeptiert einen Preis, den der Veranstalter in diesem Moment setzt – nicht den, den er später setzen würde.
Spielplan der Saison: Triple Crown, Sheffield, 144 Spieler, Best of 35
Snooker wird von der World Professional Billiards & Snooker Association (WPBSA) verwaltet, gegründet 1968; ihre kommerzielle Tochter ist die World Snooker Tour. Zur Triple Crown zählen drei Turniere: die Snookerweltmeisterschaft, die UK Championship und das Masters. Diese drei Namen sind das, was der Wettmarkt gemeinhin als «die grossen Drei» führt; alles andere ist Formrennen, gespielt um Preisgeld und Weltranglistenpunkte, aber nicht um den Hauch von Legende, der über Sheffield im April hängt.
Die Endrunde der Snookerweltmeisterschaft findet seit 1977 Ende April über 17 Tage im Crucible Theatre in Sheffield statt; die Austragung dort ist vertraglich bis 2045 gesichert. An der Endrunde nehmen 32 Spieler teil; inklusive Qualifikation sind es 144. Das Finale wird im Modus Best of 35 Frames gespielt – wer 18 Frames gewinnt, hat das Turnier. Frühe Runden gehen über Best of 15 oder Best of 11, je nach Runde; das ist die Mechanik, die einen Snookermarkt zu einem anderen Spiel macht als Fussball: hier zählt der Frame, nicht die Halbzeit.
Das Spiel selbst zählt 22 Kugeln: der weisse Spielball, 15 rote und je eine gelbe, grüne, braune, blaue, pinke und schwarze Kugel. Rot zählt 1 Punkt, Gelb 2, Grün 3, Braun 4, Blau 5, Pink 6 und Schwarz 7. Das maximale Break – alle 15 Rot mit Schwarz, dann alle Farben in Reihenfolge – beträgt 147 Punkte. Bei Punktegleichstand am Ende eines Frames wird die schwarze Kugel erneut aufgelegt («Re-spotted black»); der nächste Punktgewinn entscheidet den Frame. Das ist die Mikrodramatik, die einen Snooker-Frame zu einem Markt macht, der sich nicht in Halbzeiten und Eckbälle pressen lässt: hier ist ein Ball der Decider.
Profiturniere werden im Best-of-Modus über mehrere Frames gespielt; die Tische sind professionell 12-Fuss-Tische mit einem Aussenmass von etwa 366 × 183 cm. Wer auf einen Frame-Sieger wettet, wettet auf ein einzelnes Spiel innerhalb eines Bo5, Bo11 oder Bo35 – das ist eine andere Risikoeinheit als die Partie selbst. Wer auf den Matchsieger wettet, wettet auf 18 Frames Vorsprung in Sheffield, auf 6 Frames Vorsprung in einem Halbfinale, auf 4 Frames Vorsprung in einem Viertelfinale. Das sind keine Schnitte aus dem Fussball-Template; das sind eigene Risikoprofile, und das Wettprogramm eines Veranstalters, der diese Risiken ernst nimmt, unterscheidet sich von dem eines Veranstalters, der Snooker als Beimarkt führt.
Was darf gewettet werden – und was nicht
Die Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten und Wettarten (Version 10.09.2026) ist die einzige Grundlage dessen, was bei Sporttip und Jouez Sport überhaupt im Programm steht. Die Liste ist geschlossen: nicht aufgeführte Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten sind nicht zugelassen. Qualifikationsrunden nur, wenn sie gelistet sind; Frauenwettbewerbe nur, wenn sie gelistet sind; Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podium entscheidet. Trainingsläufe sind nie wettobjekte. Die Liste zeigt keine Ecken– oder Kartenmärkte; eine Esports-Sektion existiert nicht. Veranstaltungen mit überwiegend Minderjährigen sind ausgeschlossen.
Snooker ist auf der Liste. Was genau auf der Liste steht, ist die Frage, die jeder Wettende vor dem Klick beantworten sollte – nicht weil der Buchmacher es verschweigt, sondern weil sich die Liste ändert und was im April wettobjekt war, im Juli nicht mehr sein muss. Wer auf einen Markt wettet, der in dieser Woche aus dem Programm fällt, wettet ins Leere. Die Verlustlimite, die vor der ersten Wette selbst gesetzt wird, gilt auch für diesen Fall.
Snooker-Wettanbieter Schweiz: das Ranking der zehn genannten Plattformen
Was hierzulande zur Verfügung steht, sind zwei bewilligte Veranstalter mit ihren Produkten Sporttip und Jouez Sport. Acht weitere Plattformen – BillyBets, 1Bet, BetPanda, Boomerang Bet, Playzilla, BetAlright, BetFury, FortuneJack – sind ohne Schweizer Bewilligung. Sie sind im Ranking aufgeführt, weil Schweizer Spielende auf sie stossen; sie sind markiert, weil die Bewilligung in der Schweiz nur durch zwei Veranstalter wahrgenommen werden kann.
Das Ranking sortiert nach vier Kriterien: Wettangebot im Snooker (Breite und Tiefe), Quotenniveau (Auszahlungsquote und Marge), Limiten (Einsatzspanne und Höchsteinsatz pro Wettschein), Auszahlung (Zahlungsweg, Geschwindigkeit, Verlässlichkeit auf ein Konto im eigenen Namen). Was ein Anbieter im Snooker zeigt, was er quotenwill. Was er an Einsatz annimmt, was er auszahlt. Vier Spalten, vier Kriterien, zehn Zeilen – und zwei Zeilen davon haben in der ersten Spalte schlicht den Vermerk, dass es sie als bewilligte Veranstalter gibt, und in den drei übrigen Spalten die Werte, die ihre eigenen Regeln setzen.
| Anbieter | Snooker im Programm | Quotenniveau | Limiten und Auszahlung |
|---|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Snookerwetten über das Wettprogramm von Sporttip; Tiefe abhängig von der Gespa-Liste | Quotierung durch Swisslos, kein direkter Margenvergleich möglich | Mindesteinsatz CHF 1, Höchsteinsatz Einzel-/Kombiwette CHF 1’000, Systemwette CHF 10’000; Auszahlung auf Konto im eigenen Namen |
| Loterie Romande Jouez Sport | Snookerwetten über das Wettprogramm von Jouez Sport; Tiefe abhängig von der Gespa-Liste | Quotierung durch Loterie Romande, kein direkter Margenvergleich möglich | Auszahlung auf Konto im eigenen Namen; Limiten gemäss Spielregeln Jouez Sport |
| BillyBets | Snooker-Programm im Wettprogramm des Anbieters | Details in den AGB des Anbieters | Keine Schweizer Bewilligung; Auszahlung nicht an Schweizer Spielsperre oder Verlustlimite gebunden |
| 1Bet | Snooker-Programm im Wettprogramm des Anbieters | Details in den AGB des Anbieters | Keine Schweizer Bewilligung; Auszahlung nicht an Schweizer Spielsperre oder Verlustlimite gebunden |
| BetPanda | Snooker-Programm im Wettprogramm des Anbieters | Details in den AGB des Anbieters | Keine Schweizer Bewilligung; Auszahlung nicht an Schweizer Spielsperre oder Verlustlimite gebunden |
| Boomerang Bet | Snooker-Programm im Wettprogramm des Anbieters | Details in den AGB des Anbieters | Keine Schweizer Bewilligung; Auszahlung nicht an Schweizer Spielsperre oder Verlustlimite gebunden |
| Playzilla | Snooker-Programm im Wettprogramm des Anbieters | Details in den AGB des Anbieters | Keine Schweizer Bewilligung; Auszahlung nicht an Schweizer Spielsperre oder Verlustlimite gebunden |
| BetAlright | Snooker-Programm im Wettprogramm des Anbieters | Details in den AGB des Anbieters | Keine Schweizer Bewilligung; Auszahlung nicht an Schweizer Spielsperre oder Verlustlimite gebunden |
| BetFury | Snooker-Programm im Wettprogramm des Anbieters | Details in den AGB des Anbieters | Keine Schweizer Bewilligung; Auszahlung nicht an Schweizer Spielsperre oder Verlustlimite gebunden |
| FortuneJack | Snooker-Programm im Wettprogramm des Anbieters | Details in den AGB des Anbieters | Keine Schweizer Bewilligung; Auszahlung nicht an Schweizer Spielsperre oder Verlustlimite gebunden |
Das Snooker-Angebot der beiden bewilligten Veranstalter Sporttip und Jouez Sport orientiert sich an der Gespa-Liste der zugelassenen Wettarten. Bei Anbietern ohne Schweizer Bewilligung sollten Spielende das Programm und die Konditionen immer direkt auf der Webseite des jeweiligen Anbieters prüfen.
Swisslos Sporttip
Swisslos (SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel) veranstaltet Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020); die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Sporttip wird im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt – das ist das Swisslos-Vertragsgebiet. Wer dort Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt hat und mindestens 18 Jahre alt ist, kann online ein Konto eröffnen.
Die Sportwetten haben 2025 CHF 109 Mio. zum Reingewinn von Swisslos beigetragen (2024: CHF 122 Mio.); der Reingewinn von CHF 562 Mio. ging zu CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und zu CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz. Das ist das Geld, das im System bleibt – nicht der Bruttospielertrag, sondern der Erlös nach Auszahlung der Gewinne. Es zeigt, dass Sporttip ein Margengeschäft ist, kein Tippgeschäft. Die Marge ist das, wovon das System lebt.
Für die Wettenden heisst das: Quotenboosts sind Marketing, Kombiboost ist Mechanik, Cash-Out ist eine Option, die der Veranstalter jederzeit zurückziehen kann. Die Limits sind eng: CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombiwette, CHF 10’000 pro Systemwette. Das ist kein Hochrollermarkt; das ist ein Markt für Spielende, die ihre Verlustlimite selbst gesetzt haben und sie auch einhalten.
Urteil: Der einzige Anbieter im deutschsprachigen Vertragsgebiet, bei dem die Schweizer Spielsperre, die Verlustlimite und die Auszahlung auf ein Konto im eigenen Namen zusammenkommen. Wer in den Kantonen AG bis ZH plus Tessin wohnt und Snooker wetten will, hat hier keine echte Alternative.
Loterie Romande Jouez Sport
Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone FR, GE, JU, NE, VD und VS; Sitz Lausanne, Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne, mit 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitenden. Wer in einem dieser Kantone wohnt und mindestens 18 Jahre alt ist, kann online ein Konto eröffnen.
Die Logik hinter Jouez Sport ist dieselbe wie hinter Sporttip: ein bewilligter Veranstalter, ein Produktname, ein Vertragsgebiet, eine geschlossene Liste von Sportarten und Wettarten, eigene Spielregeln, eigene Limits. Was den Markt angeht, ist es ein zweiter Veranstalter, kein zweiter Wettbewerber; die Gespa-Liste ist für beide dieselbe, die Auszahlungsquote und die Marge werden von jedem Veranstalter selbst gesetzt.
Für die Wettenden heisst das: dieselbe Architektur, andere Westschweizer Konditionen. Wer in Genf wohnt und Snooker wetten will, hat hier seine einzige bewilligte Adresse. Die Sprache der Seite, der Helpdesk, der Spielregeln ist Französisch; das Spiel selbst und das Wettprogramm sind es nicht.
Urteil: Wer in der Romandie wohnt, hat in Jouez Sport die einzige bewilligte Adresse für Snooker-Wetten. Die Struktur ist mit der Deutschschweiz identisch, die Bedienung francophone, das Schutzregime dasselbe.
BillyBets, 1Bet, BetPanda, Boomerang Bet, Playzilla, BetAlright, BetFury, FortuneJack
Alle acht Marken laufen ohne Schweizer Bewilligung. Eine ausländische Bewilligung – Curaçao, Malta, Deutschland, gleich wo – hat in der Schweiz keine Kraft (Art. 4 BGS). Sie sind nicht an das Schweizer Spielsperrenregister angeschlossen, kennen keine Schweizer Spielsperre, keine Schweizer Verlustlimite, keine Schweizer Auszahlungsregeln. Ihre Domains können auf der Gespa-Sperrliste stehen – per DNS-Sperre durch die Schweizer Telekomprovider. Ende 2025 waren 671 Domains auf der Liste; die Gespa ersetzt blockierte Domains innerhalb von Stunden («Domain-Hopping»).
Wetten bei diesen Anbietern sind in der Schweiz nicht verboten – der Spielende wird nicht bestraft. Aber: kein Schweizer Schutz, keine Schweizer Aufsicht, im Konfliktfall kein Schweizer Rekursweg. Und steuerlich: Gewinne aus ausländischen Grossspielen werden in einigen Kantonen voll als Einkommen besteuert – Thurgau ist die explizit genannte Praxis, andere Kantone können ähnlich verfahren. «Je nach Kanton» ist die ehrliche Antwort, nicht eine pauschale Entwarnung.
Diese acht Marken sind hier aufgeführt, weil Schweizer Spielende auf sie stossen, nicht weil sie eine Alternative zu Sporttip oder Jouez Sport wären. Sie sind das, was passiert, wenn jemand die Schweizer Seite verlässt: kein Spielsperre-Kasten, keine Verlustlimite, kein Schweizer Konsumentenschutz. Was ein Anbieter im Snooker zeigt und zu welchen Konditionen, ist Sache des Anbieters – nicht des Schweizer Rechts.
Urteil: Acht Marken, eine rechtliche Lage. Sie sind keine Alternative zu den beiden bewilligten Veranstaltern; sie sind ein anderes Regime. Wer hier spielt, verlässt das Schweizer Schutzregime und übernimmt die Folgen selbst – steuerlich, im Konfliktfall, bei der Auszahlung.
Snooker in der Schweiz: was erlaubt ist, was nicht, und was das kostet
Online-Sportwetten sind in der Schweiz Grossspiele unter dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft 1. Januar 2019). Die Aufsicht führt die Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht, Bern; Geldspielkonkordat seit 1.1.2021) – nicht die ESBK, die nur Casinos beaufsichtigt. Eine Bewilligung braucht eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung (Art. 21–25 BGS); sie «gilt nur in der Schweiz» (Art. 4 BGS). Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip, Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport.
Ein Online-Konto verlangt Wohnsitz in der Schweiz (Art. 47 Abs. 3 VGS) und in der Praxis im Vertragsgebiet des Veranstalters. Eine Liste weiterer bewilligter Buchmacher gibt es nicht, weil es keine weiteren gibt; die Gespa veröffentlicht nur die Sperrliste der blockierten ausländischen Domains. Die Reinerträge gehen an gemeinnützige Zwecke in den Kantonen (Art. 125 BGS).
Was gewettet werden darf, ist die geschlossene Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten (Version 10.09.2026; Art. 25 BGS, Art. 29 VGS). Wetten auf Wetter, Politik oder TV-Shows sind nicht erlaubt. Live-Wetten sind erlaubt, Prematch und Live, wo der Veranstalter eine entsprechende Bewilligung hat; das BGS kennt keine statutarische Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte. Cash-Out ist nicht reguliert; beschrieben wird es als Feature jedes Veranstalters (Sporttip: Einzel-, Kombi- und Langzeitwetten, nur vollständiger Cash-Out, keine Garantie pro Markt). Virtuelle Sportspiele sind nicht etabliert; über ihre Rechtmässigkeit ist nichts zu sagen. Esports erscheint nicht auf der Gespa-Liste.
Spielerschutz: Sportwetten sind ab 18 (Gespa); Minderjährige sind online nicht zugelassen (Art. 72 BGS). Ein Konto pro Person mit verifizierter Identität (Art. 47–52 VGS). Limiten setzt die Spielende selbst, nicht der Staat; der Veranstalter muss ein oder mehrere Maximalwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste verlangen (Art. 87 VGS). Senken gilt sofort, Erhöhen nach 24 Stunden gesetzlich – Swisslos und Loterie Romande wenden in ihren Bedingungen 72 Stunden an. Eine statutarische fixe Einzahlungsgrenze hat die Schweiz nicht. Spielsperre (Art. 80–82 BGS): Ausschluss überschuldeter oder spielsüchtiger Personen und Selbstsperre, eingetragen in ein gemeinsames Register; eine selbstgewählte Sperre kann frühestens nach drei Monaten aufgehoben werden (Art. 84 VGS), unter Einbezug einer Fachstelle (Art. 81 BGS). Eine selbstgewählte Pause bis sechs Monate muss angeboten werden (Art. 89 VGS). Ausgeschlossene oder minderjährige Spielende haben keinen Anspruch auf Einsatz oder Gewinn (Art. 45 BGS). Die Gespa-Testkäufe 2025 haben an Verkaufsstellen in 47.5 % von 200 Fällen einen Minderjährigen bedient – das ist die Vertrauenslage, mit der der stationäre Schutz steht.
Zahlungen: Gewinne und Saldi werden nur auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers ausgezahlt (Art. 50 Abs. 2 VGS) – anonyme oder Krypto-Auszahlungen gibt es bei bewilligten Schweizer Buchmachern nicht. Keine Kredite an Spielende (Art. 75 Abs. 1 BGS). Welche Zahlungsmarken ein Veranstalter annimmt, ist dessen Sache; gesagt wird nur, was seine Bedingungen sagen. Eine Schweizer Sperre gegen Zahlungen an nicht bewilligte Buchmacher – etwa durch Banken oder Kartenorganisationen – gibt es nicht; nie behaupten, eine solche bestehe.
Steuer: Gewinne aus Schweizer bewilligten Grossspielen (die ESTV nennt Sportwetten) sind einkommensteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn und werden erst darüber besteuert – Bundesschwelle CHF 1’071’000 ab 1.1.2026 (CHF 1’070’400 im Jahr 2025); die kantonale Schwelle unterscheidet sich, also «je nach Kanton», nie eine einzelne kantonale Zahl. Über der Schwelle zieht der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ab, rückforderbar durch Deklaration des Gewinns in der Steuererklärung. Eine typische Wettende gewinnt weit darunter: keine Einkommensteuer, keine Verrechnungssteuer auf den Gewinn. Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen keiner Verrechnungssteuer, aber die kantonale Steuerpraxis behandelt sie – Thurgau ist die genannte Praxis – als voll steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Keine Schweizer Wettsteuer auf den Einsatz – nie behaupten, eine solche bestehe. Generelle Information: «Steuerberater oder kantonale Steuerverwaltung fragen».
Werbung und Boni: Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und nicht Minderjährige oder ausgeschlossene Personen ansprechen (Art. 74 BGS); Werbung für in der Schweiz nicht bewilligte Geldspiele ist verboten (Art. 74 Abs. 3) und wird mit Busse bis CHF 500’000 bestraft (Art. 131 BGS) – beschreiben, nie bewerben. Gratiswetten oder Gratisspielguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS; 2025 hat sie 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos erteilt); Bonushöhen und -bedingungen kommen nur aus den Bedingungen jedes Veranstalters. Keine Werbezeiten-Beschränkung. Nie einen Promo-Code abdrucken.
Offshore: Eine ausländische Bewilligung – Curaçao, Malta, Deutschland, gleich wo – hat in der Schweiz keine Kraft (Art. 4 BGS). Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung zu organisieren ist ein Vergehen – bis 3 Jahre oder Geldstrafe, gewerbsmässig bis 5 Jahre (Art. 130 BGS). Der Spielende wird nicht bestraft (BJ), aber Einsätze und Gewinne können im Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt keinen Schutz und keine Fair-Play-Kontrolle. Sperrung: die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekomprovider per DNS sperren (Art. 86–93 BGS; erste Liste am 3. September 2019, 671 Domains Ende 2025); blockierte Domains werden innert Stunden ersetzt (Domain-Hopping – die Gespa nennt Interwetten und Bet-at-Home als Beispiel und nennt bet365 als auf der Liste). Die ehrliche Fassung: Offshore = keine Schweizer Bewilligung, kein Schweizer Ausschlussregister, kein Schweizer Rekurs, ausländische Gewinne nach kantonalem Steuerrecht steuerbar; bewilligt = voller Schweizer Schutz, aber nur zwei Veranstalter, eine geschlossene Liste von Sportarten und Märkten, Wohnsitz- und Verifikationspflicht. Keines von beidem ist «die sichere Wahl» per Default.
Häufig gestellte Fragen zum Snooker-Wetten in der Schweiz
Wo darf in der Schweiz legal auf Snooker gewettet werden?
Ausschliesslich bei Swisslos unter dem Produktnamen Sporttip für die Deutschschweiz, Tessin und Liechtenstein sowie bei der Loterie Romande unter dem Produktnamen Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone. Beide brauchen eine Veranstalter- und eine Spielbewilligung; Wohnsitz im jeweiligen Vertragsgebiet und Alter ab 18 sind Voraussetzung. Alles andere ist nicht bewilligt.
Ist Snooker auf der Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten und Wettarten aufgeführt?
Ja, Snooker erscheint in der Gespa-Liste (10.09.2026). Welche Wettbewerbe, Runden und Wettarten genau aufgeführt sind, ändert sich mit der Liste – was im April wettobjekt war, kann im Juli aus dem Programm fallen. Die Gespa-Liste ist die einzige Grundlage; die Wettprogramme von Sporttip und Jouez Sport setzen sie um, ohne sie zu erweitern.
Wie gross ist die Marge in Snooker-Quoten, und wie wirkt sie sich auf die Auszahlung aus?
Die Marge ist der Anteil, den der Veranstalter von jedem gesetzten Franken einbehält; die Auszahlungsquote ist 100 % minus Marge. Bei einem anschaulichen Zweiermarkt à 1.90 / 1.90 ergibt sich eine Auszahlungsquote von rund 95 % und damit eine Marge von rund 5 %. Bei Märkten mit drei Wegen steigt die Marge. Über alle Wetten gerechnet kostet die Marge auch dann, wenn die einzelne Quote «gut» aussieht.
Wie wird der Gewinn bei einer Wette auf einen Frame- oder Matchsieger berechnet?
Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal Gesamtquote (Produkt der Einzelquoten). Bei Sporttip wird der Gewinn zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Aus CHF 5 Einsatz und Gesamtquote 7’722 werden so CHF 38.60 ausgezahlt; eine Selbstverständlichkeit der Kasse, kein Marketing-Trick.
Wie werden Livewetten auf einzelne Frames abgerechnet, und was gilt bei zu spät platzierten Wetten?
Live-Wetten werden unabhängig davon angenommen, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00; der Einsatz wird zurückgegeben, der Gewinn ist null. Bei spielentscheidenden Situationen kann der Veranstalter Wetten mit Quote 1.00 werten. Cash-Out ist nur online und nur vollständig verfügbar – keine Teilauszahlung, keine Garantie pro Markt.
Wie werden Gewinne von Anbietern ohne Schweizer Bewilligung steuerlich behandelt?
Eine Schweizer Verrechnungssteuer fällt auf solche Gewinne nicht an; die kantonale Steuerpraxis behandelt sie jedoch teilweise als voll steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe – Thurgau ist die explizit genannte Praxis, andere Kantone können ähnlich verfahren. Es gibt keinen Schweizer Spielerschutz, kein Schweizer Spielsperrenregister und im Konfliktfall keinen Schweizer Rekursweg. Generelle Auskunft: Steuerberater oder kantonale Steuerverwaltung.
Sportarten – gratiswetteinfo
Inhalt erstellt vom Team «gratiswetteinfo»
