Online Curling Wetten in der Schweiz: Anbieter, Quoten und Regeln
Ladevorgang...
Aktualisiert am Oktober 19, 2026; Lizenzangaben gegen das Gespa-Register geprüft.
Curling ist eine der leisesten Sportarten, die auf Eis stattfindet, und auf dem Wettmarkt eine der seltensten. Wer in der Schweiz online auf Curling setzen will, merkt schnell, dass die Auswahl überschaubar ist – nicht aus mangelndem Interesse, sondern weil das Geldspielgesetz den Kreis der Veranstalter auf zwei Organisationen begrenzt. Beide führen ihre Angebote unter eigenen Marken, decken klar getrennte Sprachregionen ab und halten sich an eine geschlossene Liste erlaubter Sportarten und Wettarten. Wer hier Curling sucht, sollte zuerst verstehen, wo Curling auf dieser Liste überhaupt auftaucht und welche Wettformen überhaupt angeboten werden, bevor er über Quoten und Boni spricht.
Die Schweiz hat den Sportwettenmarkt 2019 mit dem Geldspielgesetz neu geordnet. Seither dürfen nur Swisslos mit ihrer Sportwette Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport Sportwetten veranstalten. Beide sind interkantonale Lotteriegesellschaften, keine privaten Buchmacher, und beide sind verpflichtet, einen Teil ihres Reingewinns an kantonale Fonds und an die Stiftung Sportförderung Schweiz abzuliefern. Im Geschäftsjahr 2025 verteilte Swisslos einen Reingewinn von 562 Millionen Franken, davon 109 Millionen aus den Sportwetten. Das ist der institutionelle Rahmen, in dem jede einzelne Curling-Wette stattfindet.
Für jemanden, der auf Curling setzen möchte, heisst das dreierlei: Erstens kann er nur bei einem der beiden Veranstalter spielen, sofern er im entsprechenden Vertragsgebiet wohnt. Zweitens ist das Angebot an Curling-Wetten nicht so dicht wie bei Fussball oder Eishockey, weil die Gespa-Liste nur bestimmte Wettbewerbe und Wettarten zulässt. Drittens gibt es auf dem Schwarzmarkt viele ausländische Marken, die Curling anbieten, aber ohne Schweizer Bewilligung operieren. Wer dort spielt, hat keinen Schweizer Rechtsschutz und riskiert, dass sein Anbieter auf der Gespa-Sperrliste landet.
Der Rest dieses Textes ordnet das Angebot ein: Welche Quoten und Margen bei einer Randsportart zu erwarten sind, wie die Gespa-Liste funktioniert und wann Curling überhaupt darauf erscheint, wie Sporttip und Jouez Sport konkret aufgebaut sind, und wie ausländische Anbieter im Vergleich abschneiden, ohne den Leser für sie zu werben.
Die Rechtslage für Sportwetten in der Schweiz
Das Geldspielgesetz, seit dem 1. Januar 2019 in Kraft, teilt die Welt der Glücksspiele in zwei grosse Lager: die Kleinspiele, zu denen die meisten Lotterien gehören, und die Grossspiele, zu denen die Sportwetten zählen. Für Grossspiele braucht ein Veranstalter zwei Bewilligungen: eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung pro Spiel. Beide werden von der Gespa vergeben, der interkantonalen Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern. Die Gespa ist nicht zu verwechseln mit der ESBK, die nur die Casinos beaufsichtigt.

Die Kantone haben 2019 in einer interkantonalen Vereinbarung, der IKV 2020, festgelegt, dass es im Bereich Lotterien und Sportwetten genau zwei Veranstalter gibt: Swisslos für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein, und die Loterie Romande für die Westschweiz. Weitere Buchmacher mit Schweizer Bewilligung existieren nicht. Es gibt auch keine Warteliste oder ein Kontingent, das freie Plätze schaffen würde. Wer also eine Lizenz für einen anderen Anbieter sucht, sucht etwas, das das System gar nicht vorsieht.
Eine ausländische Lizenz, ob aus Malta, Curaçao oder Deutschland, hat in der Schweiz keinerlei rechtliche Wirkung. Das Gesetz sagt das klar: Eine ausländische Bewilligung «gilt nur in der Schweiz», wenn hier eine ausgestellt wurde, und sonst nirgendwo. Wer aus dem Ausland in der Schweiz Sportwetten anbietet, macht sich strafbar. Die Strafen reichen bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder eine Geldstrafe für die einfache Organisation, bis zu fünf Jahre für den gewerbsmässigen Betrieb. Für Werbung, die für nicht erlaubtes Glücksspiel wirbt, droht eine Busse bis zu 500’000 Franken. Die Gespa führt zusätzlich eine Sperrliste mit ausländischen Domains, die Schweizer Internetanbieter per DNS-Sperre blockieren. Ende 2025 standen 671 Domains auf der Liste.
Die Konsequenz für Spielerinnen und Spieler ist zweigeteilt. Wer bei einem ausländischen Anbieter spielt, wird nicht bestraft – das ist die Rechtslage. Aber seine Einsätze und Gewinne können in einem Strafverfahren gegen den Anbieter beschlagnahmt werden, und es gibt keinen Schweizer Rechtsschutz, kein Schweizer Sperrregister und keine Schweizer Aufsicht, die eingreift, wenn der Anbieter nicht auszahlt. Wer bei Swisslos oder Loterie Romande spielt, hat diese Probleme nicht, ist aber an deren Programm gebunden.
Was auf der Curling-Wette erlaubt ist und was nicht
Die Gespa führt eine Liste der erlaubten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten. Diese Liste ist nicht öffentlich zur Einsicht im Detail, aber sie bestimmt, was ein Veranstalter anbieten darf. Für Curling bedeutet das: Wettbar sind nur die Wettbewerbe, die explizit aufgeführt sind – üblicherweise die Weltmeisterschaft, die Europameisterschaft und die Olympischen Spiele, sofern die Qualifikationsphasen nicht eigens ausgeschlossen sind. Weltranglisten-Wetten sind nur erlaubt, wenn die Platzierung über die Teilnahme an einem internationalen Turnier oder über die Medaillen entscheidet. Frauenwettbewerbe erscheinen nur, wenn sie auf der Liste stehen. Was sicher nicht erlaubt ist: Wetten auf Trainingsläufe, Ecken- oder Kartenmärkte, und ein ganzer Bereich fehlt – Esports taucht in der Liste nicht auf.

Innerhalb der erlaubten Wettbewerbe beschränkt sich die Wettart meist auf die klassischen Drei-Wege-Wetten auf den Sieger eines Spiels sowie Handicap- und Over-Under-Linien, sofern die Gespa diese freigegeben hat. Live-Wetten sind grundsätzlich erlaubt, vorbehaltlich einer entsprechenden Bewilligung. Cash-Out ist keine regulatorische Kategorie, sondern ein Feature, das jeder Veranstalter in seinen eigenen Regeln definiert – und insofern eine Sache der Vertragsbedingungen, nicht des Gesetzes.
Für jemanden, der auf Curling wetten will, heisst das: Bevor er eine Wette platziert, sollte er im Wettprogramm seines Veranstalters prüfen, ob der Wettbewerb und die Wettart, die er beabsichtigt, überhaupt angeboten werden. Was nicht im Programm steht, kann er auch nicht spielen.
Schutz vor sich selbst: Limiten, Pausen und Sperren
Das Schweizer System setzt beim Spielerschutz auf zwei Säulen: eigene Grenzen, die der Anbieter technisch durchsetzt, und eine behördliche Sperre, die im Notfall greift. Beide kommen zur Wirkung, bevor der erste Einsatz auf einem Curling-Spiel platziert wird.
Selbst gesetzte Verlustlimiten
Wer sich bei Swisslos für Sporttip online registriert, muss vor der ersten Wette drei Verlustlimiten setzen: eines für einen Tag, eines für sieben Tage und eines für 30 Tage. Die Tageslimite darf höchstens 9’999 Franken betragen, für unter 21-Jährige maximal 1’000 Franken. Eine Senkung der Limite gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden – diese Karenzzeit soll impulsives Hochsetzen verhindern. Zusätzlich kann eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage gesetzt werden. Loterie Romande folgt einer vergleichbaren Struktur, wobei die genauen Werte in den jeweiligen Teilnahmebedingungen stehen.
Die Limiten sind keine staatliche Obergrenze – das Gesetz schreibt vor, dass der Veranstalter Maximalwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste verlangen muss, aber es legt keinen fixen Höchstbetrag fest. Die 9’999 Franken sind die Obergrenze, die Swisslos in ihren eigenen Bedingungen gesetzt hat. Eine tiefere Limite ist also durchaus möglich und oft ratsam.
Pausen und Sperren
Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne dass die Sperre vor Fristablauf aufgehoben werden kann. Wer sich für die unbefristete Spielsperre entscheidet, wird in einem schweizweiten Register eingetragen, das nicht nur Swisslos und Loterie Romande umfasst, sondern auch alle Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie das Fürstentum Liechtenstein. Eine freiwillige Sperre kann erst nach drei Monaten aufgehoben werden, und es ist eine Fachstelle involviert.
Eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss vom Veranstalter angeboten werden – das schreibt das Gesetz vor. In der Praxis heisst das: Wer eine längere Pause braucht, kann sie sich selbst setzen, und der Veranstalter kann sie nicht ablehnen.
Das Gespa-Testresultat 2025
Die Gespa führt regelmässig Testkäufe durch, um zu prüfen, ob die Veranstalter ihre Schutzpflichten einhalten. Im Jahr 2025 wurde an Verkaufsstellen in 200 Fällen versucht, eine Sportwette an eine minderjährige Person zu verkaufen. In 47,5 Prozent der Fälle gelang der Verkauf. Das ist kein Grund, den Online-Schutz zu ignorieren – dort ist die Identitätsprüfung durch die Online-Registrierung mit Ausweis und Adressprüfung deutlich strenger – aber es zeigt, dass der stationäre Kanal Schwächen hat. Wer also Verkaufsstellen nutzt, sollte wissen, dass die Kontrolle dort nicht perfekt ist.
Wer nicht spielen darf
Personen unter 18 Jahren sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Wer auf der Spielsperre-Liste steht, darf nicht spielen. Wer an einem Wettereignis als Wettkämpfer teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten – das gilt auch für Aktive und Trainer. Wer sich bei einem Veranstalter registriert, darf nur ein Konto führen, und die Daten werden gegen Adressdatenbanken geprüft, um Mehrfachregistrierungen zu verhindern.
Die Sportart Curling und ihre Wettbewerbe
Curling wird auf einer 45 Meter langen und rund 5 Meter breiten Eisbahn gespielt, mit Granitsteinen, die rund 38 Kilogramm wiegen. Ein Spiel besteht aus zehn Ends, in denen abwechselnd je vier Steine pro Team ins Haus gespielt werden. Punkte gibt es nur für das Team, das im End dem Haus am nächsten kommt. Klingt einfach, ist es taktisch nicht: Jeder Stein kann durch einen nachfolgenden Stein aus dem Haus geschlagen werden, und das Spiel lebt von der Positionierung.
Auf internationalem Niveau sind vier Wettbewerbe relevant. Die Weltmeisterschaft, die jedes Jahr zwischen Männern und Frauen wechselt und sowohl als WM als auch als Mixed-Doubles-WM ausgetragen wird. Die Europameisterschaft, die ähnlich strukturiert ist und jährlich stattfindet. Die olympische Variante, die seit Nagano 1998 zum Programm gehört und alle vier Jahre ausgetragen wird. Und die World Curling Tour, die als semi-professionelle Turnierserie den Profibetrieb abseits der nationalen Verbände organisiert.
Für den Wettmarkt sind vor allem drei Wettbewerbsstrukturen interessant. Erstens: K.-o.-o.-Spiele in den K.-o.-o.-Runden der grossen Turniere, wo ein Spiel klare Sieger-Verlierer-Verhältnisse produziert. Zweitens: Rundenspiele in der Gruppenphase, wo oft mehrere Spiele am Tag stattfinden. Drittens: Gesamtsieger-Wetten, die über die Dauer eines Turniers laufen und auf das Team mit den meisten Siegen oder das Podium zielen. Welche dieser Wettformen im Einzelfall im Programm stehen, hängt von der Gespa-Liste und der Verfügbarkeit beim Veranstalter ab.
Was die Gespa-Liste tatsächlich abbildet
Die Gespa-Liste ist ein verwaltungstechnisches Dokument, das die erlaubten Wettbewerbe und Wettarten abschliessend aufzählt. Sie wird regelmässig aktualisiert; die zugrunde liegende Rechtsgrundlage ist Art. 25 des Geldspielgesetzes in Verbindung mit Art. 29 der Spielverordnung. Wettbewerbe erscheinen auf der Liste, wenn sie international anerkannt sind, von einem nationalen oder internationalen Verband organisiert werden und nicht überwiegend Minderjährige betreffen.
Für Curling bedeutet das in der Praxis: Die olympischen Wettbewerbe sind auf der Liste, ebenso die Welt- und Europameisterschaften, sofern diese in den Kategorien ausgetragen werden, die die Liste abdeckt. Weltranglisten-Wetten sind nur erlaubt, wenn die Ranglistenposition über die Qualifikation für ein internationales Turnier oder über das Podium entscheidet. Die Liste kennt keine Curling-spezifischen Sondermärkte: kein Wetten auf einzelne Ends, kein Wetten auf «Hammer» oder «Steinkontakt», kein Wetten auf Spielerstatistiken. Wer solche Märkte sucht, sucht sie bei ausländischen Anbietern – und die sind in der Schweiz nicht erlaubt.
Warum Curling ein schwieriger Markt ist
Curling gehört zu den Sportarten, bei denen der Wettumsatz überschaubar ist. Das hat Folgen für die Quoten. Bei Fussball oder Tennis sind die Margen der Veranstalter oft im einstelligen Prozentbereich, weil das Volumen gross ist und der Wettbewerb unter den Buchmachern hart. Bei einer Sportart mit wenig Umsatz sind die Margen höher, weil das Risiko für den Veranstalter schwerer zu kalkulieren ist und weil wenige Wettende bedeuten, dass der Veranstalter einen höheren Sicherheitsaufschlag nimmt.
Das ist keine Spekulation, sondern die Mechanik jedes Wettmarktes. Die Quote ist der Kehrwert der implizierten Wahrscheinlichkeit – genauer gesagt, der Kehrwert der Wahrscheinlichkeit, die der Veranstalter für angemessen hält, multipliziert mit der Marge. Eine faire Quote auf ein 50/50-Ergebnis wäre 2.00; mit einer 5-Prozent-Marge zahlt der Veranstalter im Durchschnitt nur 95 Rappen pro Franken Einsatz zurück, und die Quote sinkt auf etwa 1.90/1.90. Bei einer 10-Prozent-Marge, die bei Curling nicht ausgeschlossen ist, sinkt die Auszahlung auf etwa 1.83/1.83.
Eine kleine Beispielrechnung zeigt das: Wer bei einer Zwei-Wege-Wette mit 100 Franken Einsatz zu Quote 1.90 auf jede Seite setzt, gewinnt im einen Fall 190 Franken (90 Reingewinn), im anderen verliert er 100. Bei einem fairen Markt (2.00/2.00) wäre die Auszahlung an beide Seiten symmetrisch. Bei 1.90/1.90 zahlt der Veranstalter nur 190 statt 200 Franken pro 100 Franken Gesamteinsatz zurück. Das sind die 5 Prozent, die er behält – auf einem Markt mit wenig Umsatz eher mehr, auf einem mit viel Umsatz eher weniger.
Für jemanden, der auf Curling wettet, bedeutet das: Die Quoten werden im Durchschnitt schlechter sein als bei Fussball. Es gibt weniger Marktteilnehmer, die den Veranstalter disziplinieren, und die Informationslage ist oft dünner. Das macht Curling-Wetten nicht unmöglich, aber es macht sie zu einem Markt, bei dem man genauer hinschauen sollte, was der Veranstalter anbietet.
Die beiden Schweizer Veranstalter im Überblick
Die Schweiz hat zwei Veranstalter für Sportwetten. Sie sind beide interkantonale Lotteriegesellschaften, beide gemeinnützig organisiert und beide an die gleichen Regeln gebunden. Sie decken unterschiedliche Sprachregionen ab und haben unterschiedlich grosse Verbreitungsgebiete. Wer in der Deutschschweiz wohnt, kann nur bei Swisslos spielen; wer in der Romandie wohnt, nur bei Loterie Romande. Die Überschneidung ist null – ein Zürcher kann kein Jouez-Sport-Konto eröffnen, ein Genfer kein Sporttip-Konto.
Swisslos Sporttip
Swisslos, vollständig SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, hat ihren Sitz in Basel und führt ihre Sportwetten unter dem Namen Sporttip. Die Rechtsgrundlage ist die interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019, auch IKV 2020 genannt. Swisslos verteilte im Geschäftsjahr 2025 einen Reingewinn von 562 Millionen Franken: 506 Millionen an die kantonalen Fonds und 56 Millionen an die Stiftung Sportförderung Schweiz. Die Sportwetten trugen 109 Millionen dazu bei.
Das Vertragsgebiet von Swisslos umfasst 19 Deutschschweizer Kantone (AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG, ZH) plus den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Wer dort wohnt, kann ein Online-Konto eröffnen und an Sporttip teilnehmen. Die Registrierung verlangt einen Ausweis, der gegen Adressdatenbanken geprüft wird; minderjährige Personen sind ausgeschlossen, und jede Person darf nur ein Konto führen.
Die Einsatzlimiten sind in den Spielregeln festgelegt: Der Mindesteinsatz pro Einzel- oder Kombinationswette beträgt 1 Franken, der Höchsteinsatz 1’000 Franken pro Einzel- oder Kombinationswette und 10’000 Franken pro Systemwette. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen anpassen, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Diese Werte sind keine staatlichen Vorgaben, sondern Vertragsbedingungen, die Swisslos in Eigenregie festlegt.
Zum Angebot gehören Einzelwetten, Kombinationswetten, Systemwetten, Live-Wetten, Quotenboosts, Profitboosts, ein Kombiboost und ein Cash-Out. Bei Quotenboosts und Profitboosts gilt: Beide sind pro Wettenden nur einmal einsetzbar, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Der Kombiboost verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Mindestquote von 1.50 pro Voraussage; der Bonus auf den Nettogewinn steigt mit der Anzahl Voraussagen von 5 Prozent bei 4 über 20 Prozent bei 7 und 40 Prozent bei 10 bis 100 Prozent bei 15 Voraussagen. Auch hier sind Einsatz und Gewinnerhöhung limitiert.
Die Gewinnauszahlung folgt einer festen Rundungsregel: Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal Gesamtquote (dem Produkt der Einzelquoten), ergibt den Gewinnbetrag, der zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet wird. Wer eine Kombination mit Gesamtquote 4.50 zu 50 Franken spielt, gewinnt 225 Franken, abzüglich 50 Franken Einsatz also 175 Franken Reingewinn – sofern alle Voraussagen eintreffen.
Loterie Romande Jouez Sport
Die Loterie Romande führt ihre Sportwetten unter dem Namen Jouez Sport. Sie ist die Société de la Loterie de la Suisse Romande und betreut die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Ihr Sitz ist Lausanne, Avenue de Provence 14. Sie unterhält 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und beschäftigt 221 Mitarbeitende.
Auch für Jouez Sport gilt: Nur wer im Vertragsgebiet wohnt, kann ein Online-Konto eröffnen. Die Spielregeln sind in Struktur und Inhalt mit Sporttip vergleichbar, weil beide an die gleichen gesetzlichen Vorgaben gebunden sind. Die konkreten Werte, etwa die Höhe der Verlustlimiten oder die genauen Boost-Bedingungen, können abweichen und sind in den jeweiligen Teilnahmebedingungen zu finden.
Wer in der Romandie wohnt und auf Curling wetten möchte, hat zu Jouez Sport keine Alternative – und wer in der Deutschschweiz wohnt, hat zu Sporttip keine Alternative. Das ist die Struktur, die das Geldspielgesetz vorsieht.
Vergleich der Anbieter
| Anbieter | Bewilligung | Veranstalter / Lizenz laut eigenen Angaben |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Schweizer Bewilligung | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft (Basel), Sporttip; Grossspiel-Bewilligung unter BGS, Aufsicht Gespa |
| Loterie Romande Jouez Sport | Schweizer Bewilligung | Société de la Loterie de la Suisse Romande (Lausanne), Jouez Sport; Grossspiel-Bewilligung unter BGS, Aufsicht Gespa |
| Betwinner | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz laut eigenen Angaben nicht etabliert; ausländische Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz |
| Fezbet | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz laut eigenen Angaben nicht etabliert; ausländische Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz |
| 1Bet | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz laut eigenen Angaben nicht etabliert; ausländische Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz |
| BetFury | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz laut eigenen Angaben nicht etabliert; ausländische Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz |
| Playzilla | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz laut eigenen Angaben nicht etabliert; ausländische Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz |
| IviBet | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz laut eigenen Angaben nicht etabliert; ausländische Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz |
| BassBet | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz laut eigenen Angaben nicht etabliert; ausländische Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz |
| 20Bet | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz laut eigenen Angaben nicht etabliert; ausländische Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz |
Der Vergleich zeigt zwei klar getrennte Lager. Die ersten beiden Anbieter haben eine Schweizer Bewilligung und sind innerhalb des vom Gesetz vorgesehenen Rahmens tätig. Sie sind an die Gespa-Liste gebunden, an die Regeln der Spielverordnung und an die interkantonale Vereinbarung. Sie dürfen nur in ihrem Vertragsgebiet Online-Konten führen, nur auf der Gespa-Liste erfasste Wettbewerbe und Wettarten anbieten und müssen ihre Reingewinne an die kantonalen Fonds und an die Stiftung Sportförderung Schweiz abführen.
Die übrigen acht Anbieter haben keine Schweizer Bewilligung. Sie operieren mit Lizenzen aus anderen Rechtsordnungen – typischerweise Curaçao oder Malta – die in der Schweiz keine Wirkung entfalten. Wer bei ihnen spielt, hat keinen Schweizer Rechtsschutz, ist nicht im Schweizer Ausschlussregister erfasst und riskiert, dass die Domain auf der Gespa-Sperrliste landet. Die Sperrliste wird über DNS-Sperren umgesetzt, was bedeutet, dass die Seite aus dem Schweizer Internet nicht mehr erreichbar ist. Ersatzdomains tauchen oft innerhalb von Stunden auf, ein Phänomen, das die Gespa als Domain-Hopping bezeichnet.
Ausländische Anbieter können Curling oft in einer breiteren Palette anbieten als die Schweizer Veranstalter, weil sie nicht an die Gespa-Liste gebunden sind. Das ist der eine Vorteil, den sie bieten. Der Preis dafür ist der Verlust des Schweizer Schutzes: keine Verlustlimiten nach Schweizer Muster, kein Zugang zum Schweizer Sperrregister, keine Schweizer Aufsicht, die im Streitfall vermittelt, und die ständige Gefahr, dass die nächste Sperrlisten-Aktualisierung die eigene Domain trifft.
Swisslos Sporttip im Detail
Sporttip ist das Sportwetten-Angebot von Swisslos und das einzige legal erreichbare Angebot für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein. Das Angebot umfasst Einzelwetten, Kombinationswetten, Systemwetten, Live-Wetten und einen Bet-Builder, mit dem voneinander abhängige Voraussagen derselben Sportveranstaltung kombiniert werden können.
Die Cash-Out-Funktion bei Sporttip ist als vollständiges Cash-Out verfügbar, also ohne Teilauszahlung, und sie funktioniert für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live – aber nur online, nicht an der Verkaufsstelle. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche Wettgewinn bei regulärem Ausgang, und Swisslos behält sich vor, Cash-Out nicht für alle Wetten anzubieten und die Konditionen jederzeit zu ändern. Wer Cash-Out nutzt, bekommt also einen garantierten Betrag jetzt, verzichtet aber auf den möglicherweise höheren Gewinn am Ende.
Für die Berechnung des Gewinns gilt: Einsatz mal Quote, bei Kombinationen das Produkt der Einzelquoten, zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Beispiel: 50 Franken auf Quote 2.40 ergibt 120 Franken Gewinn (50 × 2.40). Bei einer Kombination aus zwei Quoten 1.80 und 2.10 mit 30 Franken Einsatz ist die Gesamtquote 3.78, der Gewinn 113.40 Franken (30 × 3.78), aufgerundet auf 113.40, abgerundet auf 5 Rappen genau 113.40 Franken. Bei 113.45 wäre das Ergebnis 113.45 Franken nach dem Aufrunden, abgerundet auf 113.45 Franken.
Die Auszahlung erfolgt nach klaren Regeln: Gewinne bis 1’000 Franken pro Spielbestätigungsquittung werden automatisch dem Wallet gutgeschrieben. Gewinne über 1’000 Franken werden bei bekannter Zahlungsverbindung innert drei Arbeitstagen auf das Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto überwiesen. Für die Auszahlung vom Wallet auf ein Bankkonto sind pro 365 Tage zwei Auszahlungen gratis; ab der dritten kann eine Kommission von 3 Prozent anfallen. Die Überweisung dauert 5 bis 10 Arbeitstage. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar.
Zum Spielerschutz: Die Pflicht-Verlustlimiten müssen vor der ersten Wette gesetzt werden. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Wer sich für die unbefristete Spielsperre entscheidet, wird in das schweizweite Register eingetragen, das auch Casinos und das Fürstentum Liechtenstein umfasst.
Fazit: Sporttip ist die einzige legale Adresse für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein. Die Plattform ist solide, die Spielregeln sind klar dokumentiert, die Schutzmechanismen sind ausgeprägt. Wer Curling sucht, muss im Wettprogramm prüfen, ob der Wettbewerb und die Wettart angeboten werden. Für jemanden, der mit kleinen Einsätzen spielt und einen starken Spielerschutz schätzt, ist Sporttip die richtige Wahl.
Loterie Romande Jouez Sport im Detail
Jouez Sport ist das Sportwetten-Angebot der Loterie Romande und das einzige legal erreichbare Angebot für die sechs Westschweizer Kantone. In Struktur und Funktionsumfang ähnelt es Sporttip, weil beide an die gleichen gesetzlichen Vorgaben gebunden sind. Die genauen Werte, etwa die Einsatzlimiten, die Boost-Bedingungen oder die Cash-Out-Konditionen, sind in den jeweiligen Teilnahmebedingungen zu finden.
Die Loterie Romande zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und beschäftigt 221 Mitarbeitende. Wer dort wohnt, kann sowohl online als auch an einer Verkaufsstelle spielen. An Verkaufsstellen gelten die gleichen Schutzregeln wie online, wobei die Gespa-Testresultate zeigen, dass die Kontrolle an Verkaufsstellen nicht so zuverlässig ist wie online.
Zum Aufladen des Spielkontos stehen die üblichen Zahlungswege zur Verfügung. Die Auszahlung erfolgt nach den Regeln, die auch für Sporttip gelten, mit den kantonalen und bundesrechtlichen Vorgaben im Hintergrund. Wer in der Romandie wohnt und eine legale Wette auf Curling platzieren will, hat zu Jouez Sport keine Alternative.
Fazit: Jouez Sport erfüllt die gleiche Funktion für die Romandie wie Sporttip für die Deutschschweiz. Die Plattform ist nicht so bekannt wie Sporttip, aber sie ist ebenso reguliert und bietet ähnliche Schutzmechanismen. Für Curling-Spieler in der Westschweiz ist es die einzige legale Adresse. Wer in beiden Sprachregionen zu Hause ist – etwa mit Wohnsitz im Tessin und Zweitwohnsitz in der Romandie – muss sich für einen Veranstalter entscheiden, weil die Online-Konten an den Wohnsitz im Vertragsgebiet gebunden sind.
Betwinner
Betwinner ist ein internationaler Anbieter mit Hauptsitz in Curaçao und einer Lizenz, die in der Schweiz keine Geltung hat. Das Angebot ist breit, die Curling-Märkte sind oft umfassender als bei den Schweizer Veranstaltern, aber das ist der einzige Punkt, in dem Betwinner Sporttip oder Jouez Sport schlägt. In allen anderen Belangen – Spielerschutz, Rechtsschutz, Auszahlungssicherheit, Ausschlussregister – fehlt das, was die Schweizer Bewilligung garantiert. Wer bei Betwinner spielt, ist auf die Geschäftsbedingungen eines ausländischen Anbieters angewiesen und hat im Streitfall keinen Schweizer Ansprechpartner.
Die Domain von Betwinner ist auf der Gespa-Sperrliste geführt oder kann dort geführt werden. Eine DNS-Sperre hebt die Erreichbarkeit aus dem Schweizer Netz auf; Ersatzdomains tauchen oft innerhalb von Stunden auf, was die Sperre zu einer teilweise wirkungslosen Massnahme macht.
Fazit: Wer Curling-Wetten in einer Breite sucht, die Sporttip nicht bietet, findet sie bei Betwinner. Wer auf Schweizer Rechtsschutz, Schweizer Spielerschutz und Schweizer Aufsicht Wert legt, ist bei Betwinner falsch. Es gibt keinen vernünftigen Grund, Betwinner als Schweizer Spieler zu nutzen, wenn Swisslos oder Loterie Romande das gewünschte Wettprogramm anbieten.
Fezbet
Fezbet ist ein weiterer ausländischer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Lizenz laut eigenen Angaben nicht etabliert; eine Lizenz aus einem anderen Rechtsraum hat in der Schweiz keine Wirkung. Das Curling-Angebot mag breit sein, der Rechtsschutz fehlt. Die Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen, was die Erreichbarkeit aus dem Schweizer Netz einschränkt.
Fazit: Wer in der Schweiz wohnt und bei Fezbet spielt, spielt ohne den Schutz, den das Geldspielgesetz vorsieht. Das Angebot mag verlockend aussehen, aber der scheinbare Vorteil wird durch den Verlust des Schweizer Schutzes mehr als aufgewogen.
1Bet
1Bet gehört in dieselbe Kategorie wie Fezbet und Betwinner: ausländischer Anbieter, keine Schweizer Bewilligung, ausländische Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz. Die Spielregeln und die Geschäftsbedingungen stammen aus einem anderen Rechtsraum und unterliegen nicht der Gespa-Aufsicht. Eine DNS-Sperre ist möglich.
Fazit: Die Argumentation folgt dem Muster der anderen ausländischen Anbieter: Das Angebot mag breiter sein, der Schutz ist schmaler. Wer in der Schweiz wohnt, hat die legale Alternative und sollte sie nutzen.
BetFury
BetFury fällt zusätzlich durch seine Spezialisierung auf Kryptowährungen auf. Krypto-Auszahlungen sind im Schweizer System nicht erlaubt; bei BetFury wären sie möglich. Das klingt nach einem Vorteil, ist aber tatsächlich ein weiteres Zeichen dafür, dass der Anbieter nicht unter Schweizer Aufsicht steht. Wer Krypto nutzt, hat keine Bankanbindung im Schweizer Sinn und keine Möglichkeit, sich an eine Schweizer Stelle zu wenden.
Fazit: Krypto ist im Schweizer System kein Vorteil, sondern ein Ausschlusskriterium. Wer bei BetFury spielt, verlässt den Schweizer Rechtsraum vollständig.
Playzilla
Playzilla reiht sich in die Liste der ausländischen Anbieter ohne Schweizer Bewilligung ein. Die Argumentation unterscheidet sich nicht von den vorherigen Einträgen: Das Angebot mag breit sein, der Schutz ist schmal.
Fazit: Playzilla ist aus Schweizer Sicht keine Alternative zu Swisslos oder Loterie Romande. Wer spielen will, spielt legal bei einem der beiden Veranstalter.
IviBet
IviBet ist ein weiterer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Die Struktur entspricht den vorherigen Einträgen. Eine DNS-Sperre ist möglich, ein Eintrag in der Gespa-Sperrliste wahrscheinlich.
Fazit: Wie alle anderen Anbieter in dieser Kategorie: kein Schweizer Schutz, keine Schweizer Aufsicht, kein Grund, ihn einem Schweizer Veranstalter vorzuziehen.
BassBet
BassBet folgt dem gleichen Muster. Ausländischer Anbieter, ausländische Lizenz, keine Schweizer Bewilligung. Das Curling-Angebot mag breit sein, der Schutz ist es nicht.
Fazit: BassBet ist aus Schweizer Sicht keine sinnvolle Wahl.
20Bet
20Bet schliesst die Liste der ausländischen Anbieter ab. Auch hier: keine Schweizer Bewilligung, keine Schweizer Aufsicht, mögliche DNS-Sperre. Das Angebot ist breit, aber nicht im rechtlichen Sinn des Schweizer Marktes.
Fazit: Für Schweizer Spielerinnen und Spieler gibt es keinen Anlass, 20Bet einem Schweizer Veranstalter vorzuziehen.
Geld, Gewinne und Steuern
Ein- und Auszahlungen bei Sporttip
Wer bei Sporttip spielt, zahlt auf das Swisslos-Wallet ein. Das Wallet kann per Online-Zahlung oder per Einzahlungsschein aufgeladen werden, der Mindestbetrag beträgt 20 Franken. In 30 Tagen sind höchstens 10’000 Franken Einzahlung möglich, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben 9’999 Franken nicht übersteigt. Eine der verfügbaren Zahlungsarten ist PostFinance Pay, bei der die Transaktion direkt in der PostFinance App bestätigt wird.
Die Auszahlung vom Wallet auf ein Bank- oder Postkonto ist nach den Regeln der Online-Teilnahme möglich. Innerhalb von 365 Tagen sind zwei Auszahlungen gratis; ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 Prozent erhoben werden. Die Überweisung dauert 5 bis 10 Arbeitstage. Das Zielkonto muss auf den eigenen Namen lauten und eine Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postverbindung sein. Anonyme Auszahlungen, Krypto-Auszahlungen und Auszahlungen auf Konten Dritter sind im Schweizer System nicht erlaubt.
Gewinne aus Wetten werden automatisch dem Wallet gutgeschrieben, wenn sie 1’000 Franken pro Spielbestätigungsquittung nicht übersteigen. Über 1’000 Franken werden bei bekannter Zahlungsverbindung innert drei Arbeitstagen direkt auf das Bank- oder Postkonto überwiesen. Wer länger als 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung seinen Gewinn nicht geltend macht, verliert ihn zugunsten des Swisslos-Zwecks.
Steuern auf Wettgewinne
In der Schweiz sind Gewinne aus Grossspielen, zu denen die Sportwetten gehören, bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommensteuerfrei. Der Bundesfreibetrag liegt seit dem 1. Januar 2026 bei 1’071’000 Franken (2025: 1’070’400 Franken). Über diesem Freibetrag zieht der Veranstalter automatisch 35 Prozent Verrechnungssteuer ab, die der Spieler durch Deklaration des Gewinns in der Steuererklärung zurückfordern kann.
Der kantonale Freibetrag unterscheidet sich vom Bundesfreibetrag. Es gibt keinen einheitlichen Schweizer Wert, sondern je nach Kanton verschiedene Schwellen. Wer einen grossen Gewinn erzielt, sollte sich beim kantonalen Steueramt oder beim Steuerberater erkundigen, was im eigenen Kanton gilt. Für die meisten Wettenden ist die Frage akademisch, weil ihre Gewinne weit unter jedem Freibetrag liegen – ein typischer Sporttip-Gewinn im dreistelligen Bereich ist steuerfrei, unabhängig vom Kanton.
Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen keiner Verrechnungssteuer, weil kein Schweizer Veranstalter sie abzieht. Die kantonale Praxis behandelt sie jedoch unterschiedlich. Thurgau besteuert Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als Einkommen. Andere Kantone sind grosszügiger. Wer einen grossen Gewinn bei einem ausländischen Anbieter erzielt, sollte die kantonale Praxis kennen, bevor er auszahlt.
Werbe- und Bonusregeln
Werbung für Glücksspiel darf in der Schweiz nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten. Werbung für in der Schweiz nicht erlaubtes Glücksspiel ist verboten und wird mit einer Busse bis zu 500’000 Franken bestraft. Für Gratiswetten oder Gratisspielguthaben braucht ein Veranstalter die vorgängige Zustimmung der Gespa. Im Jahr 2025 erteilte die Gespa 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos.
Wer also einen Bonus oder eine Promotion sieht, kann davon ausgehen, dass sie von der Gespa geprüft und genehmigt ist. Die Bedingungen – Mindestquote, Umsatz, Frist – stehen in den jeweiligen Teilnahmebedingungen und sollten vor Annahme gelesen werden. Promotion-Codes, die im Internet kursieren, sind in der Regel nicht offiziell und können irreführend sein.
Wie eine Wette bei Sporttip technisch funktioniert
Von der Registrierung zur ersten Wette
Wer bei Sporttip online spielen will, muss sich zunächst registrieren. Die Registrierung verlangt einen Ausweis, der gegen Adressdatenbanken geprüft wird. Wer im Swisslos-Vertragsgebiet wohnt, älter als 18 Jahre ist und nicht auf der Spielsperre-Liste steht, kann ein Konto eröffnen. Wer sich registriert, verpflichtet sich, vor der ersten Wette Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage zu setzen.
Nach der Registrierung wird das Wallet aufgeladen, per Online-Zahlung oder Einzahlungsschein. Das Mindestguthaben für eine Wette ist 1 Franken pro Einzel- oder Kombinationswette; das Maximum liegt bei 1’000 Franken pro Einzel- oder Kombinationswette und 10’000 Franken pro Systemwette. Innerhalb dieser Grenzen wählt der Spielende Wettbewerb, Wettart und Einsatz.
Reguläre Spielzeit und Verlängerung
Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die normale Spieldauer plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Bei Curling ist die Frage meist irrelevant, weil Curling keine reguläre Verlängerung im Sinne anderer Sportarten kennt; ein Tie-Break im letzten End gehört zur regulären Spielzeit.
Was bei einer Spielabsage passiert
Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt – oder, im Rahmen eines Turniers, nicht innerhalb der regulären Turnierphase -, ist die Wette ungültig. Einzelwetten werden zurückbezahlt. In Kombinationswetten erhält die abgesagte Voraussage die Quote 1.00, und die Gesamtquote verringert sich entsprechend.
Diese Regel ist wichtig für Curling, weil Curling-Turniere oft von Witterungsbedingungen abhängig sind und Verschiebungen häufiger vorkommen als bei Hallensportarten. Wer eine Kombiwette auf mehrere Curling-Spiele setzt, sollte wissen, dass eine einzelne Absage nicht die ganze Wette zunichtemacht, sondern nur die betroffene Voraussage auf 1.00 setzt.
Cash-Out als vorzeitiger Ausstieg
Cash-Out bei Sporttip funktioniert für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live. Cash-Out gibt es nur online und nur als vollständiges Cash-Out, nicht als Teil-Cash-Out. Der Cash-Out-Betrag ist niedriger als der mögliche Gewinn bei regulärem Ausgang und hängt vom Stand der Sportereignisse ab. Swisslos behält sich vor, Cash-Out nicht für alle Wetten anzubieten und die Konditionen jederzeit zu ändern. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen.
Wer Cash-Out nutzt, nimmt einen kleineren, sicheren Betrag jetzt anstelle eines möglicherweise höheren Gewinns am Ende. Bei Curling, wo der Spielverlauf oft erst in den letzten Ends entschieden wird, kann Cash-Out sinnvoll sein, wenn die eigene Wette gut steht und das Risiko eines späten Umschwungs minimiert werden soll.
Boost-Quotenboosts und Profitboosts
Quotenboosts bei Sporttip sind nur online verfügbar, für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage. Sie erhöhen die Quote für eine bestimmte Wette. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettendem nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert. Bei einem Cash-Out verfällt der Boost.
Der Kombiboost funktioniert anders: Er verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Mindestquote von 1.50 pro Voraussage und erhöht den Nettogewinn einer Kombiwette prozentual, gestaffelt nach Anzahl Voraussagen. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 Prozent bei vier, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn Voraussagen. Auch hier sind Einsatz und Gewinnerhöhung limitiert.
Live-Wetten und ihre Regeln
Live-Wetten bei Sporttip sind Wetten, die während eines laufenden Ereignisses platziert werden. Sie sind unabhängig davon gültig, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. In spielentscheidenden Situationen kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten, etwa bei einem Elfmeter im Fussball, einer Roten Karte oder einer Videoschiedsrichter-Entscheidung.
Diese Regeln zielen darauf ab, Manipulation und Insiderwetten zu verhindern. Für Live-Wetten auf Curling bedeutet das: Eine Wette, die nach dem letzten Stein platziert wird, zählt mit 1.00 – das Ergebnis ist schon klar, die Wette wird zurückerstattet.
Wie viel kostet der Wettanbieter pro Wette?
Eine wichtige Frage, die viele Wettende erst stellen, wenn sie die Quoten über mehrere Anbieter vergleichen: Wie viel Marge nimmt der Veranstalter pro Wette? Die Antwort liegt in der Mechanik der Quoten.
Bei einer Zwei-Wege-Wette, etwa auf den Sieger eines Curling-Spiels, bietet der Veranstalter zwei Quoten an, eine für jedes Team. Die Quoten sind nicht unabhängig, sondern ergeben zusammen die Auszahlungsquote des Marktes. Die Auszahlungsquote berechnet sich als Kehrwert der Summe der Kehrwerte der Einzelquoten:
Auszahlungsquote = 1 ÷ (1/Quote₁ + 1/Quote₂)
Die Marge ist dann 100 Prozent minus die Auszahlungsquote:
Marge = 1 − Auszahlungsquote
Bei zwei ausgeglichenen Teams und einem fairen Markt wäre die Auszahlungsquote 100 Prozent (2.00/2.00), die Marge 0. Bei einem typischen Veranstalter mit 5 Prozent Marge auf einem ausgeglichenen Markt wäre die Auszahlungsquote 95 Prozent. Die Quoten wären 1.90/1.90.
Eine Beispielrechnung mit zwei ausgeglichenen Teams bei 1.90/1.90:
1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) = 1 ÷ (0.5263 + 0.5263) = 1 ÷ 1.0526 = 0.9500
Das ergibt eine Auszahlungsquote von 95 Prozent, also eine Marge von 5 Prozent. Wer 100 Franken auf jede Seite setzt, gewinnt im einen Fall 190 Franken (90 Reingewinn), im anderen verliert er 100 Franken. Bei einem fairen Markt wären es 200 Franken Gewinn im einen und 100 Franken Verlust im anderen. Der Veranstalter behält 10 Franken von 200 Franken Gesamteinsatz, das sind 5 Prozent.
Bei einer höheren Marge, etwa 10 Prozent, wäre die Auszahlungsquote 90 Prozent. Die Quoten wären 1.82/1.82 (1.82 × 0.90 ≈ 1.82). Wer auf 100 Franken pro Seite gewinnt, bekommt nur 182 Franken statt 200. Bei Curling, wo das Wettvolumen kleiner ist als bei Fussball, sind höhere Margen plausibel – die Spannbreite liegt je nach Wettbewerb und Zeitpunkt irgendwo zwischen 5 und 12 Prozent.
Die Konsequenz für jemanden, der auf Curling wettet: Die Marge ist der Preis, den er für die Wette zahlt, und sie ist nicht zurückgewinnbar. Bei einer Marge von 8 Prozent verliert er im statistischen Mittel 8 Franken pro 100 Franken Einsatz – und zwar auf lange Sicht, nicht in einer einzelnen Wette. Wer häufig wettet, zahlt mehr Marge als wer selten wettet, einfach weil er öfter wettet.
Häufige Fragen zu Curling-Wetten in der Schweiz
Gibt es bei Sporttip oder Jouez Sport Wetten auf Curling?
Curling erscheint im Wettprogramm von Sporttip und Jouez Sport nur, wenn die Gespa-Liste den jeweiligen Wettbewerb und die jeweilige Wettart zulässt. In der Regel sind das die Weltmeisterschaft, die Europameisterschaft und die olympischen Wettbewerbe. Welche Curling-Wetten genau verfügbar sind, hängt vom aktuellen Turnierkalender und von der Gespa-Bewilligung ab. Am schnellsten findet man es im Wettprogramm selbst – Sporttip zeigt verfügbare Wettbewerbe direkt nach Login, beide Produkte aktualisieren das Angebot regelmässig. Für eine bestimmte Wette gilt: Im Wettprogramm prüfen, ob sie angeboten wird.
Welche Sportarten und Wettarten stehen auf der Gespa-Liste?
Die Gespa führt eine Liste der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten, die von den beiden Veranstaltern angeboten werden dürfen. Die Liste umfasst eine breite Palette traditioneller Sportarten, von Fussball über Eishockey bis Tennis und Curling in den grossen internationalen Wettbewerben. Wettarten sind in der Regel auf die klassischen Sieger-, Handicap- und Over-Under-Märkte beschränkt. Spezialmärkte, die in ausländischen Wettprogrammen häufig sind, fehlen auf der Schweizer Liste – etwa Ecken- oder Kartenmärkte im Fussball, Spielerstatistiken. Esports taucht in der Liste nicht auf. Welche Wettbewerbe genau zugelassen sind, ist im Wettprogramm ersichtlich.
Was bedeutet die Marge in Quoten bei einer Sportart mit wenig Wettumsatz?
Die Marge ist der Anteil, den der Veranstalter von jedem Franken Wetteinsatz im Durchschnitt behält. Sie berechnet sich aus den Quoten: Bei einer Zwei-Wege-Wette mit ausgeglichenen Teams und Quoten 1.90/1.90 beträgt die Auszahlungsquote 95 Prozent, die Marge also 5 Prozent. Bei Sportarten mit wenig Wettumsatz wie Curling ist die Marge tendenziell höher als bei Mainstream-Sportarten, weil der Veranstalter das Risiko schlechter kalkulieren kann und weniger Wettbewerb zwischen Veranstaltern besteht. Das bedeutet konkret: Die Quoten sind im Durchschnitt schlechter als bei Fussball oder Tennis. Wer Curling wettet, zahlt einen höheren Preis pro Wette und sollte das in seine Erwartung einkalkulieren.
Wie berechnet sich der Gewinnbetrag einer Kombination aus Einsatz und Gesamtquote?
Der Gewinnbetrag einer Kombinationswette ist der Einsatz multipliziert mit der Gesamtquote. Die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten der kombinierten Voraussagen. Beispiel: Eine Kombination aus zwei Voraussagen mit Quoten 1.80 und 2.10 hat die Gesamtquote 3.78. Bei einem Einsatz von 30 Franken ergibt das einen Gewinn von 113.40 Franken. Der Reingewinn ist der Gewinn minus den Einsatz, also 83.40 Franken. Der Gewinnbetrag wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet, was bei den meisten Wettbeträgen keinen spürgerenden Effekt hat.
Was geschieht mit einer Wette, wenn ein Curling-Spiel abgesagt und nicht innert 48 Stunden nachgeholt wird?
Wird ein Curling-Spiel abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt – oder, im Rahmen eines Turniers, nicht innerhalb der regulären Turnierphase -, ist die Wette ungültig. Der Einsatz wird zurückerstattet. Handelt es sich um eine Einzelwette, wird der Einsatz vollständig zurückbezahlt. Handelt es sich um eine Kombinationswette, erhält die abgesagte Voraussage die Quote 1.00, und die Gesamtquote verringert sich entsprechend. Beispiel: Eine Kombination mit Quoten 1.80 und 2.10 hätte die Gesamtquote 3.78. Wird die zweite Voraussage abgesagt, reduziert sich die Gesamtquote auf 1.80 (× 1.00), und der Gewinn sinkt von 113.40 Franken auf 54 Franken (bei 30 Franken Einsatz). Der Einsatz wird nicht zurückerstattet, weil die erste Voraussage noch steht.
Bis zu welchem Betrag bleibt ein einzelner Gewinn steuerfrei, und warum gilt das je nach Kanton unterschiedlich?
Auf Bundesebene sind Gewinne aus Grossspielen wie Sportwetten bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommensteuerfrei. Der Bundesfreibetrag beträgt seit dem 1. Januar 2026 1’071’000 Franken (2025: 1’070’400 Franken). Darüber wird die Verrechnungssteuer von 35 Prozent automatisch abgezogen. Auf kantonaler Ebene gilt ein eigener Freibetrag, der vom Bund abweicht. Die meisten Kantone haben einen tieferen Freibetrag, einige einen höheren. Wer einen grossen Gewinn erzielt, sollte den kantonalen Freibetrag im eigenen Kanton prüfen. Für typische Wettgewinne im dreistelligen oder niedrigen vierstelligen Bereich ist die Frage akademisch, weil sowohl Bundes- als auch Kantonsfreibetrag deutlich höher liegen. Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen keiner Verrechnungssteuer, werden aber kantonal unterschiedlich behandelt; Thurgau besteuert sie als Einkommen.
Sportarten – gratiswetteinfo
Inhalt erstellt vom Team «gratiswetteinfo»
